Beiträge von Erzgebirgsnebenbahner

    Ähm ... ihr wisst schon, das Schmalspur Kleinstserie bedeutet? Und man nicht einfach aus ein paar vorhandenen Bauteilen eine komplett neue Lok erschafft?


    Hier tun einige so, als wären diese Schmalspurmodelle die BR 50 in H0, wwo es noch kein einziges ernstzunehmendes Konkurrenzprodukt gab. Den Fünfkuppler der Heeresfeldbahn gab es schon von Veit, den wird mit ziemlicher Sicherheit kein Großserienhersteller mehr bringen.


    Man muss erstmal Vorbilder finden, die entsprechend weit verbreitet werden. Von 200 verkauften Wagen oder 50 verkauften Loks kann keiner leben ... und das meiste in der Schmalspur beim Vorbild ist eben exotisch mit kleinen Stückzahlen.

    Bei mir hat sich aber weicher Bleistift (Härte ca B) auf der Rückseite bewährt. Drückt weder durch, noch wird es unleserlich mit der Zeit. Eine ausreichend große Schrift sollte natürlich eingehalten werden.


    Meine Fotos aus der Jugendzeit sind immer noch ordentlich lesbar.

    Kurz und vereinfacht zusammengefasst, jain.


    Optisch lässt sich IV K in grob 3 Ausführungen einteilen.


    99 511 bis 524, Dach mit Klappen, gerader Pufferträger, einfacher Heberleinhalter hinten

    99 525 bis 544, Dachaufsatz, gerader Pufferträger bis 99 538, zierlicher Heberleinhalter hinten

    99 545 bis 608, Dach mit den typischen Hutzen (bis 99 566 eher kurz), abgeschrägter Pufferträger, massiver Heberleinhalter hinten


    Natürlich kann man das noch weiter differenzieren, aber das geht extrem ins Detail. Teilweise waren auch "Zwitter" dabei, wie die ersten drei ab 99 545 mit einem anderen Heberleinhalter hinten.


    Technomodell hat eine Lok mit kurzen Hutzen gemacht, die kamen ab Werk an 99 545 bis 99 566 vor. Das passt also besser als die originale Nummer! Auffällig ist aber die Körtingsaugluftbremse. Die war erst bei den letzten 22 Loks Serie. Nachgerüstet wurde die auch, aber nur bei spät gelieferten Loks, da die Zugkraft im Lauf der Bauzeit durch größere Zylinder und mehr Kesseldruck immer mehr stieg. Das passt jetzt zu der Lok nicht so richtig.

    Ich betrachte solche Zahlenspielereien generell mit Vorsicht ... ohne computergestützte EDV erfasst man das ja alles in Papierform. Wie das "früher" generell gehandhabt wurde, kann ich nicht sagen. Das wäre sicher hier ein interessanter Thread wenn man mal Einblick in die Verwaltung bekommt. Aber zurück zum Thema. Man lädt die Maschine in Württemberg auf, trägt ein Abgangstermin und vielleicht schon das nächste Ziel ein. Dann ist die LÜ zu Kriegszeiten einige Tage unterwegs, wird vielleicht gar beim Transport geringfügig beschädigt (Luftangriffe, Tiefflieger, ...) oder unterwegs aufgehalten. Da man ohnehin zum "örtlichen RAW" muss, wird das auch nicht unbedingt immer korrekt vermerkt. Der zuständige Schreiber kennt sich nicht automatisch mit solchen Besonderheiten wie der Kupplung aus, für den war der Umweg über Meiningen vielleicht auch nur eine Falschlieferung ... falsche Datumsangaben bemerkt der Computer sofort, damals mit unterschiedlichen Dokumenten gibt es automatisch Fehler.


    Es ist ja nun bei weitem nicht so, das die Lok am 31. Mai aufgeladen wurde und am 1. Juni betriebsbereit zur Verfügung stand. Da gibt es immer zeitliche Zwischenräume, die je nach Informationsquelle dann anders gedeutet werden ... da können sicher mehrere Daten richtig sein. Richtig klären wird man solche Ungereimtheiten wohl heutzutage kaum noch können. Da wäre man vermutlich auch schon 1944 an die Grenzen des Machbaren gestoßen.


    mg Martin

    Die 99 191 hat eine etwa etwa 0,8 Tonnen größere Achslast. Die HHE war vom Oberbau her gesehen deutlich schlechter ausgestattet, als das Gründerla. Zudem war der kleinste Radius beim Gründerla größer. Das Leistungsvermögen der T 40 liegt etwa nur bei 60 % der 99 221/223, die 99 191 immerhin noch bei ca. 75 %.


    Auf der HHE hat man 1944 ebenfalls eine T40 dauerhaft zum Gründerla abgegeben, man kam wohl problemlos mit einer Lok und einer Reservelok aus und brauchte zudem nicht mehr Zugkraft. Das alles spricht gegen den Einsatz der 99 191 in Hildburghausen.


    Allerdings gibt es zumindest theoretisch auch Punkte, die für einen Einsatz in Hildburghausen sprechen. Eine Verteilung von 2 Baureihen in Hildburghausen (1x T 40 und 99 191) sowie 2 in Eisfeld (99 222 und 2x T40) ist vom Betriebsdienst her besser als 1 (2x T 40 in Hildburghausen) + 3 (99 222, T 40, 99 191). Zudem kannte man die T 40 in Eisfeld, man darf die heutige Zeit nicht mit damals vergleichen. Auch wenn es "nur" eine Schmalspurbahn ist, jede Baureihe fährt sich anders und man hatte damals wesentlich weniger Informationen. Da gibt man eine neue unbekannte Lok doch lieber auf eine unbedeutende Strecke ab und nimmt von da Loks, die man wirklich kennt. Man wahr vielleicht selbst von der Leistung der 99 191 überrascht und hat daraufhin nochmals getauscht.


    Übrigens muss der Austausch zwischen HHE und Gründerla immer sehr einfach gewesen sein. Bis auf die Einheitsloks war man Lok- und Wagentechnisch recht freizügig. Und man hat sich auf beiden Strecken nach 1944 mit diversen Exoten (99 191, französische Schmalspurloks, ...) rumgeärgert.

    Ihr stellt euch das immer so einfach vor ...


    ... der Redakteur hat nur begrenzt Zeit, denn das ist kein Hauptartikel auf der vordersten Seite, sondern irgendwo bei regionales versteckt. Er muss nun ein Bild finden, was er legal nutzen darf und auch noch den richtigen Inhalt zeigen muss. Da wird es im verfügbaren Fundus aber ganz schnell knapp ... wenn er dann auch noch ein Winterstimmungsbild haben will, ist da die Auswahl oft verdammt klein. Und natürlich muss es für die örtliche Leserschaft auch noch inhaltlich richtig sein. Wenn man da ein Bild einer 01 am Berliner Hauptbahnhof mit Wenigerode beschreibt, ist das ein großer Fauxpax.


    Wie groß sind denn hier die Erfahrungen? Schlagt mal die Regionalseite auf und stellt euch vor, ihr müsst euch alleine um nur 1 Seite kümmern ... ich glaube selbst Forenschreiber mit langen ausführlichen Beiträgen werden sich da schwer tun.