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    Hallo,


    Der Lokführer der Laura war drauf dann ein Heizer, ein Lokführer der hsb dies ist Pflicht für die Streckenkenntiss und ein Meininger. Die 237 hatte am Donnerstag ebenfalls Probefahrt. Lokführer steht links bei der Laura. Da gibt es keinen typischen Regler wie man ihn kennt, ist ja auch eine Straßenbahn.


    Nein, die Chiemseebahn ist keine Straßenbahn. Ist eine richtige Eisenbahn/Schmalspurbahn nach ESBO, also der Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung für Schmalspurbahnen, genauso wie die HSB und alle anderen Bahnen auch.

    Schon beeindruckend, die kleine knuffige 13 t Kastendampflok mit ihren 60 PS neben dem großen 61 t schweren Harz-Bullen mit locker 700 PS.

    Ich hätte die Kleine als ultimativen Belastungstest ja mal auf den Brocken hoch gejagt, oder wenigsten bis Drei Annen Hohne. Mit dem kurzen Züglein aus zweiachser Packwagen sowie dem kurzen 6-fenstrigen Rekowagen dürfte das für die Kleine gerade noch machbar sein, praktisch Grenzlast. Wasser- und Kohlevorrat wären für diese lange Bergstrecke wohl auch zu knapp, so das man unterwegs wohl mindestens ein bis zwei extra Boxenstops hätte einlegen müssen.


    Aber "Chiemsee-Dampflok erklimmt den Brocken" wäre ne perfekte Werbeveranstaltung für HSB und Chiemseebahn gleichermaßen gewesen. Die gesamte Fuzzyschaft wäre durchgedreht vor Begeisterung!

    Das wird sich schon ein Plätzchen für finden! Da Heizöl eine höhere Energiedichte als Steinkohle hat, benötigt man weniger Platz für die Unterbringung des Öls gegenüber Steinkohle bei gleicher Energiemenge. Überhaupt halte ich Heizöl für den besten Kompromiss, wenn es darum geht, die Dampfer schadstoffärmer und klimafreundlicher zu machen. Später wird es Heizöl/Diesel auch als klimaneutrale, synthetische E-Fuel-Variante geben. Im Übergang auch als Beimischung zum fossilem Diesel/Heizöl.

    Ich denke, langfristig werden auch die deutschen Schmalspurbahnen über diese Umrüstung nachdenken. Ist halt schade, daß die SOEG ihre beiden Öldampfer abgestellt hat.

    Ich habe ebenfalls beide "Länderbahn-V 60". Bei mir liegt ebenfalls das Roco-Modell ganz klar vorn. Optik und Fahreigenschaften sind deutlich besser im Vergleich zu Pikos V 60. Das gesamte Modell wirkt einfach viel hochwertiger wie das eher spiezeughaft anmutende Piko-Modell. Der Preis liegt zudem nur marginal höher. Daher fliegt bei mir Pikos V 60 demnächst raus und weitere Rocos werden den Weg zu mir finden.

    Hallo in die Runde,

    wird bei den Fahrgastzahlen für die Harzquerbahn der SPNV zwischen Nordhausen und Ilfeld mitgezählt?

    danke und Gruß

    Harzreise

    Ja, der "Bereich Nordhausen" gilt für den Streckenabschnitt Nordhausen - Drei Annen Hohne. Wenn man bedenkt, vor Corona im Jahr 2019 fuhren da immerhin 370.000 Fahrgäste jährlich mit. Das sind durchschnittlich >1000 Fahrgästen täglich, deutlich mehr als auf vielen regelspurigen Nebenbahnen.

    Wer sich sehr für das Thema Dampflok interessiert, der hat nach wie vor die Möglichkeit, sowas beruflich zu machen. Dampflokschlosser, Heizer, Lokführer wären da geeignete Berufe bei den Schmalspurbahnen, um diesem Interesse nachzugehen.


    Aber für blutige Laien, die mal ein paar Tage Spaßausbildung machen, ist das wirklich nichts! Es ist nun mal kein Pkw, sondern eine hochkomplexe Maschine, für die man eine Menge Fachwissen, Übung, Fingerspitzengefühl und möglichst auch Erfahrung benötigt. Da sind Laien sehr schnell überfordert, allein, wenn es ums Bremsen oder das Anfahren geht, erst recht bei schmierigen Gleisen. Die paar Tage Hobby-Ausbildung sind da allenfalls ein Tropfen auf den heißen Stein. Reicht nicht ansatzweise, um das benötigte Hindergrundwissen oder die nötige Handlungssicherheit im Umgang mit der Lok zu bekommen.

    Auch wenn da immer Profis hinter den Hobbylokführern stehen und jeden Handgriff im Blick haben. Aber oftmals kann man gar nicht so im die Ecke denken, oder so schnell reagieren, wie da von Laien Mist gebaut wird. Ein falscher oder panischer Handgriff, schon kann da ein Schaden von etlichen tausend Euro verursacht sein.

    Für den Lokführer ist es zudem enormer zusätzlicher Stress, diese Hobbylokführer bei jedem Handgriff zu überwachen und zu kontrollieren, gerade, weil man eben nicht weiß, was Derjenige für Grundvorraussetzungen und Talent mitbringt.


    Von daher finde ich es sehr gut, diese Dampflokführer-Spielerei für Laien endlich eingestellt wird. Die Lokpersonale wird es freuen und die Maschinen sicher ebenso. Also, nichts für ungut!

    Also ich habe in den letzten Wochen im Urlaub sämtliche der 3 SDG-Bahnen besucht, um meinen Schmalspurentzug zu stillen. Leer waren die Züge ganz gewiss nicht! Ja, sie waren 1 - 2 Wagen kürzer als normal, aber die Auslastung war durchaus ordentlich bis gut.

    Die Regelspurzüge fuhren dagegen jeweils mit deutlich schlechterer Auslastung durch die Gegend. Ich war angesichts der vergleichsweise guten Auslastung der Schmalspurzüge durchaus überrascht!