Beiträge von HVB

    Guten Morgen,

    besten Dank an Euch alle für das akribische Zusammentragen der Informationen und an Andreas als "Protokollführer".


    Ich habe auch noch etwas beizutragen - Spieth.

    Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts habe ich bei Herrn Spieth folgende Bausätze gekauft und gebaut (muss alles vor 1994 gewesen sein). Ob Herr Spieth die Bausätze selbst hergestellt hat oder ein "Ghost-Writer" im Hintergrund die Arbeit gemacht hat, weiß ich nicht - vielleicht habt ihr da mehr Informationen? Anbei die drei Bausätze:


    Nr. 1127

    40318496yk.jpg


    Nr. 1128

    40318497bs.jpg


    Nr. 1130 (nach fast 30 Jahren heben sich hier leider die Decals etwas ab - trotz Klarlack)

    40318495kz.jpg


    Zur Information:

    Nr. 1129 ist der Schneepflug 99-01-09 der Harzquerbahn.

    Den Bausatz habe ich auch, aber er ist noch nicht gebaut und daher habe ich keine Rechte am Bild.


    Viel Grüße Jochen

    Guten Morgen,

    unsere Forumskollege "Fahrkartensammler" hat Recht, eine konkrete "normative" Fundstelle gibt es nicht. Es ist etwas länger her, darum hat sich leider in meinem Gedächtnis ein Fehler eingeschlichen. Ich bitte dies zu entschuldigen.


    Ich habe ich den Akten nochmal nach gesehen. Die 50 km/h sind in Anlehnung an das damalige Verwaltungshandeln mit Bezug auf einige Neu- und Ausbauten im Bereich der Straßenbahnen (jeweils Einzelfallentscheidung der zuständigen Technischen Aufsichtsbehörde) im Länderausschuss für Eisenbahnen und Bergerbahnen so zwischen den Referenten der Landesverkehrsministerien, dem BMV und dem EBA abgestimmt worden.


    Viele Grüße und einen schönen 4. Advent wünscht

    Jochen

    Hallo werte Form-Bahner und Forum-Bahnerinnen,

    nun geht es in die letzten Tage vor Weihnachten. Die Familien müssen noch mehr zusammenrücken und zugleich braucht auch jeder in der Familie mal einen "Freiraum", um für einen kurzen Zeitraum der Familie "entfliehen" zu können. Ich hoffe, dass dies euch allen gelingt und der Hobbyraum, der Bastelkeller, etc. als Ausgleich nicht in so weiter Ferne liegt.



    Ich wünsche allen einen schönen Advent und eine besinnliche Weihnachtszeit - Jochen

    Hallo werte Forumskollegen,

    da kann ich etwas Licht ins Dunkel bringen. Ich bin einer der "Verbrecher" dieser Regeln.


    Bereits kurz nach dem Ereignis von Hordorf hat vor allem das Land Sachsen-Anhalt die bedingungslose Nachrüstung mit Zugbeeinflussung auf alle Strecken gefordert. Im Laufes des Jahres 2013 erkannte das Land selbst, dass damit die HSB tot wäre. Also suchte man nach eine Weg, um ohne Gesichtsverlust zurück rudern zu können. Im ersten Semester lernt der Jurist: Ein Blick in die Gesetze hilft bei der Urteilsfindung! Da kam es einigen Juristen im Verkehrsministerium des Landes Sachsen-Anhalt gerade (noch) Recht, dass die BoStrab (Bau- und Betriebsordnung für Straßenbahnen) erst ab 50 km/h eine Zugbeeinflussung gefordert wird. Somit wurde im Sommer 2013 der § 14 EBO (Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung, gilt gleichfalls für ESBO) derweil ergänzt, dass in der rechten Spalte für den Zugleitbetrieb nur noch von einem technischen System gesprochen wird, dass den Folge- und Gegenfahrschutz unterstützt und Ausnahmen bei der zuständigen Behörde beantragt werden dürfen (in der Regel ist das Landesbehörde und oft direkt oder indirekt der Eigentümer der NE-Bahnen).

    Im Zugmeldebetrieb ist die Ausrüstung mit Zugbeeinflussung nach § 14 EBO (linke Spalte) verpflichtend. Das heißt, dass für die Fahrt im Gegengleis ohne Zugbeeinflussung die Höchstgeschwindigkeit 0 km/h beträgt und nicht wie einige meinen 50 km/h. Eine nicht vorhandene Zugbeeinflussung kann im Sinne der EBO auch nicht gestört sein. Ein Triebfahrzeug ohne Zugbeeinflussung hat somit auch eine Höchstgeschwindigkeit von 0 km/h (Ausnahmen siehe § 28 EBO. Also fahren im Gegengleis wäre nicht mehr zulässig gewesen.


    Nun zur "großen" Hauptbahn: Der beim Zugbeeinflussungssystem PZB wirklich wichtige Gleismagnet ist der 1000 Hz Magnet. Er führt zu einer punktuell überwachten Bremskurve in Abhängigkeit von in den Zugdaten eingestellten Zugart. Die PZB ist eigentlich ein "verdeckt" arbeitendes System. Daher muss der Triebfahrzeugführer wissen, z.B. durch Außensignalisierung, wann er einen wirksamen 1000 Hz Gleismagnet quittieren muss, damit das führende Fahrzeuge keine Zwangsbremsung einleitet. Also musste ein Signal Ne 2 her. Nur lässt die Eisenbahnsignalordnung (ESO) keine alleinige Aufstellung diese Signals zu. Es darf nur in Verbindung mit Hauptsignalen, der Trapeztafel (ne 1) oder der H-Tafel bei Betriebsstellen ohne Ausfahrsignale angewendet werden.

    Da das Signal Ne 1 (Trapeztafel) nach ESO nicht auf den Einsatz im Zugleitbetrieb beschränkt war, haben wir dieses Signal genommen und dort einen 2000 Hz Gleismagnet eingebaut. Im Bremswegabstand konnte dann auch folgerichtig ein Ne 2-Signal mit 1000 Hz-Gleismagnet verbaut werden. Bei kritischen Einfahrten haben wir auch noch einen 500 Hz- Gleismagnet zur zusätzlichen Überwachung der Geschwindigkeit einbauen lassen. Somit weiß der Triebfahrzeugführer, was er zu machen hat.


    Des Weiteren könnte die Nachrüstung bei nur einem Jahr gesetzlicher Übergangsfrist schnell durchgeführt werden, weil für die Blechtafeln und die ständig wirksamen Gleismagnete keine Energieversorgung erforderlich waren. Anders als beim signalisierten Gleiswechselbetrieb haben wir die Höchstgeschwindigkeit auf 100 km/h bei "Fahren im Gegengleis mit Ne 1" begrenzt. Gemäß EBO muss eigentlich die Geschwindigkeit am Hauptsignal - die Forderung bezieht sich faktisch auf Langsamfahrt - vorangekündigt werden (auf Nebenbahnen bei mehr als 60 km/h). Diese Forderung konnte in Gesprächen mit dem Verkehrsministerium dahin gehend abgewandelt werden, dass die gleichen Bedingungen der Deutschen Bundesbahn für den Falschfahrbetrieb zur Anwendung kamen (keine geschwindigkeitsabhängige Vorsignalisierung, maximal 100 km/h).


    Dies mal gerafft und in groben Zügen. Wer tiefer eintauchen möchte, den kann ich die überarbeitete Ausgabe des Kommentars zur Eisbahn Bau- und Betriebsordnung empfehlen. Ich habe zwar einige Paragraphen in dem Werk kommentiert - aber nicht die hier beschriebenen.


    Viele Grüße Jochen

    Hallo André,

    wirst du dann neben dem Heizhaus auch etwas Bahnhof bauen?

    Im Forum gibt es ja schon Gornsdorf und Jahnsbach. Ich selbst baue gerade das Gornsdorfer Viadukt auf 3 m Länge in H0e. Wenn es soweit ist, werde ich dazu berichten.

    Somit könnten wir zu gegebener Zeit und und vielleicht im Jahre 2 N.C. (hier mit ist nicht "nach Christi" sondern "nach Corona" gemeint) uns mal in Thum zu einem Spielwochenende im Weihnachtsvorfeld treffen.


    Ps.: Ich persönlich liebe natürliche Materialien - diese von Natur aus Matt - und würde das Heizhaus aus Pappe, Papier und Holz lasern lassen, z.B. bei dem im Forum oft genutzten Fachleuten in Chemnitz in der Annaberger Straße.


    Viele Grüße und mach weiter - ich freue ich an jedem Arbeitsfortschritt der Forumskollegen.

    Hallo Thomas,

    bitte berichte weiter.

    Meine 199 002 ist gerade in Olching zum Fräsen für Motor mit Schwungmasse. Bisherige Versuche mit verschiedenen Motoren ohne Schwungmasse waren mir nicht ausreichend genug.

    LED-Beleuchtung hatte ich auch vor. Das mir dem Sound klingt gut. Dann ist das Führerhaus aber doch sicher bis oben hin voll - ober?


    Viele Grüße