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  2. Bw Wilsdruff

Beiträge von Bw Wilsdruff

  • Führerstände

    • Bw Wilsdruff
    • 4. März 2026 um 19:42

    Hier ein aktuelles Foto vom Führerstand der 99 715. Frank-Martin irrt mit der Behauptung, die GbR 99 715 wären die Mannen um Peter Wunderwald. Kopf und Vorsitzender war bis vor 6 Jahren der, vom EK-Verlag bekannte Autor, Dietmar Schlegel.

  • Lebensdauer von Neubaukesseln

    • Bw Wilsdruff
    • 23. Juni 2025 um 16:03

    Hallo Volker,

    aus meiner Stahlwerkererfahrung kann ich diesen Anschein nur bestätigen. Früher wurden Roheisenbrote eingeschmolzen und nur die Legierungsbestandteile zugefügt, die man im Stahl haben wollte. Heute wird der Stahl überwiegend aus Schrott geschmolzen. Dabei sind dann diverse Legierungsbestandteile, die man nicht braucht und teilweise für die Haltbarkeit nachteilig sind. Der Stahl der Schmelze muss nur bestimmte Werte erfüllen. Roheisenbrote werden nur noch verwendet, wenn bestimmte gewünschte Anteile an Legierungsbestandteilen überschritten werden. Quasi zum Verdünnen. Vielleicht gibt es hier im Forum einen Chemiker, der etwas zu möglichen Nebenwirkungen ungewünschter Bestandteile beitragen kann. Manche kennen ja das Problem der Kontaktkorrosion zwischen verschiedenen Metallen. Mancher Stahl der gleichen Güte ist leicht, mancher sehr schwer zu bohren. Schuld sind eben diese Nebenbestandteile (wie Chrom, Nickel, Kobalt, Kupfer...) die über den Rohstoff in den Ofen gelangen und ggf. nicht benötigt werden.

    Gruß

    Marko

  • Neue Bücher von Peter Wunderwald

    • Bw Wilsdruff
    • 31. März 2024 um 18:51

    Ich hatte das Buch heute flüchtig in den Händen und bin geteilter Meinung. Der Unfall von Kesselsdorf 1965 wird ausführlich behandelt. Erstmals auch mit Bildern, auf die ich gehofft hatte. Seit Längerem ist aktenkundig belegt (Unfallregister der HvM), dass es sich bei der Unfalllok um 99 706 handelte. Herr Wunderwald schreibt aber auch hier, wie in vergangenen Publikationen, es handle sich um 99 687. Die Bilder zeigen zwar keine Loknummer aber eine Lok mit geraden Wasserkästen und flacher Ersatz-Domhaube. 99 687 hatte bis zum Neubau aber schräge WK und die reguläre Domhaube der Nachbauserien. Auch andere Details wie Schornstein und die erkennbaren Rohrleitungen, entsprechen eindeutig der 99 706. Auch war nicht der Potschappler Hilfszug im Einsatz, sondern der Wilsdruffer. Wenige Seiten später folgen 2 Abbildungen von einem Blick in den Führerstand einer Neubau VIK. Für das erste Foto soweit stimmig, zeigt das zweite Bild aber die Stehkesselansicht mit einfachem Reglerhandhebel und Wasserstands-Prüfhähnen. Auch die Fenster des Führerstandes sprechen eindeutig dafür, dass es sich um die zweite Lok des eingeschneiten Hilfszuges handelt und nicht um die vom Autor geglaubte Innenansicht des Führerstandes einer Neubau VIK. Der Unfall von 99 715 wird mit überhöhter Geschwindigkeit und Alkoholgenuss des Personals begründet. Das Protokoll der HvM gibt aber als Ursache der Entgleisung einen Schienenbruch der Außenschiene an. Ich habe bei dererlei Feststellungen meine Bedenken, den Nachkommen der Lokpersonale gegenüber. Dann hätte man auch im Fall von Kesselsdorf von der offiziellen Version abweichen können, die dem Busfahrer (wohl zu Unrecht) die Schuld gab. Manchmal ist es besser Tote ruhen zu lassen. Mehr Eindrücke habe ich leider in den 5 Minuten blättern nicht sammeln können.

    Allen Bimmelbahn-Foristen Frohe Ostern!

  • Wilsdruffer Netz im DEFA Film

    • Bw Wilsdruff
    • 19. Oktober 2023 um 07:36

    Hallo in die Runde,

    ich staune, dass der Film so Vielen bisher unbekannt war.

    Zumindest die aufmerksamen Leser des EK-Buches "Das Bw Wilsdruff" hatten diese Informationen schon länger. Im Buch wird sowohl ein Bild von den Dreharbeiten gezeigt, als auch der Zeitpunktder Aufnahmen, Handlung, Ort und die Namen des Lokpersonals kurz beschrieben.

    Da die Handlung des Filmes im Spreewald spielt aber die Spreewaldbahn nicht mehr zur Verfügung stand, wurden die Szenen kurzerhand im Wilsdruffer Netz gedreht. Der Film ist anspruchsvoll, widmet sich der Kinderpsyche eines "Träumers" aber auch nur die reinen Eisenbahn-Szenen sind sehr sehenswert. Der Film ist auf DVD in der Rainer Simon Filmreihe unter dem Titel "Fernes Land Pa-Isch - Rainer Simon-Filmreihe (+ Bonusfilm: Männer ohne Bart)

    erhältlich.

    Gruß Marko

  • Zukunft WAS Freital-Potschappel

    • Bw Wilsdruff
    • 18. Januar 2023 um 15:37

    Da wie man sieht Erinnerungen verblassen, hab ich nochmal in den alten Unterlagen geblättert.

    Die Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss ist auf Intitiative des damaligen 2. Bürgermeisters von Freital, Stephan Loge, 2002 erfolgt. Er war Gegenkandidat von Klaus Mättig, der die Wahl zum OB 2001 gewann.

    Loge hatte die Vision einer Landesgartenschau zwischen Freital und Tharandt. Der Besucherparkplatz sollte auf dem "Steiger" in Potschappel sein und die Schmalspurbahn von dort als Zubringer fungieren. Ebenso wurde das Projekt von Kreisarchivar und Heimatforscher Wolfgang Burkhardt, einer Freitaler Kulturmeile (von Döhlen nach Schloß Burgk), aufgegriffen.

    Dazu sollten nach Loges und Burkhardts Vorstellung ausgewählte Züge der Weißeritztalbahn, regelmäßig von Potschappel starten und Haltepunkte an der Porzellanmanufaktur, Döhlen und Deuben eingerichtet werden.

    Nach dem ablehnenden Gerichtsbescheid von 2003 war im Stadtrat behandelt worden ob Klage eingereicht wird, da die Begründung "es handle sich nur um ein reines Rangiergleis und hätte keinen Stadtteilverbindenden Charakter" nach den Plänen von Loge und Burkhardt, nicht zutreffend gewesen wäre.

    Landkarten für die Kulturmeile waren gedruckt und bereits im Umlauf, die IG Weißeritztalbahn und ABM hatte den Bahnsteig in Potschappel, sowie den Zugang von der Burgwartstraße wieder hergerichtet und es fanden bereits Sonderfahrten mit großem Zuspruch auf dem PHV-Gleis statt.

    Dieser Klageweg wurde aber in besagter Stadtratssitzung 2003 mit der bereits genannten Begründung abgelehnt, denn Loge hatte Freital Ende 2002 verlassen und war zum Landkreis Dahme-Spreewald gewechselt. Mättig hatte kein Interesse die Bemühungen und Initiativen der politischen Konkurrenz weiterzuführen und so wurde alles ad acta gelegt.

    Das PHV-Gleis ging den Weg des alten Eisens, die Kulturmeile schlief ein, 2002 gab es die letzte jährliche Bergparade und auch die Gasballontreffen zu Ehren Wilhelmine Reichards wurden unter Mättig eingestampft (..Cityparade, Trabbitreffen...). Geblieben ist eine Wohn- und Schlafstadt mit überregional rechtsradikaler Wahrnehmung.

    So, genug geschimpft. Musste aber mal raus.

  • Zukunft WAS Freital-Potschappel

    • Bw Wilsdruff
    • 18. Januar 2023 um 08:57

    Hallo in die Runde,

    irgendwann hatten wir das Thema bereits, denn ich kann mich an die lebhaften Diskusionen erinnern. Mein Kentnisstand dazu:

    Die DB war 2002 Eigentümer beider Infrastruktur. Beim Wiederaufbau nach der Flut 2002 wollte die DB die Kosten für die Erneuerung der Brücke sparen. Zuschütten war billiger. Zudem bestand kein Interesse am Betrieb der Schmalspurbahnen, die durch Übernahme der Bahnreinigung wieder in den Mutterkonzern gelangt waren.

    Anfang 2003 war die Stilllegung des PHV-Gleis Thema im Freitaler Stadtrat, da die Kommune beim Rückbau von Infrastruktur zu beteiligen ist.

    Der Stadtrat verzichtete in dieser öffentlichen Sitzung auf sein Vetorecht und machte damit den Weg für die Interessen der DB frei.

    Die Begründung (ich war dabei): Fahrten von Potschappel seien ein Wahlkampfthema des unterlegenen OB Kandidaten Loge und damit wolle man nichts mehr zu tun haben, das Gleis brauche man nicht. So langsam wurde dann spruchreif was sich keiner hatte vorstellen können.

    Bis Herbst 2003 wirkten dann die Vertreter der Schmalspurbahnen intensiv auf den Freitaler Oberbürgermeister Mättig ein, der sich nun doch hinter die Interessen der Schmalspurbahnen stellte aber die Zusage aus dem Stadtrat im Frühjahr nicht mehr rückgängig machen konnte. Die Messen waren gelesen.

    Viele Grüße

    Marko

  • (?) zu "Reko"-VI K-Lokomotiven in Nossen

    • Bw Wilsdruff
    • 22. Juni 2021 um 20:23

    Noch ein Nachtrag: 687 wurde bereits am 3.2.75 dem Raw DSF zugeführt (Eingang) und am 14.11.75 dort zerlegt.

  • (?) zu "Reko"-VI K-Lokomotiven in Nossen

    • Bw Wilsdruff
    • 22. Juni 2021 um 20:20

    Hallo Kleinbahner,

    zur Bezeichnung der Lok, ob Neubau, Reko, etc. kann man trefflich streiten. Ich habe für mich, begründet aus der Entstehungsgeschichte sowie den Unterlagen der HvM, den Begriff Neubau als zutreffend gewählt. Aus bekannten Gründen, wurde diese Bezeichnung offiziell nicht verwendet und es etablierten sich diverse Varianten. Selbst die Konstruktionszeichnungen aus Görlitz sprechen mal von 99.64-71 Reko oder 99.64-71 L6 Variante. Die HvM hatte aber für die IVK, VIK sowie ein paar weitere Lok, den Neubau, bzw. Nachbau nach aktuellem Stand der Technik geplant und fixiert.

    Nun zum Thema 653. Diese wurde in Nossen, von den Schlossern des Bw, auf dem Hochgleis zerlegt. Die Zerlegung zog sich längere Zeit hin, da sie nur "Lückenfüller" war. Zwischendurch war sie auf einem Transportwagen immer wieder am Heizlokstand abgestellt. Mir persönlich liegen zwei Fotos davon vor, die ich hier aber leider nicht veröffentlichen darf. Als amtl. Zerlegedatum ist bei der Rbd Dresden der 31.12.75 vermerkt. Wohlgemerkt, es handelt sich nur um eine Buchung zur Beendigung der Produktionsmittelfondsabgabe und nicht um das physische Ende der Lok. Die Dauer der Zerlegung hat sich über ein Jahr ersteckt.

    LG Marko

  • Verschollene VI K im Nahen Osten

    • Bw Wilsdruff
    • 12. April 2021 um 08:06

    Hallo in die Runde,

    die verschollenen Lok über Cs, stehen wohl nicht in Zusammenhang mit den Nachforschungen des MfS. Es gibt drei unklare Punkte. 1. Die Cottbuser Lok wurden entweder verschrottet oder verkauft. Vieles spricht für Letzteres, denn sie sollen in Cs mit Öl eingenebelt und mit Planen abgedeckt worden sein. In Cs wurden sie nachweislich nicht zerlegt. 2. Die Befragungen des MfS in der Awst Wilsdruff beziehen sich vmtl. auf eine andere Lok, die in Teilen (vmtl. Heizkessel), durch einzelne Beteiligte verkauft worden sein könnte. 3. Einen dritten Ansatz zu Spekulationen gibt 99 655. Diese taucht nach z-Stellung in keinen Unterlagen mehr auf und soll Ende 71/ Anfang 72 von Potschappel nach Hainsberg überführt worden sein und dort (glaubwürdige Zeugen vorhanden) mit Kran auf einen Straßentieflader verladen worden sein. Das wäre für die Reichsbahn ein höchst unübliches Vorgehen.

    Ich habe zwar nach all den Jahren wenig Hoffnung auf Klärung aber vielleicht geschehen ja doch noch Wunder.

    Viele Grüße

    Marko

  • 01 118 bleibt liegen/52 4867 eilt zur Hilfe

    • Bw Wilsdruff
    • 31. Januar 2021 um 18:19

    Hallo,

    ich finde Beurteilungen über das Können von Lokpersonalen immer dann deplatziert, wenn man selbst nicht im Stadion, geschweige dem, auf dem Spielfeld war. Es gibt derart viele Dinge die dort ineinander greifen ( Nässe, Pollen, rostige Schienenköpfe, ein springender Regler, Probleme mit dem Sand, etc.), dass sich außer den Personalen keiner ein vollständiges Bild machen kann. Es tut mir beim Anschauen Leid um die Lok aber ich bin mir sicher den Personalen genauso, denn sie wissen um die Schäden, die beim Schleudern entstehen können und sind es ja dann meist selbst, die dann die Reparaturen ausführen. Bitte ein bisschen mehr Fairness. Danke!

    Marko

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