Beiträge von Volker Dehnke

    Hallo Reiner,


    es ist nicht meine Absicht gewesen das mit dem Raumabstand in Frage zu stellen. Aber ich kann mir vorstellen, dass Lokführer angehalten waren / sind die Strecke zu beobachten und zu bremsen, wenn sich ein Hindernis über den Gleisen befindet. Und vermutlich gibt es dann schon ein Gespräch, wenn eine klar vermeidbare Kollision durch fehlendes Handeln des Lokführers entstand. Vermutlich habe ich mich irgendwo verquert ausgedrückt.


    Ich glaube Alex schon, wenn er berichtet den Tausch der Gaslaternen am Einfahrtsvorsignal in Begleitung von bewaffneten Grenzschützern mit eigenen Augen mehrmals gesehen zu haben. Aber vielleicht haben sich die Abmachungen mit den Jahren geändert? Alex berichtete auch, dass sein Großvater die Grenzer nicht auf die Lok ließ, weil es halt als Gebiet der BRD betrachtet wurde. Anders dagegen berichtete Fritz Wolff vor Jahren mal, dass hat doch ein Grenzer auf einer DB 44er war und man ihm dann den Regenmantel ansengte. Siehe hier: https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?017,6167317


    Also heißt es jetzt Buch kaufen, nachlesen und eventuell Ergänzungen beitragen und Fragliches klären.


    Euch noch einen schönen Abend!


    Volker

    Hallo Reiner,


    dass man diejenigen Lokpersonale für das umgefahrenen Tor am Hirtenstieg nicht dran bekommen konnte, weil Sie alles richtig gemacht hatten, ist für mich durchaus nachvollziehbar. Vermutlich hatten die einen oder anderen sogar Spaß daran. Das Tor in einer Linkskurve gelegen, war für den Lokführer vermutlich erst kurz vor dem Auftreffen überhaupt erst erkennbar und der Heizer war bestimmt noch ganz gut mit Schippen beschäftigt um das letzte 3/4 der Brockenspirale bergauf zu schaffen. Wenn ich mir dann noch die hin und wieder dort oben vorherrschende eingeschränkte Sicht vorstelle, war das Personal auch absolut chancenlos rechtzeitig zu bremsen.


    Aber jede Wette, wenn Du im Gleis ein Hindernis wie ein umgestürzten Baum erkanntest, hast Du sofort gebremst auch wenn es schon sicher war, dass Du den Zug nicht mehr anhalten hast können. Jedoch was hätten deine Vorgesetzten gesagt, wenn etwas deutlich Sichtbares im Gleis gewesen wäre wie ein Auto, ein ausreichend langer Bremsweg vorhanden war und es dennoch zur Kollision gekommen wäre? Und ich glaube das trifft auf die Situation der Einfahrt Ellrich aus Richtung Westen zu. Auch in dem von dir verlinkten Video ist zu sehen, dass das Einfahrtsignal und das Tor auf fast derselben Höhe standen. Weiterhin musste der Zug Halt erwarten und der Lokführer musste die ganze Zeit schon bremsen. Hätte er da nicht das Hindernis im Gleis erkennen müssen?


    Worauf ich hinaus will: Es kann gut sein, dass das Lokpersonal in Routine verfallen war oder die Strecke trotz noch zusätzlich zu erwartenden Bahnübergangs nicht richtig beobachtete und auf der anderen Seite ein verpeilter Neuer vergaß das Tor zu öffnen. Oder auf der östlichen Seite wollten die Grenztruppen zeigen wer der Herr im Bahnhof ist und haben es mit Absicht zugelassen, weil das Lokpersonal ja aufmerksam sein sollte und eigentlich hätte rechtzeitig bremsen können. Oder das Lokpersonal hat das geschlossene Tor erkannt und dennoch umgefahren, weil es z.B. von dieser Grenze und der sie begleitenden Umständen einfach die Nase voll hatte (eine Schikane mehr - ihr könnt mich mal). Vielleicht gab es sogar Lokpersonale, die in einer solchen Situation den Zug immer noch rechtzeitig zum Stehen gebracht hatten? Wir werden es wahrscheinlich nicht mehr erfahren.


    Das Westdeutsche an der Grenze in der DDR wegen des blaffenden Tons und der Schikanen nicht mehr an sich halten konnten, kam schon vor. Da muss ich an die Geschichte eines Vaters eines Fußballtrainers von mir denken, der bei der Einreise nach Waffen gefragt geantwortet haben soll: "Wieso? Braucht man diese bei ihnen im Arbeiter- und Bauernstaat". Hat ihm einen mehrstündigen längeren Aufenthalt dort beschert und ich danke ihm es jedesmal mit einem Lächeln, wenn die Geschichte mir in Erinnerung kommt.


    Viele Grüße


    Volker

    Hallo Alex,


    die ganze Woche stelle ich mir schon das Geschehen um das kaputt gefahrene Holztor vor. Im Nachhinein klingt das sehr lustig, war es damals aber bestimmt nicht.


    Also die 50er von Walkenried kommend fährt aus dem Tunnel heraus, kurz danach steht das auf Halt erwarten festgestellte Vorsignal von Ellrich. Der Zug fährt ins Gefälle und die Lokmannschaft muss mit einem Halt zeigenden Einfahrtsignal rechnen auch wenn vielleicht der Fahrdienstleiter in Walkenried denen schon gesagt haben sollte, dass sie Einfahrt bekommen werden. Das Vorsignal stand in einer Kurve und vermutlich auch schon damals in einem Wald. Das heißt sie mussten langsam fahren, bremsen und achtsam sein. In dem Augenblick, wo sie dann das Einfahrtsignal erkennen konnten, hätten sie auch das geschlossene Holztor sehen müssen und sind obwohl sie noch hätten halten können einfach durchgefahren.


    Da kann man sich so einiges bei denken, wer was aus Absicht gemacht und alle Beteiligten sich wohl gedacht haben könnten. Eine einfache (!) Erklärung wäre z.B. die Lok fuhr tendervoran und der Heizer - jedoch nicht der Lokführer - sah das Signal zuerst und meldete nur kurz Einfahrt frei.


    Was meinst Du?


    Viele Grüße


    Volker

    [...] Das ist in der Tat eine ganz gravierende Veränderung, die da am 27.11.2020 bekannt gegeben wurde. [...]

    Hallo Thomas,


    aber wurde das nicht bereits in einer Pressemitteilung früher im Jahr angekündigt? Wahrscheinlich hat aber keiner Lust und die Muße die letzten fast 900 Beiträge danach zu durchsuchen ;-)


    Aber noch was: Wenn das Land Sachsen-Anhalt für jeden gefahrenen Kilometer ab dem 1.1.2021 zahlt, könnte die HSB dann doch auch gleich am Neujahrstag wieder starten. Warum dann die beantragte Kurzarbeit, auf die uns Reiner hinwies?


    OK: Man muss auch nicht auf Teufelkommraus Steuergelder für im Teil-Lockdown absehbar leere Züge verbrennen. Da erscheint es mir angemessener Kurzarbeit durchzuführen.


    Viele Grüße


    Volker, der vor Jahren auch schon mal Kurzarbeitergeld bezog.

    N'Abend!


    Zu dem Thema habe ich auch noch etwas beizutragen auch wenn es ziemlich off-topic ist:


    Anfang der Neunziger durfte ich mit Empfehlung mal zu einem anderen Thema ins Militärarchiv nach Potsdam. Dazu hatte man nicht viel interessantes für mich auch wenn es zuerst anders erschien. Wenn Reiner hier zwei, drei Zeilen zur Brockenbahn schreibt, ist schon viel mehr berichtet. Aber wenn man schon einmal da ist und Zugang hat, dann kann man doch vielleicht auch etwas anderes interessantes im Findkatalog finden. Museumsloks! Tja, die lange Liste zur Erhaltung vorgesehener elustrer Maschinen durfte dennoch heldenhaft umgeschmolzen als hochmodernes Kriegsgerät dem Endsieg entgegen ziehen.


    Was gibt's noch? Ellrich! An was ich mich noch erinnere ist ein sehr detaillierter Gleisplan, ein Bildfahrplan der grenzüberschreitenden Züge aus den Sechzigern und eine kleine Begebenheit die großes Aufhebens verursachte. Ende der Sechziger / Anfang der Siebziger - so genau erinnere ich mich nicht mehr - hatte die Bundesbahn einmal bei Schnee die Strecke bis zum Tor geräumt! Na, ja, was soll's würde man heute sagen. Da Thüringen aber bereits ein paar Meter davor begann, waren die doch unerwünscht gerade auf das Territorium des Warschauer Pakts gefahren! Es entspann sich also ein langer Briefwechsel zwischen den verschiedenen Stellen, die das was zu sagen haben, wo und warum genau dort die Grenze ist und was das zu bedeuten hatte.


    Passend wäre es für mich gewesen damals die West-Beteiligten"zu vernehmen". Das habe ich jedoch versäumt.


    Feldbahn-Alex, kennst Du die Geschichte auch? Weißt Du mehr?


    Viele Grüße


    Volker