Beiträge von chemnitz

    Hallo,


    hier noch ein paar Bilder aus dem unterirdischen Bereich der Festung:


    Hier eine der E-Loks bei der fälschlicherweise beide Stromabnehmer angelegt sind. Im Betrieb ist natürlich nur einer im Einsatz. Interessant war im Video zu sehen, dass ein "Beimann" auf der Lok verantwortlich war, beim Passieren von Schott-Türen in den langen Gängen, den Stromabnehmer nach unten zu ziehen und nach dem Passieren der Tür wieder an die Leitung anzulegen.



    Hier mal ein Blick in die langen Verbindungsstollen zwischen den einzelnen Geschützstellungen - heute leider nur zu Fuß passierbar.



    Ein Ausweichstelle im Stollen.



    Hier ist man gerade dabei, einige Transportloren aufzuarbeiten.


    Ich hoffe, euch ein interessantes Thema präsentiert zu haben. Für Historiker aber auch für Technikbegeisterte ist die Festung eine Reise wert.


    Beste Grüße


    Stefan

    Korrekt, die Maginot-Linie im Elsass habe ich im vergangenen Sommer besucht. Speziell die Festung Schoenenbourg unweit der deutsch-französischen Grenze. Die Anlage ist ausgezeichnet museal erschlossen und erhalten. Man kann mehr als 3 km unterirdisch die Festung erlaufen und anschauen. Wir hatten das Glück, an einer Führung teilzunehmen, aber man kann Dank deutscher Beschilderung auch alleine sehr gut klar kommen.

    Die Schmalspurwagen erinnern an die Versorgungsbahn aus dem Hinterland. Leider wird vor Ort auf die Geschichte der Bahn nicht wirklich eingegangen. Am Eingang zum Bunker (dort wo die mittlere Personengruppe steht) sieht man wieder einige Gleise. Die Wagen wurden im Innern des Bunkers entladen, die Munition mit einem Aufzug in ca. 30m Tiefe gebracht und dort wieder auf kleinere Lorenwagen verladen.


    Hier der Eingang in die Bunkeranlage mit den erwähnten Gleisresten:

    Im oberen Bereich wurden Dieselloks (?) zum Rangieren eingesetzt - im Bunker unten zogen E-Loks die Lorenzüge mit der Munition. Hier die im oberen Bereich abgestellte Diesellok:

    Die elektrische Bahn im unteren Bunkerbereich ist absolut sehenswert und sogar noch funktionsfähig. Leider darf sie aus Gründen des Berührungsschutzes in den niedrigen Gängen nicht dem Publikum vorgeführt werden. Allerdings läuft ein Video in Dauerschleife, das den Betrieb der Bahn sehr gut darstellt.


    Wenn ich in den nächsten Tagen etwas Zeit finde, hänge ich noch einige Fotos von "unten" an.


    Eine gute neue Woche wünscht allen aus Magdeburg


    Stefan

    Hallo,


    also der Ort ist nicht jenseits des Atlantiks. Der Tipp mit Frankreich ist schon mal richtig. Ich hänge mal ein Bild mit etwas anderem Blickwinkel an, das hilft dann bestimmt weiter beim Eingrenzen der Örtlichkeit...

    Zur Herkunft der Wagen kann ich nichts sagen - aber durchaus denkbar, dass sie noch aus Beständen WK1 stammen.


    Grüße


    Stefan

    Hallo Schmalspurfreunde,


    da das letzte Rätsel offenbar doch einigen Lesern Freude bereitet hat, werde auch ich mal ein Foto zum Raten einstellen, das ich im vergangenen Jahr aufgenommen habe. Ich werde mal noch nichts Näheres verraten, vielleicht überrascht ihr mich und jemand hat alleine schon vom Ansehen die Lösung parat.


    Viel Spaß beim Schauen und Raten!



    Liebe Grüße aus Magdeburg


    Stefan

    Hallo liebe Schmalspurfreunde,


    vor wenigen Tagen erschien der Modelleisenbahner Spezial Nr.22 mit dem Titel "Schmalspurige Raritäten". Ich habe davon bisher im Forum noch nichts gelesen und wage deshalb mal einen Hinweis auf dieses interessante Heft. Während ich von dieser Zeitschrift in der Regel kein großer Fan bin, finde ich diese Spezialausgabe sehr gelungen. Es werden darin durchgehend für mich sehr interessante Bahnen bzw. einige deren Besonderheiten aus den 60er und 70er Jahren mit vielen - zumindest für mich neuen und unbekannten - Bildern dokumentiert. So ist u.a. auch ein Foto des erst neulich im Forum diskutierten Wagenkasten des Prignitzer VT 133 525 vor dessen Verschrottung im Ausbesserungswerk Wittenberge zu sehen, auch Bilder der Spreewaldbahn, der Schmalspurbahn in Gera-Pforten, der MPSB, des Rollbockbetriebes bei der Harzquerbahn und manche anderen interessanten Dinge findet man darin. Aus meiner Sicht: sehr empfehlenswert!


    Beste Grüße und allen ein frohes Weihnachten


    Stefan



    Admina: Titel für einheitliche Darstellung angepasst

    Hallo,


    ich möchte euch teilhaben lassen an meiner Harzreise vom vergangenen Freitag - leider bei schlechtem Wetter, aber umso schöner im dampfgeheizten und molligwarmen Wagen die Fahrt quer über und durch den Harz und zurück zu genießen.


    Unser Start war in Nordhausen Nord. Dort setzte sich die 99 7232 rechtzeitig an den langen Zug (8 Wagen) und begann an diesem sehr kühlen Herbsttag den Zug angenehm vorzuheizen.




    In Eisfelder-Talmühle dann das obligatorische Wassernehmen und somit Zeit für einige weitere Fotos.



    Während sich unsere Zuglok den Bauch mit frischem Wasser füllt und von ihrem Personal einige Pflege bekommt nutzen einige wenige Passagiere die Gelegenheit umzusteigen.



    Dann macht sich am Nachbargleis die 99 7239 mit ihrem kurzen Zug ins Selketal auf den Weg und hinterlässt dabei zusätzlich zum natürlichen Nebel an diesem Vormittag noch eine ganze Menge zusätzlichen Nebel und einen wunderbaren Geruch nach Dampflok...



    Doch dann ging es weiter hinauf auf die Harzhochebene und unsere Lok konnte zeigen, was in ihr steckt. Ein wahrer Genuss für alle Sinne im ersten Wagen direkt hinter der Maschine bei geöffnetem Fenster.
    Planmäßig kamen wir dann in Drei-Annen-Hohne an. Auf Grund des Wetters haben wir den Besuch auf dem Brocken abgewählt. Statt dessen wollten wir nach Wernigerode weiterfahren. So verließen wir in DAH unseren Zug und beobachteten die umfangreichen Rangiermanöver bei dem planmäßigen Treffen von gleichzeitig 3 Zügen.



    Unsere Zuglok 99 7232 wurde abgekuppelt und übernahm dann den Gegenzug von Wernigerode nach Eisfelder Talmühle. Dessen Zuglok (99 7247) setzte sich am anderen Ende vor unseren bisherigen Zug und wird ihn - nun ohne uns - auf den Brocken bringen. Hier sehen wir die beiden Maschinen beim Umsetzmanöver.



    Der Zug nach ETM macht sich auf seinen Weg und wenige Augenblicke danach startet 99 7247 mit ihrem Zug den Aufstieg zum Brocken.




    Ein vorsichtiger Blick zu unserem Zug: Die Lok ist noch beim Wassernehmen, also ist noch ausreichend Zeit für ein weiteres Foto.



    Dann beginnt unsere Weiterreise nach Wernigerode. Wir planen einen Besuch im dortigen Betriebswerk und daher verlassen wir unseren Zug in Wernigerode Westerntor. Doch bevor wir uns der Werkstatt zuwenden gilt unsere Aufmerksamkeit dem Gegenzug zum Brocken, gezogen von der 99 236, der hier in Westerntor planmäßige Kreuzung hat.



    Die Führung durch das Betriebswerk beginnt im Empfangsgebäude. Sehr informativ und kompetent werden uns die Anlagen gezeigt und erläutert. Eigentlich ist bereits Feierabend im Werk, aber offenbar hat eine Betriebslok noch ein kleines Problem und wurde von einem Harzkamel in die Werkstatt geschoben. Leider konnte ich das nur aus der Ferne beobachten und als unsere Führung am Reparaturstand ankam, waren die Arbeiten bereits beendet und die Maschine wieder in den Betriebsdienst entlassen.



    An der 99 7240 und 7235 standen größere Fristarbeiten an, deshalb waren ihnen die hinteren Arbeitsbühnen vorbehalten wo wir auch den T1 der Selketalbahn antreffen konnten.





    Offenbar gibt es Materialprobleme mit den Kuppelstangen - jedenfalls lässt die Beschriftung das vermuten.



    Nach dem Blick in den Werkstattbereich ging es nach draußen, nicht ohne vorher die Rangierlok des Bw zu würdigen.



    Auf den Gleisen im Werkstattbereich konnten wir die Vielzahl abgestellter Fahrzeuge besichtigen, so auch den 187 012, der dort auf bessere Zeiten wartet.



    Nach ca. 1 Stunde, die wie im Fluge vergangen ist, mahnte uns die Abfahrtzeit unseres Zuges nach Nordhausen, uns zum Bahnsteig zu begeben. Dort gab es noch Fotos von den abgestellten Güter- und Bahndienstwagen sowie vom einfahrenden Brockenzug mit 99 7241.




    Pünktlich fuhr dann auch unser Zug ein. Gezogen von 99 7237 ging es nun wieder nach Drei-Annen-Hohne.



    In Drei-Annen-Hohne war leider nur Zeit und Gelegenheit für einen "Notschuss" auf die 99 222, die sich vor dem Gegenzug nach Wernigerode für die letzte Etappe vorbereitete.



    Dann hieß es umsteigen in den Zug nach Nordhausen, den wieder unserer Nordhausener Planlok 99 7232 zog. Bei der Fahrt fiel mir positiv auf, dass der Zug auf einigen Streckenabschnitten recht flott unterwegs war (40 km/h) und die Strecke einen sehr gepflegten Eindruck hinterlässt. Jedenfalls waren wir pünktlich in Eisfelder Talmühle und dort gab es wieder das obligatorische Wassernehmen.


    Während dieses Aufenthaltes fuhr mir die 99 6001 aus dem Selketalbahn bei zunehmend schlechter werdendem Wetter vor die Linse - aber allemal ein Sichtungsbild.



    99 6001 setzte sich vor ihren Zug nach Gernrode und auch für uns begann der letzte Abschnitt unserer Fahrt nach Nordhausen.



    Alles in allem hatten wir einen sehr erlebnisreichen Urlaubstag - nur das Wetter hätte gern etwas besser sein können. Aber so ist der Alltag und die Fahrt mit der HSB ist auch bei nicht so optimalem Wetter immer ein Erlebnis. Wo gibt es sowas heute noch: während einer ganz normalen Zugfahrt eine Vielzahl betriebsbereiter und im Normaleinsatz befindlicher Dampfloks live zu erleben? Ein letzter Blick aus dem vom Niesel nassen Fenster soll den Bericht abschließen.



    Beste Grüße aus Magdeburg


    Stefan


    Admin-Edit: Zu große Bilder wurden in Links umgewandelt. (inzwischen durch korrekte Bildgröße ersetzt)


    P.S. Das ist sehr ärgerlich. Ich hatte mich darauf verlassen, dass die vom Forum angebotene Funktion TINYPIC bei der Auswahl "Standard" entsprechend voreingestellt ist... das ist offenbar nicht der Fall...


    Admin-Edit: Im Tiny-Pic-Plugin können die Admins leider nichts vom Forum kommend voreinstellen, die 17"-Standardbreite müssen die User selbst für jedes Bild definieren.

    Hallo,


    ja, der Dampfachim hat das sehr schnell erkannnt.


    Im Industriemuseum Brandenburg habe ich diese V10 (?) vor 1 Woche fotografiert und dabei diese Eigenbau-"Kellersche Kupplung" der Werkeisenbahner des Stahlwerkes für Fußbedienung gefunden. Mit der Lok wurden Loren mit Stahlschrott

    zu den Schmelzöfen gezogen und diese "Entkupplungshilfe" sorgte offenbar dafür, diesen "heißen" Bereich vor den Schmelzöfen möglichst rasch wieder zu verlassen.



    Auch ansonsten sah die Lok etwas "anders" aus als gewohnt.



    Die Verstrebungen dienten dem mechanischen Schutz vor dem sehr beweglichen und agilen Ausleger der Kransysteme zur Beschickung der Schmelzöfen.



    Generell ein sehr empfehlenswertes und interessantes Industriemuseum, kurzweilig und eindrucksvoll gestaltet - auch mit Kindern eine gute Empfehlung. Eisenbahn spielt dabei allerdings nur eine untergeordnete Rolle.



    Beste Grüße für einen schönen Sonntag und eine gute neue Woche wünscht aus Magdeburg


    Stefan