Beiträge von Blüm

    Hallo


    Da es so aussieht , daß man den gleichen Wagenkasten des HOm-Modells nur auf HOe-Drehgestelle gesetzt hat .

    ...

    Na und? War doch beim Vorbild nicht anders! Das ist ein sächsischer Wagen, dessen Drehgestelle einst von 750 auf 1000 mm Spurweite umgebaut wurden. Wieso sollte man da jetzt beim Wagenkasten des Modells einen Unterschied zwischen H0e und H0m machen?


    Gruß

    Blüm

    Hallo

    Die Bilder sind aus dem Jahr 1976 in Aue und Schwarzenberg,das Bild mit der 118 728 ist von 1978.Mit der 118 hatte ich eine Güterzugleistung nach Zwickau.


    36124771fb.jpg

    Hallo,


    schöne Bilder, insbesondere die Farbaufnahmen von den G12!

    Allerdings ist das Bild mit der 118 ganz sicher nicht von 1978. Den Sparlack gab es erst ab etwa 1982 oder 1983.


    Viele Grüße

    Blüm

    Hallo,

    wird wohl mit der kriegsbedingten Verdunklung zusammengehangen haben.

    Die Loklaternen wurden mit Verdunklungsblenden versehen, so dass nur noch eine minimale Lichtabstrahlung nach vorn in den Bereich unmittelbar vor der Lok gegeben war.

    Um die Erkennbarkeit auch bei Dunkelheit dennoch in begrenztem Maße aufrecht zu erhalten, wurden an den Fahrzeugen weiße Markierungen angebracht. Bei den Regelspurloks in Form weißer Pufferringe, die sind eine Erfindung aus jener Zeit. Bei Schmalspurloks mangels Seitenpuffern dann eben in etwas anderer Form...


    Gruß

    Blüm

    Es gibt tatsächlich auch noch Einsatzfotos der 594 auf der WJ vom Januar ‘77!


    Da werden wir mal ins Betriebsbuch sehen müssen, vielleicht steht da die Auflösung drin...


    Es grüßt

    Blüm

    Hallo,


    als an der Veranstaltung unmittelbar Beteiligter muss ich jetzt auch mal meinen Senf dazugeben:


    Auch ich kann der Nachstellung historischer Gemetzel erst mal grundsätzlich wenig abgewinnen. Dennoch fand ich die Veranstaltung interessant, obwohl sie auch meinen Ansprüchen an historische Authentizität nicht gerecht wurde. Am Ende sollte man das vielleicht wie ein Theaterstück auf einer 8 km langen Freilichtbühne betrachten. Bei den Störtebeker-Festspielen stört sich auch niemand an ein paar "historisch nicht ganz korrekten" Details. Und in einem echten Theater wird sogar nachgestellt, wie Menschen sterben, was hier nicht der Fall war. Schon aus diesem Grund betrachte ich die hier vorgetragene Kritik an der Veranstaltung als unsachlich und kleinlich. Dann bitte auch gegen jede Aufführung von Hamlet protestieren!

    Für welche Veranstaltungen die Lok eingesetzt wird oder nicht und was dabei akzeptabel ist oder nicht, entscheiden auch nicht irgend jemand im Bimmelbahnforum, sondern letztlich Eigentümer und Betreiber der Lok.

    Wichtig insbesondere für letzteren - der selbst ja auch jede Menge Geld und die Arbeitszeit seiner Vereinsmitglieder in die Lok steckt - ist, dass die Maschine einen Mehrwert für die eigene Museumsbahn bringt. Das tut sie nur, wenn sie neue Fahrgäste ins Preßnitztal lockt. Zahlende Fahrgäste, wohlgemerkt. Da gehören die Fans, welche nur den IK-Zug fotografieren wollen, nicht in jedem Fall dazu. Auch mag dieser Zug zwar schön anzusehen sein, für den regulären Einsatz - selbst bei einer Museumsbahn - sind sowohl Lok als auch Wagen nur bedingt geeignet. So bleibt also nur, die IK mit ihrem Zug als Werbeträger oder als ZUSATZ-Attraktion, neben den "Planzügen", einzusetzen. Wenn man wie hier gleichzeitig auch noch eine ganz neue Zielgruppe ansprechen kann, die wegen der Eisenbahn allein niemals den Weg in die hinterste Ecke des Erzgebirges gefunden hätte, ist das eine tolle Sache.


    Wenn man ein paar Millionen auf dem Konto liegen hätte, könnte man es sich vielleicht leisten, eine Museumseisenbahn rein zum Selbstzweck zu betreiben. Wenn man hingegen auf Fahrgeldeinnahmen angewiesen ist, muss man den Fahrgästen auch etwas bieten. Und wenn man nebenbei auch noch den einen oder anderen Euro Fördergeld haben möchte, muss man auch etwas für den Tourismus in der Region tun.


    Für beides war die Veranstaltung goldrichtig!


    Meint

    Blüm


    ...


    Und jetzt kommen wir zum Ausgangspunkt zurück. Nachdem klar war, das einige Schmalspurbahnen erhalten werden sollten hat die DR ab ca 1980 einen Schmalspuroberbau auf Basis der zu diesem Zeitpunkt verfügbaren Schiene S49 neu entwickelt und zugelassen. Damit waren erstmalig auch wieder Schmalspurweichen lieferbar. Bei diesem Oberbau handelt es sich um den von dir angesprochenen K49 auf Holzschwellen. Es gab also ab ca 1981 den allerersten Holzschwellenoberbau Bauart K49 mit Rippenunterlagsplatten und Klemmplatten für 750mm inklusive der dazugehörigen Einfachen Weichen auf Holz.
    ...

    Hallo Thomas,


    zunächst einmal auch von mir vielen Dank für die umfangreichen und detaillierten Erläuterungen. Zwei kleine Ergänzungen dazu von mir: die in den 80er Jahren entstandenen S49-Weichen hatten überwiegend Stahlschwellen. Und: es gab auch S33 auf Holzschwellen, wenn vielleicht auch nicht in den von dir genannten Vorschriften. Möglicherweise ist das, was auf Sachsenbahners Bildern aus Zittau von 1980 zu sehen ist (es ist eindeutig erkennbar, dass es sich um K-Oberbau auf Holzschwellen handelt) nämlich gar nicht K49, sondern K33!


    Es grüßt
    Blüm

    Hallo,


    also die zweite von dir gezeigte Version - Einzelschwellen genau auf dem Stoß - halte ich für ausgeschlossen. Sieh dir mal dein Bild noch mal genau an, vielleicht kommst du ja von selbst auf den Grund.
    Ich meine, die Version mit Doppelschwelle dürfte bei S49 K-Oberbau die gebräuchlichere zu sein, wobei ich mir da allerdings nicht ganz sicher bin - meine Beobachtungen stützen sich überwiegend auf eine Strecke. Ziemlich sicher bin ich mir dagegen, dass die Schienenform S49 auf den sächsischen Schmalspurbahnen vor 1975 so gut wie nicht zu finden gewesen sein dürfte. Weit verbreitet war als Nachfolgebauform von Va hingegen das Schienenprofil S33! Dieses Profil kommt zum Beispiel in Verbindung mit sämtlichen Betonschwellen aus den 60er Jahren, aber auch auf den meisten Stahlschwellen zur Anwendung.


    Gruß
    Blüm


    Hallo zusammen,


    ich habe mal versucht, das Ganze zu veranschaulichen, unter Verwendung der Bilder des Aufsichtsbeamten (ich hoffe, das geht in Ordnung?)



    Rot die Gleise, die 2015 neu gebaut wurden und Bestandteil des neuen, endgültigen Gleisplans sein werden. Gelb die Gleise, die noch gebaut werden müssen (im rechten Bild nur im nördlichen Teil des Bahnhofs dargestellt).


    Das Ganze ohne Gewähr, die Planunterlagen liegen mir auch nicht vor, aber damit man schon mal sieht, wie es ungefähr aussehen wird.


    Viele Grüße
    Blüm

    Zitat

    Original von Rbd Cottbus
    Was man auch nicht außer Acht lassen sollte, ist die rechtliche Seite der Außendarstellung und Bewerbung von 99 539.


    Wenn man Person/Firma/Behörde xyz mit dem Attribut "Baujahr 1899" überzeugt, eine Sonderfahrt zu bestellen, ist das eine Vorspiegelung falscher Tatsachen.
    Da ja die Lokbetreiber im vollen Umfang über das Wissen des wahren Baujahres von 1963 sind, kommt da schnell § 263 StGB ins Spiel. Über eventuelle Zivil- oder Strafrechtliche Schritte möchte ich mich gar nicht auslassen. Im Streitfall dürfte die Tradibahn aber den kürzeren ziehen. Im oben verlinkten Zeitungsartikel der Freien Presse wird ja auch groß mit dem Baujahr 1899 geworben. Aber dies entspricht nun mal nicht der Wahrheit.


    Einen EMW 327 kann ich auch nicht als BMW 327 vermieten oder verkaufen. Die sehen beide fast gleich aus, beides sind Oldtimer und mit großer Sicherheit tolle Fahrzeuge. Aber sie sind eben nicht gleichen zeitlichen und geschichtlichen Ursprungs.


    Hallo in die Runde!


    Mit Verlaub: ich halte diese Argumentation für an den Haaren herbeigezogen!
    Ausschlaggebend ist das Betriebsbuch. Wer behauptet, eine Dampflok sei allein deswegen nicht mehr die Originallok von achtzehnhundertschlagmichtot, weil im Laufe ihres hundertjährigen Einsatzes jedes Teil an ihr ein- oder mehrmal erneuert wurde und dies teilweise sogar mit einer Änderung des Erscheinungsbildes einherging, der hat schlicht von den Erfordernissen des Eisenbahnbetriebes und von der Instandhaltung von Schienenfahrzeugen keine Ahnung! Bei jedem Schienenfahrzeug beginnen mit dem ersten Werkstattaufenthalt die Umbauten und Erneuerungen, das ist mit Straßenfahrzeugen nicht zu vergleichen.


    Aber selbst wenn: ist dein schicker BMW vielleicht kein BMW mehr, weil er mal restauriert wurde?


    Umgekehrt wird aber ein Schuh draus: rechtlich gesehen, kann es sich nur dann um einen Neubau handeln, wenn ALLE Einzelteile neu sind! Ein Autohändler bekommt Ärger mit dem Gesetz, wenn er ein fabrikneues Fahrzeug, bei dem auf dem Transport ein Scheinwerfer zu Bruch gegangen ist nach Einbau eines gebrauchten Ersatz-Scheinwerfers noch als Neuwagen anbietet.
    Demzufolge kann ích das Gefasel vom "Neubau" der sächsischen Schmalspurlokomotiven in den 1960er und 1990er Jahren nicht mehr hören! Es wurden stets Altteile wiederverwendet, in welchem Umfang ist dabei völlig irrelevant! Daher kann es sich nicht um "Neubau" sondern lediglich um Großteilerneuerung gehandelt haben!


    Streng genommen ist noch nicht einmal IK No. 54 ein Neubau, da sie ein gebrauchtes Läutewerk hat. Einzige wirkliche Neubau-Schmalspur-Dampflok der letzten 60 Jahre in Deutschland ist 99 324!


    Gruß
    Blüm

    Hallo zusammen,


    es kommt sogar noch besser:


    Bei der Umrüstung von Form- auf Lichtsignale wurde diese eigentlich nicht mehr regelwerkskonforme Signalisierung teilweise sogar beibehalten!
    Mir bekanntes Beispiel ist das Einfahrsignal von Radebeul Ost. Das dortige Hl-Signal (weiß jemand, wann das aufgestellt wurde?) zeigte bei Einfahrten nach Gleis S2 das Signalbild Hl 12a ("Geschwindigkeit 40 km/h ermäßigen, Halt erwarten"; für den Laien: zwei Gelbe Lichter übereinander).
    Ich bin Ende der 90er Jahre bei den Bauzugeinsätzen während der Streckensanierung sowie später bei den Gasteinsätzen unserer 99 542, 568 und 4511 mindestens zweimal selbst auf dieses Signalbild in Radebeul Ost eingefahren.


    Gibt es möglicherweise weitere Bahnhöfe, wo dies ebenfalls der Fall war?


    Gruß
    Blüm