Beiträge von Hornhausen

    Im Laufe eines Modellbahnerlebens werden die eigenen Ansprüche für gewöhnlich immer größer und mein persönlicher Ehrgeiz entwickelte sich dahingehend, auf der heimischen Gartenbahn das Thema Harzer Schmalspurbahnen mehr und mehr dem Vorbild anzupassen und selbst erlebte Vorbildsituationen auf der Gartenbahn nachzugestalten.


    Die Bahnhöfe Drei Annen Hohne und Steinerne Renne wurden in die Anlage integriert und vorbildgerechte Betriebssituationen konnten von nun an nachgestellt werden, was unheimlich viel Spaß macht. Der Bahnhof Drei Annen Hohne wurde zusätzlich mit einem Soundmodul ausgestattet, auf dem originale Bahnhofsansagen aufgespielt wurden. Je nach Betriebssituation können damit entsprechende Bahnhofsansagen abgerufen werden.


    Ich wünsche viel Spaß mit dem Film „Die Harzer Schmalspurbahnen im Vorbild und Modell, Teil 4“, bei dem ein Triebwagenersatz in Drei Annen Hohne sowie eine Zugkreuzung in Steinerne Renne die Hauptrolle spielen.



    Ein schönes Pfingstwochenende wünscht Hornhausen

    Mehrere Monate schon findet pandemiebedingt derzeit fast kein Verkehr auf dem Streckennetz der Harzer Schmalspurbahnen statt. Ich möchte auch im Teil 2 einladen, mit mir einen Rückblick auf den Corona-Sommer 2020 und den interessanten Bahnbetrieb zu werfen.


    Im Trennungsbahnhof Drei Annen Hohne gibt es immer abwechslungsreiche Zugkreuzungen zu beobachten. Ein Schmuckstück ist der einsam im Tal gelegene idyllische Bahnhof Eisfelder Talmühle, der planmäßig von Zügen Richtung Nordhausen gekreuzt wird und Ausgangspunkt für die Züge Richtung Selketal ist. Immer sehr beeindruckend ist die kraftvolle Anfahrt der „Harzbullen“ BR 99.23-24 am Berg.


    Eine ungewöhnliche Eisenbahnerruhebank kann man in Hasselfelde, einem Endpunkt der Selketalbahn entdecken. Auf ziemlich ausgeschlagenen Gleisen nähert sich das „Fischstäbchen“ 187 013 und nimmt uns mit nach Stiege, wo es sich mit dem gleichnamigen 187 011 vereinigt.


    Der Neubautriebwagen 187 016 bringt uns nach Alexisbad und von dort geht es dann weiter mit dem Dampfzug Richtung Gernrode und Quedlinburg. Unterwegs begegnet uns der selten zu sehende SKL24 im Arbeitseinsatz. Die „Ballerina“ 99 6001 können wir in Alexisbad in voller Schönheit beim Wassernehmen und anschließend auch beim Restaurieren in Gernrode beobachten.


    Sehr traurig stimmt der zugewachsene Lok- und Wagenfriedhof in Gernrode.


    Wer schon immer einmal wissen wollte wie eine Dampflok „umdreht“, sich also an das Zugende setzt wird in Alexisbad vom Triebfahrzeugführer explizit aufgeklärt.


    Von weiter Ferne beobachten wir zum Schluß einen Neubautriebwagen, wie er bergab kommend vor der prächtigen Harzkulisse im einzigen Tunnel der Harzer Schmalspurbahnen verschwindet.


    Viel Freude mit dem Film und ein schönes Wochenende wünscht Hornhausen


    Hallo in die Runde,


    es wurde hier behauptet, daß Laura aufgrund zu geringer Kohlevorräte und auch weil die Strecke viel zu steil wäre es nicht bis Steinerne Renne schaffen würde...


    Jetzt sind ältere Fotos aufgetaucht die zeigen, daß schon zu Zeiten der Deutschen Reichsbahn (DR) einmal eine Kastendampflok es bis Steinerne Renne geschafft hat. Dies kann Alfred Simm (im Foto links), Vorsitzender der Ostsächsischen Eisenbahnfreunde als wohl prominentester Zeitzeuge bestätigen.






    Einen schönen April wünscht Hornhausen

    Hallo Peter,


    die beiden Harzbullen stammen von LGB. Allerdings wurde von mir die ganze Originalelektronik entfernt und gegen einen gepulsten Verdampfer, ESU-Loksounddecoder XL V4.0 getauscht und auf diesem ein Soundprojekt von Andreas Schwoboda aufgespielt.


    Die Personenwagen kann man so bei Train Line erwerben. Ich habe hier nur Kugellagerradsätze und LED-Beleuchtung eingebaut sowie ihnen ein paar Fahrgäste spendiert. Die Bahnhofsansagen stammen größtenteils vom letzten Sommer, als ich mit ein paar befreundeten Gartenbahnern der HSB einen Besuch abgestattet habe. Hierzu ist im Bhf Drei Annen Hohne ein Sounddecoder verbaut, von dem man verschiedene Bahnhofsansagen abrufen kann.


    Viele Grüße, Andreas

    Vielen Dank für die Info zum Zugunglück.


    Das interessiert mich natürlich besonders, durfte ich doch 2019 dieser schönen Gegend einen Besuch abstatten. Die Fahrt mit Peru-Rail von Ollantaytambo nach Aguas Calientes (Machu Picchu) war damals ein Höhepunkt der Reise gewesen. Ich fand die Bahnanlagen sehr gepflegt, viele Bedienstete haben sich um alles gekümmert. Die Menschen waren sehr freundlich und die Bahnstationen waren größtenteils bewacht gewesen und man hatte teilweise Mühe, filmen und fotografieren zu können. An den Endstationen wurden die Tore verschlossen, sobald die Züge ein- oder ausgefahren waren. Und dann fiel mir auch auf, daß zumindest auf der Strecke Cusco - Titicacasee oftmals eine Draisine vor dem eigentlichen Zug als Vorhut gefahren ist.



    Viele Grüße, Hornhausen

    Ein Besuch im Dampflokmekka Harzer Schmalspurbahnen steht bei vielen Familien und Eisenbahnliebhabern ein jedes Jahr auf ihrem Urlaubs- und Ausflugsprogramm. Das war im Jahr 2020 nicht so einfach zu verwirklichen, war doch der Zugbetrieb nach dem 1. und 2. Corona-Lockdown weitestgehend eingestellt gewesen. Ein herber Verlust auch für die HSB, die nicht nur wegen der fehlenden Fahrgeldeinnahmen mit betriebswirtschaftlichen Problemen zu kämpfen haben.


    Umso größer war die Freude, als im Sommer 2020 Zugfahrten mit einem Hygienekonzept wieder möglich waren. Mund- und Nasenbedeckung in den Zügen war Pflicht, die Brockenzüge mußten auf dem Gipfel eine Runde aussetzen und wurden desinfiziert. Wegen nicht genügend einsatzbereiter Triebwagen kam es teilweise zu Triebwagenersatzzügen, die mit einem „Harzkamel“ bespannt auch ein schöner Farbtupfer in der Landschaft waren.


    Immer wieder schön anzusehen sind die schnaufenden Dampfloks mit ihren Planzügen oder dem Traditionszug, sei es auf der Strecke die Berge hinauf oder bei den Anfahrten in Steinerne Renne oder Schierke beispielsweise. Da kann auch schon einmal ein Überdruckventil ansprechen…


    Erschreckend hingegen das große Waldsterben dank Trockenheit und Borkenkäfer. Einziger Lichtblick in diesem Zusammenhang, es gibt neue Fotostandpunkte zu entdecken.


    Ein Rundgang über das Außengelände des Bw Westerntor beendet diesen Film. Besonders traurig für mich ist der desolate Zustand des erst 25 Jahre alten Neubautriebwagens 187 015. Wird es für ihn eine Rettung geben? Warum im heißen Sommer 2020 auch aufgrund der Coronaregeln kein Cabrio eine gültige HU hatte dürfte ebenso schwer zu erklären sein?


    Der Bau der gegenüberliegenden neuen Dampflokwerkstatt geht aber zügig voran und da jetzt die HSB mit einem neuen Finanzierungskonzept ausgestattet sind hoffen nicht nur wir Eisenbahnliebhaber, daß die Baureihenvielfalt auf den Gleisen wieder zunehmen wird (z.B. 99 5901, 99 5902, GHE T1, NWE T3, 99 6101, 187 015).


    Wünschen wir uns, daß das ganze Hick-Hack um Corona im Jahr 2021 zunehmend in den Hintergrund gedrängt wird und solche Ausflüge und ein normales Leben wieder möglich sein werden.


    Viel Freude mit dem Film wünscht Hornhausen


    Auf kleiner Spur: Hornhausen zur Reichsbahnzeit, Teil 2 von 2


    Einen Eindruck vom umfangreichen Verkehr bei der Deutschen Reichsbahn gab es im Teil 1 schon zu bestaunen. Die Mittelgebirgslandschaft durchzieht eine 2-gleisige Hauptbahn mit abzweigender Nebenbahn. Der Bahnhof Hornhausen mit dem Durchgangsverkehr sowie seinen Abstellanlagen und Bahnbetriebswerk sorgen für ein großes Zugaufkommen.


    Die sowjetische „Taigatrommel“ BR120 mit ihrem Rübenzug passiert gerade die Einfahrtsweichen, als der Lokführer die Löscharbeiten der brennenden Sparkasse von seinem Führerstand aus beobachten kann. Die Bahnstrecke mußte glücklicherweise nicht gesperrt werden. Das hätte auch volkswirtschaftlich große Auswirkungen gehabt, sind doch die Bahnstrecken zu DDR-Zeiten bis an das Limit ausgelastet.


    Das Ministerium für Verkehrswesen der DDR hatte 1985 beschlossen, die erste in Deutschland hergestellte Lokomotive „Saxonia“ von Konstrukteur Johann Andreas Schubert für das 150. Jubiläum der ersten deutschen Fernbahn Leipzig – Dresden am 08. April 1989 nachbauen zu lassen. Heute leider nicht mehr betriebsfähig steht sie als Leihgabe vom DB Museum Nürnberg im Verkehrsmuseum Dresden. Auf der Modellbahn jedoch können wir uns an diesem wunderschönen Zug aus der Anfangszeit der Eisenbahn erfreuen.


    Viele Dampfloks bei der Deutschen Reichsbahn hatten fest zugewiesene Lokpersonale gehabt, die sich persönlich um die Pflege der jeweiligen Loks kümmerten. Man kann dies an dem roten Dreieck am Führerstand und dem Schriftzug „Lok in persönlicher Pflege“ erkennen.


    Schnelltriebwagen spielten bei den Deutschen Eisenbahnen schon immer eine große Rolle. Es sei hier an den legendären „Fliegenden Hamburger“ erinnert, den wir auch gerade bei einer Sonderfahrt beobachten können. Der Wendeherbst 1989 machte es möglich, daß die beiden formschönen Schnelltriebwagen der Deutschen Reichsbahn und Deutschen Bundesbahn (VT18.16 und VT11.5) 1990 zusammen auf dem Netz der Deutschen Reichsbahn unterwegs waren. 1990 wurde eine zehnteilige Einheit des VT11.5 von Italien nach Deutschland ausgeliehen und fortan verkehrte dieser Zug als VT11.5 DR „Max Liebermann“ und war von Juli bis September 1990 zwischen Berlin und Hamburg im Einsatz. Diese beiden deutschen Paradepferde können wir hier auf der Modellbahn bei einer wunderschönen Parallelfahrt erleben. Leider existieren heute keine betriebsfähigen Originale dieser einstigen Starzüge mehr. Die geplante und auch begonnene Aufarbeitung eines VT11.5 wurde aus Kostengründen von der DB abgebrochen. Unter dem Projekt „Ein Zug für Mitteldeutschland“ haben sich engagierte Eisenbahnfreunde zusammengefunden, um einen Schnelltriebwagen VT18.16 der DR wieder betriebsfähig aufzuarbeiten. Näheres dazu unter www.svt-goerlitz.de


    Die BHG (Bäuerliche Handelsgenossenschaft) erhält ihre lang erwartete Kohlelieferung selbstverständlich auch per Schiene. Der Nahgüterzug ist bereits unterwegs und muß sich mit den Rangierarbeiten beeilen, da noch mehrere Kunden auf ihre Lieferungen per Schiene warten.


    Auch des Nachts stehen die Räder nicht still. Vornehmlich Güterzüge sorgen für ein reges Verkehrsaufkommen.



    Viel Spaß beim Anschauen wünscht Hornhausen

    Hallo Christoph,


    zu Zeiten der Länderbahnen wie auch der Deutschen Reichsbahn Gesellschaft sind viele prunkvolle Bahnbauten entstanden. Daß Deutschland später geteilt worden ist bedeutet ja nicht, daß im Osten Deutschlands keine solcher Bahntempel standen.


    Das Empfangsgebäude Baden-Baden habe ich nach 1990 im gebrauchten Zustand geschenkt bekommen und da es mir schon immer sehr gefiel habe ich es einfach zu Hornhausen gemacht. So betrachtet war das Aufbauhilfe Ost...:)


    Ich wünsche allen einen guten Rutsch in das Jahr 2021 und bitte schön gesund bleiben oder gesund werden.


    Viele Grüße, Hornhausen