Beiträge von 99 246

    Sehr interessante Beiträge zu einer meiner absoluten Lieblingsbähnchen!


    Nach dem Wiederaufbau 1984 verzeichnete die Selketalbahn jährlich ~360.000 Fahrgäste. Die Züge waren zwar nicht sonderlich lang, vor allem auch, weil die Mallets nicht mehr Last den Ramberg hoch schafften. Aber sie waren oftmals sehr gut gefüllt, weils im Selketal viel FDGB-Toursimus gab. Außerdem reiste ein Großteil der Urlauber damals noch standesgemäß mit der Bahn an. Kann mich noch gut an volle Züge mit vielen Touris und Koffern in den 80ern erinnern. Vor allem in Alexisbad und Harzgerode steppte touristisch sprichwörtlich der Bär!

    Das die Mallets mit ihrer niedrigen Geschwindichkeit, Leistung und den geringen Vorräten für die heutigen langen Lokumläufe und Fahrzeiten ungeeignet sind, da ist schon was dran. War schon eine ziemliche Schinderei für die Mallet, als sie damals hin und wieder für die 99 6001 im Selktal-Langlauf einspringen musste. Die Fahrzeiten konnte die 99 5906 trotz voller Fahrt an der Leistungsgrenze nicht so recht halten. Da kamen immer wieder ein paar Minuten Verspätung zusammen. Das diese ständige Schinderei an der Grenze für die Maschinen auch nicht gut ist, kommt noch erschwerend hinzu.


    Die großen Neubauloks setzt man dagegen nicht nur wegen ihrer Überdimensionierung ungern im Selketal ein. Der Hauptgrund ist vor allem, daß die vielen engen Radien einen starken Verschleiss an Gleisen und dem Fahrwerk der Neubauloks nach sich ziehen. Die "Big Mama" wird aufgrund ihres noch eine Ecke starrer ausgelegten Fahrwerks erst recht nur im absoluten Notfall im Selketal eingesetzt.


    Daher finde ich die Idee mit den griechischen Jung-Stiefschwestern der 99 6001 ebenfalls genial! Diese Lokbauart wäre für das Selketal absolut perfekt, da kompakt, kurvengängig, flink und trotzdem ordentlich leistungsfähig. 2 davon wären die perfekte Ergänzung zur 99 6001. Damit könnte man einerseits den zweiten Dampfumlauf im Selkektal wieder adäquat bestücken und könnte zudem noch eine Lok als Reserve vorhalten. Eine weitere große Attraktion im HSB-Fuhrpark wären die Thessalierinnen zudem allemal. Für mich persönlich gehören sie auch zu den schönsten und elegantesten Schmalspurdampfern Europas.

    Naja, man verwendet halt bei den Rädern einfach vorhandene "passende" Teile aus dem Regal, wie bei LGB allgemein üblich. Wenn man alles komplett neu konstruiert, wird man den Preis wohl nicht halten können.


    Ich finde es wiederum schade, daß zuerst ne Epoche 6-Variante kommt. Mir persönlich gefallen halt die Epochen aus der Blütezeit der Schmalspurbahn am besten. Also wenn eine Epoche 2 oder 3-Variante der VII K kommt, dann bin ich definitiv dabei. Baulich passt die Lok ja schonmal, fehlt eben nur noch die passende zeitliche Beschriftung.

    Mir gefällt das Muster auch sehr gut. Das die Gegengewichte noch geändert werden, daran glaube ich nicht. Aber das ist mir auch nicht so wichtig. Denn ansonsten stimmt der Gesamteindruck einfach. Ist für meine Geschmack ein insgesamt wunderschönes Modell geworden, welches mir von der Umsetzung her noch besser gefällt wie die Harzbullen oder die VI K.


    Bei R1 bin ich anderer Meinung. Viele betreiben Innenanlagen, die ohne R1 praktisch kaum machbar wären. Diese würde man somit von den großen Loks ausschließen. Mich persönlich stört der Knickrahmen überhaupt nicht. Denn der fällt ja eben nur bei so kleinen Radien optisch negativ ins Gewicht.


    Da fehlen ja die besten Gaststätten an der Selketalbahn! Und die genannten sind alle von eher minderwertiger Kantinenqualität, wenn man es mal so nennen will.

    Wirklich empfehlenswert zur Einkehr und in unmittelbarer Bahnnähe sind die Bahnhofsgastsstätten Harzgerode und Güntersberge, sowie derSchlosskeller in Harzgerode. Dort gibts jeweils sehr gute Küche zu fairen Preisen. Dann wäre da noch die (etwas teure) Hotelgaststätte Habichtstein in Alexisbad direkt vorm Bahnhof. Es gibt also durchaus einige sehr empfehlenswerte Gaststätten in unmittelbarer Nähe zur Selketalbahn.

    Das größte Problem wird wohl hinterher der Personalmangel werden. Denn viele HSBler sitzen mittlerweile 6 Monate mit "open End" daheim und drehen bei kargem Kurzarbeitergeld Däumchen. Da werden sich sicherlich einige HSBler vor lauter Langeweile neu orientieren, Klinken putzen und schließlich bei anderen EVUs anheuern. Denn Eisenbahner sind gefragt, zudem zahlen andere EVUs deutlich besser.


    Würde mich wundern, wenn ich mich in dieser Hinsicht täusche!