Beiträge von Ludger K

    Ich glaube, wenn in diesem Jahr nicht das Theater um die VGB gewesen wäre, hätten wir uns konkret auf ein solches Buch freuen dürfen. Da jetzt auch noch der Verlagsleiter vor die Tür gesetzt wurde, sehe ich schwarz für FFB und allerlei Buchprojekte. Selbst bei Büchern, die schon seit einem Jahr komplett druckfertig sind, weiß man nicht, ob sie noch 2021 oder vielleicht erst 2022 oder gar nicht mehr erscheinen. Ganz besonders leid tut es mir um jene höchst engagierten Leute, die enorm viel Energie investiert haben und jetzt bis zum Sanktnimmerleinstag auf die Lorbeeren und das Honorar warten müssen.


    Ich schließe mich der Meinung von André voll an: Wenn Fotos schon einmal irgendwo verbraten wurden, sind sie für anspruchsvolle Veröffentlichungen wertlos. Eben deshalb habe ich ja eine solche Abneigung gegenüber Kellerheften.

    Genau, deswegen warte ich geduldig und ohne jegliche Nachfragen auf das OEG-Buch. ;)

    Gutes Beispiel! Das Buch ist seit sieben Jahren angekündigt (ein Teamwork von 8 Leuten), immer wieder stoßen wir auf tolle Sachen, wie gerade letzte Woche einige sensationelle Aufnahmen aus der Dampfzeit, und irgendwann krempeln wir ganz spontan die Ärmel hoch und bringen es zu Ende. Wann das sein wird, weiß niemand, aber dann haben wir die Gewißheit, alles aus dem Thema rausgeholt zu haben. Drängen lasse ich mich nicht, auch auf die Gefahr hin, daß mir irgendein Hopplahopp-Schnellschießer zuvorkommt, wie jetzt bei der RLE.

    Ludger K : witzigerweise ist meine neueste Ausgabe auch letzten Freitag erschienen und ich habe auch daran fast auf den Tag genau 6 Jahre gearbeitet, habe über 7000,- dabei verbrennen müssen und bin mehr als glücklich. Das macht halt schon einen Unterschied, denn über die Jahre kann man alles drehen und wenden bis es passt, was sonst schnell erst nach der Ausgabe passiert. Hier und da ärgere ich mich jetzt schon wieder, aber das ist im überschaubaren Rahmen.


    Lenni: Ich stehe auf dem Schlauch. Was hast Du gemacht? Worum geht es?

    habe keinen Spiegel, aber einen Keller zum Lachen...

    Dann nochmal genauer:

    Ludger, warum wird dann überhaupt etwas angekündigt?

    Gruß

    Herbert

    Das habe ich doch schon geschrieben: Erst mit den Jahren kommen einige Leute dahinter, daß solch ein Buch geplant ist, und teilen mir dann mit, daß sie aus dem Familienalbum ihrer Oma noch dies oder das beisteuern können. Von solchen Zufallsfunden lebt ein Buch. Daß es irgendwann mit dem Buch endlich losgeht, geschieht oft ganz spontan und dann geht alles sehr schnell. Manchmal liegen zwischen der ersten Idee und dem Erscheinen nur 2-3 Monate (bei Rügen 1 z.B. zehn Wochen, und selbst in dieser Zeit tauchten noch sensationelle Fotos auf, mit denen wir niemals gerechnet hatten). Auf Nachfragen, wann dies und das denn endlich erscheint, antworte ich schon lange nicht mehr. Und wem das nicht paßt, der kann sich ja selber hinsetzen und das Buch schreiben, dann kann er mitreden, sofern er einen ähnlichen Qualitätsanspruch hat.

    Dann frage ich mich allerdings warum man überhaupt etwas ankündigt?

    Mein volles Mitleid ist Dir gewiß! Wenn Du Dir die Frage aber schon selbst gestellt hast, dann bin ich ja gar nicht gemeint. Vielleicht wärst Du Dir gegenüber ja mal so nett, Dich vor den Spiegel zu stellen und Dir eine Antwort zu geben. Und vergiß nicht, Dir für die Antwort brav zu danken. Auf die naheliegende Antwort kommst Du bestimmt auch allein. Selbstgespräche sollen ja in der Coronazeit sehr beliebt sein.


    (sorry, aber das konnte ich mir jetzt nicht verkneifen, hat jedenfalls Spaß gemacht)

    Ein schöner Film. Der große Herr mit Rauschebart ist Jörg Prix, ein Urgestein. Er hat um 1970 den VKEF mitgegründet und zahlreiche Fahrzeuge gerettet, vor allem für die Gurktal-Museumsbahn. Nach Querelen trennte man sich und er gründete die NBiK, bestehend aus dem Historama, der Museumsbahn Weizelsdorf - Ferlach (neuerdings gehört ihnen auch die Strecke von Weizelsdorf nach Rosenbach), der Normalspursammlung in St. Veit a.d. Glan und der Straßenbahn am Wörther See (gibt es die noch?). Er hat bereits 20 Bücher geschrieben und pflegt im Rahmen einer Archivgemeinschaft ein umfangreiches Bildarchiv. Ich kenne ihn seit über 40 Jahren, auch an meinem Vellachtalbuch hat er maßgeblich mitgewirkt. Wie er mir kürzlich sagte, ruht die Gurktalbahn schon seit 2019 und wird auch nicht wieder in Gang kommen. Ein Jammer!

    Das mache ich auch immer so.....es kommt ja doch immer noch etwas dazwischen. Und wenn man gar nichts sagt, freuen sich die Käufer umso mehr, dass das Produkt plötzlich da ist. Sorum ist es am Ende besser. Vorfreude ist die schönste Freude!


    Hallo Lenni!

    Das hast Du sehr gut formuliert. So war das Vellachtalbahnbuch, das letzten Freitag erschienen ist, etwa 5-6 Jahre vorangekündigt. Bei einem Kellerheftmacher wäre es längst erschienen und wohl auch längst vergriffen, aber mein Qualitätsanspruch ist anders. So hatte ich jahrelang verzweifelt nach Fotos der Stationsgebäude gesucht, denn die gehören ja unbedingt in eine Streckenmonographie (immer wieder standen irgendwelche Züge im Weg und versperrten die Sicht). Erst als die Suche erfolgreich war, ging es mit dem Buch voran. Und die Freude bei jenen Leuten, die schon die Hoffnung aufgegeben hatten, ist riesig. Lange Vorlaufzeiten haben den immensen Vorteil, daß mit den Jahren immer wieder Fotos und Unterlagen auftauchen, an die man bei einem mal eben schnell aus dem Ärmel geschüttelten Kellerheft niemals herangekommen wäre. Das macht eben den Unterschied aus.

    Viele Grüße

    Ludger

    Es ist immer das selbe. Wird irgendeine neue Publikation vom Förderverein Historische Westsächsische Eisenbahnen (FHWE) erwähnt, geht sofort das "Gemaule" und "Gemotze" los.

    Es ist immer wieder dasselbe! Wer lesen kann, ist klar im Vorteil! Hier geht es nicht um die Qualität eines FHWE-Buches (darüber kann und werde ich mir kein Urteil erlauben), sondern um die hier im Forum schwarz auf weiß nachzulesenden, reichlich hinterwäldlerischen Äußerungen bzgl. Druckkosten, und da kann ich mir sehr wohl ein Urteil erlauben. F&B sind bzgl. Druckqualität und Preisniveau weit hinter der Zeit zurückgeblieben und überhaupt nicht mehr konkurrenzfähig. Ich denke z.B. an das Buch "Bw Reichenbach" (Diesel) mit den zahlreichen kratzer- und fleckenreichen SW-Fotos für 35,- € pro Litho (und das in einer Zeit, wo kaum noch ein Drucker weiß, wie man "Litho" überschreibt, geschweige denn, daß er sie noch verarbeiten kann) oder an ein farblich völlig mißratenes WJ-Heft, wo F&B offenbar das Rot ausgegangen war. Auch ich hatte mal erwogen, dort drucken zu lassen, aber angesichts des völlig überteuerten Angebotes nur die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen. Ich will aber niemanden daran hindern, denen eine milde Spende zukommen zu lassen, wenn der Porsche mal wieder in Inspektion muß.


    Übrigens: Ein Digitaldruck ist optimal für Speisekarten, Beileidskarten, Postkarten, Flyer etc., aber nicht für dicke Bücher. Eine stabile Fadenheftung kann man bei den kleinen Druckbögen vergessen, und bei der broschierten Bindung wird ein Buch schnell zur Loseblattsammlung. Wer's mag...

    Hallo,

    um es kurz zu machen, ich habe nur die erste Auflage und wie ich telefonisch erfahren habe, ist mein Hauptkritikpunkt zum Buch so geblieben: Viele im Orginal farbige Aufnahmen, sind im Buch nur schwarz/weiß wiedergegeben. Was soll das? Das ist doch Unsinn Bilder von 1998 nicht in Farbe zu drucken.

    In der ersten Auflage waren es gefühlt bestimmt 30 Stück, aber zumindest für meinen Geschmack eben leider zu viele.

    MfG TRO


    Der Kritik kann ich voll zustimmen. Förster & Borries ist Steinzeit und völlig überteuert. Zeitgemäß ausgestattete Druckereien lachen nur darüber, wenn ein Buch wechselweise in SW bzw. farbig gedruckt wird. Preisunterschiede zwischen SW- und Farbdruck sind absolut Schnee von gestern. Warum sollte ich wohl sonst in den letzten Jahren dazu übergegangen sein, meine Bücher durchgehend farbig zu machen, ohne die Ladenpreise anzuheben? Meine letzten Bücher habe ich hier "vor der Haustür" in Enschede drucken lassen. Wer die 15 m lange 8-Farben-Maschine sieht, der versteht rasch, daß es ein Mehrpreis ist, wenn der Drucker zwischendurch zwischen SW und Farbe wechseln soll. Das ist lästig und kostenträchtig. Noch vor wenigen Jahren sagte mir mal jemand, er habe die Scans bei Förster & Borries machen lassen. Er nannte auch Preise, es war unfaßbar (der Verleger ist nicht mehr aktiv). Trotz der horrenden Freudenhauspreise war es für Förster & Borries noch nicht einmal drin, die Flecken und Kratzer zu beheben und die Farben und Kontraste herauszuarbeiten. Ich hätte denen die Scans um die Ohren gehauen und keinen Cent dafür bezahlt. Da hatte jemand nicht bemerkt, daß wir das Jahr 2000 längst hinter uns gelassen haben. Aber es gibt nunmal solche Hardcore-Unbelehrbaren, die partout nicht mit der Zeit gehen wollen, eher in anderem Sinn. Wer nicht weiß, wohin mit seinen Millionen, für den wüßte ich durchaus Möglichkeiten, sie an Leute zu spenden, die es wirklich nötig haben (dort gibt es sogar Spendenquittungen), anstatt an solche steinzeitlichen Halsabschneider.