Beiträge von V10C

    Hallo,


    die Geschichte des Plattenbaues in Rostock begann Ende der 1950er Jahre in Reutershagen II. Am Rande des heutigen Wohngebietes wurde ein Plattenwerk errichtet. Die Einfahrt zum Plattenwerk Reutershagen war an der heutigen Kreuzung von Goerdeler- und Bonhoefferstraße. Reutershagen II wurde in Mischbauweise errichtet. Grob gesagt ist der nördliche Teil noch in Ziegelbauweise errichtet worden und der südliche Teil in Plattenbauweise mit Spitzdach. Die Platten wurden mittels Feldbahn zu den Baustellen gebracht.


    1961 kam als nächstes Baugebiet die Rostocker Südstadt hinzu. Die Lieferung der Platten erfolgte von Reutershagen aus mit der Feldbahn durch den Barnsdorfer Wald. Augenzeugen berichten, dass zwei Loks die Fuhre gezogen haben und eine dritte Lok geschoben hat.


    Ab 1969 wurde der Rostocker Nordwesten erschlossen. Angefangen hat es mit Evershagen. Für den Rostocker Nordwesten wurde das Plattenwerk in Marienehe errichtet. In der Anfangszeit kamen die Platten für Evershagen auch noch zum Teil aus Reutershagen. Hier sollen LKW eingesetzt worden sein. In Evershagen soll es aber einen "Feldbahnbahnhof" mit Plattenlager gegeben haben. Von dort sollen dann die Platten mittels Feldbahn zu den Baustellen verteilt worden sein. Es soll auch eine Verbindung von Marienehe zur Stadtautobahn gegeben haben. Über die Stadtautobahn ging es dann per LKW und dann weiter mit der Feldbahn in Evershagen. Allerdings fehlen hier jegliche Nachweise.


    Insgesamt ein spannendes Thema. Leider habe ich mich damit viel zu spät angefangen zu beschäftigen.


    Beim Bau des Rostocker Überseehafens wurde auch viel Feldbahnmaterial eingesetzt. Die DEFA hat 1958 darüber einen wunderbaren Farbfilm gedreht. Aktuell ist er leider auf Youtube nicht mehr verfügbar. Die DEFA-Stiftung lässt ihn immer wieder löschen. Falls jemand ran kommt, der Film nennt sich "Das Tor zur Welt".


    Gruß


    Stefan

    Hallo,


    die Presse hatte groß angekündigt, dass am 12. November in Mukran ein Fährschiff mit dem 1. Containerzug aus China ankommen würde. Nur mit welchem Fährschiff? In der Ostsee gibt es theoretisch noch zwei Fährschiffe, die diese Leistung übernehmen hätten können. Praktisch war es nicht möglich, da die BALTIYSK in der Werft liegt und die AMBAL zwischen Ust-Luga und Baltysk pendelt. So wurden die Container aus Xi'an in Baltysk auf ein kleines Stückgutschiff umgeladen und nach Mukran gefördert. Es waren 41 Container, die dann in Mukran mittels Hafenmobilkran entladen wurden. Ein Reachstacker setzte sie dann wieder auf die Bahn und die Reise ging gen Hamburg. In der Gegenrichtung wurden 48 Container befördert. Abgewickelt wurde der Verkehr von der UTLC ERA - einem Gemeinschaftsunternehmen der Eisenbahngesellschaften Russlands, Weißrusslands und Kasachstans.


    Die SASSNITZ fährt in diesem Monat an insgesamt nur 6 Tagen zwischen Trelleborg und Mukran - nicht schön, aber anscheinend gibt es keinen Bedarf. Gelegentlich kommt sie daher nach Rostock. Den größten Teil der Zeit liegt sie jedoch in Trelleborg auf. Im Dezember wird die SASSNITZ dann wieder öfters in Mukran zu Gast sein. Was auch schön ist, dass vereinzelt Züge mit der SASSNITZ befördert werden. Transdev Sverige (Berlin Express) hat einen Zug zum Tag des Mauerfalls nach Berlin fahren lassen. Ebenso gibt es einen Zug zum Berliner Weihnachtsmarkt (6. Dezember hin/9. Dezember zurück). Nach dem Tod von Herrn Georg (GVG) werden die Züge von der WFL auf deutscher Seite befördert. Im der 2. und halben 3. Januarwoche 2020 ruht der Verkehr zwischen Trelleborg und Mukran komplett. Die SASSNITZ wird in dieser Zeit die Werftvertretung MECKLENBURG-VORPOMMERN fahren.


    Die ex. ROSTOCK / ex. KOPERNIK wird noch nicht abgewrackt. Sie ist an Levante Ferries verkauft worden und wird nach erfolgten Umbau zwischen Thessalonike und Smyrna pendeln. Auf dem neuen Namen Smyrna hört sie schon.


    Die OPEEP ONE (ex. MUKRAN / ex. PETERSBURG) hat die Danziger Werft verlassen und inzwischen ihren neuen Basishafen in Séte an der französischen Mittelmeerküste erreicht. Demnächst spartet die Produktion von Mineralwasser an Bord der ex. Eisenbahnfähre. Der Produktionszyklus sieht vor, dass das Schiff fünf Tage die Woche auf See ist und Wasser aus großer Tiefe fördert. Das Wasser wird Bord mit einen neuen Verfahren entsalzen und direkt in PET-Flaschen abgefüllt. Na dann mal Prost...(billig soll das Wasser nicht sein...).


    Gruß


    Stefan