Beiträge von Nuke

    Hallo Harald,


    habe gerade kein gescheites Bild oder Schemazeichnung zur Hand, daher muss ein Wikipediabild (CC-License) herhalten.


    Barrenrahmen sind gänzlich anders ausgeführt als Blechrahmen, Sie werden gewalzt und bedürfen daher einer komplexeren Ausrüstung bei der Herstellung und sind auch teurer. Bedingt durch ihre Konstruktion sind sie deutlich filigraner und ermöglichen eine freie Durchsicht auf die Triebwerksteile. Die Stärke der Barren beträgt 70-100mm (sagt mein DR Lehrbuch).

    Sie gelten auch als steifer als die Blechrahmen. In Deutschland wurden vor allem die Einheitslokomotiven mit solchen Rahmen ausgerüstet, was auch für die 99 222 zutrifft. Die DR Neubauloks wurden mit geschweißten Blechrahmen ausgerüstet.


    Beide Rahmentypen haben aber gemein, dass ihre größte Schwachstelle oben in den Ecken der Achslagerführung haben, da dort die größten Kräfte wirken. Dort entstehen daher oft Risse, vor allem bei Lokomotiven, die hohen Belastungen ausgesetzt sind. Diese Risse können ausgeschliffen und dann verschweißt werden. Ich habe die Stelle im Bild markiert. Das gilt natürlich auch für die jeweils andere Seite der Achslagerführung und auch für alle anderen Achsen bzw. Achslagerführungen.





    Hier noch ein Link, wo man die Rahmen im Vergleich gut sehen kann.


    Gruß,
    Rafael

    Mahlzeit Sven!


    Na damit kann ich dienen. Ein bisschen Bildervorrat habe ich noch :zwink:



    Weiter geht es mit dem rechten Wasserkasten. Auch diesem hat der Zahn der Zeit sehr zugesetzt. Während der Innenreinigung war ich mir zwischenzeitlich ganz sicher wie viel von dem Kasten nach dem Sandstrahlen noch übrig bleibt..aber erfreulicherweise war der Großteil zu retten.



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    Müsli gefällig?


    nach einem Besuch beim Sandstrahler sah das Ganze schon freundlicher aus. Wie bereits beim kombinierten Kohle/Wasserkasten wurde gerichtet, geschweißt, gehämmert, geschliffen und teils neue Blechstücken eingesetzt. Außerdem erhielt die Tür des Werkzeugkastens neue Scharniere sowie ein funktionstüchtiges Schloss, für das auch noch ein neuer Schlüssel angefertigt wurde. Was ich hier so salopp erzähle waren sicher gute drei Wochen Arbeit.


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    Nach einer Dichtigkeitsprüfung kam der Deckel wieder oben drauf und wenig später konnte bereits der Rostschutzanstrich aufgetragen werden.



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    Damit kein Leerlauf entsteht wurde der obere Teil des Führerhauses zerlegt und schon mal zum Sandstrahlen gefahren.



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    Gut erkennbar ist noch die Aufschrift der Militärgeneraldirektion von vor über 100 Jahren.


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    Lackierarbeiten fallen zwischendurch auch immer wieder an.


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    Aktuell bespaße ich mich mit der Aufarbeitung aller Stangen, die zum Triebwerk gehören. Dazu dann ein ausführlicher Bildbericht im nächsten Beitrag.



    Bis dahin und Grüße aus Frankfurt,

    Rafael

    Hallo zusammen!


    mit Volldampf gingen die Arbeiten an der RIIIc weiter. Üblicherweise arbeiten wir an 2 oder 3 Baustellen gleichzeitig, so dass gerade bei den Blecharbeiten zwei Personen Bleche schneiden, bohren, schweißen, schrauben und eine (teils zwei) Person(en) direkt im Anschluss ans Grundieren, Lackieren und Spachteln gehen, während die nächsten Teile bereits bearbeitet werden.

    Auf diese Weise sind in recht kurzer Zeit ein neuer Aschkasten, die Aschkastenklappe mit Hebelmechanismus zum entleeren und die untere Führerhausrückwand entstanden sowie der Kohlekasten ausgebessert und aufgearbeitet worden.


    Dazu, wie üblich, ein kleiner Bilderbogen:



    Der Werkzeugkasten/Sitz für den Lokführer bekommt einen neuen Holzdeckel und die Rückwand bereits ihre Zielfarbe.


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    Lackierung diverser Kleinteile: Wasserkastendeckel, Aschkasten- & Luftklappengestänge, neues Trapezblech vorne, Teile vom Bremsgestänge im Führerhaus.


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    Nächstes Arbeitspaket. Die Ausgangssituation:


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    Ziemlich bitter.. also nix wie ran ans Werk! Nach dem Entfernern der nicht mehr zu rettenden Bleche, ging der Kasten zum Sandstrahlen.


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    Anschließend wurden neue Bleche eingesetzt, andere gerichtet oder neu angefertigt.


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    Als Abschluss dieses Beitrags wieder ein Gesamtbild beim Freilauf vor der Halle


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    Auch im nächsten Beitrag wird es wieder Blecharbeiten zu sehen geben. Da wartete nämlich noch ein zweiter Seitenkasten, und der sah nicht viel besser aus..



    Grüße aus Frankfurt,

    Rafael