Beiträge von 705.914

    Dobrý den,


    in gut einem Monat ist Fahrplanwechsel und es ist leider nicht mehr so häufig, dass man über die Lokalbahnen rund um Neuhaus etwas Gutes schreiben kann. Dieser Fahrplanwechsel nun ist ein solcher Grund:


    Auf der Strecke nach Nová Bystřice fahren ab Dezember täglich vier Zugpaare im Zweistundentakt, das heißt, der einzige Unterschied zum Sommersaisonfahrplan ist dann die Tatsache, dass es um 7.25 morgens und 17.20 abends noch weitere Züge ab Jindřichův Hradec gibt und natürlich der Dampfverkehr. Für den geneigten Freund klassicher Zuggarnituren hat diese Angebotsausweitung, deren Ursachen im Dunkeln liegen, den Vorteil, dass man dank fünfer Umläufe nun mindestens eine Diesellok einsetzen muss. Spannend werden die winterlichen Zugkreuzungen in Střižovice sein, mitten im Wald und bei Eis und Schnee...


    Den neuen Fahrplan gibt es hier: http://www.szdc.cz/provozovani…zdni-rady-171210/k229.pdf


    PS: Auf der Nordstrecke gibt es geringe Anpassungen im Minutenbereich, nichts Dramatisches.



    Viele Grüße
    Martin

    Jó napot kívánok!


    Auf unserer Sommerreise haben wir auch Debrecen besucht und wollten zumindest ein Stück weit mit Zsuzsi fahren. Zsuzsi ist der Spitzname der Schmalspurbahn von Debrecen Fátelep nach Hármashegyalja, sie führte bis 1968 noch weiter nach Nyírbéltek.


    Aus Zeitgründen konnten wir leider nicht hin- und zurück fahren, sondern mussten uns mit einer Kombination aus Regionalbus und Kleinbahn behelfen. Was so entspannt klingt, war dann doch ein kleines Abenteuer. Vom Hauptbahnhof Debrecen fuhren wir mit dem Bus bis Nagycsere, iskola und schlugen uns dann gute zwei Kilometer durch den Wald bis nach Erdészlak. Den Bahnhof hatten wir uns allerdings ein wenig romantischer vorgestellt: zwei Gleise, aber eine Bahnsteiglänge die manch deutschem Regionalbahnhalt zur Ehre gereichen würde.




    Nunja, der Fahrplanaushang versprach auch eine Zugfahrt und ehe wir uns versahen, waren deutlich Geräusche eines Zuges auszumachen. Wir fotografierten den aus einer Mk48 und zwei Personenwagen bestehenden Zug und bedeuteten dem Lokführer, anzuhalten (Erdészlak ist Bedarfshalt). :knips:




    Der Lokführer nahm meine Handbewegung wohl aber eher als Gruß war, hupte, und fuhr weiter. Wir nahmen die Beine in die Hand und liefen dem Zug nach, erst jetzt merkte der Maschinist, was unser Begehr war, hielt an und ließ uns einsteigen. Ja, so kann es auch gehen.


    Wir sitzen also so im Personenwagen und genießen die Fahrt - auch wenn mehrere Kilometer direkt neben einer Hauptstraße entlangführen, ist das Kleinbahnfeeling auf alle Fälle da. Der nette Schaffner verkauft uns, noch sichtlich gezeichnet vom scheinbar völlig abstrusen Vorkommnis, dass da zwei in Erdészlak zusteigen wollten, Teilstreckenfahrkarten für je 500 HUF. Leider umweht ihn eine wahrnehmbare Note Atemalkohols. Hätte er keine Schaffnertasche umgehabt, er wäre auch als mitreisender Familienvater durchgegangen.


    Unsere Fahrt endete dann, anders als das MÁV-Kursbuch suggerierte, schon in Hétvezér und nicht am Fátelep. Eine Mitreisende ist besorgt um uns, fragt das Fräulein Tochter, wie das auf Deutsch heißt und sie sagt es uns dann: Das ist die letzte Station! Wir hätten auch végállomás verstanden, bedanken uns aber artig mit köszönöm! Der Zug fährt leer noch weiter, irgendwo werden die Wagen abgekuppelt und die Lok fährt dann noch einen guten Kilometer bis zum Endbahnhof Fátelep, der aber eingezäunt ist und offenbar nicht mehr bedient wird?




    So endet unser Kurzbesuch bei Zsuzsi mit einem Blick über den Zaun... mehr belustigt als entmutigt machen wir uns wieder auf zum Bahnhof, irgendwann werden wir mehr Zeit haben oder uns die Zeit für einen Sonderzug nehmen!





    Viele Grüße
    Martin

    Hallo Tilo,


    ja, die Dampflok fuhr tatsächlich. Zum einen unternahm sie Probefahrten zwischen Berehowe und Chmilnyk, am ersten Augustwochenende fuhren die Züge wie vorgesehen Berehowe - Chmilnyk - Wynohradiw und am zweiten Wochenende fuhr man dann - warum auch immer - das Borschawatalbahntotalprogramm: Berehowe - Chmilnyk - Irschawa - Chmilnyk - Wynohradiw - Chmilnyk - Irschawa - Chmilnyk - Berehowe. Am dritten Wochenende fuhr zumindest freitags ein Ersatzzug mit Diesellok - oder besser: Er soll gefahren sein. Der Rost an den Schienen sprach eine andere Sprache.


    Die Informationspolitik war aber auch desaströs: Fahrpläne auf Zuruf, an zwei verschiedenen Stellen im Bahnhof Wynohradiw (Schalter und Wandzeitung) und in Berehowe gar nichts, auch im Internet nicht: Weder zu Preisen, noch zum Fahrplan, noch... lassen wir das. Wir finden es auch schade, aber da wir auch so immer viel Freude mit Aufenthalten in der Ukraine haben konnten wir letztlich darüber lachen.


    Natürlich hoffe ich aber, dass der Zugverkehr wieder aufgenommen wird, denn die Bahn ist ja doch eine Lebensader für die Dörfer entlang der Strecke - mit dem Auto waren wir von Oleschnyk nach Wynohradiw jedenfalls genauso schnell oder langsam wieder Zug...


    Fahrt frei
    Martin

    Grüezi!


    In meinem letzten Bericht schrieb ich ja schon, dass wir auf unserer Reise ein paar Höhen und Tiefen erlebten, was die Schmalspurbahnen anbelangt. Ein namhafter Schweizer Eisenbahnenthusiast und die Oblastregierung von Transkarpatien haben sich gemeinsam mit der Y3 auf einen Schmalspurdampfaugust geeinigt, das Konzept klang gut, die Bahn hatte uns im letzten Jahr schon sehr gut gefallen, sodass wir (obwohl nicht wirklich Freunde des Dampfes)beschlossen: Da müssen wir auch hin.
    Die Unterkunft hatten wir in Berehowe gesucht und gefunden, etwas außerhalb ein kleines Ferienhaus, gerade richtig für unsere Zwecke. Schon bevor wir losfuhren, gab es Risse im Bild eines schönen Saisonverkehrs: Die Fahrpläne änderten sich wöchentlich, die Dampflok fuhr dann doch nicht, war am Ende gar defekt und ob und wie und vor allem wann etwas fährt war offen. Wir hielten uns am Strohhalm des Planverkehres fest.
    So bestellten wir uns - dekadent - ein Taxi und ließen uns in Richtung Wynohradiw fahren. Die Straßen waren eher durchschnittlich, aber so lange man auf der Hauptstraße fuhr, ging es. Aber dann: Wir bogen ab nach Oleschnyk (derTaxifahrer war überrascht, was für Dörfer diese komischen Deutschen kennen) und die Straße war nur mehr eine Anhäufung von Schlaglöchern getreu dem Motto: Lochan Loch und hält doch. Der Taxifahrer bangte um sein Auto, lieferte uns aber am Bahnübergang ab. Seine Nummer bekamen wir auch gleich, damit wir abends wieder nach Hause kommen. Doch es sollte alles anders kommen.
    Wir warten am Haltepunkt auf den Zug, die Gleise sind sehr rostig aber wir denken uns nichts dabei.



    Das Bahnhofsgebäude von Oleschnyk wird schon lange nicht mehr für Bahnzwecke benützt, die Fahrpläne muss (besser sollte) man kennen.



    Eigentlich müsste der Zug auch langsam am Horizont auftauchen, die Streckengeschwindigkeit ist ja sehr, sehr niedrig (75 min für 18 km), aber nichts. Aus dem gegenüberliegenden Haus tritt eine Frau heraus und ruft uns Wartenden zu: Поїзд не будe! (Der Zug kommt nicht). Das trifft uns erst einmal. Unser Taxi weg, Nahverkehr existiert nicht und wir sind ja noch jung.



    Wo kommt denn der Zug? Das fragt sich nicht nur der Autor dieses Beitrages, zum Nationalfeiertag passend gekleidet...



    Also machen wir uns auf den Weg gen Wynohradiw, nicht ohne vorher noch zweimal gefragt zu werden, ob denn der Zug nicht käme?
    Das sind zunächst etwas mehr als zwei Kilometer durch das Dorf, vorbei an Gehöften und verlassenen Scheunen, immer in Sichtweite des Bahndammes. Zahlreiche Motive fallen uns auf, nur schade, dass kein Zug kommt, mit dem sich die Motive als solche auch umsetzen lassen. Unser Weg führt über Feld und Flur, ist mal mehr oder weniger ausgewaschen und irgendwann windet sich die Bahntrasse nach rechts vom Wege weg und wir laufen geradezu nach Wynohradiw. Auch in Wynohradiw selbst sind noch einmal etliche Kilometer zu absolvieren, einen Teil davon kannten wir schon, interessant zu sehen, wie belebt die Stadt sein kann, wenn man zur rechten Jahreszeit dort ist. Wir wissen nicht einmal, wann der nächste Zugfahren wird und denken uns, dass das bei unserem Glück irgendwann in den nächsten zehn Minuten der Fall ist. Dem ist auch so, aber es ist gottseidank ein Zug in die Gegenrichtung.



    Einerseits unverzichtbar, andererseits aber auch eine Zumutung für die Fahrgäste: die altersschwachen Д1. Also jede Dampflok kommt mit weniger Lokmannschaft aus, der Bordmaschinist lief ständig zwischen beiden Triebköpfen hin und her.



    Auf den Schmalspurgleisen ist Markt, sodass das nicht der Grund sein kann, warum kein Zug fährt. In der Schalterhalle studiere ich aufmerksam alle Aushänge. Ein Touristenzug Wynohradiw – Irschawa –Wynohradiw ist angekündigt, aber nichts zum Ausfall der Züge nach Chmil’nyk. Doch! Am Schalterfenster hängt ein kleiner Zettel, demzufolge an gewissen Daten keine Züge führen. Dumm, das heutige Datum ist mit dabei. Noch etwas birgt der Zettel in sich: Der Spätzug nach Chmil’nyk fährt nicht mehr.



    Bekanntmachung: Die Züge 6604, 6606 und 6608 werden an folgenden Tagen nicht fahren... - der Spätzug ist gar nicht mehr verzeichnet, Zugverkehr demzufolge nur sonntags. :wall:



    Wir können unseren Augen kaum trauen, sollte man den Planverkehr etwa der Touristenbespaßung geopfert haben? Immerhin fährt in Bälde ein Zug zurück nach Berehowe, vorher genießen wir noch zwei köstliche Pizzen und bezahlen dafür mit vier Getränken knapp 5€.Man kann dem Land beim Verelenden richtig zusehen. Vor der Abfahrt des Zuges verkauft die Kassenbeamtin die Fahrscheine auf dem Bahnsteig, unser Reiseziel kennt sie ja schon, zweimal 35 km Bahnfahrt für zusammen 18 UAH, also etwas um 0,60€. Bevor wir zum Mittagessen gegangen waren, sagte sie uns noch, dass der Touristenzug wichtiger sei und niemand verstehe, was das Verkehren der Züge verunmöglichen sollte. In Berehowe angekommen machen wir uns zu Fuß auf den Weg in unser Quartier, was etwa 4 km Fußweg bedeutet.



    Da fährt schon länger nichts mehr - Schmalspurgleise vor dem Bahnhof von Berehowe.



    Wir laufen auf der Schmalspurbahntrasse und wollen uns im Depot mal umschauen. Durch eine – formulieren wir es freundlich – zwielichtige Gegend kommen wir zuerst zum Umladebahnhof und dann zum Depot, das frei zugänglich ist.



    Mit allem hätte ich gerechnet, aber nicht damit, die Dampflok Гр 280 nach unserem Besuch im April in Hajworon ein paar Monate später in Berehowe anzutreffen... die Lok ist kalt wie Eis. Leider. Ich gönne den Eisenbahnen der Ukraine wirklich alles Gute, aber eine gewisse technische Verfügbarkeit sollte gegeben sein und vor allem sollte der Regelverkehr funktionieren, bevor man über Dampfspaß nachdenkt.




    Blick auf die Gleisanlagen des Bahnhofes Berehowe Male (Kleinbahnbahnhof), rechts schließen sich weitere Gleisanlagen an.




    Ein paar Ersatzteile gäbe es noch... aber man zehrt nur noch von der Substanz.




    Blick auf die Depotanlagen - die Gleisanlagen sind öffentlicher Fußweg, fotografieren war kein Problem, wenn man sich immer mal vergewissert, wer da so des Weges kommt...



    Hier fotografieren wir ausgiebig, schauen uns um und gucken dann weiter zur im Fahrplan ausgewiesenen Einstiegsstelle am Supermarkt "Barwa". Kein Bahnsteig, kein Hinweisschild, gar nichts.



    Wenigstens den Humor haben sie nicht verloren - das Dampflokschild ist noch nicht allzu alt. Links des Bahnüberganges ist der Zustiegspunkt für die Touristenzüge - nachts dank LED-Straßenlampen gut ausgeleuchtet, aber nicht ausgeschildert oder gar mit Informationen versehen... naja



    Dafür kann ich an einem Straßenstand noch 1,5 Liter Weißwein erstehen, natürlich nicht, ohne vorher probiert haben zu dürfen. Sogeht ein Tag zu Ende. Abends denken wir noch, einen Zug zu hören, doch nichts.Mein Mitreisender steht morgens früh auf und schaut, was für ein Zug da nun fährt. Er kommt ziemlich demotiviert wieder – es fuhrt nichts. So haben wir morgens alle Zeit der Welt, unser Häuschen noch zu genießen. Irgendwann kommt eine Frau vorbei, gehört zum Eigentümer, spricht mit uns Russisch, wechselt dann aber auf Ukrainisch (puh) und im Laden gegenüber bekommen wir einen Kaffee spendiert (peinlich), wobei die Ladengespräche mehrheitlich auf Ungarisch geführt werden. Das sprechen wir nun nicht, aber als wir unsere Kurzzeitbekannte mit Viszontlátásra! verabschieden, freut sie sich sichtlich.Noch einmal wird der Bahnübergang einer Kontrolle unterzogen, und siehe da: Die sind mit irgendetwas gefahren. Ärgerlich, aber uns jetzt auch schon egal. Vom Bahnhof aus unternimmt der Mitreisende noch eine kleine Exkursion zum Depot…die Diesellok ist tatsächlich weg. Tja, wer nicht will, der hat schon.


    Sehr,sehr schade…


    1, 2, Kasatschok!
    Martin

    ... aber doch bitte nicht auf Kosten der übrigen Reisenden. Einnahmen hin oder her, aber ein Fahrplan sollte - von Ausnahmen abgesehen - ein Gesetz sein, das nicht jeder mit genügend Geld kaufen und nach seinem Gutdünken her verändern kann. Dafür habe ich kein Verständnis, zumal ja auch noch Anschlüsse entfallen.


    Martin

    Привiт!


    In der vergangenen Woche konnte ich in Ungarn und der Ukraine einige wenige Schmalspurbahnen besuchen, was mal mehr (Balatonfenyves), mal weniger (Zsuzsivasút) und mal gar nicht vom Erfolg gekrönt war (Borschawatalbahn). Doch dazu vielleicht später einmal mehr.


    Der letzte Punkt auf der Reise war der Besuch bei der Kindereisenbahn in Užhorod (Ужгород). Die Stadt trägt viele Namen, war sie doch einst ungarisch, tschechoslowakisch, gehörte zur Sowjetunion und liegt nun in der Ukraine, keine 5 km von der slowakischen Grenze entfernt. Die Altstadt ist recht nett anzuschauen, ein paar Kaffeehäuser und Restaurants laden zum Verweilen ein. Für den geneigten Eisenbahnfreund bietet die Stadt in der Innenstadt, direkt am Fluss Už (dt. Ung) einen kurzen, aber interessanten Leckerbissen: eine Kindereisenbahn. Die Ужгородська дитяча зализниця (УЗД) besteht bereits seit 1947 und verkehrt auf einer Streckenlänge von nur 1,1 km zwischen den Stationen Молодіжна [Jugend] (Сталінська [Stalin], Піонерська [Pionier]) und Парк [Park]. Wie wohl alle Kindereisenbahn in der ehemaligen UdSSR diente die Eisenbahn der Ausbildung von Kindern und Jugendlichen im Eisenbahnbetrieb und der Berufsvorbereitung. Diesen Zweck erfüllt die Bahn heute auch noch, bzw. wieder. Eigentümer ist die Stadt Užhorod selbst, Betriebsführer ist jedoch die Ukrainische Staatsbahn in Gestalt der Lemberger Eisenbahn Львiвська залiзниця, bzw. deren Direktion in Užhorod.
    Von 2008 bis 2016 ruhte der Betrieb mit einer kurzen Unterbrechung, die einer Wahlkampfveranstaltung geschuldet war. Im Frühjahr 2016 gelangte die TU-2 098 nach Užhorod, nachdem sie in Berehowe aufgearbeitet wurde, die Stammlok aus Užhorod gelangte hingegen nach Berehowe und wartet der Dinge, die da wohl nicht kommen werden. Zwei Personenwagen - modernisiert und neulackiert - stellen den gesamten Fuhrpark dar. Einen Lokschuppen gibt es nicht, das Gelände der Station Молодіжна ist nachts abgeschlossen, kleinere Reparaturen lassen sich hier unter freiem Himmel bewerkstelligen. Eine Hin- und Rückfahrt kostet derzeit 20 UAH (ca. 0,65 €), was im Verhältnis zu den normalen Fahrpreisen der Y3 sehr teuer ist (zum Vergleich, für 20 UAH kommt man ansonsten 130 km(!) weit), für uns jedoch spottbillig. Der Zug verkehrt ca. alle 42-45 Minuten.
    Trotz der Kürze der Strecke gibt es doch einige schöne Fotomöglichkeiten, die man so vielleicht in einer Großstadt nicht vermuten würde und die ich nachfolgend zeigen möchte:



    Die Ausweiche an der Station Молодіжна ist den Bahnsteigen aus Platzgründen vorgelagert, was bedeutet, dass der eingefahrene Zug zurück drücken muss, die Lokomotive dann umsetzt und den Train dann wieder an den Bahnsteig zurück drückt. Vor der Betriebseinstellung war es üblich, dass mit Passagieren umgesetzt wurde.




    Die Ausfahrt aus der Station Парк, die ihren Namen nicht von ungefähr trägt, stellt sich so dar. So ähnliche Szenen könnte man auch an anderen Schmalspurbahnen in der Ukraine noch finden - wenn Züge führen und die Signale leuchteten.




    Die Gleisanlagen der Station Парк nehmen sich bescheiden aus. Das Bahnhofsgebäude ist jedoch besetzt und es gibt auch Ein- und Aussteiger...




    Ungefähr in der Streckenmitte findet sich eine Möglichkeit, an die ansonsten zugekrautete Strecke zu gelangen. Links steht eine noch recht neue Orthodoxe Kirche, sie steht am anderen Ufer der Už.




    Und ein kleines Seitenportrait getreu dem Motto: Funktionalität vor Formfragen und im Zweifelsfall mit zwei Hammerschlägen zu reparieren...



    Schön, dass die Kindereisenbahn wieder fährt, aber schade, dass das nur ein kleiner Lichtblick ist!



    Fahrt frei!
    Martin

    Servus,


    wie bekannt hat die Pinzgauer Lokalbahn (eine Marke der Salzburg AG) im Jahr 2015 von der NÖVOG drei elektrische Triebzüge gekauft. In der Werkstätte in Zell am See-Tischlerhäusl wurde einer der Mittelwagen (ÖBB 7090) komplett aufgearbeitet und erhielt dabei Neulack im typischen rubinrot sowie weit öffenbare Fenster. Die Wagennummer lautet nun Vs 211; der Wagen verkehrt seit Mai eingereiht in einem lokbespannten Wendezug. Im Fahrgastraum informiert ein Aushang über die Geschichte des Wagens bzw. der Triebzüge allgemein.




    Am 31.07.2017 ist Vs211 in einem Personenzug eingereiht.


    Vom 25.09.2017 bis 14.10.2017 verkehren Züge nur zwischen Zell am See und Mittersill-Essiger, weiter nach Krimml werden die Züge im Schienenersatz geführt.



    Viele Grüße
    Martin

    Guten Morgen,


    ja, der Feldherrenhügel ist etwas tragisch, aber nichts, was mich ärgert - wer weiß schon, wofür solche Bilder noch einmal taugen werden?


    In der Tat, die ČD halten nur noch eine Diesellok und zwei Personenwagen Balm/ú vor. Die zweite Diesellok 705.914 ist schadhaft abgestellt, soll aber demnächst extern aufgearbeitet werden. 705.916 steht im Eisenbahnmuseum in Lužná u Rakovníka und 705.917 in Třemešná. Falls 705.913 untauglich wird fährt der Kollege vom Kraftverkehr (der übrigens genauso schnell/langsam ist wie der Zug(!)) - das kann auch schon einmal mehrere Wochen so gehen (zuletzt Sommer 2016 und Jahreswechsel 2016/17). Das Problem ist, dass man die Aufarbeitung der 914 ausschreiben musste und die Ausschreibung dann auch noch wiederholen durfte...



    Viele Grüße
    Martin


    PS: Um weitere Beiträge bemühe ich mich - richtige Formatierung inklusive!

    Dobrý den,


    zum Einstand ein kleiner Bericht zu einem jüngst im Hotzenplotzer Ländchen verbrachten Sommerwochenende.



    Nach der Ankunft im Quartier in Liptaň machte ich mich zu Fuß auf den Weg um eine Fotostelle für den letzten Zug des Abends zu suchen. Gefunden habe ich diese Stelle unterhalb der Jägerhütte. Wie zu erwarten fuhren 705.913 und Btu590 901.




    Beim Heimweg fiel mir der teilweise erschreckend schlechte Streckenzustand auf. Dennoch fahren die Züge hier mit 40 km/h und da erst im vergangenen Jahr die Brücken der Strecke saniert wurden muss man eine Stilllegung nicht so bald fürchten.


    Die Wirtin wartete mit schmackhaftem Abendessen auf und ich kam mal wieder ins Gespräch. In Bälde wird sich das Erscheinungsbild der Strecke nachhaltig verändern - zum Positiven!




    Der nächste Morgen brachte zwar Abwechslung beim Wetter (es schüttete wie aus Eimern, aber es gab einen Regenschirm von der Wirtin), dafür keine Abwechslung beim Fahrzeugeinsatz. Wir sehen den Personenzug nach Třemešná ve Slezsku im kleinen Bahnhof von Liptaň, von ČD, SŽDC und Straßenmeisterei fälschlich Liptáň geschrieben.


    Ich fuhr mit dem Gegenzug bis Slezské Rudoltice mit und aß dortselbst zu Mittag. Das Tagesmenü gibt es für sehr faire 65 Kronen, ein Preis, der in manchen Touristenzentren mittlerweile für einen Kaffee verlangt wird. Und es schmeckte! Und weil ich so fein aufaß gab es danach auch besseres Wetter. Zurück bemühte ich den Bus, stieg außerhalb Liptáňs aus und versuchte mich an einer weiteren Fotostelle.




    Gut merken, das Motiv gibt es gleich noch einmal - beide Male ohne wirkliche Sonne, aber die Züge fahren bei jedem Wetter, da kann man sie auch bei jedem Wetter fotografieren? Im Hintergrund noch einige Häuser von Liptaň.




    Am Sonnabend gab es wieder neues Wetter (ungewohnt: Sonne), sodass die morgendliche Einfahrt des Personenzuges in Slezské Rudoltice sehr stark von goldgelben Feldern dominiert wird.



    Eigentlich wollte ich ja mal mit dem Dampfzug mitfahren, aber irgendwie fühlte ich mich meiner Sache zu sicher und verzichtete auf eine Reservierung desselben. So musste in Třemešná ve Slezsku festgestellt werden, dass der Dampfzug bis auf den letzten Platz gefüllt ist. Gut, also Plan B wie Bus und ab nach Horní Povelice, von dort mit dem Personenzug weiter nach Osoblaha.




    Und da sind wir wieder - Dieser Feldherrenhügel ob Liptaň bietet noch viel Potential, insbesondere dann, wenn man denn mal sicher sein könnte, dass zum Auslösezeitpunkt die eingestellten Belichtungswerte auch noch brauchbare Ergebnisse liefern... Der mittägliche Personenzug ist um Btu590 905 verstärkt worden. Und damit sehen wir auf diesem Bilde auch den gesamten Einsatzbestand der Tschechischen Bahnen. Eine Lok (705.913) und zwei Personenwagen sind noch betriebsfähig. Zwei weitere Btu590 (902 und 907) sind betriebsunfähig abgestellt, die SZD besitzen noch Btu590 904 in grün-crème.




    In Třemešná ve Slezsku wartet derselbe Zug auf die Rückfahrt nach Osoblaha und wird dabei in Slezské Rudoltice mit dem Dampfzug kreuzen, der auch auf der Rückfahrt sehr gut besetzt war.



    Auch am Sonnabendnachmittag und am Sonntagmorgen entstanden noch einige Bilder, aber um die kümmere ich mich erst später einmal.


    In diesem Sinne:
    Fahrt frei!


    Martin

    Ach, ich finde sie ja so hässlich, dass sie schon fast wieder schön sind :lol:


    Aber sie sind für den Touristenverkehr einfach eine Zumutung. Für Fahrräder ist kaum Platz vorhanden, die Sitzanordnung verunmöglicht eine Verteilung der Fahrgäste im Triebwagen (an den meisten Stationen muss man beim Triebwagenführer Fahrkarten kaufen) und von der wirklich schönen Gegend sieht man nichts. Dennoch empfehle ich eine Mitfahrt - das Schaukeln und Schlagen ist schon eine Klasse für sich.


    Viele Grüße
    Martin