Beiträge von Railpeter

    Moin,


    eine Gruppe Enthusiasten, u.a. aus dem deutschsprachigen Raum ist gegenwärtig dabei, auf allen drei Bahnen nach Möglichkeit je eine Sonderfahrt zu bestellen, um von den Bahnen ein Lebenszeichen abzugeben und um den Personalen Arbeit zu geben. Hierfür werden gegenwärtig Spenden gesammelt, wer sich beteiligen möchte, kann mich gerne kontaktieren, ich würde den deutschsprachigen Kontakt vermitteln.


    Die Bahn in Antonivka soll die Erste sein, eine Sonderfahrt mit Lok und Personenwagen nach Bila sowie eine reine Lokfahrt über die Styrbrücke nach Mlynok sind in Vorbereitung. Für Hajvoron ist im Anschluss eine Fahrt in Vorbereitung, sofern es das Budget zulässt. Aufgrund der Reisebeschränkungen kann dies leider lediglich zu gunsten der Ukrainer erfolgen.


    Im Borschatal wurde die bisherige Stillstandszeit genutzt, um Lok und Wagen neu zu lackieren und die TU2-034 umfangreich aufzuarbeiten.


    Gruß Peter

    Guten Abend,


    @ G. Holst:

    Meine letzten gesicherten Hinweise auf Einsätze enden bisher im Frühjahr 2019. Zu der Zeit war im Bw Satu Mare noch ein unmodernisiertes silber-blaues Gespann (79-0114/79-0514) im täglichen Planeinsatz unterwegs, welches einmal am Tag nach Baia Mare und je nach Wochentag zudem noch zweimal nach Apa bzw. einmal nach Halmeu pendelte. Im Herbst 2019 konnte ich es allerdings nicht mehr antreffen, jedoch auch nicht abgestellt, was ansonsten die wahrscheinlichste Lösung wäre. Sein Umlauf wurde bei meinem letzten Besuch im im Herbst 2019 mit einer Diesellok (ohne Zugsammelschiene) und einem A-Wagen erbracht. Pandemiebedingt entfielen ab letztem Jahr weitere Nachforschungen zum aktuellen Geschehen bzw. Verbleib meinerseits, sind aber grds. bei Entspannung der Situation wieder vorgesehen. Immerhin gibt es die Leistungen bis heute noch, ebenso mit genauso unattraktiv langen Fahrzeiten. Hier wäre ein Einsatz allenfalls noch denkbar, heißester Anwärter wäre R 4313 um 08:00 Uhr ab Satu Mare nach Baia Mare.


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    Kreuzungsaufenthalt vom Gespann 79-0114/79-0514 am 10.06.2017 als R 4314 in Medieșu Aurit




    Das Bw Jibou hatte 2018 noch Arbeit für zwei modernisierte rot-weiße LVT-Gespanne (79-0132/79-0532 und 79-0135/79-0535), welche früh morgens vereint ein Stück in Richtung Dej Calatori fuhren (Edit: bis Letca, aber nur bis 12/2017, dann entfiel der nachfolgend genannte Rückläufer) und sich da trennten. Das eine Gespann fuhr weiter nach Dej und blieb dort bis zum Nachmittag stehen, ehe es im perfekten Fotolicht zurück nach Jibou fuhr, das andere Gespann fuhr sogleich zurück nach Jibou und dann einen Planzug bis Zalau Nord (je nach Wochentag auch weiter bis Sarmasag) und wieder zurück nach Jibou, wo deren Umlauf bereits am Morgen wieder beendet war. Alle genannten Leistungen sind jedoch 2019/2020 zusammengestrichen worden und existieren heute nicht mehr. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die beiden letzten aktiven Gespanne damit auch in den Ruhestand geschickt worden sind. Bis zuletzt schien das modernisierte rot-weiße Gespann 79-0116/79-0516 ebenfalls einsatzbereit gewesen zusein, vmtl. erbrachte es mit den beiden o.a. Fahrzeugen die beiden Umläufe. Ich denke, hier sollten ggw. keine aktiven LVT-Einsätze mehr stattfinden.


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    Sichtbar ausgeschieden und bereits geschlachtet vegetiert 79-0131 im Bw Jibou vor sich hin




    Das Bw Timisoara hat den Einsatz seines letzten aktiven (modernisierten rot-weißen) LVT-Gespanns (79-0123/79-0523) im November 2017 beendet. Bis dahin pendelte das letzte aktive Gespann zweimal täglich nach Stamora Moravița, wo es auch übernachtete. Letzte Leistung war am 29. November 2017 der R 9662 nach Timisoara Nord.


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    79-0123/79-0523 wartet am 23.03.17 in Timisoara Nord auf Ausfahrt als R 9663 nach Stamora Moravița



    Zuletzt aus dem Westen in Blick in den Osten, wo auch das Bw Tecuci im Jahr 2018 noch LVT einsetzte. Hier sind auch überwiegend die ganzen 771 gelandet. 2018 setzte man dort mit 79-0107/79-0507 und 79-0128/79-0528 noch mindestens zwei modernisierte rot-weiße Gespanne für Regionalzugleistungen auf der Strecke Galați - Tecuci - Mărășești ein, allerdings ohne festen Umlauf und im Mischverkehr mit ebenso interessanten einteiligen Malaxa-Triebwagen der Baureihe 78. Die Strecke ist allerdings komplett mit Fahrdraht, sodass auch hier eine schnelle Ablösung denkbar gewesen wäre/ist. Hier wären theoretisch noch Einsätze denkbar, wenngleich ich es für wenig wahrscheinlich halte. Nicht zweifelsfrei identifizierbar war, ob 79-0134/79-0534 noch aktiv war.


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    Mit dem Steuerwagen voran erreichte die Einheit 79-0128/79-0528 am 08.06.2017 als R 7570 den Heimatbahnhof Tecuci und setzt seine Fahrt nach Mărășești in Kürze fort




    Als Abstellorte sind mir mit Stand 2019 fünf Orte bekannt. Dies sind die vier zuvor genannten Bahnbetriebswerke sowie zusätzlich das Bw Lugoj.

    In Timisoara wurden alle vorhandenen LVT im Bw von den Gleisen gehoben und auf eine eingemauerte Brachfläche nebeneinander gestellt. Man kann sie von Entfernung sehen, kommt im Guten aber so gar nicht heran. Zehn LVT aus Timisoara wurden bei der Ausgleis-Aktion noch ins Bw Lugoj geschafft, an die man ebenso schlecht heran kommt. Auch das Bw Tecuci ist umringt von einer Steinmauer, man kann allenfalls stellenweise oben drüber gucken. Zudem sind alle Bw mit Wachpersonal, teilweise mit Hunden ausgestattet. Besser ist es in Jibou, da kommt man noch halbwegs gut heran, allerdings auch mit Wachschutz. Das bereits gezeigte Bild (mit dem 628) konnte man so aber legal aufnehmen. In Satu Mare ist die Situation am idealsten, da stehen diese am Bw-Rand und man kann alle Fahrzeuge munter inspizieren und ablichten. Denkbar ist zudem, dass sich im Aw Cluj-Napoca noch vereinzelte Fahrzeuge befinden, allerdings ist auch dieses von außen nur schwer einsehbar. Bzgl. des Wachschutzes der Bahnbetriebswerke kann ich bei Interesse nur raten, dass man diese aufsucht und darauf besteht, zum Leiter des Bahnbetriebswerkes gebracht zu werden (penibel sein, nicht abweisen lassen!). Mit denen konnte man bisher immer gut auf Englisch kommunizieren und diese waren bisher auch in den meisten Fällen zugänglich, wenn man einen genaueren Blick auf die LVT werfen wollte.


    @ MAT:

    Umbauten bei MARUB in Brasov sagen mir gar nichts. Was wurde da gemacht?



    @ TRO:

    Wie bereits erwähnt, ist das einfachste Erkennungsmerkmal der muränischen Modernisierung die rot-weiße Lackierung:


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    Die Arbeiten erfolgten meines Wissens ausschließlich im Aw Cluj-Napoca, dabei haben die Fahrzeuge u.a. einen neuen Volvo-Motor mit neuem Getriebe und einer komplett neuen Motorelektronik bekommen. Die Steuerung ist seitdem in der rechten Führerstandsrückwand (vom Fahrgastraum gesehen) untergebracht gewesen, der Schaltschrank gegenüber des WC entfiel komplett und wurde durch weitere Sitzbänke aufgefüllt. Ebenso wurde der zweite Führerstand im Triebwagen entfernt, da jeder Triebwagen einen festen Steuerwagen hatte, und durch eine weitere Sitzbank ergänzt. Zusätzlich wurden rote LED-Zugzielanzeiger verbaut, welche aber allenfalls nur kurze Zeit in Betrieb gewesen sein dürften.


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    Das "neue" Führerpult, welches sicherlich in großen Teilen aus dem alten GFK-Führerstand entsprang. Auffällig auch die PENTA-Steuerung, welche ansonsten aus dem Sportbootbereich bekannt ist.


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    Blick in den nahezu unveränderten Innenraum - aber der Schaltschrank in der Führerstandsrückwand ist erkennbar.


    Soweit erstmal von mir, viele Grüße

    Peter


    Moin,


    mir ist selbiges häufiger aufgefallen. Da fährt ein in Rumänien mit Volvo-Motor modernisierter rot-weißer LVT mit seiner Nummer durch die Lande und ein Jahr später trägt die Nummer dann ein unmodernisierter blau-silberner LVT. Nummerntausche waren scheinbar eine Regelmäßigkeit dort, weshalb ich auch eigene Listen diesbezüglich trotz anfänglicher Versuche nicht weitergeführt hatte.


    Ich hatte auch mal versucht, anderswo am Fahrzeug Hinweise auf seine DR/DB-Nummer zu finden, aber leider vergebens. Manchmal war die Nummer oben im Fst rechts noch übergemalert vorhanden, die war dann ein feiner Hinweis. Aber das leider auch nur zu selten.


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    Das Bw Jibou im Nordwesten des Landes ist einer der grooßen Abstellorte von LVT in Rumänien. Dort stehen auch die beiden halbwegs werksneu hingelangten 628 679 und 680 abgestellt, welche auch erst kürzlich ausgeschieden sind.


    Grüße Peter

    In Rumänien landeten auch ein paar rote LVT, sogar umgenummert. Nie Bilder vom Einsatz gesehen oder was vom Verbleib gehört.

    Guten Abend,


    ich habe in den letzten Jahren so relativ alle nach Rumänien gelieferten LVT aufspüren und besichtigen können. Es gibt da durchaus alle Modernisierungsformen, allerdings haben die Rumänen selbst auch modernisiert. Es sind im Prinzip auch fast alle Fahrzeuge noch abgestellt vorhanden, die CFR verschrottet grundsätzlich nicht, sondern lässt alles Jahrzehnte verrotten.


    Nach der Ankunft der Fahrzeuge wurden diese außen alle in dieses Farbschema lackiert. Ob Holzführertisch oder GFK, ob Kunstlederbänke oder Stoffpolster, sowie mit/ohne Spiegel oder ex-UBB. Das gezeigte Gespann war das letzte, was so noch im Einsatz war. Seit Ende 2019 bzw. Anfang 2020 verliert sich (für mich) aber die Spur des Fahrzeuges, welches zuletzt vom Bw Satu Mare in einem eigenen Umlauf nach Baia Mare eingesetzt wurde.


    Rund die Hälfte aller nach Rumänien verkauften LVT wurden noch einmal modernisiert, erhielten dabei neue Volvo-Motoren, neue GFK Führerstände und eine neue Steuerung. Erkennbar waren die Fahrzeuge an dieser neuen Lackierung.


    Viele Grüße

    Peter

    Guten Morgen,


    die Doppeltraktion fuhr tatsächlich auch so, das Traktionskabel zwischen beiden Triebwagen war gesteckt.


    Bzgl. der Bremsen beim Fischstäbchen hatte ich den Eindruck, dass er garnicht bremsen musste, sondern die Neigung der Strecke so schwach ist, dass er nie zuschnell wurde und folglich auch keine Bremsluft verbrauchte.


    Gruß Peter

    Guten Abend,


    noch im vergangenen Jahr gelang es mir, zweimal kurz im Harz vorbeizuschauen und die doch selten Einsätze von Triebwagen nach Schierke zu dokumentieren. Am ersten Tag des ausgedünnten Fahrplans (2. November 2020) fuhr man sogar noch in Doppeltraktion den Umlauf nach Schierke. Zum Einsatz kamen bei grottigsten Lichtverhältnissen 187 017 und 187 019:


    Das Gespann im Bahnhof Schierke


    Neu mit Blick auf dem Wurmberg ....!


    Trostlos ...!



    Etwas später am 18. November 2020 konnte ich noch einmal dort vorbeischauen und konnte überraschenderweise ein Fischstäbchen im Plandienst nach Schierke antreffen:




    Hierbei handelte es sich scheinbar um Probefahrten im Planverkehr des frisch aus Berlin von der Reparatur zurückgekehrten Triebwagens. Interessant auch, dass der Triebwagen von Schierke aus lediglich einmal 100 Meter Schwung holen musste, ehe er sich mit abgestellten Motor bis Drei Annen Hohne rollen lassen konnte. Direkt danach gleiches Spiel bis Hasserode.


    Grüße Peter

    Kann es sein, dass der Nordisk Jernbane Klub mit einem solchen Zug auch schon Museumsfahrten von Kopenhagen nach Gedser angeboten hat, eventuell sogar zur Eröffnung des Stellwerks. Mir ist da ein Video in Erinnerung.

    Ich habe bei den dänischen Triebwagentypen nichts entsprechendes gefunden, aber wenn es Norweger sind...

    Guten Abend,


    der Nordisk Jernbane-Klub (NoJK) hatte ab 1989 zwei seiner frisch von der NSB erworbenen Fahrzeuge in Gedser beheimatet gehabt, da sie dort einigermaßen geschützt und auch überdacht standen. Bei den beiden betriebsbereiten Fahrzeugen handelte es sich um den Triebwagen BM 86.28 und der Steuerwagen BDFS 86.76. Im Jahr 1995 erwarb man zudem als Ersatzteilspender die beiden Fahrzeuge BM 86.20 (abgestellt im Außengelände) und BM 91.03 (als Lagerraum, abgestellt im Inneren des Schuppens). Das aktive Gespann pendelte jahrelang auch immer wieder mal zwischen Nykøbing/Falster und Gedser im Museumsverkehr, nachfolgend ein paar Bilder dazu. Außerdem unternimmt der Nordisk Jernbane-Klub als Eigentümer bis heute jedes Jahr im Sommer eine Fahrt quer durch Norwegen/Schweden/Dänemark mit dem Gespann, anfangs wurde er dafür immer noch über die Fährlinie Helsingør - Helsingborg nach Schweden trajektiert, später über den Øresund geschleppt. Leider wurde das aktive Gespann im Jahr 2018 an den Norddsjællands Veterantog (NSJV) verkauft und aus Gedser abgezogen, während die beiden Ersatzteilspender blieben. Bilder seiner skandinavienweiten Sommerreisen findet man hier: http://www.nojk.dk/somover.html und ein Steckbrief zum Fahrzeugtyp mit weiteren Daten hier: http://www.sebtus.de/steckbrief_extern_nsb_86.html




    Nun zu den Einsätzen auf Falster:


    Am 1. August 2010 im Pendelverkehr von Nykøbing/Falster und Gedser




    Im Jahr 2010 gab es in Gedser den Bahnsteig im Museum noch nicht, dieser entstand erst im Rahmen einer Ausgleichsmaßnahme, nachdem Scandlines Teile des Museumsareals für die neue Warteanlage am Anleger eintauschte. Der Triebwagen steht hier vor dem eigentlichen Bahnsteig/der Bahnhofshalle, in der an diesem Tag ein Konzert stattfand.



    Blick aus der Gegenrichtung.



    Auch im Jahr 2015 war das Gespann noch im Museumsverkehr anzutreffen:



    Hier erreicht das Gespann am 13. Juni 2015 über die neu gestaltete Zufahrt das Museumsgelände in Gedser, links der Ersatzteilspender BM 86.20




    Der Museumszug erreicht die einzigste Ausweiche der Strecke im Bahnhof Marrebæk.



     

    So war die Strecke, die man kennt ... ewige Weiten ...



    ... und direkt am Meer.



    Zum Tagesende am Museumsbahnsteig angekommen ...




    ... und Einrücken.



    Die Museumseisenbahner in Gedser sind nach dem Abgang des aktiven Norweger-Gespanns stets bemüht, einen aktiven Triebwagen vorzuhalten, mit dem man im Jahr einige Fahrtage organisieren kann. Vergangenes Jahr war es dann der mustergültig aufgearbeitete Skinnebus:



    Ankunft im Museumsareal Gedser am 18. Oktober 2020.




    ... und am Bahnsteig. Da existierte der Ersatzteilspender BM 86.20 noch.


    Bezüglich der Fahrraddraisinen ... an ausgewählten Tagen im Jahr kann man mit diesen ebenso die Strecke erkunden.


    Viele Grüße

    Peter