Beiträge von HVB

    Guten Morgen Matthias,

    die Bühne ließe sich in Bronze gießen - ist etwas härter als Messing, hat aber die gleichen Gusseigenschaften -, wenn die Materialstärke an keiner Stelle kleiner als 0,5 mm ist. Da müsstest du in dein Modell mal prüfen.

    Zudem brauchst du wegen der Stangen einen Gussrahmen. Da empfehlen ich mindestens 1,5 mm bis 2 mm Durchmesser oder Rechteckquerschnitt mit zahlenreichen Haltern bzw. Gusskanälen zum Modell hin.

    Bei der Herstellung würde ich zudem auf ein Silikonmodell verzichten (wegen der dünnen Stangen) und je Geländer direkt vom Wachsmodell gießen lassen (Schrumpfungsfaktor vorher mit dem Gießer besprechen).


    Ich habe mir erlaubt, in deinem Bild diese Hinweise mal zu visualisieren. Ich hoffe das ist in Ordnung? Ansonsten gib mir bitte Bescheid und ich werde das Bild wieder löschen.


    Mach weiter und Viele Grüße Jochen

    Guten Morgen,

    Nuke hat gefragt, wie sich ein Rastbruch von einem Gewaltbruch optisch unterscheidet.


    Wer sich das Bruchbild an der 99 713 in diesem Beitrag mit dem Bruchbild der 99 0001 im Beitrag "125 Jahre Waldeisenbahn Muskau - Festjahr 2020" vom 11.09.2020 (Bild mit Gegenkurbel und rechts daneben die Kuppelstangen) vergleicht, stellt bei letzterem keine "matte Gebirgslandschaft" sondern einen relativ glatten Bruch mit "Rastlinien" (Kreissegmenten) von etwa rechts oben nach links unten fest. Zudem weisen einige der Flächen zwischen den "Rastlinien" eine leichte Rostpartina auf. Dies sind in der Bruchmechanik starke Indizien für einen langfristigen Ermüdungsbruch und nicht für einen unmittelbaren Gewaltbruch.


    Die Auslöser für eine Rastbruch können vielfältig sein, z.B.:

    • zyklische Überbeansprachungen
    • Materialermüdung durch Alter und Einsatzdauer (Stahl gilt zwar als dauerfest, hat aber wie alle anderen Materialen auch ein "Schadensgedächtnis" und sagt irgendwann mal "nein")
    • falsche Konstruktion (Werkstoff, Dimensionierung, konstruktive Gestaltung, ...)
    • falsche Fertigung (Oft werden nach dem Aufschweißen von Material Schweißkerben nicht beseitigt, Freistiche nicht nachgedreht oder auf eine ggf. erforderliche thermische Nachbehandlung bzw. Vergütung verzichtet)
    • falsche Montage (Winkelfehler)
    • ...


    Viele Grüße Jochen

    Guten Morgen,

    wenn man den Hinweis vom Forum-Kollegen "lckb-1000" liest den Name der Gesellschaft oder des Geschäftsführers in die Suchzeile von "northdata.de" eingibt, erhält man zusätzliche Informationen, die jeder für sich individuell auswerten und bewerten kann.


    Ich kenne Beispiele aus der Vergangenheit, in denen vergleichbare Konstrukte bei Geschäftsmodellen mit hohem Risiko genutzt wurden anstelle einer einfachen GmbH.


    Ich möchte aber ausdrücklich betonen, das diese Zeilen weder eine negative noch eine positive Wertung sein sollen, sondern ausschließlich eine individuelle Feststellung.


    Viele Grüße und ein schönes Wochenende wünscht Jochen

    Hallo Christin,

    das ist in der Tat nicht gut. Leider ist der Rastbruch genau an der, wo man mit normalen (für Vereine) Prüfmethoden nicht hinkommt.

    Interessant wäre die Frage, ob um die Bruchstelle Aufschweißungen vorhanden sind. Die AW der DR haben im Rahmen der Mangelverwaltung oft aufgeschweißt, aber leider zur Erfüllung der "Norm" anschließend nicht immer die notwendigen Freistiche nachgedreht. Das führt über die Laufe der Jahre dann unter Umständen zu dem von dir gezeigten Schadensbild.


    Viele Grüße und gute Besserung für eure Lok wünscht Jochen

    Hallo Alfred,

    ich begleite deinen Baufortschritt von Anbeginn. Da du kurz dein Handicap angesprochen hattest, finde ich es umso besser. Mach weiter und folge dem Grundsatz: Wenn man selber damit zufrieden ist, ist es OK, Egal was vielleicht einmal andere sagen, von denen hat niemand bisher etwas bessere gebaut, außer vielleicht Martin Brendel (heute Betreiber von Manufaktur Neustadt) , der bereits vor viele Jahren diesen Bahnhof fast perfekt nachgebaut hatte.

    Lange Rede - kurzer Sinn: Mach bitte im Rahmen deiner Möglichkeiten weiter - ich freue mich.


    PS.: Ich hatte auch schon einen Schlaganfall - aber zum Glück hängt nur noch ab und zu die Zunge leicht, so als hätte ich eine Vogelbeer-Schnaps oder eine Grün Kreuz aus Schlettau zu viel getrunken.


    Viele Grüße Jochen

    Hallo Tino,

    bei den Weichen und Kreuzungen habe ich (Erfahrung aus 30 Jahren Betrieb von Bemo-Weichen) jede Schiene und jedes Herzstück mit mit separat angelötetem Draht mit Spannung versorgt. Die eingebrachten Bleche korrodierten nach einiger Zeit und es kam bei mir zu Kontaktproblemen.


    Viele Grüße Jochen

    Guten Morgen Tino,

    ich habe die

    • Weichen von Herrn Glöckner (108 und 109),
    • die DKW von Peco (SL-E390F),
    • die Kreuzung von Peco (SL-E393F) und
    • die Flexgleise von Tillig (85626)

    verwendet.

    Wenn ich mehr Platz (Länge) gehabt hätte, wäre ich vielleicht schon auf die Weichen von Daniel Pohl umgestiegen und hätte mir die Kreuzung und die DKW bei Herrn Walter bauen lassen. Aber es ist - wie im Abschnitt 2 - beschrieben ein Kompromiss.


    Ich hoffe, ich konnte dir damit weiter helfen?


    Grüße Jochen

    Guten Morgen Matthias,

    auch ich verfolge deine Arbeiten und habe bei diesem Thema mitgelesen. Mache bitte weiter und berichte.


    Beim Thema FreeCad (=Volumenmodellierer) kann ich dich leider mit Rat und Tat nicht viel unterstützen. Ich komme noch aus einer Zeit, wo man mit 2D-Zeichnungen gestartet und dann aus diesen Zeichnungen Volumenkörper erzeugt hat. So nutze ich bis heute AutoCad bzw. das etwas im Leistungsspektrum reduzierte aber deutlich preisgünstigere ProgeCAD.


    Basierend auf meinen Arbeiten (Modelle zum Gießen in Wachs / Messing und Bronze sowie Drucken bei den einschlägigen Dienstleistern wenn es um Harz, Pulver oder andere Kunststoffe geht) stelle ich mir mittlerweile immer folgende Fragen, bevor ich mit dem Modellieren starte:

    1. Die groben Bauteildimensionen
      • Lässt sich das Modell vom Maschinenraum des geplanten Druckers überhaupt fertigen?
      • Wieviel "toten Raum" muss ich später mit bezahlen? Sei es wirkliche Luft oder Abfall-Filament. Da bleibt einem bei den Kosten ab und zu die Luft weg. Daher zerlege ich manchmal das Objekt in kleinere Teile (z.B. Seitenteile eines Wagen) und baue diese dann zusammen.
    2. Das Material
      • Wenn ich dich richtig verstanden habe, möchtest du ein Modell erstellen und dann durch skalieren entweder Modelle in 1:22,5 oder 1:87 erzeugen.
      • Reichen die Wandstärken aus (Mindestdicke bei 1:87 - Stabilität/Optik bei 1:22,5)?
      • Wie weit muss eine Zierkante in 1:87 vorstehen, damit sie durch das Material noch sauber abgebildet und wahrgenommen werden kann? In 1:22,5 kann diese Zierlinien aber zu wuchtig ausfallen.
      • Können mit dem geplanten Material in 1:87 die gewünschten Details abgebildet werden?
      • Ggf. brauchst du für jeden Maßstab ein eigenes Modell und auch andere Materialen.
    3. Der Herstellprozess
      • Krümmungen, Rundungen und sphärische Körper können in kleinen Maßstäben durch die Eigenschaften des gewählten Herstellungsprozesses das Ergebnis "vernichten". Die Oberflächen werden stufig und ein Nacharbeiten der Flächen mit Schleifmitteln, Füllern etc, ist oft nicht wirklich möglich. In 1:22,5 sind da die Chancen deutlich größer.
      • Kannst du die Lage und den Winkel des Modells beim Herstellprozess beeinflussen? Das kann häufig helfen, die ungewünschte Rasterung dort hinzulegen, wo sie nicht auffällt oder optisch zu tragen bekommt. Manche Dienstleister bieten sowas gar nicht an, andere nur in 90°-Schritten. Durch ein "Schrägstellen" von Bauteilen, z. B. 30° oder 45°, kann man manchmal noch mehr für die Oberflächenqualität herausholen.

    Ich hoffe, ich kann dir mit diesen Überlegungen etwas helfen?


    Gruß Jochen

    1. Intro

    Sehr geehrte Freunde der beschaulichen Eisenbahn und der schmalen Spur,

    ich heiße Jochen und lese bereits seit einigen Jahren in diesem Forum mit, war aber bisher nicht aktiv. Der Thread von Andreas zu seiner Heimanlage nach sächsischem Vorbild hat mich ermuntert, auch einen Teil meiner Projekte vorzustellen. Ich bin seit mehr als 40 Jahren Modelleisenbahner und hatte meine erste H0e-Anlage als 12-Jähriger nach dem Vorbild der Furka-Oberalp-Bahn gebaut. Diese Anlage existiert bereits lange nicht mehr. Auch die dann folgenden zwei weiteren Anlagen nach Schweizer und Westdeutschen Motiven sind Geschichte. Alle Fahrzeuge habe ich aber immer noch. Zu Beginn der 90-iger Jahre begann ich dann H0e-Module nach FREMO-Norm zu bauen. Von diesen existiert noch der Bahnhof Fährhof der Wittower Fähre.

    Mit jedem Umzug in den letzten 30 Jahren stellte ich fest, dass handliche Module nicht nur einfacher bei einem Umzug, sondern vor allem mit zunehmendem Lebensalter auch einfacher beim Bau und in der Handhabung sind. Mittlerweile gibt es nur noch eine Anlage, die aus kleineren Modulen besteht. Weitere Module sind nur für die Teilnahme an Modultreffen gebaut bzw. befinden sich aktuell im Aufbau.

    2. Ein neuer Bahnhof muss her

    Als dann meine jüngste Tochter vor vier Jahren (damals war sie 6 Jahre alt) nach einem FREMO-Treffen einen eigenen Bahnhof zum Spielen und zur Teilnahme an FREMO-Treffen forderte sowie ganz konkrete Forderungen machte, war klar, ein alter noch im Bau befindlicher Modulbahnhof wird aus Platzgründen „verschrottet“ und ein neuer muss her. Nach längerer Suche konnten wir uns einigen. Ihre Wünsche nach vier Bahnsteiggleisen, mindestens einem Abstellgleis, einem Bahnhofsgebäude sowie einem Bauernhof mit Bach und Viehweide konnten mit einem Gleisplan, der auf dem Bahnhof Kurort Kipsdorf (Personenbahnhof) basiert, erfüllt werden. Dabei waren wie immer zahlreiche Kompromisse zu machen:

    • Die Länge des Bahnhofs war begrenzt durch die Räumlichkeit.
    • Die Modullänge sollte nicht länger als 100 cm sein und nicht die Tiefe nicht mehr als 40 cm, damit die Module noch gut zu Hand haben und im Kofferraum zu transportieren sind. Fast alle meine Module haben eine Tiefe von 40 cm und in der Regel eine Länge von 75 cm bzw. 100 cm. So können diese beim Transport besser als „Türme“ gestapelt werden.
    • Es gibt keine Gleisneigungen. Die Bahnhofseinfahrt ist eben.
    • Der Bauernhof musste auch sinnvoll untergebracht werden.
    • Ich kann handwerklich vieles, nur keine guten und vor allem betriebssicheren Weichen und Kreuzungen selbst bauen. Dies haben mir mehrere Versuche in den letzten 40 Jahren deutlich gezeigt.
    • Im Original ist der Bahnhof ein Endbahnhof. Das passt so auch für die heimische Anlage. Um für die Modultreffen mehr Möglichkeit zu haben, ist der Bahnhof sowohl als Endbahnhof, als Kopfbahnhof, als Durchgangsbahnhof (Durchfahrt unter dem Bahnhofgebäude) und als Y-Bahnhof nutzbar.
    • Eine maximale Gleisnutzlänge von ca. 120 cm ist für den heimischen Betrieb völlig ausreichend (VIIk mit mindestens fünf Wagen bzw. Rollwagen und einem Packwagen). Auf den Treffen werden beim Einsatz als Kopfbahnhof oft auch längere Schmalspurzüge bzw. Rollwagenzüge gefahren. Daher gibt es seit Sommer 2019 ein zusätzliches Zwischenstück mit 90 cm Länge.
    • Da wir auch moderne Fahrzeuge mögen, sollte der Bahnhof nicht eine Epoche festlegen. Die Gebäude wurden im Farbschema der Inbetriebnahme der 30-iger Jahre gehalten. So kann glaubwürdig mit Fahrzeugen in der Epoche II, der frühen Epoche III und der Epoche VI gefahren werden. Ich fahre auch gerne mal meine anderen deutschen oder ausländischen H0e-Fahrzeuge (zum Teil Elektro-Triebfahrzeuge) auf der Anlage.

    Mit dem Gleisplan aus dem Buch „Die alte Weißeritztalbahn“ vom Verlag Kenning und dem aktuellen Gleisplan nach dem Wiederaufbau des Bahnhofs, der mir zur Verfügung stand, entwickelte sich der Gleisplan für die Umsetzung im Modell, der dann auch die „Abnahme“ der Tochter fand. Das Wichtige für mich ist nicht, dass jede Dachschindel dem Original entspricht, sondern dass das Ganze einen stimmigen Gesamteindruck erzeugt. Es zählt halt der für mich akzeptable Kompromiss aus den vielen Randbedingungen und Möglichkeiten. Wenn ich nicht noch voll im Berufs- und Familienleben stehen würde, würde ich das eine oder andere ggf. noch etwas anders bauen.

    Der Bahnhof mit Bauernhof besteht aus vier Modulen. Der Plan nutzt H0e-Weichen von Glöckner und die DKW bzw. die Kreuzung von Peco in Spur N. Der Rest ist mit Flexgleisen von Tillig verlegt. Die Gleissperre mit Servoantrieb ist von Weinert.

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    Es fehlen im Vergleich zum Plan im Kenning-Buch einige Gleise und Weichenverbindungen. Das Ziehgleis in der Bahnhofseinfahrt ist nun das Streckengleis nach Altenberg und die Weichen haben einen größeren Weichenwinkel (12° bzw. 10° statt 8,2°). Während zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme des Bahnhofs überwiegend Stahlschwellen verbaut wurden, sind es heute Schwellen aus Recyclingmaterial. Ich habe im Modell Holzschwellen verbaut. Das Schienenprofil ist sicher auch überdimensioniert. Ein Code 83-Schienenprofil dürfte eher einer UIC 60-Schiene statt einer leichten S33-Schiene entsprechen. Ohne Zwischenstück steht der Uhrturm etwa an der korrekten Stelle, mit dem Zwischenstück etwas zu weit vorne. Einen Bauernhof gibt es dort im Vorbild auch nicht. Ich hoffe, es merkt keiner.


    Der Bahnhof hat ein eigenes Logo, dass sogar auf dem Empfangsgebäude zu sehen ist. Somit musste das Logo unbedingt auf das Schild mit dem Bahnhofsnamen, dass auf den Treffen eingesetzt wird.

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    3. Rohbau

    Die Holzteile sind überwiegend 10 mm Sperrholz, dass mir die Firma Hofmann in Chemnitz mit ihrem Großlaser geschnitten hat. Das folgende Bild zeigt eine Probeaufstellung der Rohbauten im Garten. Die vordere Kurve ist der „Anschluss“ für die Heimanlage und mit 400 mm Radius nicht für Modultreffen geeignet.

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    Die Kiste unter dem mittleren Bahnhofmodul passt für den Transport oben auf einen der beiden Modultürme und enthält die Beleuchtung mit Tragarmen, die Elektro- und DCC-Ausrüstung, die Fred- und Wagenkartenhalter, das Bedienpult, die Montagematerial, die drei Einfahrsignale, bis zu vier Freds und das Bahnhofsschild.

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    Dann begann im Frühsommer 2017 das Verlegen der Gleise.39247472lb.jpg


    Im November 2017 konnten wir die Module nach als „Sperrholz-Wüste“ einer ersten harten Betriebserprobung auf der Schmalspursession der Eisenbahn- und Modellbahnfreunde Siebengebirge e.V. unterziehen.

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    Im Jahr 2018 hatte ich aus beruflichen Gründen eine Zeit, mich mit der Modellbahn zu befassen, weil ich in die Inbetriebnahme der Strecke von Knappenrode – Horka bis 19.12.2018 eingebunden war. So erfolgten die nächsten Bauschritte, z.B. Einschottern der Gleise und Gestalten der Felswand, erst Anfang 2019, die dann auf dem FREMO-Treffen in Cloppenburg im Mai gezeigt werden konnten.

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    Nur auf den zweiten Blick erkennt man nach der farblichen Behandlung und dem Einschottern, dass es sich bei der Kreuzung und den DKW um N-Gleise handelt. Einem „Nieten-Fuchs“ fällt das wahrscheinlich sofort auf und brennt sich dauerhaft in die Netzhaut ein. Die Seilzugkanäle und -kästen sind von Weinert. Die DKW-Laternen fehlen noch; dazu später mehr.

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    4. Das Modul mit dem Bauernhof

    Als Bauernhof fiel die Wahl auf das Ensemble von Auhagen (Artikel 11350), ergänzt um einen Stall (Busch 1515) und ein Silo (Vollmer 43743). Die Bausätze hat die Tochter mit 8 Jahren unter meiner Aufsicht selbst zusammengebaut. Ich habe dann nur die farbliche Nachbehandlung übernommen. Die Bäume sind nicht selbst gebaut, sondern z. B. beim Baummetz gekauft. Einen Teil der Ausgestaltung hat meine Tochter selbst übernommen (Begrünen, Tiere aufkleben, Zaun bauen, Bäume setzen, Gemüsegarten (Busch 1254 und Noch 14358) pflanzen, etc.). Auch das Spachteln der Landschaft hat die Tochter übernommen – außer im Be-reich der Brückenpfeiler und des Signalpodests.

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    Aus einem früheren Projekt hatte ich noch zwei selbstgebaute Blechbrücken aus dem Rabenauer Grund über. Die schönen Brücken bei km 5,4 der Weißeritztalbahn waren beim mit dem Hochwasser 2002 „weggeschwommen“. Im Modell sind sie nun nach Kipsdorf „Fluss aufwärts“ umgezogen.

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    Im Frühjahr 2019 war das Modul fertig gestaltet.

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    5. Die Bahnhofsmodule

    Für die typischen Bauten des Bahnhofs Kurort Kipsdorf gibt es keine Bausätze zu kaufen. Da war dann mehr ich gefragt. Die Gebäude wurden aus Pappe, Sperrholz usw. nach Originalzeichnungen und den Farbvorgaben der sächsischen Denkmalbehörde gebaut. Das Bahnhofsgebäude ist aktuell noch im Bau. Die folgenden Bilder zeigen jeweils das Modell im Vergleich mit dem Vorbild:

    5.1 Das Stellwerk des Weichenwärters (es fehlen zum Zeitpunkt der Aufnahme noch die Fallrohre)

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    Das Stellwerk ist innen komplett eingerichtet mit Spannwerksraum, Bedienraum und Vorrats-raum sowie Treppenhaus.

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    5.2 Der Abort / Abstellraum
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    5.3 Die Befehlsstelle (mittlerweile ist auch das Dach fertig)

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    5.4 Das Empfangsgebäude (noch im Bau)

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    5.5 Der Uhrturm

    Neben dem Empfangsgebäude dürfte der Uhrturm das Auffälligste Merkmal sein. Daher möchte ich kurz skizzieren, wie ich diesen nachgebaut habe.

    Die Uhr entstand nach Originalplänen im Zustand der Inbetriebnahme (Lampenform) als Gussmodell in Bronze und besteht aus fünf Teilen. Der innere Uhrkörper ist ein gedrehter Plexiglasstab dessen Schnittflächen mit feinem Schleifpapier mattiert (=Milchglas) wurden.

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    Der Uhrturm ist in RAL 7037 sprühlackiert und dezent gealtert. Die Zifferblätter und der Bahnhofsname sind Decals, die ich bei Hartmann habe fertigen las-sen. Die Zifferblätter auf dem inneren Uhrkörper sind zusätzlich durch dünne Plexiglasscheiben (Uhrgläser) geschützt. Der Uhrkörper und die beiden Lampen sind mit LED beleuchtet.


    Damit die Uhr nicht beim Spielen oder dem Transport zu Modultreffen beschädigt wird, ist sie abnehmbar ausgeführt. Dazu wurde der Sockel so geschaltet, dass dort ein Ringmagnet eingeklebt werden kann. Ein baugleicher Ringmagnet ist im Modulbrett eingeklebt. Durch die Öffnungen der beiden Ringmagneten sind die Kabel für die LED und der Stecker (2x2 PIN mit RM 1,27 mm) geführt. Die Anschlusskabel der LED sind so lang ausgeführt, dass die Uhr sowohl einfach angeschossen werden kann als auch beim Umfallen aufgrund Unachtsamkeit beim Spielen die Kabel nicht abreißen.

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    5.6 Die Bahnsteiglampen

    Im Original waren die Lampenmasten aus Beton und hatten über die Jahre verschiedene Lampenaufsätze. Ich habe mich für die Pilzleuchte auf einem Holzmast (95 mm Höhe) von Kotol entschieden, da es zu Zeitpunkt des Einbaus die Betonmastleuchten RSL1 von Auhagen als Basis für einen Umbau noch nicht gab.


    Damit die Lampen beim Spielen nicht beschädigt werden, habe ich das gleiche Prinzip wie beim Uhrturm genutzt. Die Holzmasten wurden in der Regel zwischen zwei im Erdreich eingegrabene / einbetonierte Betonformsteine eingespannt. Diese Steine habe ich als Modell aus Bronze gießen lassen. Unten kann in das Gussteil eine dünne Unterlegscheibe aus Stahl eingeklebt werden. In das Modulbrett wird ein Rindmagnet geklebt. Durch die Öffnungen der Unterlegscheibe und des Magneten können die Stromkabel für die LED der Pilzleuchte geführt werden. So fällt die Pilzleuchte zwar bei einer Berührung um, kann aber ganz leicht wieder aufgestellt werden.

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    Zwei der Laternen am Bahnsteigzugang haben noch Schilder mit der Bahnsteigbezeichnung am Lampenmast erhalten. Diese wurden geätzt, mit der Spritzpistole gefärbt und beschriftet.


    continuabitur …


    Gruß Jochen