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    Ich habe ebenfalls beide "Länderbahn-V 60". Bei mir liegt ebenfalls das Roco-Modell ganz klar vorn. Optik und Fahreigenschaften sind deutlich besser im Vergleich zu Pikos V 60. Das gesamte Modell wirkt einfach viel hochwertiger wie das eher spiezeughaft anmutende Piko-Modell. Der Preis liegt zudem nur marginal höher. Daher fliegt bei mir Pikos V 60 demnächst raus und weitere Rocos werden den Weg zu mir finden.

    Hallo in die Runde,

    wird bei den Fahrgastzahlen für die Harzquerbahn der SPNV zwischen Nordhausen und Ilfeld mitgezählt?

    danke und Gruß

    Harzreise

    Ja, der "Bereich Nordhausen" gilt für den Streckenabschnitt Nordhausen - Drei Annen Hohne. Wenn man bedenkt, vor Corona im Jahr 2019 fuhren da immerhin 370.000 Fahrgäste jährlich mit. Das sind durchschnittlich >1000 Fahrgästen täglich, deutlich mehr als auf vielen regelspurigen Nebenbahnen.

    Wer sich sehr für das Thema Dampflok interessiert, der hat nach wie vor die Möglichkeit, sowas beruflich zu machen. Dampflokschlosser, Heizer, Lokführer wären da geeignete Berufe bei den Schmalspurbahnen, um diesem Interesse nachzugehen.


    Aber für blutige Laien, die mal ein paar Tage Spaßausbildung machen, ist das wirklich nichts! Es ist nun mal kein Pkw, sondern eine hochkomplexe Maschine, für die man eine Menge Fachwissen, Übung, Fingerspitzengefühl und möglichst auch Erfahrung benötigt. Da sind Laien sehr schnell überfordert, allein, wenn es ums Bremsen oder das Anfahren geht, erst recht bei schmierigen Gleisen. Die paar Tage Hobby-Ausbildung sind da allenfalls ein Tropfen auf den heißen Stein. Reicht nicht ansatzweise, um das benötigte Hindergrundwissen oder die nötige Handlungssicherheit im Umgang mit der Lok zu bekommen.

    Auch wenn da immer Profis hinter den Hobbylokführern stehen und jeden Handgriff im Blick haben. Aber oftmals kann man gar nicht so im die Ecke denken, oder so schnell reagieren, wie da von Laien Mist gebaut wird. Ein falscher oder panischer Handgriff, schon kann da ein Schaden von etlichen tausend Euro verursacht sein.

    Für den Lokführer ist es zudem enormer zusätzlicher Stress, diese Hobbylokführer bei jedem Handgriff zu überwachen und zu kontrollieren, gerade, weil man eben nicht weiß, was Derjenige für Grundvorraussetzungen und Talent mitbringt.


    Von daher finde ich es sehr gut, diese Dampflokführer-Spielerei für Laien endlich eingestellt wird. Die Lokpersonale wird es freuen und die Maschinen sicher ebenso. Also, nichts für ungut!

    Also ich habe in den letzten Wochen im Urlaub sämtliche der 3 SDG-Bahnen besucht, um meinen Schmalspurentzug zu stillen. Leer waren die Züge ganz gewiss nicht! Ja, sie waren 1 - 2 Wagen kürzer als normal, aber die Auslastung war durchaus ordentlich bis gut.

    Die Regelspurzüge fuhren dagegen jeweils mit deutlich schlechterer Auslastung durch die Gegend. Ich war angesichts der vergleichsweise guten Auslastung der Schmalspurzüge durchaus überrascht!

    Ein sehr schöner Beitrag! Zusammen mit der V 100 waren die "Genickschusswagen" für mich in den 80ern Nebenbahnromantik pur. Ja, sie waren die mit Abstand primitivsten Reisezugwagen der DR. Laut, rappelig, schlechte Laufeigenschaften, unbequeme Sitzbänke. Dazu schlug man sich den Kopf öfters schmerzhaft an der eisernen Griffstange über der Sitzlehne an, daher auch der Spitzname "Genickschusswagen". Aber eine Reise mit ihnen war noch ein Erlebnis für alle Sinne!


    In den 80ern waren sie ja von den Hauptbahnen und höherrangigen Nebenbahnen schon komplett verschwunden. Sie verdienten sich ihr Gnadenbrot meist auf niederrangigen, kurzen Nebenbahnen, wo ihre Nachteile nicht allzu sehr ins Gewicht fielen. Für mich wird die V 100 mit ihren kurzen Garnituren aus 2- und 3-achsige Rekos immer der Inbegriff des untergeordneten Nebenbahndienstes bleiben.

    Ich stelle mir vor allem die Betriebsaufnahme irgendwann nach etlichen Monaten Corona-Zwangspause eher schwierig vor. Denn wenn ein Großteil der Mitarbeiter so lange in Kurzarbeit ist und daheim nutzlos bei weniger Kurzarbeitergeld Däumchen dreht, werden Einige diese Gelegenheit sicherlich nutzen, um sich beruflich anderweitig zu orientieren. Denn Bahnpersonal ist überall gefragt, die Bezahlung der HSB trotz Verbesserungen immer noch stark verbesserungswürdig. Würde mich somit nicht wundern, wenn sich in der Zwischenzeit einige HSB-Kollegen zu anderen EVUs umorientiert hätten. Und schon hat die HSB wieder ein großes Problem mehr an der Backe!

    Sehr schöne Bilder! Mit den kurzen Zügen in winterlicher Landschaft kommt beim Molli endlich mal das Feeling einer richtig verträumten Kleinbahn auf. Das ist bei den sonst überlangen und vollen Zügen im Sommer ja nicht so der Fall. Das wirkt der Molli eher wie eine Dampf-S-Bahn.