Beiträge von Lenni

    Vermutlich sollte man auch davon ausgehen, dass das Verfahren ausgesprochen selten angewendet wurde, nämlich ja nur dann, "wenn keine Kuppelstange in ausreichender Länge vorhanden ist". Das muss dann also ein seeeeehr langer 4-Achser sein.

    Guten morgen,


    hmmmmm, ich zitiere nochmal:


    "Bei Verladung ohne Kuppelstangen sind sämtliche Achsen des aufgeladenen Vollspurwagens durch Radvorleger und Spannketten zu sichern."

    Ich sehe da in den Kurven keine Probleme, da die sich verändernde Länge keine Rolle spielt, da ja die Kuppelstange fehlt. Oder andersrum: wenn Du den hinteren Rollwagen auf 20cm "Spiel" einstelltest, dann würde ja bei einem Bremsvorgang der anhängende Zug mit Schwung den hinteren Radvorleger einfach unterm Vollspurwagen wegdrücken.


    Wenn keine Kuppelstange da ist, muss aber trotzdem die Bremsleitung verbunden werden. Oder stammt die Vorschrift noch aus der Heberleinzeit?

    Oder wurde das dann evtl. so gemacht wie bei der RSE??? Dass die Bremsleitung des Regelspurwagens verwendet wurde??


    Viele Grüße,

    Lenni

    Guten Morgen,


    ich habe nun einmal nachgelesen, wie es bei der RSE mit dem Rollwagenverkehr zuging. Hier gibt es ein paar sehr interessante Vorschriften:


    Die Regelspurwagen wurden nicht mit einer Kette gesichert, dafür wurden die Radsätze aber noch von der anderen Richtung mit Holzkeilen weiter gesichert. Das Auf- und Abrollen durfte nur per Hand, später dann mit der Seilwinde geschehen.


    Die ersten Rollwagen liefen später nur noch handgebremst mit, da der Umbau auf Druckluftbremse nicht lohnte. Sie durften auch ungebremst im Zugverband mitlaufen, zur Überbrückung der Bremsleitung wurde dann die Bremsleitung des aufgerollten Regelspurwagens verwendet und dessen Bremsen abgeschaltet!!


    4-Achser wurden generell ohne Kuppelstange auf zwei Rollwagen befördert, wobei dann die weitere Anhängelast heruntergeregelt war.


    Am Zugschluss war immer ein handgebremster Schmalspurwagen mitzuführen.


    Soweit die Informationen aus dem LokReport zur RSE.


    Viele Grüße,

    Lenni

    Moin Thomas,


    passend zu Deinem Thread bin ich heute über folgende Videos gestolpert, deren Qulität mich recht überrascht hat. Ich erlaube mir mal den link hier einzufügen. Es sind in der Folge 6 Teil, ich habe sie noch nicht durchgesehen, sondern bin noch beim ersten hängen geblieben.


    Viel Spaß, Lenni


    Guten Abend,


    Lasst es doch nun gut sein bitte und uns lieber beleuchten, wo evtl. die jeweiligen Vorteile der Systeme liegen. Wäre das satteln der Regelspurwagen einfacher, dann wäre das Gesamtsystem Schmalspurbahn doch konkurrenzfähiger geblieben. Das ist doch durchaus einen Gedanken wert....


    Und bitte bedenken: nicht weil etwas Jahrzehnte immer gleich gemacht wird, bedeutet das auch, dass es die beste Alternative ist. Es kann auch einfach von Mutlosigkeit zeugen ein bestehendes System zu modernisieren. Das System Seilwinde wirkt immer recht spartanisch, aber gut gemacht muss das doch auch betriebssicher sein. Wenn man eine Seilbahn bauen kann mit der Menschen transportiert werden, dann muss das doch auch zum verschieben eines Regelspurwagens möglich sein. Bei der RSE gab es da ein System mit Umlenkrollen um in die unterschiedlichen Richtungen zu verschieben. Interessant ist auch die ehemalige Umsetzanlage in Zell im Wiesental, wo noch eine Schiebebühne der Grube vorgelagert war um die Regelspurwagen bei Bedarf in eine andere Reihenfolge zu bringen um vermutlich hinterher die Anschlüsse schneller bedienen zu können.


    Viele Grüße,

    Lenni

    @Ronny Vermutlich, wobei mich auch verwundert das die Einheitslok nicht, die Neubau aber mit Beschränkung verkehren durfte.
    Das der Unterschied das so groß ist..

    Moin André,


    das hat mich auch sehr gewundert.....der Gewichtsunterschied liegt, meine ich, bei unter 3t.....kann sich (mir) das jemand erklären??


    Liebe grüße

    Thomas,


    das ist ein sehr interessanter Gedanke, den Du da so beiläufig fallen lässt. In der Tat sollte ja heute eine automatische Auf- und Abrollung nicht mehr sonderlich kompliziert sein (aber das bedürfte natürlich einiger Neuentwicklungen und Umbauten).


    Viele Grüße aus der Nachbarschaft!


    Lenni