Beiträge von Volker Dehnke

    [...]


    Doch zurück zum Gleisplan von Helbra. Ich habe die Zeichnung überarbeitet und um den Bereich des Rangierbahnhofes Ernstschacht erweitert. Den Bereich "Rangierbahnhofes Ernstschacht" habe ich einfach der Unterscheidung wegen so genannt, ebenso wie den "Trennungsbahnhof Helbra". Es sind also keine amtlichen Bezeichnungen.

    (Plan korrigiert)

    [...]

    Hallo,


    hatte in den letzten Tagen andere, wichtigere Dinge zu tun gehabt, weswegen ich erst heute wieder kurz auf dieses spannende Thema zurückkommen kann. In der Zwischenzeit gab es weitere, sehr aufschlussreiche Bilder vom anschließenden Bahnhof der August-Bebel-Hütte, die uns Uwe / Teltower zeigte und zusätzliche Informationen u.a. vom MBB / Thomas Fischer Dank der Nachfrage von Thomas / BRBler .


    Ich möchte nochmal auf die letzte Zeichnung von Dietmar / Franz-Zeitz zurückkommen. Also ich hatte die Situation von den Bildern und der Diskussion zur Lage des Lokschuppens eigentlich folgendermaßen verstanden (habe mir erlaubt in Dietmars Zeichnung meine Vorstellung von der Situation einzutragen):



    Zu der möglichen Durchführung von Helbra nach Eisleben werden Dietmar und ich wohl zu keiner gemeinsamen Meinung mehr kommen. So ist es halt und es ist Dietmars Zeichnung.


    Dass @Dagvuchel Probleme hat die Bilder und die die Situation einzuordnen kann ich sehr gut verstehen. Das ging mir vor ein paar Jahren genauso und war für mich der Anlass zu versuchen die damals mir verfügbaren Bilder einzusortieren. Die in den letzten Beiträgen gezeigten machen das noch viel besser und einiges Neues habe ich inzwischen auch gelernt. Ich glaube so eine Werkbahn ist schon schwieriger zu überblicken als eine Strecke von A nach B, wo auch noch alle Stellen gut öffentlich einsehbar sind. Ob die ehemalige meterspurige Werkbahn von Bayer auch so gut nachvollziehbar darstellbar wäre?


    Ich hoffe, es macht euch auch weiterhin so viel Spaß wie mir dies Thema zu verfolgen!


    Viele Grüße


    Volker

    N'Abend!


    - Bild 210 unten: Könnte in der Tat Klostermansfeld sein.


    - Bild 211 oben: Ist mit Hettstedt bezeichnet. Es ist schon einige Zeit, dass ich mir die längst vergriffenen vier Bände von "Mansfeld - Die Geschichte des Berg- und Hüttenwesens per Fernleihe (Hallo Railfox :-P) ausgeliehen habe. Auf Grund des Hintergrundes ist das Bild meines Erachtens der Karl-Liebknecht-Hütte in Eisleben zuzuordnen. Die Lok soll ja gerade auch dort stationiert und nicht in Hettstedt gewesen sein.


    - Im EK-Buch heißt es auf S. 210: "Die Lok 12 war planmäßig für den im Reichsbahn-Anschlußbahnhof Eisleben bestehenden Rollwagenverkehr zuständig. Sie verkehrte dabei immer zwischen dem DR-Übergabebahnhof und der August-Bebel-Hütte (Koch-Hütte) bzw. der Karl-Liebknecht-Hütte (Krug-Hütte). Ihr Zug bestand in der Regel aus vier Rollwagen. Die 12 hatte je Stunde ein Zugpaar zu befördern." Demnach war die Lok also planmäßig auch in Helbra anzutreffen. Sportliches Programm übrigens.


    - Hier nun das Bild von S. 211 unten, etwas künstlerisch aufgearbeitet. In der Tat sieht man hier die 12 vor einem Rollwagenzug in dem offensichtlich Schlackesteine für z.B. den Wegebau befördert werden - also Fertigprodukte zur Übergabe an die DR. Dahinter steht ein Rollwagenzug mit O-Wagen, die randvoll mit irgendetwas unregelmäßigem beladen sind. Interessanterweise hängen an den Lampenmasten etwas höher Stelldrähte - sei es für Weichen oder sogar ein Signal? Und ganz am Ende des Bahnanlagen am rechten Bildrand gerade nicht mehr sichtbar steht wohl der besagte Lokschuppen. Es geht übrigens dorthin bergab.


    Admin: Bild gelöscht, bitte keine Fotos aus Büchern kopieren!



    - Auf dem Bild - blau hervorgehoben - befindet sich ein Turm, der offensichtlich per Schüttung dem Beladen von Wagen dient. Die folgende Aufnahme stammt von Jörg Seidel und ist am 11.07.1990 in Helbra aufgenommen. Ich habe mir erlaubt eine kleine Version dieses Bildes von seiner Flickr-Seite hier einzufügen. Wer drauf klickt kommt zur eigentlichen Seite. Und ist es nicht derselbe Turm, den wir jetzt nur von der anderen Seite sehen? Es sind jetzt dort normalspurige Gleise anstatt schmalspurige sowie eine Anlage zur Entladung von Tankwagen zu sehen (vermutlich Theisen-Schlamm für Teich 10). Das Gelände ist nivelliert,


    5358978999_35a2213fd2_z.jpg


    - Der Reichsbahnanschluss für Helbra kam 1961.

    - Der rechts zu sehende Walter-Schneider- bzw. Ernst-Schacht stellte 1966 die Förderung ein.

    - Die Karl-Liebknecht-Hütte wurde 1972 geschlossen und

    - die Kupferkammerhütte 1978, worauf der Theisen-Schlamm nicht mehr geschwelt und weiter aufgearbeitet wurde, sondern deponiert werden musste.


    Viele Grüße


    Volker

    [...] Wegen des Gleisdreiecks mal eine Frage eines völlig Unbedarften, wenn nicht wegen eines Gleisdreiecks, warum sonst hätte man die Lokschuppen so seltsam anordnen sollen? [...]

    Guten Morgen Michael,


    das ist eine sehr berechtigte Frage. Wie zuvor geschrieben glaube ich nicht an das Gleisdreieck. Die Lage der Halde in der Skizze von Dietmar lässt vermuten dort wäre genug Platz gewesen ein Gleisdreieck zu bauen. Die Halde reicht aber viel, viel näher an den besagten Lokschuppen heran (siehe Film).


    Diese Halde muss sehr alt sein. Sie bereits in den alten 25 000 Messtischblättern eingezeichnet, wo genau wie im DME abgebildeten Gleisplan aus Anfangstagen keine Lokschuppen eingezeichnet sind. Dieser nur über Sägefahrten erreichbare Lokschuppen ist auch nur sinnvoll, wenn man sich die Verbindung von der August-Bebel-Hütte in Helbra nach Eisleben dazu denkt, die Anfang der Siebziger aufgegeben wurde. Dann führt die Kehre direkt auf Schachtanalagen und Hütte zu und der Lokschuppen befindet sich sozusagen an diesem Bahnhofskopf. Dort verkehrende Lokomotiven konnten direkt in diesen Lokschuppen ein- und ausfahren.


    Hätte es diese Verbindung nicht gegeben wäre es einfacher gewesen z.B. einen dreiständigen oder längeren Lokschuppen an der Randlage der alten Halde in der Achse Bockstal Eisleben zu bauen. Das Ganze wurde jedoch in die alte Halde gegraben. Der Lokschuppen wurde auch erst 1931 gebaut, worauf ein Stein zwischen den Schuppentoren hinweist (wiederum gut im Film zu sehen). Wegen dieses späten Baudatums ist er auch nicht in diesen historischen Karten berücksichtigt.


    Zum Schluss möchte ich noch auf meine Skizze im Beitrag 4 sowie die folgende Diskussion dazu in den Beiträgen 8 bis 14 verweisen. Insbesondere der Blick in das "VII K" Buch des EK dürfte einiges erklären.


    Viele Grüße


    Volker

    [...]

    Was mich aber komplett irritiert ist das Bild von Huber Mohr im Betrag 40. Das sieht fast so aus, als obd da noch ein Gleis in den anderen Lokschuppen abzweigen würde.

    [...]

    Hallo Dietmar,


    die Antwort gibt dir der Film und bestätigt das, was Thomas schon erwähnte: zu eng.


    Aber das von der Mansfelder von Hubert Mohr in diesem Beitrag eingestellte Bild zeigt übrigens im Hintergrund noch ein anderes Detail. Ich habe mir erlaubt es zu vergrößern, etwas zu schärfen und an der Helligkeit zu drehen (sowie den uninteressanten Bereich zu verfremden). Demnach scheint zumindest damals hinter der Weiche 2 keine weitere zum Lokschuppen zu folgen. Oder was meint ihr?



    Viele Grüße


    Volker

    Das ist die letzte Weiche in Richtung Eisleben...

    Hallo Thomas,


    bei mir bleiben Zweifel. Aber die Bahn scheint einen starken Eindruck auf dich hinterlassen zu haben, so dass dir sicherlich dein Standpunkt neben der als 2 gekennzeichneten Weiche in Erinnerung geblieben ist. Wie auch immer, nach deinem als auch den bereits von Uwe (Teltower) gezeigten Bildern scheint der letzte Gleisplan von Dietmar in diesem Bereich nicht ganz zu passen (vorher war es besser). Hier nochmal das von Uwe in diesem Thread gezeigte Zoom-Bild (Beitrag #34):

    Der Bahnhof Helbra der Mansfelder Bergwerksbahn

    " [...] Ich habe mal etwas gezoomt. Die ORWO Qualität wird deshalb nicht besser, Aber wir wollen ja den Gleisverlauf klären.

    Bild2

    48760479848_7e24556d72_o.jpg

    Ernstschacht Zoom by Uwe Hochmuth, auf Flickr


    Das Interessante ist zwischen Mast 2 und 3. Es zeigt die Anbindung der Gleise an das Streckengleis nach Eisleben. Hinter Mast 3 versteckt sich der O-Wagen an der Rampe. Etwas weiter rechts vorn, vor dem O-Wagen, sieht man den Prellbock. In der Zufahrt zum Lokschuppen befindet sich ein leichter rechts Knick. Ich könnte mir vorstellen, das da früher eine Weiche lag und das Gleis Richtung Prellbock ging. [...]"


    Holger Dietz : Interessant zu lesen, dass die Karten zu jenem Zeitpunkt vereinfacht wurden. Also wenn schon Karten aus der Zeit zuvor versuchen zu organisieren. Trafen diese Vereinfachungen auch auf die TK 25 zu? Und weißt Du ob es eisenbahnrelevante Unterschiede zu den militärischen Karten gab?


    bschb : Leider habe ich keine bessere Auflösung. Es handelt sich wie geschrieben um ein Angebotsbild aus Ebay, was mehr oder minder die ganze Karte zeigt. Da habe ich bereits diesen Ausschnitt entnommen und es stark vergrößert.


    Viele Grüße


    Volker

    Hallo,


    Danke Holger für den Tipp mit dem Landesvermessungsamt! In der Tat scheinen auch noch heute historische TK 10 000 (Ausgabe Staat und nicht ...) in Sachsen-Anhalt erhältlich zu sein: https://www.lvermgeo.sachsen-a…che_ausgaben_110_000.html Diese sind mit Stand nach der Wende von 1992 bis 2004 und in verschiedenen Farben gehalten. Nichtdestotrotz können sie noch die ältere Zustände zeigen. Manche vergangene Details halten sich lange in Kartenwerken. Und ältere Versionen sind wohl noch im Landesarchiv vorhanden, worauf hier hingewiesen wird: https://www.lvermgeo.sachsen-anhalt.de/de/110_000.html Ich bin mir gerade nicht sicher, ob es mir Wert ist die Karten von Helbra und dem benachbarten Volkstedt zu besorgen.



    Zu der Frage nach den Rollwagengruben. Diese habe ich in den Kartenausschnitt eingezeichnet. Ein Luftbild auf die Lage - wenn auch nicht richtig erkennbar - gibt es auf der Seiten von http://www.kuperspuren.eu hier zu sehen. Wer einen Eindruck vom Boden haben möchte, dem empfehle ich die Bildergalerie von 1973 auf der Homepage der Mansfelder Bergwerksbahn mit Bildern von Günter Rejke aus der Sammlung Hans-Jürgen Steimecke. Es werden weitere Aufnahmeorte in der Galerie gezeigt. Im Jahr 1990 war die Situation aber etwas verändert, wie man in diesem Beitrag von Thomas Fischer, ebenfalls von der Homepage der MBB erkennen kann.


    Links von den Rollwagengruben soll es einen Waggonkipper für die vierachsigen Erzwagen aus Niederröblingen gegeben haben. Einen solchen habe ich Mitte der Neunziger in Swinemünde mal im Betrieb sehen dürfen. Beeindruckend!


    Dann habe ich auch noch die Bahn mit der kurzen Ausweiche gekennzeichnet, die Thomas (BRBler) uns in seiner Serie Zu Besuch in Klostermansfeld präsentiert hat:

    [...]

    Das ist irgendwo in Helbra, ungewöhnlich die kurze Ausweiche. Hier könnte sich es um die Schlackebahn handeln...

    [...]


    Könnte es vielleicht sein, dass es sich um eine Bahn zur Entsorgung von Kraftwerksasche handelt? Nach der Karte führt sie jedenfalls aus dem Ofenhaus heraus. Meiner Meinung nach war die Schlackenbahn auch eher im westlichen und südlichen Bereich der Hütte, wo sich auch die großen Halden befinden/befanden. Die Schlackebahn selber ist demnach nicht in der Karte eingezeichnet.


    Viele Grüße


    Volker

    Hallo,


    Uwe (Teltower) hatte ja bereits hier Karten zur MBB auf alten Messtischblätter hingewiesen. Wobei die hier gezeigten auf von den Alliierten überarbeiteten deutschen Messtischblätter basieren (zusätzliches Koordinatensystem mit blauen Linien). In der DDR wurden diese Karten natürlich fortgeführt und es gab neben dem Massstab 1:25000 der Messtischblätter auch den Massstab 1:10000. Vor vielen Jahren wurde bei Ebay jene von Helbra verkauft, dessen Angebotsbild ich mir gespeichert habe (die Karte jedoch nicht gekauft). Diese erklärt aus meiner Sicht die Zuführung zum Kohlenbunker und auch die Durchführung des Gleises von Hüttenbahnhof in Richtung Eisleben, die auf den älteren Karten nicht enthalten ist.



    Auf dem vollen Bild kann ich leider auch kein Datum finden. Auch ist es mir bisher nicht gelungen eine Bezugsquelle dieser Karten zu finden.


    Viele Grüße


    Volker

    Hallo Uwe,


    Edit: Absatz gelöscht


    Wann hat die Hütte denn V10C erhalten? Nr. 3 ist auf dem Bild zu lesen.


    In irgendeinem der Bücher über dem Bergbau im Mansfelder Land wird auch ausführlicher über Steine berichtet und auch deine Erfahrungen geteilt. Beim Gißen soll eine Splitschicht hinzugefügt wurden sein, die sich aber wohl schnell verabschiedet hat.


    Viele Grüße


    Volker