Beiträge von Erzgebirgsnebenbahner

    Ganz ehrlich, ich finde das Vorhaben in der Form bescheuert.


    Hier mal als realistischere Skizze mit Roco H0e-Gleismaterial, weil das in Wintrack gerade eingestellt war. Nutzlänge des längsten Gleises unten etwa 1,25 m, das ist nicht gerade viel, aber noch ok. Darüber etwa 20 und 55 cm (das rot markierte) oder ohne die Weichenverbindung 85 cm. Ganz oben 20 und 30 cm oder 65 cm.


    Das sind wahnsinnig kurze Gleislängen. Und das nur, weil man einen vorhandenen Rahmen nutzen will. Da kann man nicht einmal in der Mitte noch ein Zwischenstück einsetzen, weil man später die Gleislängen doch erhöhen will. Ich würde es nicht so bauen, da ist leider der Frust irgendwann vorprogrammiert.


    Cannewitz, Altoschatz (nur 2 Gleise, aber torztdem interessant), Leutewitz, Mochau (ebenso wie bei Altoschatz), Niederschöna, Friedersdorf, Burkersdorf, Bärenwalde, Stützengrün oder Gornsdorf profitieren von 40 cm Breite und wären mit 2 Kästen je 130 cm Länge sehr gut darstellbar. Wäre auch nur 1 neuer Kasten, wenn auch etwas unhandlich lang anstatt 2 eher sehr kurze.

    Also Kosten können kein Argument für gleiche Nummern sein ... anstelle der 30 und 37 wären nach kurzer Prüfung alle Nummern von 28 bis 34 und 37 bis 41 möglich. Man hat ja sogar die unterschiedlichen Handläufe beim Modell berücksichtig, da soll es doch nicht an einer neuen Beschriftung (neue Loknummer und eventuell neues Baujahr auf dem Typenschild) scheitern. Das ist Kleinkram. Auch die unterschiedlichen Sandkästenanordnungen sind ja schon früher berücksichtig worden.


    Das man die Bausätze grundsätzlich nicht verändert, weil man die vorhandenen Gussformen ändern müsste, sehe ich ja noch ein. Das ist nicht so ohne weiteres möglich. Aber zumindest der Schneepflug sollte lediglich mit einem neuen Gußteil erledigt sein. Man hat ja schon mehrere Varianten im Angebot, damit wären noch mehr Kombinationen möglich.


    Das die II K als Doppellok unwahrscheinlich ist, lässt sich nicht verneinen. Vor ein paar Jahren war die Ankündigung der ersten Dachform leider wieder abgesagt worden mangels Nachfrage. Und das wäre mit eines der notwendigen Dinge für die Doppellok.

    Leider schafft es Bemo mal wieder, genau die Loknummern aufzulegen, die es schon gab. Bei der 54 und der Werklok Schmiedeberg ist das ja logisch. Bei der 30 und 37 schon nicht mehr. Auch wenn man von 45 Loks nicht alle Varianten darstellen kann, so könnte man schon etwas mehr Abwechlsung bringen. An den neu zu erstellenden Decails wird es ja hoffentlich nicht liegen ... bei der IV K, der Neubaulok und anderen Modellen ging es ja auch.


    ... auch der Schneepflug der I K wäre sicher eine lohnende Variante, das gab es so noch garnicht.

    Das darüber Unterlagen fehlen, ist aber auch eine ziemlich normale Sache. Wenn die Loks an Ort XY verschrottet wurden, befindet sich unter Umständen auch das Betriebsbuch dort. Und ohne Lok hat das ja nun auch seinen eigentlichen Zweck verloren. Da ist es zumindest naheliegend, das eben nicht zu archivieren sondern ebenfalls dem Rohstoffkreislauf zuzuführen. Ist ja auch anderswo oft so gehandhabt worden.


    Der Theorie, das die Verschrottung ein Staats- bzw. Wirtschaftspolitikum sind, würde ich nichts beimessen. Viel kritischer sind da ganz andere Neu- und Fastneubauten, wo für Einzelstücke massiv Geld und Ressourcen verschleudert worden sind. Zumal die kritische Öffentlichkeit in der DDR Mitte der 1970er Jahre noch längst nicht so kritisch war wie bspw. 1989.

    Naja, die Theorie woanders verschrotten lassen, ist irgendwie auch nicht so belastbar. Warum betreibt man diesen Aufwand bei einer Lok (99 655), die nun alles andere als neu war.


    Und durch den Taschenspielertrick der "Rekonstruktion" bzw. "Generalreparatur" hat man ja immer noch die alten Baujahre. Bei der EInstellung der Schmalspurbahnen war sowas durchaus ein Argument, da sabotiert man sich doch nicht die eigene Stilllegungsbegründung.

    Auch so ein Thema gab es schon ... das ist und bleibt eine große Schnapsidee. Die Kosten sind nicht weit entfernt von einem kompletten Neubau (der dann auch betriebsfähig wäre). Bis auf Kleinteile und wenige Großbaugruppen ist da zudem nicht viel gleich, auch wenn sich die Loks auf den ersten Blick sehr ähneln. Danach hat man eine Attrappe ohne musealen Wert. Ein paar Schrauben und anderes Zeugs wird man weiterverwenden können, die Zylinder und Radsätze wohl auch noch, danach hört es auf.


    Da wäre es sinnvoller, eine der 3 originalen IV K für eine V K zu "opfern".

    Das man teilweise in den 1970er und 1980er Jahren noch Dampfloks in China und anderen asiatischen Ländern gebaut hat, ist unzweifelhaft richtig. Schaut man sich aber mal die entsprechend gebauten Typen an, so fällt auf, das dies fast nur schwere Streckenlokomotiven waren. Also für Einsatzgebiete, bei denen Dampfloks nicht völlig benachteiligt sind. Diesselben Länder haben spätestens ab den 1960er Jahren auch Diesel- und E-Lokomotiven gebaut. Sowohl Lizenznachbauten, Nachbauten ohne Lizenz und eigene Kreationen.


    Schmalspurtechnisch war eher die DR veraltet, da anderswo in großen Umfang die Industrie- und Schmalspurbahnen des öffentlichen Verkehrs mit Diesellokomotiven ausgerüstet wurden. Bei vielen verschiedenen Baureihen gab es da Stückzahlen, gegen die selbst die IV K wie eine Kleinserie wirkt. Auch bei den Dampfloks gab es bis in die 1960er Jahre noch Neubauten nach moderneren Gesichtspunkten als die "gefaceliftete" Rekokopie der Heeresfeldbahnlok, die die prinzipiellen Nachteile der VI K eben nicht beseitigten.


    Das man die irgendwo sieben Loks, die eben nichtmal auf einer einheitlichen Baureihe entsprachen sondern nur leistungsmäßig zusammenpassten, irgendwie aus der DDR mangels Alternativen beschaffen mussten, ergibt so einfach keinen Sinn. Für solches Spielzeug bietet auch die eigene Industrie genügend Alternativen, da muss man keine teuren Devisen ausgeben. Die Lok passt einfach nicht zu den einheimischen Loks. Weder hat man Erfahrungen mit der Unterhaltung, der Bedienung oder der Ersatzteilbeschaffung. In China oder anderswo verwendet man sicher auch viele Standardtauschteile, ich würde mich aber wundern wenn da deutsche Armaturen, Anzeiger, Rohrhalterungen, Gewinde und so weiter einfach passen. Zumal manche der DR-Loks nach längerer Abstellzeit sicher auch schon gefleddert werden.


    So eine Lok bekommt man nur als Aufbauhilfe an ein sozialistisches Bruderland los. Da kann man schlecht ablehnen, dann hätte man die absoluten Einzelgänger beizeiten wieder abgestellt (sofern sie überhaupt in den Planbetrieb gekommen wären) und eingeschmolzen.

    Hallo, die Frage nach dem Verbleib ist berechtigt. Ich glaube allerdings, das beim solchen Sachen ein Forum eher kontraproduktiv ist. Da werden schnell Hörensagen, einzelne Kleinigkeiten und reine Vermutungen zu einer eigenständigen Legende verwoben. Die Polizei kann heute trotz diverser Zeugenaussagen und Spuren einen Tathergang oft nicht zweifelsfrei rekunstruieren, da sind Gedächtnislücken und falsche Aussagen nach so einem langen Zeitraum völlig normal.


    Ich aus meiner persönlichen Erfahrung würde eher Kommunikations- und Absprachefehler vermuten. Irgendwer hat etwas gemacht, was so eigentlich nicht im Prozedere vorgesehen waren. Und schon lässt es sich heute nicht mehr logisch nachvollziehen. Und genau auf solchen eigentlich nicht ins System passenden Anhaltspunkten fusst dann jede weitere Argumentationskette.