Beiträge von rekoheizer

    Hallo Bimmelfreunde,


    habe noch ein paar Bilder von 1994 aus Polen gefunden, leider habe ich hierzu keine Aufzeichnungen mehr.


    Wer kennt die Bahn bzw. wo ist es.



    Ein Triebwagen auf der Strecke nach . . . ?




    Endstation Schmalspur ?




    Gleisabschluss damals




    Schmalspurteil neben Hauptbahngleisen.




    Besten Dank für eure weiterhelfenden Hinweise im vorraus.


    MfG Rudi.

    Als mit der Privatisierung der Deutschen Bahn im Jahre 1994 die Bw´e Riesa und Nossen zusammengelegt wurden, kamen auch die Schmalspurbahnen in Radebeul und Freital - Hainsberg zum Bw Riesa. Somit gehörten auch die Überwachungs- und Ausbildungsaufgaben zum Riesaer Bereich. Da ich damals als Ausbilder tätig war und auch die Dampftraktion führen durfte, bekam ich auch die Aufgaben bei der Schmalspur Ausbildungsfahrten durchzuführen. Diese erstreckten sich über mehrere Tage und fanden mit verschiedenen Loktypen statt. Nachdem wir schon mehrere Fahrten auf den VII K Loks absolviert hatten, bestand auch die Möglichkeit mit der IV K eine Lehrfahrt durchzuführen. Sie musste aber extra bestellt werden, da ja die Plantrains mit der VII K Druckluftbremse hatten, musste für die IV K der Saugluftpark geordert werden. Da so etwas nicht alle Tage möglich war, habe ich ein paar Impressionen von damals fotografisch fest gehalten und möchte sie heute nach mehr als 20 Jahren in Erinnerung von damals, in einem kurzen Rückblick präsentieren.


    Ich fuhr an diesem Tag Fahrgast nach Freital, begrüßte die Kollegen die zur Ausbildung mitwirkend waren und nachdem wir uns noch eine Tasse Kaffee genehmigt hatten, begaben wir uns zur Lok. Für uns war die 99 1608 angeheizt worden und wir begannen die Vorbereitungsarbeiten. Als diese abgeschlossen waren, meldeten wir uns bei Zugleiter und bespannten den P 7565 in der Abstellanlage.


    Nach dem Umsetzen standen wir abfahrtsbereit für 8:31 Uhr ab Freital Hainsberg am Bahnsteig.


    Im Bahnhof Rabenau bot sich dann wieder eine Möglichkeit den Zug abzulichten, leider mit nicht optimalen Lichtverhältnissen.


    Da die Wasservorräte selbst für die VII K Loks bis Kipsdorf sehr knapp werden, ist es für die IV K natürlich ein muss in Dippoldiswalde Wasser zu ergänzen. Da aber der Wasserkran für die großen Loks ausgelegt ist, muss zum Einlassen, gezielt nachgeholfen werden. Natürlich begleitet von mitfahrenden Fotofans.


    Das gleiche Prozedere wiederholte sich ja dann auch am Endbahnhof in Kipsdorf.


    Während des Ergänzens der Wasservorräte hatte der Heizerkollege mal eine kleine Pause.


    Anschließend wurde die Lok an den 7566 zur Rückfahrt bereit gestellt.


    Mal schnell vor der Abfahrt um 10:40 Uhr noch ein Foto vom Bahnhof Kipsdorf.


    Nach der Ankunft in Hainsberg und dem Abstellen des Wagenzuges ging es für die Lok zum Restaurieren, Rauchkammer Reinigen, Kohle laden, Ausschlacken.
    Wobei das Lokpersonal vom örtlichen Personal unterstützt wurde.


    Zum Schluss noch ein schräger Blick über unsere Lok zum Schuppen in Hainsberg wohin sie dann zum entleeren des Aschkastens und der Fahrwerkskontrolle auf die Arbeitsgrube gefahren wird.



    Das war ein kleiner Auszug von einem Ausbildungstag auf der IV K in Freital- Hainsberg, als noch kein zerstörendes Hochwasser alles Veränderte.
    Es waren damals schöne Zeiten mit echter Schmalspurromantik an die ich mich im jetzigen Ruhestand gerne erinnere. Schön so etwas noch aktiv miterlebt zu haben.
    Übrigens müssen die beiden Kollegen aber immer noch ihr Salär mit Berufstätigkeit verdienen.



    Ich hoffe der kleine Einblick gefällt.
    MfG Rudi.

    Im Jahre 2002 unternahmen wir zu Zweit mit eigenem Pkw eine größere Rundreise durch das Vereinigte Königreich und entdeckten auch die etwas unbekannte Schmalspurbahn Wells & Walsingham Light Railway an der NO Küste von England.
    Hiervon, wenn auch ziemlich verspätet, ein kleiner Bildbericht.


    Kurz etwas zur Geschichte:
    Die WLLR wurde 1845 als Normalspurbahn von Wymondham nach Dereham gebaut und 1847 in Betrieb genommen und 1857 über Walsingham nach Wells-next-the-Sea erweitert. Der offizielle Betrieb auf dieser Strecke endete am 5.Oktober 1964.
    Unter Leitung von dem Eisenbahnfreund Roy Francis wurde 1976 mit dem Wiederaufbau mit der ungewöhnlichen Spurweite von 10 ¼ ´´ (260mm) begonnen und 1982 wurde sie als Wells & Walsingham Light Railway auf einer Länge von 6,44 km und 5 Stationen wieder in Betrieb genommen.
    Die Fahrzeuge sind größtenteils Um- und Neubauten für diese außergewöhnliche Größe.



    Zum Einsatz kam an diesem 24. Juni die Garrat-Lok Nr. 3 Norfolk Held.
    Hier bei der Einfahrt in die Station Walsingham.





    Lok Nr. 3 beim Umsetzen – eine nicht allzu große Person kann diese Lok noch bequem im sitzen bedienen.






    Der Zug nach Wells-next-the-Sea überquert die Westgate Bridge über die Edgar Road.







    Auf dem Barnard´s Cutting verschwindet der Zug fast vollständig im Einschnitt.





    Blick von der Straßenbrücke nahe Wighton halt. Hier ist auch gut zu erkennen, dass für den Wiederaufbau teils die alten Normalspurschwellen verwendet wurden.






    In der Endstation Wells befinden sich Lokbehandlungsanlagen und Personalräume.










    1987 wurde ein redundantes Stellwerk von Swainsthorpe nach Wells verlegt und umgebaut. Im Erdgeschoss befinden sich ein Geschäft, eine Teestube und ein Wartezimmer, während im Obergeschoss Büro- und Personalräume vorhanden sind. Die Drehscheibe war mal betriebsfähig, wurde aber da sie kaum benutzt wurde, verfüllt.





    Hier nochmal ein schöner Größenvergleich mit den Fahrzeugen.




    Hinter Warham führt die Strecke auch durch ein typisches Cottage hindurch.






    Zum Abschluss noch mal ein Bild von der Straßenbrücke bei Wighton.


    Für zwei Normalgrößen ist aber der Platz in den Wagen doch etwas beengt, doch man kann sich ja auch gegenüber setzen.





    Diese Bahn ist sicherlich etwas außergewöhnliches angesichts ihrer Spurweite und der Kleinheit - aber very britisch - ist vieles möglich.


    Ich hoffe der kleine Bildbericht, wenn auch etwas spät, kommt gut an und ist vielleicht mal eine Inspiration diese Bahn mal zu besuchen.


    MfG Rudi.

    Ein kleiner Bericht über eine Sonderfahrt mit einem Dampfzug auf der Waldbahn in Szilvasvárad im Norden Ungarns. Für unsere kleine Gruppe Eisenbahn- und Schmalspurfreunde aus Sachsen hatte ich wieder einmal eine Rundfahrt in Ungarn geplant um einige Schmalspurbahnen zu besuchen und natürlich auch zu fotografieren. Unterkunft hatte ich wie immer bei einer befreundeten Familie in Eger organisiert. Von da aus war es auch günstig mehrere Bahnen zu besuchen. Die Anreise nach Eger war am günstigsten durch die Slowakei und was lag da näher auch der Hronec Waldbahn in Csierny Balog einen Besuch abzustatten.
    Wir hatten uns natürlich im vorraus informiert, an welchen Tagen die Schmalspurbahnen in Ungarn fahren und wie wir am optimalsten die Sache ausschöpfen können.
    Im Plan waren die Strecken von Gyöngyös, Kismaros, Lillafüred, Felsötárkány und Szilvasvárad. Angereist waren wir am 29.04. in Eger und wurden von unseren Freunden zünftig mit einem guten Wein und natürlich auch Pálinka begrüßt. Als Höhepunkt hatte ich für den 01. Mai mit meinen ungarisch Kenntnissen in Szilvasvárad einen Dampfsonderzug bestellt. Dieser kostete damals um die 25.000 Forint, was noch 100 DM entsprach, also durch 5 geteilt für jeden nur 20 DM !
    So ging es am 1. Mai früh los mit dem Pkw die 30 km nach Szilvasvárad. An der Bahnhofskasse die Forinten gelöhnt und rüber ging es zum Lokschuppen.



    Vor dem Schuppen stand schon unser Sonderzügle mit der angeheizten Dampflok.





    Es war die 394.057 die wir schon mal am 02.09.1995 bei der Museumsbahn in Nagycenk auf dem Rand abgestellt hatten stehen sehen.


    Hier dazu noch auf den Namen "Szlivi" getauft.





    Die sich jetzt aber wieder nach der Aufarbeitung in einem guten betriebsfähigen Zustand befand und …





    . . . natürlich wie es sich für eine Waldbahnlok geziemt mit Holz befeuert wurde und schon ca. 8 bar Kesseldruck hatte.







    Nebenan entdeckten wir ein Exemplar der NS 3 aus deutschen Landen, die hier mehr oder weniger für Verschub- oder Arbeitsdienste eingesetzt wurde.








    Nachdem wir unsere Plätze in dem auch in gutem Zustand befindlichen Wagen der Bauart Bak eingenommen hatten, ging es unter dampfen und schnaufen für unser kleines "Lokchen", die 6,5 km hinauf zur Endstation Szalajka-Fátyolvizesés (dt. etwa Schleierwasserfall). In früheren Zeiten hieß diese Station Istállóskö-Ösemberbarlang feljávó, was übersetzt „ Am Fuß der Urmenschen Steinstallhöhle“ bedeutet.
    Von der Endstation kann man gut zu Fuß zur Szalajkaquelle gelangen, oder eben auch auf den Berg hinauf die Urmenschenhöhle besuchen.





    Kurz vor der Endstation steht in einem Stumpfgleis ein Bistrowagen, der in der Betriebssaison der Bahn die Gäste mit Speisen und Getränken versorgen kann.
    In den Wintermonaten wird er dann wieder ins Depot zurück gebracht.






    An diesem 1. Mai war natürlich auch in Ungarn Feiertag und diesmal ein besonderer, denn Ungarn wurde in die EU aufgenommen. Zu diesem Feiertag hatte die Bahn natürlich den Zweizugbetrieb eingeführt und wir kamen noch mit unserem Sonderzug dazwischen. So kam es dann auch in der Endstation teilweise zum Gedränge und wir mussten mit dem kleinen Dampfzug mehrmals den Dieselplanzügen ausweichen. Bei den Dieselzügen war auch eine deutsche Reisegruppe mit dabei und natürlich auch Eisenbahnfotofreunde, die gleich unseren Sonderzug mit umlagerten.







    Auf der Rückfahrt hatten wir dann wieder einen außerplanmäßigen Halt in Szalajka-Halastó (Fischteich) wo wir


    wieder eine Kreuzung mit dem Planzug abwarten mussten und dabei auch zu einem Foto kamen.


    In der Gaststätte an dem Teich kann man sich beste Forellen aus eigener Zucht munden lassen.









    Nach der Rückkunft im Ausgangsbahnhof Szalaja-Fatelep (Holzplatz) wurde unser Bak-Wagen an die anderen abgestellten Wagen angereiht


    und es sah wie ein „richtiger“ Zug aus.








    Als wieder einer, der an diesem Tag gut besuchten Planzüge, an unserem Abstellgleis vorbei gefahren war, verabschiedeten wir uns von unserem Zug- und Lokpersonal für die gute Betreuung mit einer angemessenen Spende. Die Lok fuhr wieder in das Depot auf der andern Bahnhofsseite und wir . . .


    . . . fuhren natürlich zur nächsten Schmalspurbahn nach Felsötárkány die auch an diesen Tag noch verkehrte.



    Wer mal in Ungarn in Gegend kommen sollte, dem kann man den Besuch dieser Bahn nur empfehlen, ein gutes Urlaubsausflugsziel.



    Ich hoffe es hat wieder mal gefallen, viele Grüße an die Leser. Rudi.

    Hallo Forenfreunde,


    auf einem Foto von 1971 befindet sich das Wartehäuschen vom Hp Teufelsmühle auf der rechten Seite Talwärts.


    Als ich 2013 mal wieder dort war ist ein Neubau links der Strecke. Kann das richtig sein, oder habe ich das erste Bild in Fahrtrichtung verdreht ?








    Besten dank für die Antworten im vorraus


    Noch schöne Ostern Gruß Rudi.

    Ein kleiner Rückblick auf längst vergangene Zeiten.


    Als alteingesessener Oschatzer hatte man ja immer die Bimmelbahn vor der Nase und war irgendwie mit ihr verbunden. In der Kinderzeit bin ich viel damit zu meiner Tante oder zum Lorenzmarkt nach Strehla gefahren. Es begab sich dann, dass die Kunde aufkam, die Bahn nach Strehla wird eingestellt. Um noch ein paar Erinnerungen zu erhalten, beschloss ich von der Strecke wenigstens noch mögliche Fotos zu erhaschen. So schaute ich in den Fahrplan, wann denn ein Zug nach/von Strehla fahren würde, denn der Fahrplan war damals schon ganz schön ausgedünnt. An einem Mittwoch ging es am besten und machte mich mit dem Fahrrad auf den Weg nach Strehla um 15:08 Uhr mit dem 11 438 nach Oschatz zurück zu fahren. Leider hatte ich unterwegs getrödelt und der Zug war schon weg.
    So schoss ich dann wenigstens noch ein paar Aufnahmen von den Bahnanlagen in Strehla und fuhr dann dem Zug nach, in der Hoffnung ihn unterwegs noch zu erwischen.



    Aber beginnend die Fotos vom leider leeren Bahnhof Strehla.


    Als erstes ein Bild vom Empfangsgebäude.





    Die Bahnhofsseite zur Elbe hin, wo früher auch mal ein Kaianschluss zur Holzverladung bedient wurde.





    Ein Blick in die Gegenrichtung zur Ausfahrt Richtung Oschatz. Links im Bild ein Gleisbogenfragment zu sehen zum Anschluss in die Leimfabrik.








    Anschließend ging es mit dem Fahrrad weiter dem Zug hinterher und es konnten unterwegs noch Aufnahmen gemacht werden.


    Ein Blick auf den maroden Oberbau bei Schmorkau und die dazugehörige Geschwindigkeitsbeschränkung auf 8 km/h . . .





    . . . für die Dorfdurchfahrt durch Mannschatz




    Kurz vor Oschatz unterquerte die Schmalspurstrecke die Hauptbahn Leipzig-Dresden.
    Das nachträglich gemachte Foto habe ich an dieser Stelle eingefügt damit dann die Reihenfolge mit dem dann kommenden 11 438 stimmt.
    Ich hatte den Zug wieder ein.





    Bis vor Oschatz hatte ich es geschafft den Zug einzuholen und hatte den großen Zufall,


    dass bei der Durchfahrt durch die „Drei Brücken“ oben ein Güterzug darüber fuhr.









    Ein Nachschuss über die enge Kurve vor der Döllnitzbrücke zum 11 438 der an diesem 15.Juli 1970 von der 99 1574 befördert wurde.



    In dieser engen Kurve war mal ein beladenes Rollfahrzeug umgekippt, auf welchem sich ein offener Güterwagen mit Leimleder (Schlachtabfälle zur Leimherstellung) befand.


    Da kam bei den Kollegen vom Hilfszug die es wieder richten mussten aber helle Freude auf. :sorry:






    Das Einfahrsignal für Oschatz , linkerhand die Zuckerfabrik, wo es auch ein Anschlussgleis von der Strehlaer Seite gab.







    Am Wärterstellwerk 3 in Oschatz fädelte sich die Normalspur auf das Dreischienengleis nach Mügeln ein und gleichzeitig zweigte die Strecke nach Strehla ab.






    Nach dem Abbau der Schmalspurstrecke, kam noch mal ein Teil des Bahndammes zu der Ehre des Umbaues auf Normalspurgleis.
    Dieses zweigte kurz hinter Oschatz in Richtung Dresden von der Hauptbahn ab und fädelte vor Schmorkau auf den Schmalspurdamm ein.
    Die Strecke hatte militärischen Charakter und führte bis an das Elbufer neben Strehla um im Ernstfall, wenn die Riesaer Elbbrücke zerstört wäre,
    mit einer Behelfsbrücke den Anschluss nach Röderau herzustellen.
    Inzwischen ist auch dies Geschichte und die Natur hat sich viel wieder zurück erobert, denn die Trasse ist der Umgestaltung eines Radweges entgangen.


    Wer es kennt wird noch einzelne Fragmente finden. Aber die Erinnerung lebt !



    Viele Grüße an alle Bimmelbahnfans - Rudi.