Beiträge von Erzgebirgsnebenbahner

    Auf Schienenhöhe beträgt der Unterschied bei 750 mm mit Rollwagenbetrieb zur Normalspurbahn aber 2,2 m zu ~ 2,55 m. Interessant wird es dann weiter oben. Bei 1435 mm steht die volle Breite ab ca 3,35 m schon ab etwa 40 cm überm Schienenkopf zur Verfügung. Bei der Schmalspurbahn durch den Rollwagen- oder Rollbockbetrieb erst weiter oben. Das ist insbesondere bei den niedrigen Bahnsteigen bei der schmalen Spur schon eine Einschränkung. Entweder man hat x Stufen und eingezogene Einstiegsbereiche oder eben einen schmaleren Wagenkasten.


    Da muss man konstruktiv schon etwas tun, steigt mal in einen RS01 oder einen anderen niederflurigen Triebwagen direkt von Höhe der Schienenoberkante ein, das ist verdammt hoch. Egal ob ÖBB 5090, PKP MBxd2 oder vielen anderen Triebwagen befindet man sich bestenfalls bei ca 2,4 m Breite. Man wird nicht zufällig bei ca 50 cm weniger Breite als bei normalspurigen Fahrzeugen gelandet sein.

    Hallo, wie auch immer gescannte und eventuell digital überarbeitete Aufnahmen von Dias, Papierabzügen oder dem klassischen Streifen aus der Kamera taugen aber auch nur bedingt für eine Farbanalyse. Sowas verfälscht im Laufe der Zeit, als extremstes Beispiel denke man an manchen berüchtigten Orwo-Streifen.


    Bedingt (!) vergleichbar sind da nur Aufnahmen vom selben Fotograf unter ähnlichen Bedingungen (Licht), derselben Kamera und gutem Material mit wenig Serienstreuung. Dazu am besten noch Serien mit vielen auch später nachprüfbaren Farben, Raps blühte auch vor 20 oder 100 Jahren schon sehr gelb. Alles andere ist bestenfalls Kaffeesatzleserei.


    Auch wenn ich persönlich die Endisch-Publikationen für recht wenig bebildert halte, so sind die Aufnahmen wenigstens von brauchbarer Qualität. Ganz im Gegensatz zu manchen rotem SSB-Album, wo meiner Meinung nach zu oft dasselbe Motiv und derselbe Zug teilweise in ganzen Serien abgebildet sind.

    Auch bei wechselnden Streckenverhältnissen kann man die Lok so stellen, das sie mehr mit dem Rauchkammer bergauf steht.


    Gernrode-Ramberg, Drahtzug-Alexisbad-Harzgerode/Stiege und Eisfelder TM-Stiege ist deutlich länger als Ramberg-Drahtzug und Stiege-Hasselfelde. Auch in anderen Netzen wurde das so gehandhabt.


    Von einem dezentralen Museum an der Selketalbahn halte ich wenig, das bindet nur unnötig viel teures Personal. Lieber einmal und dafür mit Führungen und Einbindung in den Fahrplan. Und Langfinger und Schmutzfinken haben es auch schwieriger. Ein dezentrales Museum ist praktisch nicht per Bahn "erfahrbar". Da braucht man entweder einen Tag Zeit oder ein Auto.

    Wie sieht denn die "perfekte" Lösung aus? Hohe Bahnsteige in Kombination mit neuen Fahrzeugen und betonierten Zufahrten? Ich glaube das wird sicher keinem gefallen... aber hey, es ist alles barrierefrei.


    Bestimmte Dinge gehen nicht, wenn man keine alten Zöpfe abschneiden will. Und genau diese alten Zöpfe machen die HSB erst zur besuchenswerten Bahn. Ansonsten hat man eine Museumsbahn wie im regulären Normalspurnetz. Wild gemischte alte Fahrzeuge, die schlecht zusammen passen, in neuer Umgebung kann man überall erleben.

    Ich finde es gut, das bei einer Straßensanierung nicht zusätzliches Geld für solche Extrawünsche verbraten wird. An dieser Stelle geht sonst die neue Straße beizeiten wieder kaputt und der Winterdienst mag solche unebenen Stellen auch nicht.


    Anstatt so einem nichtssagenden schon halb zugeflickten Gleisrest wäre eine andere Erinnerung an die Schmalspurbahn wesentlich werbewirksamer und "attraktiver". Eine gut gemachte Infotafel oder eine IVK/VIK aus Blech lädt viel eher zum verweilen ein, als ein für den Laien unscheinbarer Baurest.

    Hallo, das Grundproblem wird man trotzdem nicht wegbekommen können. Ein recht verzweigtes Netz, auf dem teilweise ungeignete Loks unterwegs sind. Ein einigermaßen homogener Fahrzeugpark, wo eine Lok auch mal durch eine andere ersetzt werden kann, fehlt halt. Mit dem Wiederaufbau hat sich die DR halt langfristig die Selketalbahn ans Bein gebunden, obwohl es schon damals an wirklich guten Fahrzeugen für diese Strecke mangelte. Die Mallets waren zu ihrer Beschaffungszeit vielleicht gut, heute sind sie das wegen geänderter Rahmenbedingungen längst nicht mehr.


    Vielleicht könnte ein Lokneubau ähnlich zur 99 6001 die Problematik langfristig ändern können. Oder man baut die Mallets vielleicht etwas um, damit man noch mehr Kohle laden kann. Mag vielleicht bei den "Traditionalisten" nicht so gut ankommen, ist aber immer noch besser als die Betriebseinstellung, auf die man zurzeit ja perspektivisch im Ostharz hinsteuert.

    Auch das Albertinum unterzog sich im Laufe der Zeit immer wieder Veränderungen. Niemand fordert ja, Dampfloks zu verschrotten. Aber alle neuen Entwicklungen als Irrweg verteufeln und das "früher" als Kulturgut zu defninieren, funktioniert nicht. Wenn man sich nicht anpasst, fallen die Schmalspurbahnen irgendwann aus der ÖPNV-Förderung raus. Dann ist der Ofen das Feuer in vielen Kesseln nämlich ganz schnell aus. Den den Anforderungen an den modernen ÖPNV genügen die Schmalspurbahnen oft schon jetzt nicht mehr. Bzw. den Traditionalisten gefällt sicher ein entsprechender Umbau wie bei der Greifenberger Kleinbahn kaum.


    Dank immer trockener werdender Sommer braucht man ohnehin für die Zukunft eine tragfähige Lösung, sollten einmal wochenlang wegen Trockenheit/Waldbrandgefahr keine Dampfloks fahren können.

    Witzig das man Meinungsfreiheit mit Widerspruchsfreiheit gleichsetzt. Und auf eine persönliche Ebene haben es genau die gehoben, die eben das Gegenteil davon behaupten.


    Und Ausnahmen von Regelungen haben wir schon mehr als ausreichend. Es wird eben alles bis ins kleinste Detail geregelt, weil das die Bevölkerung so will. Gibt es da Unklarheiten, wird sonst oft geklagt. Also stellt der Entscheidungsträger Regeln auf und handelt danach. Das sprichwörtliche Augenmaß bleibt da eben auf der Strecke.


    Weil man in den letzten 30 Jahren kaum in die Verbesserung (nicht gleichzusetzen mit Modernisierung) investiert hat, ist die Situation so vertrackt. Ewig weiterbetreiben kann man Fahrzeuge im täglichen Einsatz nicht. Das zeigen die "Bimmelbahnen" auch, wo man um Rahmen und andere Fragmente schon oft genug komplette Fahrzeuge praktisch neugebaut hat. Mit einem Museumsanspruch mag das irgendwie gehen, der Bevölkerung kann man aber sowas aus Mitteln für den ÖPNV nicht verkaufen. Das würde man zurecht Steuergeldverschwendung nennen.

    Ich finde den ersten Beiträg eher lächerlich. Diese Bahn bedient ein Bedürfnis des ÖPNV, somit hat der Nutzer auch Anspruch auf einigermaßen moderne Fahrzeuge. Woanders fährt man auch nicht mehr mit hölzernen Wagenkästen und Dampfloks. Tränen weinen bestimmt nicht die alltäglichen Nutzer, die eben die Bahn rechtfertigen. Die Bevölkerung wird immer älter und gebrechlicher, da besteht schon eine Nachfrage nach entsprechenden Möglichkeiten.


    Wer sich so dem Fortschritt sperrt, wird irgendwann von ihm überholt. Erst recht, wenn man das mit einer Rundumschlag-Kritik an der EU bzw. "die da oben" garniert. Denn genau die sind es, die die Bahn eher am Leben erhalten als die autovernarrten ostdeutschen Flächenbundesländer. Hier wird einmal wirklich in die Zukunft des Bahnbetriebs investiert und allen kann man es damit nicht rechtmachen. Besser so, als das irgendwann nur noch der Bus kommt.

    Hallo, Überhitzung, Getriebeprobleme, andere Kinderkrankheiten, generell war die Lok wohl nicht auskonstruiert sondern ein Schnellschuss.


    Die Verkehrswende hätte die Lok auch nicht aufgehalten, die Strecken sind nicht "geplant" stillgelegt worden, sondern wegen mangelnder Unterhaltung und fehlenden Transportvolumen. Zumindest ersteres hätte die DR bei ihrem Streckenzustand im Normalspurnetz garnicht ändern können.