Beiträge von 705.914

    Moin,


    und dann rechnen wir bitte noch alles ab, was in den letzten 30 Jahren in Dresden stillgelegt wurde. Die Neubaustrecke nach Coschütz von der Nöthnitzer Straße aus ist ja nur Ersatzneubau für die Strecke durch Alt-Plauen, auch die Umverlegung Wasaplatz erscheint mir jetzt nicht als die große Errungenschaft.


    Aber das ist kein Dresdner Phänomen, in Leipzig nähme sich das Ganze noch weit bescheidener aus.


    Martin

    Danke. Ich hatte mich schon gewundert, daß der Betrieb am 7.7. mitten in der Woche enden soll. Dann hat wohl bei der Mitteilung, die ich gelesen habe, eine 1 vor der 7 gefehlt.


    Viele Grüße

    Toralf

    Hallo Toralf,


    das hätte schon gepasst - 5. und 6.7. sind in Tschechien Feiertage und dementsprechend wäre der Verkehr auf der Überlandstraßenbahn nach einem langen Wochenende eingestellt worden.


    Martin

    Den Namen Indra hatte ich vor einigen Jahren schon mal in Verbindung mit PV40 & TU2 gehört.... konnte nur damals nichts damit anfangen bzw. bin auch mit der Suche nicht weitergekommen. Von daher hilft der Link oben schon einmal weiter - und zeigt, dass es die Modelle wirklich zu geben scheint.


    Hallo,


    ja, die Modelle gibt es wirklich - ich kenne auch jemanden, der welche hat. Meine Versuche, selbst welcher anheischig zu werden, schlugen bisher fehl, obschon Tschechisch auf nahezu muttersprachlichem Niveau. Die Antworten kamen zwar, waren aber so kurz, dass es immer wieder zu einem E-Mail-Pingpong kam, an dessen Ende dann eben keine Bestellung erfolgte. Dasselbe Spiel bei Pragomodel, da standen die Modelle einst in der Vitrine, ich hätte sie sofort gekauft, aber der "gute" Mann meinte, ich müsse das bestellen, ich könne jetzt nicht einfach etwas aus der Vitrine kaufen. Und bevor ich solche Menschen noch unterstütze, kaufe ich lieber gar nichts, mache Kurzausflüge oder erfreue mich an anderen Dingen. Auch im Straßenbahnmodellsektor in Tschechien läuft es so, ich verstehe es nicht... selbst wird man nämlich immer wieder dazu angehalten, möglichst schnell und direkt auf alles Mögliche reagieren zu müssen. Und wie gesagt, das Sprachproblem besteht nicht...


    Martin

    Hallo Niels,


    ich glaube, vielen ist das Wohnen im Bahnhof bzw. in absoluter Einsamkeit doch etwas wert. Außerdem besteht in Böhmisch Kanada immer noch ein Mangel an Übernachtungsmöglichkeiten. Problematisch ist dabei, dass es quasi nur 2,5 Monate Saison gibt, 9,5 Monate des Jahres verirren sich außer Pilzsammlern, Wanderern und Irren, die am liebsten bunte Züge fotografieren, fast niemand für länger dorthin. Schau mal auf den einschlägigen Seiten, entlang der Eisenbahn gibt es eigentlich nur die Bahnhöfe, dazu JH und Nová Bystřice. In allen anderen Ortschaften gibt es wenige Pensionen oder einzelne Hütten, das reicht einfach nicht - gerade nicht, wenn alle Heimurlaub machen.


    Nur eine Theorie. Die Dame in Hůrky sagte uns damals, dass man für Silvester und Sommer bis zu zwei Jahren warten müsse... warum man dann den zweiten Sommer in Folge den Bahnhof dortselbst renovieren muss, hinterfragen wir lieber nicht.


    Martin

    Kannst Du etwas zum aktuellen Dampflokeinsatz sagen? Trägt die Px48 wieder die Hauptlast im Sommer oder kann man häufiger mit der "U" rechnen?

    Hallo Julian,


    bisher kam immer die U37 zum Einsatz (möglicherweise einmal nicht, aber da bin ich nicht sicher), für den Sommer kann ich nichts vorhersagen - nur falls eine Dampflok irgendein gröberes Gebrechen hat, dann wird sie erst einmal stehen bleiben...


    Martin

    Traurige Nachrichten! ...

    Kann man denn eigentlich immer noch in vereinzelten Bahnhöfen der Strecke übernachten?

    Kann man den Triebwagen ausweichen bei einer Bereisung? Ich war zuletzt 2007 da, damals fuhren sie noch als Mbxd2.


    Liebe Grüße, G. Holst.

    Dobrý den,


    ja, das kann man noch, allerdings mit einem großen ABER:
    Skrychov ist mittlerweile privat an einen JHMD-Mitarbeiter vermietet worden

    Střížovice gibt es auch noch (im Winter in einer Wohnung aber nur Ofenheizung mit Holz)

    Kunžak ist nur für Aufenthalte ab 2 Übernachtungen vorgesehen

    Hůrky wird umgebaut (inwieweit da etwas passiert möchte ich doch lieber nicht wissen)

    Albeř und Nová Bystřice sind wiederum zu mieten


    Leider übertreiben es die JHMD aber mit den Preisen ganz ordentlich, wenn man bedenkt, dass in den meisten Häusern seit fast 20 Jahren nichts passiert ist und man eher einen besseren Nachtlagerstandard vorfindet denn eine Familienunterkunft. Für die Tschechen ist das aber wohl ausreichend, die brauchen ja nur einen Platz zum Schlafen und einen Kühlschrank für das Bier.



    Den Triebwagen kann man ausweichen: Auf der Südstrecke fährt planmäßig keiner, auf der Nordstrecke gibt es unterwöchig noch Leistungen mit klassischen Zugverbänden. Für die Saison jetzt kann ich noch nichts sagen, man kraucht gerade...


    Viele Grüße

    Martin

    Dobrý den,


    die Betreibergesellschaft der beiden Schmalspurstrecken von Jindřichův Hradec aus, die JHMD, befindet sich wieder einmal in finanziellen Nöten. Man hat Gläubigerschutz beantragt und hofft mit den Bestellern eine Lösung zu finden. Ob das gelingt, steht in den Sternen, denn die Fronten sind schon länger verhärtet. So kurz vor der Saison ist das natürlich ein Problem, zumal sich die finanziellen Probleme schon zeigen, von heute an wird wieder ein Umlauf mit einem Omnibus ersetzt, es sind nur ein Triebwagen und drei Diesellokomotiven betriebsbereit.

    Davon unabhängig hatte ich die freudige Gelegenheit, am Sonntag auf Einladung an einer Fahrt nach Nová Bystřice und zurück teilzunehmen. Dem Planzug wurden drei Personenwagen aus dem Nostalgiepark beigestellt, unter anderem auch den Buffetwagen. Dazu kamen gute Laune, Freibier und interessante Gesellschaft. Das i-Tüpfelchen war die Bespannung durch die rote 705.918. Fotohalte waren nicht vorgesehen, aber beim Halt in Kunžak-Lomy raunte mir der Lokführer zu, dass er auch in Kaproun und Albeř halten werde. Das war nun definitiv ein Wissensvorsprung, denn niemand sonst hat uns verstanden. Auf dem bekannten Zeltplatz am Osíka wurde viel gewunken, bevor wir dann in Albeř einrollten und ich mich der Lichtbildnerei hingeben konnte.


    MOs 21254 in Albeř am 20.06.2021.


    In Nová Bystřice gab es dann ein kleines Programm, benebst Speis und Trank. Es folgten vielfältige Gespräche, das eine oder andere Kennenlernen (Deutscher? Hier beim Programm dabei? Interessant!) und nach ca. 90 Minuten rollte dann die 705.919 ein und setzte um.



    Bei schweißtreibenden 34°C mundeten Bier und Mokka sehr gut, so langsam stand der Aufbruch an. Unsere drei Wagen wurden wieder an den Zugverband rangiert und so genoss ich auch das erste Mal den berühmten Plattformblick vom letzten Wagen. Klar, dass es wieder Gespräche gab, wobei man sich nicht ohne seinen persönlichen Becher mitsamt einer Füllung hat erwischen lassen dürfen. In Jindřichův Hradec begann neuerliches Rangieren und das munter über alle Gleise.


    Vor der Abfahrt meines SEV-Busses nach Budweis verabschiedete ich mich noch vom Lokführer, einem mittlerweile durch vielerlei Umstände doch recht gebeutelten, dabei aber immer höflichen und schelmischen älteren Herrn. Noch bis Silvester wird er unterwegs sein, hoffentlich halten er und die Schmalspurbahn so lange durch.


    Viele Grüße

    Martin

    Ja, die 705.906 wird reaktiviert, zuvor erblickt aber 705.911 aber wieder das Licht der schmalspurigen Welt.


    Die gröbsten Probleme bei den JHMD scheinen vorbei zu sein, das liegt vor allem an einem jungen Mitarbeiter, der mit Herzblut und Tatendrang sein Menschenmöglichstes versucht.


    Martin

    Guten Abend,


    Julian, ich weiß leider nicht genau, welches Bahnhofsgebäude gemeint ist, ich meine, es war jenes von Rudy (geändert). Das hat überhaupt nichts mit der Schmalspurbahn auf tschechischer Seite zu tun, aber in dieser Gegend gibt es Fördergelder nur, wenn man grenzüberschreitend miteinander kooperiert. Das schadet ja auch nicht. Die Verlängerung ist immer mal wieder Gegenstand von Diskussionen, aber der Nutzen ist noch sehr überschaubar, denn außer zum Kaufland, zum Zigaretten- und Kartoffelkaufen sind doch eher wenige Tschechen im polnischen Grenzgebiet anzutreffen. Bei den SZD sind aber ca. 25 Prozent aller Fahrgäste Polen, die Kontakte sind also da.


    Ausdrücklich kein Aprilscherz sind die bevorstehenden Bauarbeiten, das EG in Třemešná v/Sl. ist schon leergezogen, alle anderen sind auch leer und am 1.5.2021 soll die Übergabe des Gebäudes in Osoblaha an die Baufirma erfolgen.


    Das Bahnhofsgebäude zu Horní Povelice fiel im Dezember 2014 dem Abriss anheim, anschließend stand für zwei Wochen noch die Wartehalle, bevor ein Sturm sich auch ihrer annahm. Nun steht an ihrer Stelle eine etwas zu große Wartehalle. Diese soll abgetragen werden und in einem Dorf als Hühnerstall Verwendung finden, die Wartehalle entsteht dann analog zu jener in Amalín und Dívčí Hrad neu.

    Der Teich in Koberno ist leider arg zugewachsen, bisher habe ich damit noch nichts anstellen können, was irgendwie nach geglücktem Foto ausgesehen hätte und ja, Koberno soll tatsächlich Ferienhaus werden. Osoblaha soll Personalräume für die SZD erhalten (die haben bisher nur in Třemešná v/Sl eine kleine Unterkunftsmöglichkeit) und für den Rest wird sich sicherlich etwas finden, wir hatten schon an eine Kleinbrauerei gedacht, die dann die Sorten "Hotzenplotz" "Dimpflmoser" und "Kasper" braut.


    Zu den Fahrzeugen: Die ČD lassen gerade 705.914 in Kutná Hora modernisieren, die SZD ihre Dampfloks in Krnov und sonst suchen wir immer noch einen 5090...


    Niels, Dein Bild aus Horní Povelice - sehr sehr schön. Das kleine Gleischen hat sein Dasein nur zwei Monate später beendet...


    Viele Grüße

    Martin