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  2. 99653

Beiträge von 99653

  • Betrieb der Müglitztalbahn

    • 99653
    • 12. Februar 2026 um 21:49
    Zitat von Eckhard

    Die Bauarbeiten haben begonnen (hinter Bezahlschranke):

    https://www.saechsische.de/lokales/saechs…CHD4URY4I4.html

    Hallo Eckhard,

    vielen Dank für die Info. Hier noch ein paar zusätzliche Infos.

    Es handelt sich bei der betroffenen Weiche um eine EW 49 nach Regelzeichnung der DR mit Parabelbogen im abzweigenden Strang, die im Zusammenhang mit der ersten Sanierung der Strecke ab 1997 eingebaut wurde.

    Die Deutsche Reichsbahn hatte diese Weichenbauart in den 1980er Jahren entwickelt, weil sie im Gegensatz zu den vorher und noch heute bei der DB verwendeten Kreisbogenweichen im abzweigenden Strang einen verschleißärmeren Betrieb ermöglichten. Deshalb wird sie in den Meldungen als Sonderbauart bezeichnet und die Ersatzteilbeschaffung ist komplizierter.

    Beim Wiederaufbau HA nach dem Hochwasser 2002 wurden die beiden vorhandenen Spitzenweichen von Fernbedienung auf Rückfallweichen umgebaut.

    Da es für derartige Parabelbogenweichen noch keine Einbauzeichnungen für die Umrüstung als Rückfallweiche gab, wurden diese damals kurzfristig für Glashütte entwickelt und am Tage der Wiederinbetriebnahme Heidenau-Glashütte (Einzugbetrieb 2003) exklusiv für die HA zugelassen. Das war damals noch möglich!

    PS: Nach den Fotos aus der SZ ist offensichtlich im Bereich einer Schweißung ein Schienenbruch aufgetreten.

    ------

    Ich hatte nicht erwartet, das so viel Interesse an der technischen Lösung besteht. Ich habe deshalb nochmal in meinen Unterlagen nachgeschaut.

    Ergänzung:

    Bei der Weiche 6 Glashütte handelt es sich konkret um eine EW 49-Pa-300-1:9 I Fsch (Hh). Ja korrekt das ist eine Weiche mit Isolierfall, da ursprünglich an der Weiche eine teilweise Gleisfreimeldung vorlag.

    Korrektur_1:

    User mueglitztal hat natürlich Recht. Die erste Sanierung erfolgte 1999, wie man auch an den Fotos des Schienenbruches in der SZ anhand des Walzzeichens der Schiene "Thyssen ... 99" erkennen kann.

    Korrektur_2:

    Der Einbau der Rückstellvorrichtung nach Zeichnung S 7350.2.3 an den beiden Weichen 1 und 6 erfolgte erst mit Wiederaufnahme des Betriebes bis Altenberg im Dezember 2003 zeitgleich mit dem Einbau der So17 und So18 und der elektrischen Weichnheizungen. Während des Notbetriebes Heidenau-Glashütte von Mai bis Dezember 2003 benutzte der einzige Zug das Gleis 1 in Glashütte, die Weiche 1 war ortsbedient und mit Riegelhandschloß gesichert. Gleis 2 diente nur der Anbindung/Bedienung des Baugleises Richtung Altenberg.

  • Kürzungen bei den sächsischen Schmalspurbahnen

    • 99653
    • 28. Juni 2025 um 16:52
    Zitat von 99 572

    Hallo,

    nach dem, was man auch hier liest, sind die Sorgen von Görlitz nicht unberechtigt.

    Welche Sorgen? Das sie ihren städtischen ÖPNV nicht mehr mit Mitteln des SPNV für den LK Bautzen querfinanzieren können?

    Auch das die Pro-Kopf Zuweisung für den ZVON höher war als für den ZVOE hat mich aufhorchen lassen. Weshalb eigentlich?

    Zitat

    Den Schmslspurbahnen greift man ja auch gern in die Tasche.

    Die Döllitzbahn stand deshalb schon vor Jahren vor der Pleite, weil das Geld in Leipzig gebraucht wurde.

    Genau um derartige Begehrlichkeiten zu stoppen, wurde von der Vorgängerregierung in Sachsen der Anteil der Regionalisierungsmittel für die Schmalspurbahnen separat ausgewiesen und den Schmalspurbahnen zugewiesen. Das war eine vertragliche Vereinbarung des Freistaates Sachsen mit den Verbünden. Aber was interessieren die aktuelle Regierung in Sachsen und die neue "Infrastrukturministerin" die vertraglichen Vereinbarungen der Vorgängerregierung?

    Mit dem Beitritt des ZVON kann man vielleicht einen Teil Verwaltungskosten sparen und wieder für den ÖPNV einsetzen.

  • Kürzungen bei den sächsischen Schmalspurbahnen

    • 99653
    • 10. Juni 2025 um 08:59
    Zitat von Saarsachse

    Moinsen,

    99653 - weil ich ja keine Ahnung habe durfte ich mal beim Herrn Mehdorn persönlich erscheinen, weil ich als GDL-Funktionär öffentlich bei einer Veranstaltung wegen Stuttgart 21 die hochrangigen DBAG-Netzvertreter bloß gestellt habe und ihre Behauptungen wiederlegen konnte mit Fakten ( Der Schell und ich haben uns sehr amüsiert )!

    " Wenn ich dann hier so lese, das ja jeder Depp Zf oder dergleichen machen kann, dann wundert mich gar nichts mehr. " - wo habe ich das behauptet? Im Gegenteil als Lokführer aD. schütze ich immer noch meine Kolleginnen und Kollegen - hat erst letztens jemand gemerkt.

    Hallo Saarsachse,

    das du den Hartmut auch erleben durftest, hatte ich vermutet.

    Eigentlich wollte ich dir aber nur zustimmen. Offensichtlich schief gelaufen. Also eine Richtigstellung mit der Bitte um Entschuldigung. Du hast nicht behauptet, das jeder Depp Zf oder dergleichen machen kann. Dazu kennst du den Laden sicher zu gut. Aber im Forum tauchten vermehrt solche Beiträge auf, die genau das als Lösung darstellten. Ich habe mich sehr darüber geärgert und wollte dem ganz klar widersprechen, weil ich aus eigener Verantwortung weiß, das das nur eine absolute Notmaßnahme ist, um den Laden überhaupt am Laufen zu halten.

    Grüsse

  • Kürzungen bei den sächsischen Schmalspurbahnen

    • 99653
    • 10. Juni 2025 um 08:07
    Zitat von Saarsachse

    Moinsen,

    Erzgebirgsnebenbahner - herrlich Deine Aussagen über mich, die zeigen das Du nicht weißt wer ich bin.

    Hallo Saarsachse, einige Beiträge im Forum sind geprägt von ziemlicher Unkenntnis der Materie und der fehlenden Achtung vor der Arbeit des Anderen. Aber du solltest ja auch noch einen Hartmut Mehdorn kennen, der einen Zugführer nicht von einem Triebfahrzeugführer unterscheiden konnte.

    Wenn ich dann hier so lese, das ja jeder Depp Zf oder dergleichen machen könnte, dann wundert mich gar nichts mehr. ;)

    Zitat

    Ja ich habe diese Regierung nicht gewählt als Mitglied der Linken und verurteile auch daher die Einführung des D-Tickets ( das mit dem deutschlandweiten einheitlichen Tarif ist selbstverständlich eine Verbesserung - aber wie von mir beschrieben das Tarifchaos von L nach DD und das innerhalb von Sachsen ist eine nicht zu erklärende Dummheit ) weil es ein Schnellschuß der Regierung war auf den die jeweiligen Besteller und ausführenden EVU´s in keinster Weise vorbereitet waren.

    Hier muss ich dir widersprechen, weil du da einige Dinge in einen Topf wirfst, die nicht zusammengehören.

    Der Grundstein für das von dir richtig beschriebene Tarifchaos in Sachsen wurde von dem damaligen sächsischen Wirtschaftsminister Kajo Schommer in der CDU Regierung Biedenkopf gelegt. Der hatte ein nicht so gutes Verhältnis zu eben jenem Hartmut Mehdorn und wollte daraufhin mit der Eisenbahn nichts mehr zu tun haben.

    An seiner Lösung (den unsäglichen fünf Verkehrsverbünden) krankt die sächsische Verkehrspolitik heute noch. Keiner der fünf CDU-Landräte ist bereit, auf die zugewiesenen Regionalisierungsmittel und die damit verbundene Macht zu verzichten. Das musste auch der letzte sächsische Verkehrsminister Dulig (SPD) einsehen und die richtige Idee einer Landesverkehrsgesellschaft (als sein Wahlversprechen) fallen lassen.

    Was lernen wir daraus? Die Inkompetenz ist nicht vom Parteibuch abhängig und nicht für alles sind die Grünen verantwortlich. Das Chaos bei der Einführung des Deutschlandticket war vielleicht sogar gewollt, um die Verwaltungsstrukturen im ÖPNV in D zu verschlanken. Also lass dich in Nordsachsen nicht vom ÖPNV ärgern und genieße die Rente.

    Grüße

  • Kürzungen bei den sächsischen Schmalspurbahnen

    • 99653
    • 8. Juni 2025 um 22:19
    Zitat von Saarsachse

    Moinsen,

    99653 - so ganz rictig ist das auch nicht - siehe https://www.gesetze-im-internet.de/regg/__5.html

    Der Saarsachse

    Hallo,

    ja in der Variante von 1993 war es klarer formuliert. Siehe Anhang Artikel 4 §5 Finanzierung und §7 Verwendung

    bgbl_Bundesgesetzblatt Teil I_1993_Nr. 73 vom 30.12.1993_bgbl193s2378.pdf

  • Kürzungen bei den sächsischen Schmalspurbahnen

    • 99653
    • 8. Juni 2025 um 21:18
    Zitat von KevKo95

    Kultur sollte auch gefördert werden. Da gebe ich dir sofort Recht. Aber ob das mit Geldern, die für den ÖPNV bestimmt sind sein muss, bleibt fraglich. Zudem bleibt auch weiterhin die Frage, warum manche Bahnen diese "Förderung" bekommen, andere aber nicht.

    Eigentlich wollte ich zu diesem Thema meinen Senf mal nicht dazugeben. Ich habe mir aber einige deiner Beiträge durchgelesen und festgestellt, das du zu vielem eine klare Meinung vertrittst ohne die Sachverhalte zu kennen. Ich habe mir die aufgeregte Diskussion nicht vollständig "gegeben". Zu dem obigen Zitat möchte ich aber meine Meinung äußern.

    Zunächst sind die Gelder des Bundes (die Regionalisierungsmittel) von denen du da sprichst nicht für den ÖPNV, sondern explizit nur für den Schienenpersonennahverkehr bestimmt. Für die Einzelheiten empfehle ich eine Suchmaschine.

    Also werden diese Mittel bei den Schmalspurbahnen nicht zweckentfremdet eingesetzt, wie du hier glauben machen willst.

    Eine Zweckentfremdung liegt dagegen vor, wenn derartige für den SPNV zweckgebundene Mittel des Bundes durch den Freistaat Sachsen zum Beispiel für Investitionen in P&R oder Schülerbusverkehr oder gar regionalen Busverkehr (Landkreis Meißen aus den für Döbeln-Meißen "eingesparten" SPNV Mitteln) zur Entlastung des regulären Haushaltes verwendet werden.

    Auch sollte man mal kritisch nachfragen, ob es in dem großen Sachsen gleich fünf Verkehrsverbünde braucht, nur damit man im Wirtschaftsministerium sich das Thema Eisenbahn/SPNV vom Halse halten kann. Dort! entstehen sinnlose Verwaltungsausgaben, die auch aus den Regionalisierungsmitteln zweckentfremdet bezahlt werden.

    Auf diesen unnützen Wasserkopf hat im Übrigen Herr Wissing im Zusammenhang mit den Verhandlungen zum Deutschlandticket zu Recht hingewiesen.

    Also an der richtigen Stelle sparen und nicht wegen 1 Million die Zukunft der Sächsischen Schmalspurbahnen gefährden.

  • Anlagenvorstellung: Von Beicha über Kleinmockritz nach Mochau

    • 99653
    • 5. Februar 2025 um 12:54

    Hallo Jörg,

    deine Informationen sind richtig. Sowohl Mochau als auch Beicha hatten im Gegensatz zu Kleinmockritz keine Gleislage in der Ebene.

    Die Gleise in Beicha lagen auf 195m im Bereich des Ladegleises in einer Neigung von 1:600...

    Die Gleise in Mochau lagen auf 143m im Bereich des Ladegleises sogar in einer Neigung von 1:400...

    In den örtlichen Richtlinien waren deshalb mit hoher Wahrscheinlichkeit besondere Vorgaben zum Sichern von abgestellten Fahrzeugen festgelegt.

    PS: Da weder in Mochau noch in Beicha Zugkreuzungen stattfinden konnten, wurden derartige Betriebsstellen in Sachsen nicht als Bahnhöfe sondern als Haltestelle bezeichnet.

    Gruß Thomas

  • Anlagenvorstellung: Von Beicha über Kleinmockritz nach Mochau

    • 99653
    • 4. Februar 2025 um 22:19
    Zitat von HSB-Gartenbahn

    Ich hatte mal eine Brevo Heberlein in der Hand und dachte gelesen zu haben, dass es im Gefälle verboten ist, wagen abzustellen. Aber ich lass mich gern belehren. Alles spannende Themen..... LG vom Micha

    Hallo Micha,

    ich glaube du liegst richtig. Die Strecke von Mertitz hatte eine maßgebliche Neigung 2km vor der Trapeztafel von 1:72 Steigung (siehe Angaben im LP). Die andere Seite ebenfalls 1:98 Steigung. Der Bahnhof Kleinmockritz war also sowas wie der Brechpunkt. Ein Abstellen von Fahrzeugen beim rangieren in einem derartigen Gefälle auf dem Streckengleis ist unabhängig vom Bremssystem nach meinem Wissen nicht zulässig. Deshalb wahrscheinlich der Aufwand mit dem separaten Gleis für den Anschluß Kornhaus-Döbeln.

    Gruß Thomas

  • Anlagenvorstellung: Von Beicha über Kleinmockritz nach Mochau

    • 99653
    • 4. Februar 2025 um 14:59

    Hallo Jörg,

    Ich habe soeben deinen Faden entdeckt. Zuerst mal mein Kompliment zur Anlage.

    Eine phantastisch vorbildnah gestaltete Anlage. HSB-Gartenbahn hatte ein paar Fragen zur Sicherungstechnik in Kleinmockritz.

    Zitat von HSB-Gartenbahn

    Hallo Jörg, das verwundert mich sehr da Gleis 2, wie du ja auch sagst, ein Hauptgleis ist, muss da eigentlich eine Gleissperre als Flankenschutz eingebaut sein. Ansonsten dürfen dort keine Fahrzeuge abgestellt werden. Gibt es auch kein Foto von der Stelle? Hat der Orginalplan Grundstellungen und Weichenschlösser eingezeichnet? LG vom Micha

    Vielleicht kann ich da etwas helfen. Schauen wir uns den sicherungstechnischen Lageplan von Kleinmockritz an.

    Da der Scan in Originalgröße die Limits des Forums erheblich überschreitet, schauen wir uns die interessierenden Teile als Ausschnitt näher an. Also in Kilometrierungsrichtung der WG zunächst

    den Mertitzer Kopf.

    und den Gärtitzer Bahnhofskopf:

    Was fällt auf?

    1. Das verlängerte Gleis2 hinter der W2 ebenso wie das Gleis am Kornhaus-Döbeln sind im LP gestrichelt dargestellt. Sie haben keine Gleisnummer. Beides sind also Privatgleise und gehören nicht der Staatsbahn.

    2. Es sind Trapeztafeln vorhanden. Für die Betriebsführung kommt demzufolge der vereinfachte Nebenbahndienst zur Anwendung. In Kleinmockritz sind Zugkreuzungen/Überholungen möglich und Züge können beginnen oder enden.

    3. Es sind Rangierhalttafeln zwischen Spitze W1 und Trapeztafel bzw. Spitze W7 und Trapeztafel aufgestellt. Es wird also planmäßig rangiert.

    4. In Gleis1 kann aus Richtung Mertitz mit Reisezügen oder Güterzügen eingefahren werden (Fahrweg A1 gekennzeichnet mit >). Aus Richtung Gärtitz ebenfalls (Fahrweg F1 gekennzeichnet mit >). Gleis1 ist das durchgehende Hauptgleis.

    5. In Gleis2 kann aus Richtung Mertitz nur mit Güterzügen eingefahren werden (Fahrweg A2 gekennzeichnet mit >>). Auch hier gilt für die Einfahrt aus Richtung Gärtitz gleiches (Fahrweg F2 gekenzeichnet mit >>). Gleis 2 ist also ein Kreuzungsgleis/Überholungsgleis ausschließlich für Güterzüge.

    6. Alle Weichen sind ortsbedient (schraffiert) und in Grundstellung (+) verschlossen (DH bzw. H an der Weiche). Die Schlüsselform wird im Plan z.B. an Weiche1 mit (F1,2) angegeben. Es handelt sich um die sächsische Schlüsselform. Als Schlösser kommen Weichensicherheitsschlösser der RBD Dresden (Bauart Adler&Henzen) zum Einsatz. Diese sind im Gegensatz zum normalen Weichenhandschloß (Schubriegelschloß) zur vollwertigen Herstellung sicherungstechnischer Abhängigkeiten und gleichwertig zu Riegeln bzw. Riegelhandschlössern für die Erfüllung der Riegelgrundsätze bei spitzbefahrenen Weichen geeignet. Mike Robeck hatte dazu bereits einige sehr interessante Beiträge im Forum.

    7. Der Streckenschlüssel ( Schlüsselform 1) wird durch die FDL in Lommatzsch bzw. Döbeln Gärtitz verwahrt. Jeder Zugführer (daher auch die andere Bezeichnung "Zugführerschlüssel") führt diesen Streckenschlüssel mit und kann damit die Weichen aller Betriebsstellen der Strecke bedienen.

    8. Vermutlich hat ein Betriebsingenieur (weil in blauer Farbe) auf dem LP Änderungen vorgenommen. So wurde die Grundstellung der Weichen 3 (nicht 2) und 6 geändert und das Kornhaus bekam einen "neuen" Eigentümer.

    Was hat es nun mit dem verlängerten Gleis 2 (Privatgleis) für eine Bewandtnis und wieso hat es keine Gleissperre?

    Ich vermute, das auf dem Streckengleis Richtung Mertitz das Abstellen von Wagen nicht erlaubt war. Da die Bedienung des Anschlussgleises Kornhaus-Döbeln nur von der Ladestrasse erfolgen konnte diente dieses Gleis offensichtlich zum zwischenzeitlichen Abstellen zuzuführender bzw. abgeholter Wagen. Ansonsten war das Abstellen von Fahrzeugen auf diesem Gleis sicher untersagt.

    Ein Rangieren in den Anschluß Kornhaus war nur möglich, wenn die W1 mit dem Streckenschlüssel aufgeschlossen und in Linkslage gebracht wurde, da nur so die Weiche W2 in Rechtslage auf dieses Stumpfgleis umgestellt werden konnte. Dadurch wurde in der W2 der Schlüssel Form 3 für die Umstellung der W3 frei und nach deren Umstellung konnte mit dem Schlüssel Form 9 die Anschlußweiche W4 umgestellt werden. Nach Beendigung der Anschlußbedienung erfolgte alles in umgekehrter Reihenfolge bis der Zugführer den Streckenschlüssel aus der W1 wieder entnommen hatte und damit alles wieder in Grundstellung verschlossen war.

    Das ist für mich die plausibelste Antwort auf die berechtigte Frage von HSB-Gartenbahn.

    Viele Grüße von 99653

  • Brückendorf Leuben bei Lommatzsch 1994

    • 99653
    • 19. Januar 2025 um 23:52

    Hallo,

    Nach dem mir vorliegenden sicherungstechnischen Lageplan von Lommatzsch war "das Stellwerk" ursprünglich ein Kurbelwerk der sächsischen Bauart Thomass im EG, das das ESig von Riesa und die Asig nach Riesa und die Esig der Strecke von Nossen und der Schmalspur von Mertitz Gabelstelle bediente. Alle Weichen waren ortsbedient und davon schlüsselabhängig.

    Ein Wärter am BÜ im Bahnhof vor der Straßenbrücke in Ri Nossen bediente die Weichen (ortsbedient) der anderen Bahnhofsseite und war auch für die Schmalspur zuständig.

    Der Ersatz erfolgte meines Wissens irgendwann in den 80ern durch ein elektromechanisches Stellwerk mit Hl-Lichtsignalen.

    Was heute noch da ist, weiß ich nicht.

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