Beiträge von chemnitz

    Hallo liebe Freunde,


    von der Schloßgartenbahn in Karlsruhe hatte ich lange Zeit nie etwas gehört. Nachdem es mich aufgrund familiären Zuwachses öfters nach Karlsruhe verschlagen hatte, stolperte ich quasi während eines Spazierganges im Schloßpark über dort verlegte Schienen. Diese waren jedoch verrostet (war zu einer Jahreszeit als kein Verkehr stattfand) und ich dachte nicht weiter darüber nach. Erst als ich bei einem späteren Besuch einen Dampflokpfiff vernahm, wurde ich noch einmal aufmerksam und recherchierte im Internet.


    So kam es, dass wir im Oktober 2018 an einem Wochenende in Karlsruhe zu Besuch waren, an dem planmäßig die beiden Dampfloks GREIF und EMMA die Züge durch den Schloßpark bespannten. Die Diesellok - ich meine es ist die s.g. Porsche-Lok - bekam ich leider nicht zu sehen, aber ich konnte einige Stunden den Betrieb mit den beiden Dampfloks miterleben und fotografieren.


    Hier ein erster Eindruck vom schönen Ambiente am Schloß in Karlsruhe, in dessen Park die Bahn ein recht unscheinbares Dasein führt - wie geschildert ist mir bei meinen ersten Besuchen keinerlei Werbung oder Hinweise auf diese Bahn untergekommen und auch den Bahnhof zu finden, war dann etwas mühsam, da kaum Hinweisschilder zu finden waren. Aber wenn man dann erstmal wusste, wonach man suchte, dann fand man auch einige versteckte Hinweise zur Bahn :).





    Die Strecke - ein Rundkurs - führt am s.g. Teehaus vorbei. Das befindet sich leicht außerhalb des Parkgeländes nahe einer Kleingartensiedlung. Dort verlässt die Bahn den Park und durchquert die Gartensiedlung um anschließend wieder in den Park einzufahren.




    Hier treffen wir Lok GREIF mit ihrem Zug beim Durchqueren das alten Parktores um danach in die Gartenkolonie einzubiegen.





    Wieder im Gelände des Parks durchquert die Bahn in einem geschlossenen Rundkurs die weitläufigen Anlagen, Wiesen, auf denen quer über die Gleise Ball gespielt wird, Biotope mit kleinen Teichen, sie fährt quasi mitten über einen Spielplatz, durch Waldflächen und quert dabei manche Fußwege.





    Hier hat die Lok GREIF den einzigen Bahnhof erreicht, der über ein Ausweichgleis verfügt, welches auch zur Versorgung mit neuen Brennstoffen genutzt wurde.





    An den "Dampftagen" sind 2 Zuggarnituren unterwegs. Hier nähert sich der zweite Zug mit Lok EMMA dem Bahnhof.






    Es waren stets beide Züge in Betrieb, jedoch immer einer auf der Strecke und der andere am Bahnhof, so dass man nie beide Züge gleichzeitig auf ein Foto bekommen konnten.

    Direkt nach dem Bahnhof schließt sich eine kurze aber spürbare Gefällestrecke an, es fiel auf, dass die Lokführer dort mit absoluter Vorsicht hineinfuhren... wie hier Lok GREIF mit ihrem Zug.





    Hier fährt EMMA in die kurze Gefällstrecke ein und entschwindet im Park.





    Hier einer der Betriebshalte am Ausweichgleis des Bahnhofs zur Bekohlung und zum Wassernehmen.




    Mit einigen letzten Eindrücke schließe ich den Bericht und empfehle einen Besuch dieser kleinen Bahn...









    Beste Grüße aus Magdeburg


    Stefan

    Hallo,


    das Öchsle ist hier im Forum eher selten Thema, daher möchte ich von unserem Besuch am 12.07. kurz berichten. Ein Aufenthalt im Süden unseres schönen Landes konnte mit einem Besuch beim Öchsle kombiniert werden. Dank erleichterter Corona-Restriktionen war dort der Betrieb wieder möglich und ich meine, es war der zweite Einsatztag, an dem beim Öchsle wieder Fahrten angeboten wurden. Wir haben - wie wir der Internetseite entnommen hatten - unsere Fahrkarten vorher online gebucht und wie auf den Bildern zu sehen, war die Nachfrage durchaus sehenswert. Durch die langen Züge war das auch unter Coronabedingungen kein Problem, es war deutlich Platz in den Wagen.


    Wir starteten in Ochsenhausen und erlebten die Einfahrt des morgendlichen Zuges aus Warthausen mit der altbekannten 99 788.




    Ein Blick zum Bahnsteig zeigt, dass die Menschen es offenbar genossen, nach den Wochen der starken Einschränkungen, wieder solche Angebote nutzen zu können - was bei dem sehr langen Zug sowohl coronamäßig als auch von der Kapazität gar kein Problem war.




    Die Lok setzte zügig um und so war der nächste Zug nach Warthausen nach wenigen Minuten bereits wieder abfahrbereit.




    Wir nahmen im Wagen direkt hinter der Lok Platz und genossen bei weit geöffneten Fenstern die sommerliche Aussicht während der Fahrt. Sehr unangenehm fiel mir bei der Bergfahrt dabei ein Zucken auf, was wir vermutlich im ersten Wagen am Deutlichsten spürten. Sowas kenne ich aus dem Harz und aus Sachsen eigentlich nicht... oder ich saß nie im ersten Wagen...


    Nach der Talfahrt erreichten wir Warthausen und schnell wurde die Lok abgekuppelt und fuhr zum Bekohlen zum neuen Lokschuppen. Dort konnte man den Schuppen besichtigen und beim Bekohlen zusehen.





    Zwar gibt es in Warthausen in Bahnhofsnähe ein Restaurant, aber dennoch wünschte man sich etwas bessere Möglichkeiten, die Wartezeit bis zur Rückfahrt zu überbrücken. Der lange Train stand während dieser Zeit am Bahnsteig.




    Die Rückfahrt wurde wieder bei offenem Fenster bzw. von der Plattform genossen - diesmal aus dem letzten Wagen - hier ein paar Bilder dazu.







    Und auf diese Weise haben wir nun fast den Endbahnhof Ochsenhausen wieder erreicht.




    Dort hieß es Abschied nehmen und wieder in das Auto zu wechseln. Unsere Weiterfahrt konnte ich glücklicherweise so arrangieren, dass der letzte Zug nach Warthausen noch zweimal abgepasst werden konnte... leider fehlten mir die Ortskenntnisse und die Zeit, um die "besten" Fotostellen auszumachen, aber zumindest die Bilder nahe des ehemaligen Bahnhof Wennedach gefallen mir zumindest recht gut. Auf dem ersten Foto kommt der Zug langsam die Steigung herunter und passiert dann nach einer kleinen Brücke den Bahnübergang vor dem ehemaligen Bahnhof.





    Einen letzten Gruß gab es dann noch einmal an zwei Fotostellen kurz vor Sulmingen.






    Mit einem Nachschuss verabschieden wir uns vom Öchsle. Sehr gern denke ich an diesen schönen Tag zurück und wünsche dem Verein weiterhin gute Fahrt.




    Beste Grüße aus Magdeburg an alle..


    Stefan

    Hallo,


    naja vom Toepfer aus gibt es auch nur eine einzige kurze Stelle, an der die Bahn sichtbar ist - und anschließend muss man noch sehr stark "zoomen", um den Zug im Bild auch einigermaßen sehen zu können :). Vom Oybin aus ist man da deutlich näher dran und auch die einsehbare Strecke ist deutlich länger und in der Sonne gelegen...


    Stefan

    Hallo liebe Schmalspurbahnfreunde!


    Hier ein paar Bilder aus unserem Urlaub in Oybin Anfang Oktober, die zwischen dem 02. und dem 05.10. entstanden.


    Auf dem ersten Bild hat 99 749 in Jonsdorf gerade umgesetzt und wird in wenigen Augenblicken am Zug ankoppeln.




    Hier sehen wir den abfahrbereiten Zug in Jonsdorf...




    ... und bei der Ausfahrt Richtung Bertsdorf.




    99 760 hat mit ihrem Zug Oybin erreicht und setzt nun für die Rückfahrt Richtung Bertsdorf um.




    Unsere Ferienwohnung hatte den großen Vorteil, dass direkt aus dem Badezimmerfenster das Betriebsgeschehen sehr gut beobachtet werden konnte. Hier kommt 99 749 mit dem morgendlichen Reichsbahnzug an unserem Haus vorbei und wird in wenigen Augenblick den Endbahnhof Oybin erreichen. Wie man sieht, bin ich nicht der Einzige, der diesen Zug fotografisch dokumentiert...




    Wenige Minuten später sehen wir die Rückleistung auf dem Weg in Richtung Bertsdorf...




    ... und blicken dem Zug nach, der einige Meter nach der Straßenkreuzung den Haltepunkt Teufelsmühle erreichen wird.




    An einem anderen Tag beoabchten wir 99 760 in Oybin beim Umsetzen.




    Am 03.10. widmeten wir der Ausstellung im Lokschuppen Bertsdorf etwas Zeit und bei dieser Gelegenheit entstand dieses Foto mit den abfahrbereiten Zügen nach Oybin und Jonsdorf.




    Nun noch einige "Modellbahnfotos", die ich auf verschiedenen Wanderungen machen konnte.


    Hier ein Blick auf den Bahnhof Oybin mit einem abfahrbereiten Zug.




    Diese Fotos von der Strecke zwischen Oybin und dem Hp Teufelsmühle in Richtung Zittau entstanden vom Berg Oybin aus.






    Und schließlich noch ein letztes Foto vom Berg Toepfer aus auf die Strecke zwischen Bertsdorf und Teufelsmühle mit einem Zug nach Oybin.



    Allen einen schönen Sonntag und eine gute und gesunde neue Woche wünscht aus Magdeburg


    Stefan

    Hallo Eckhard,


    das wäre natürlich der worst case. Und auch wenn das betriebswirtschaftlich sicherlich die sinnvollste Lösung wäre, so würde damit auch ein sehr harztypisches touristisches Highlight in seiner bisher bekannten und beliebten Eigenart seinen Reiz verlieren. Das ist gewiss auch den Gesellschaftern bewusst und ich hoffe, dass ihnen dieses Kulturgut, wie ich den Dampfbetrieb mal nennen möchte, nicht zuletzt auch aus Gründen des Marketing so wichtig ist, dass sie stattdessen für eine bessere Bezuschussung kämpfen, so dass die HSB einigermaßen vernünftig haushalten und planen können.


    Ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen, dass es mir Freude bereiten würde, mit einer modernen Bahn wie z.B. im Zillertal oder wie die Krimmler Bahn in Österreich, auf den Brocken zu fahren... mag aber sein, dass ich dafür auch zu wenig "normal" bin mit meinen Erwartungen....


    Stefan

    Hallo liebe Schmalspurfreunde,


    ich staune immer wieder über manche vermeintlich schlauen Vorschläge zur Verbesserung der Situation bei den HSB. Das Thema Verdieselung und sogar eine Elektrifizierung der Brockenstrecke mitsamt Stilllegung der restlichen Strecken standen in den Jahren immer wieder mal im Fokus und wurde - dankbarerweise - immer wieder abgewählt. Die Gesellschafter haben sich stattdessen dafür entschieden, als Alleinstellungsmerkmal einen nahezu komplett mit Dampfloks abgewickelten Normalfahrbetrieb (zumindest auf den touristischen Streckenteilen) anzubieten.


    Sicher haben auch andere Schmalspurbahnen so etwas zu bieten, aber was die Streckenlänge und Anzahl der Lokomotiven im Tagesbetrieb angeht, kann der HSB keiner das Wasser reichen. Ich erinnere mich, dass ich vor einigen Jahren eine Tagesrundfahrt von Wernigerode über Brocken und Eisfelder-Talmühle nach Quedlinburg gemacht habe und auf dieser "Rundreise" mindestens 8 betriebsbereite Dampfloks angetroffen habe. Das ist vermutlich nahezu einmalig. Wo kann man sowas im Planbetrieb noch erleben? Natürlich macht das ganze keinen Sinn, wenn die Maschinen nicht betriebsbereit sind und am Ende verärgerte Touristen zurückbleiben...


    Den regelmäßig wiederkehrenden Ruf nach "Austausch der Geschäftsführung" finde ich auch echt nervig. Da ich selber in einer leitenden Tätigkeit arbeite, kenne ich die Problematik sehr genau, dass man schon relativ genau weiß, was man braucht für einen optimalen Betrieb, aber die finanziellen Gegebenheiten eben deutliche Grenzen setzen. Ich finde es ziemlich arrogant, wie hier einige von sich selbst überzeugte Leser auftreten mit dem Nimbus, dass sie wüssten, wie es besser zu machen geht. Ich glaube es nicht, dass in der Geschäftsführung der HSB nur ignorante Unwissende arbeiten, die zu blöd sind, die Probleme ordentlich anzupacken. Es wurde hier im Forum auch schon mehrfach darauf hingewiesen, dass die öffentlichen Mittel, die der HSB jährlich zur Verfügung gestellt werden, deutlich begrenzt sind - auch im Vergleich zu den Zahlungen, die z.B. den sächsischen Bahnen zur Verfügung gestellt werden. Und auch von dort hören wir, dass trotzdem die Kassen knapp sind und manche Träume eben (erstmal) Träume bleiben müssen... Da ist es schnell gesagt, dass man doch 1,2 oder am besten gleich 3 weitere abgestellte Loks wieder in Betrieb nehmen sollte - über die Kostendimensionen, die damit verbunden wären, müssen wir, glaube ich, hier nicht diskutieren.


    Ich wünsche es der HSB, dass deren Dienstleister wieder bessere Qualität an den Lokomotiven hinbekommen und ein verlässlicher und stabiler (Dampf-)Betrieb im Sinne der Touristen gewährleistet werden kann. Die Entscheidung für den Bau der neuen Werkstatt scheint unter diesen aktuellen Erfahrungen goldrichtig zu sein - auch wenn bis zur einer wirksamen Nutzung noch einige Zeit ins Land gehen wird und diese Durststrecke überwunden werden muss.


    Mit besten Grüßen

    Stefan

    Hallo,


    vielleicht noch zur Erklärung für die jüngere Generation: In der DDR gab es keinen Zivildienst. Das heißt, wer den Wehrdienst verweigern wollte, musste mit Gefängnis rechnen oder die Alternative wählen und den Wehrdienst als Bausoldat ableisten. Bausoldaten wurden nicht an der Waffe ausgebildet und hatten auch keine Waffen. Sie wurden i.d.R. zu Bauarbeiten herangezogen - z.B. beim Bau des Hafens in Mukran - oder auch in diversen Industriebetrieben eingesetzt, um dort in der Regel Arbeiten zu erledigen, für die sich sonst niemand gefunden hat...


    Grüße und allen ein schönes Pfingstwochenende

    Stefan