Beiträge von V10C

    Moin Toralf,


    vielen Dank für historischen Bilder aus meiner Heimat. Das Bahnbetriebswerk Warnemünde war die Heimat meines Urgroßvaters bevor er Leiter des Bahnbetriebswerkes in Güstrow wurde. Von Warnemünde ist er mit der P8 nach Berlin gefahren. Das war allerdings zu Zeiten, wo es auf der P8 noch einen weißen Strich gab, der den Bereich zwischen Lokführer und Heizer trennte.


    Das Bahnbetriebswerk befand sich allerdings nicht am Standort des heutigen Kreuzfahrtterminals. Vielmehr befindet sich heute auf dem ehemaligen Gelände der Wohnmobilhafen. Irgendwann soll das gesamte Gelände mal umgestaltet werden. Allerdings wurde der letzte Bebauungsplan (zum Glück) gestoppt. Das Kreuzfahrtterminal am Liegeplatz 7 ist eigentlich der Liegeplatz, der zu DDR-Zeiten für Völkerfreundschaft & Co errrichtet wurde. Das DDR-Gebäude wird heute durch Karls als Pier 7 betrieben wird. Das Terminalgebäude ist dahinter neu gebaut worden. Das zweite Terminalgebäude und der Liegeplatz 8 gehören zum ehemaligen Werftbecken. Dort lagerten in der Winterpause die Tragflächenboote an Land.


    Warnemünde war für mich immer ein Ort mit Wunsch nach Freiheit. Als Kind konnte ich es nicht verstehen, warum ich nicht mit der Warnemünde fahren durfte. Und warum ich immer weggeschickt wurde, wenn ich die Verladevorgänge beobachten wollte. Zum Glück hatte der DDR-Knast am 9. November 1989 ein Ende. 1990 wurde dann ein Traum wahr, endlich einmal mit der Warnemünde nach Gedser zu fahren, Wenn ich heute daran zurück denke, bekomme ich immer noch eine Gänsehaut.


    An die alte Fährlinie erinnert heute noch die alte Fährbrücke und an das alte Bahnbetriebswerk die Wagenhalle.


    Gruß


    Stefan

    Moin,


    die Brigg unter Segeln ist die "Tre Kronor af Stockholm". Kielgelegt wurde das Segelschiff 1997. Stapellauf und Taufe war im Jahr 2005. Taufpatin war Kronprinzessin Viktoria. Bis zur Jungfernfahrt dauerte es allerdings noch 3 Jahre. Als Vorbild diente die 1857 vom Stapel gelaufene "Gladan", die Teil einer großen Grönlandexpedition von 1870 bis 1873 war. 2014 hatte ich das große Vergnügen während Hansesail mit der wunderschönen Brigg zu segeln.


    Der Schlepper mit der Schornsteinmarke "MB" ist die "Björnen". Der Schlepper wurde 1953 von Malmö Bogserings (Bugsiergesellschaft) in Dienst gestellt, 1959 erfolgte der Verkauf an eine Papierfabrik nördlich von Stockholm. Dort stand er bis 1982 im Dienst. Danach wurde er mehrfach verkauft. Erst 1984 wurde die Dampfmaschine gegen einen Motor von Caterpilar getauscht. Bei Bau des Schleppers kam eine gebrauchte Dampfmaschine zur Verwendung. Sie wurde bereits 1941 bei Charles D. Holmes gebaut. 1984 ging die Dampfmaschine in den Besitz von Ruben Blom über. Er hatte wohl zu Lebzeiten die größte Sammlung an Dampfmaschinen in Skandinavien. Die Sammlung existiert heute noch, ist aber nicht öffentlich zugänglich. Vielmehr gehen verschiedene Dampfmaschinen auf Reisen zu Treffen.


    Gruß


    Stefan

    Moin,


    nach dem preußischen Kleinbahngesetz von 1892 wurde im Kreis Apenrade der Provinz Schleswig-Holstein eine Kleinbahn mit 1.000 mm Spurweite gebaut. 1899 wurde der Abschnitt Apenrade - Gravenstein eröffnet. 1901 folgte der Streckenabschnitt von Apenrade nach Lügumkloster. Charakteristisch für diese Kleinbahn waren die Kastenlokomotiven von Hagans und O&K sowie eine sehr kurvenreiche Streckenführung. Diese wurde gewählt, um möglichst viele Orte mit der Bahn zu erschließen und teure Kunstbauten zu vermeiden. Im Zuge des 1. WK wurde eine 6 km lange Militärbahn errichtet, die die Kleinbanen des Kreises Apenrade mit den Haderslebener Kreisbahnen verband. Dieses Abschnitt war nur 6 km lang und kurzer Existenz (1916 bis 1919).


    Nach der Niederlade Deutschlands sah der Versailler Friedensvertrag eine Volksabstimmung über Zugehörigkeit von Nordschleswig vor. Der überwiegende Teil der Bevölkerung entschied sich für eine Zugehörigkeit zu Dänemark. Am 15. Juni 1920 erfolgte die Abtretung.


    Aus den Kleinbahnen des Kreises Apenrade wurden die Aabenraa Amts jernbaner. Jedoch war der Kleinbahn keine lange Zukunft mehr beschert. Am 31. März 1926 war der letzte Betriebstag der Kleinbahn. Der letzte Zug auf dem Abschnitt Apenrade - Gravenstein wurde von einer der beiden Jung-Lokomotiven gezogen, die 1921 von den Haderlebener Kreisbahnen (seit 1920: Haderslev Amts Jernbaner) übernommen wurden.


    Hier eine kleine bebilderte Reise der Strecke Apenrade - Gravenstein:



    Gruß


    Stefan

    Moin Julian,


    die einteilige Lynette auf deinem 2. Bild steht im dem gelb markierten Bereich im folgenden Bild:



    Mit Bau der Hochwasserschutzwand (Anfang der 2010er Jahre) wurden die Gleise in den östlichen Hafenbereich herausgenommen. Vorher waren sie aber schon überteert. Am rechten Bildrand ist die Hochwasserschutzwand zu erkennen. Fällt überhaupt nicht auf, wenn man es nicht kennt. In den letzten Jahren wurde auch der östliche Hafenseite komplett umgekrempelt und der Hochwasserschutz ausgebaut. Von der einstigen Hafenwirtschaft ist dort nichts mehr zu finden, außer die kleine Bootswerft. In den Bereich liegen noch ein paar Meter getrenntes Gleis im Asphalt - siehe dem Bild von Julius. Aber sie gingen noch etliche ;Meter weiter gen Osten.


    Leider sind die Schwellen der Bergbahn marode, so dass der Betrieb auf dieses extrem kurzen (1,5 km), aber durchaus interessanten Bahn (Höhenunterschied 30 m) ruht.


    Gruß


    Stefan

    Moin,


    hier mal drei Bilder vom Umschlag der Stahlträger:


    Entladen am Bahnhof:


    https://scontent-ber1-1.xx.fbc…9026a3a0901c6&oe=6137EDD0


    Das Transportgefährt vom Bahnhof zum Hafen:


    https://scontent-ber1-1.xx.fbc…fd324d75b2961&oe=6136D0E4


    Verladung der Stahlträger mittels bordeigenem Ladegeschirr:


    https://scontent-ber1-1.xx.fbc…e13fac0fabf25&oe=6137E779


    Ich hoffe, dass sich die einzelnen Links öffnen. Die Bilder sind von der fb-Seite der örtlichen Stauergesellschaft. Das Schiff war die WITH FROAVET. Neben den Stahlträger nahm man noch reichlich Fischfutter und Baustoffe mit nach Norwegen.


    Gruß


    Stefan

    Moin,


    der GAZ-2402 stammt nicht von VV Model, sondern aus der Ukraine. In Dtl. wurden die Modelle unter dem Label "RK-Modelle" vermarktet. Der GAZ-2402 von VV Model ist etwas feiner detailliert. Das Modell von VV Model hat nicht diese fetten Fensterstreben. Bei dem Modell wird es dezenter über die Verglasung dargestellt.


    Gruß


    Stefan

    Moin Julius,


    danke für den schönen Reisebericht.


    Möglicherweise waren während deines Besuches Werksferien bei Cheminova. In der Regeln wird die Bude so Mitte bis Ende Juli für mehrere Wochen runtergefahren. Allerdings hat DB Cargo wohl einen Großteil der Fracht in diesem Jahr an einen örtlichen Spediteur verloren. In sehr bescheidenen Umfang laufen die Transporte nach Dtl. weiterhin auf der Schienen. Dabei gab es Ende letzten Jahres und Anfang diesen Jahres sogar die Hoffnung auf mehr Güterverkehr auf der Schiene. So transportierte DB Cargo zweimal Stahlträger für Norwegen zum Hafen nach Thyborøn. Das war beides mal aufwendig, da der Hafenanschluss nicht mehr besteht. So hat die Mz von DB Cargo die Waggons von Rønland nach Thyborøn bis zu den Abstellgleisen hinter dem Haltepunkt geschoben. Umgeladen wurde mittels Gabelstapler. Der Transport zum Hafen erfolgte mit einen Terminal-Schlepper und Rolltrailer durch den Ort. So etwas funktioniert aber nur in Zusammenhang mit den Transporten für Cheminova. Von der geplanten Seekiesverladung auf die Bahn hört man ja auch nichts mehr.


    Die My und Mx sind selten in Lemvig anzutreffen. Max. bei Baumaßnahmen oder wenn größere Wartungsarbeiten an den beiden Loks anstehen. Sonst sind sie meistens für DB Cargo im Osten Jütlands unterwegs.


    Mit der Lynette in Harboøre hat man dich in die Irre geführt. Der Triebwagen hört zwar auf den Namen "Tangen". Es ist aber nicht der YM 14 und hat auch relativ wenig mit der Lemvigbanen zu tun. Vielmehr handelt es sich um eine Lynette der Odderbanen. Er war dort bis 2012 im Einsatz. 2008 hatten sich die Lemvigbanen und die Odderbanen zur Midtjyske Jernbaner (MjbaD) zusammen geschlossen. Bei der MjbaD trug der Triebwagen die Bezeichnung YM 32. 2014 wurde er an das Haze Musikfestival verkauft. Die Lackierung in den Farben der Lemvigbanen erfolgte vor Ort. Der echte "Tangen" gehört weiterhin zum Betriebspark der MjbaD.


    Die Idee der Wasserstoffzüge wurde schon länger (aus politischen Gründen) verworfen. Batteriezüge werden kommen, aber bis mindestens 2024 werden die Lynetten zwischen Vemb und Thyborøn unterwegs sein. Für diese Strecke werden 3 neue Züge angeschafft. Eine Ladestation ist in Lemvig geplant. Im Dezember 2020 übernahm die MjbaD den Verkehr auf der Strecke Skjern - Holstebro mit 4 Desiro-Triebwagen. Im dänischen Infrastrukturplan bis 2035 (beschlossen im April 2021) ist eine Ersatzbeschaffung durch Batteriezüge vorgesehen. Ladestationen sind in Holstebro und Skjern geplant.


    Gruß


    Stefan

    Moin,


    der letzte Link strotzt vor Fehlern. Für die ODEEP ONE galt nie EU-Recht. Sie war in Panama registriert...


    Jedenfalls hat sie auf der letzten Reise nochmal Kontakt zu ihrer Schwester AZIZ EXPRESS (ex. KLAIPEDA) gehabt. Diese lag als die jetzige DEEP ONE den Suez-Kanal passierte in einer Werft in der Stadt Suez. Ob man sich seemännisch gegrüßt hat?


    Was jedenfalls für die letzte Reise spricht, ist der erneute Flaggenwechsel auf See und der neue Schiffsname, der nur durch das Überpinseln eines Buchstabens entstanden ist. Ein altbekanntes Spiel der Abwracker.


    Die GREIFSWALD meldete Mitte Juni Feuer an Bord (Maschinenraum) auf dem Weg von der Ukraine nach Georgien. Daraufhin wurde sie nach Chornomorsk geschleppt und vorläufig a.D. gestellt. Somit bleiben UKRferry nur noch die KAUNAS und die VILNIUS für den Betrieb der drei Fährlinien in die Türkei (Karusa) und nach Georgien (Poti bzw. Batumi).


    Gruß


    Stefan