Beiträge von rekoheizer

    Nachdem ich schon vor einiger Zeit über die Zugmitfahrten vor dem großen Schmalspursterben 1972 berichtet habe, heute eine Fortsetzung von der Strecke Wolkenstein Jöhstadt. Ausgangspunkt war damals der Wohnsitz meiner Großeltern in Gelenau, von wo aus die meisten Bahnen im Erzgebirge relativ günstig zu erreichen waren. Die Fotos habe ich vom letzten Wagen bei der Mitfahrt des Zuges 3106 nach Jöhstadt gemacht, leider sind die Bilder von nicht unbedingt von guter Qualität, zumal beim Filmwechsel sich noch Fehllicht eingeschlichen hatte. Aber ich denke die Historie ist das Entscheidende.


    Pünktlich 9:20 Uhr verließ der Zug 3106 mit Lok 99 1581 am 02.09.1971 den Bahnhof Wolkenstein.

    Als Beweis noch die Originalfahrkarten von damals.



    Nach dem Ausfahrsignal vereinigten sich Normal-und Schmalspurbahn zu einem Dreischienengleis.





    Als nächstes wurde der Bahnhof Streckewalde durchfahren, wo sich die Anfangstafel für eine 10er – La – Stelle befand.




    Eine Streckenaufnahme zwischen Streckewalde und Großrückerswalde.




    Da das Fahrgastaufkommen an diesem Donnerstagvormittag sehr gering war wurde auch an den meisten Stationen nicht gehalten, außer es musste Zuglaufmeldung erstattet werden. Hier Durchfahrt in Großrückerswalde.




    Zwischen Großrückerswalde und Niederschmiedeberg verlief die Bahntrasse unterhalb der Straße.





    Im Bahnhof Niederschmiedeberg stand noch ein Wasserkran um im Bedarfsfalle noch Wasser nehmen zu können.





    Zwischen Nieder- und Oberschmiedeberg konnte ich mal den Zug von hinten beim Überqueren des Preßnitzbaches ablichten.






    Haltepunkt Oberschmiedeberg.





    An der Strecke zwischen Oberschmiedeberg und Steinbach hatte die Bahnmeisterei einen Stationären Werkzeug- und Materialstützpunkt eingerichtet.





    Natürlich wurde in Steinbach Wasser genommen, aber ich musste mit dem Filmmaterial haushalten, so habe ich nur eine Übersichtsaufnahme vom Bahnhof Steinbach gemacht.





    Hinter Steinbach biegt die Strecke um diese schöne Felsformation herum.






    Zwischen den Bahnhöfen Steinbach und Schmalzgrube befand sich am km 15,8 die Weiche zum Anschluss Wolf.





    Der damalige Bahnhof Schmalzgrube, leider mit dieser Fehlbelichtung.







    Der Haltepunkt Schlössel kam da schon wieder besser rüber.





    Nach der Einfahrt in Jöhstadt kommt man als erstes am Heizhaus vorbei, wo schon die andere IV K Schwester vor sich hin räucherte.





    Eine Übersichtsaufnahme vom Bahnhof Jöhstadt vom Zustand vor fast 50 Jahren.





    Die Lok 99 1581 wurde dann vor dem Schuppen restauriert, während die 99 1582 im Haus ihrer Dinge harrte.




    Und als letztes stand damals noch die 99 699 als ehem. Heizlok im Bahnhof rum.

    Weiß vielleicht jemand, was aus dieser Lok geworden ist ?





    Hallo Bimmelbahnfreunde, das war wieder mal ein Rückblick auf vergangene Zeiten.

    Ich hoffe es hat gefallen, trotz der mäßigen Qualität.


    Viele Grüße von Rudi.

    Bei einem Urlaubsaufenthalt in Österreich im Juni 2003 erfuhren wir zufällig, dass über Pfingsten am 08. +09. Juni Sonderzugfahrten auf dem Reststück der Krumpen von Obergrafendorf bis Kilb stattfinden. Also für den 09. eingeplant dort mal eine Stippvisite vorzunehmen. Da wir nicht genau die Abfahrtszeiten der Züge kannten, kannten fuhren wir eben aufs geradewohl.


    Unterwegs kam uns dann schon der erste Zug, geführt von einer Yv2, zwischen Obergrafendorf und

    St. Margareten-Rammersdorf entgegen.



    Dann schnell das Auto gewendet und den Zug verfolgen. In Bischofstätten ? konnten wir ihn am Bahnsteig ablichten.



    Zwischen Bischofstätten und Kilb kam er neben der Straße entlang.


    In Kilb wurde dann nach dem umsetzen noch rangiert.


    Auf der Rückfahrt am Haltepunkt Teufelsdorf.




    Irgendwo zwischen Bischofstätten und St. Margareten-Rammersdorf.




    Kurz vor dem Hp. St. Margareten-Rammersdorf.




    Und nochmal in voller Länge vor Obergrafendorf.





    In Obergrafendorf erfolgte dann Lok- und Personalwechsel.



    Dann wurde im Lokdepot die Dieseltraktion vorgestellt. Die 2190-03 wurde 1936 von der Simmeringer Maschinen und Waggonfabrik gebaut. Mit Dieselelektrischem Antrieb und einer Leistung von 145 PS. Vmax 45 km/h. Seit 2001 ist sie im Besitz des Eisenbahnclub Mh. 6.




    Diese Lokomotive wurde von der Simmeringer Maschinen und Waggonfabrik gebaut und 1940 an die damalige Deutsche Reichsbahn geliefert und erhielt die DR Nr.: 137 342. Auch mit Dieselelektrischem Antrieb bei 210 PS und ebenfalls im Besitz des Eisenbahnclub Mh. 6




    Beide Maschinen bespannten dann den 2. Sonderzug an dem Tag, den wir aber nicht weiter verfolgten.




    Wir verweilten dann im Depotbereich, wo es noch viele andere interessante Sachen zu sehen gab wie echte Dampfwalzen und andere Oldtimer. Dann wurde das Juwel des Eisenbahnclubs präsentiert.

    Die Mh 6. Gebaut 1908 bei Krauss in Linz. Achsfolge D2´-h2St. Vmax 40km/h. Kesseldruck 13 bar.




    Sie bespannte dann den 3. Sonderzug an diesem Tag.




    Natürlich wurde dieser Zug dann mit dem Auto begleitet. Hier bei der Ausfahrt aus Obergrafendorf.




    Hier irgendwo auf der Strecke zwischen Obergrafendorf und Bischofstätten.




    In Bischofstätten stand leider das Stationsschild im Weg, aber es war anders nicht hin zukriegen.




    Nochmals zwischen Bischofstätten und Kilb.



    Die Einfahrt in Kilb.



    Nach dem Umsetzen beendeten wir dann unsere Tagestour und fuhren zurück zum Quartier.


    Sollte ich im laufe der Zeit ein paar Ortsbezeichnungen durcheinander gebracht haben, bitte ich um Entschuldigung und fachliche Berichtigung.

    Ansonsten Danke fürs Anschauen.


    Inwieweit heute noch dort Sonderfahrten stattfinden ist mir nicht bekannt. Aber die Mh 6 gibt es noch.


    Viele Grüße Rudi.

    Auf dem Weg nach Schottland im Juni 2004 haben wir einen kleinen Umweg in Kauf genommen um der relativ unbekannten Kirklees Light Railway nebenbei einen kleinen Besuch abzustatten. Die Strecke befindet sich auf halber Strecke zwischen Manchester und Leeds.


    Sie war von September 1879 normalspurig in Betrieb und auf einer kurzen Strecke von 3,5 m (5,6km) und verkehrte bis 1983 als Kohlebahn der Lancashire and Yorkshire Railway zwischen Emley Moore Colliery und Elland Power Station.


    Von Eisenbahnfreunden wurde sie dann wieder aktiviert und als „Light“ Railway mit einer Spurweite von 15´´ o. 381 mm als Touristikbahn wieder zum Leben erweckt.

    Im Oktober 1991 ging sie von Clayton West bis Skelmanthorpe und im Mai 1997 bis zur Endstation Shelley Woodhouse wieder in Betrieb.


    Wir hatten uns natürlich vorher informiert ob an diesem Tag auch Zugverkehr stattfand, damit wir nicht ganz umsonst den Umweg unternommen hatten.


    An der Ausgangstation Clayton West standen vor dem Heizhaus zwei Lokomotiven.

    Die „HAWK“ wurde gerade für die Fahrt vorbereitet, während die „BADGER“ nur kalt daneben stand.

    Die „Badger“ ist eine C 2´ (0-6-4)ST Satteltanklok gebaut 1991 bei der Fa. Kerr Stewart.




    Vom Heizhaus ein Blick auf die Bahnanlagen mit Drehscheibe ,Wasserkran und den außenstehenden Wagenpark.


    An der Lok „HAWK“ faszinierte mich diese Dampfluftpumpe in Miniaturausführung.




    Nebenbei stand noch die nicht betriebsbereite Lok „FOX“. Eine 1´C 1´ (2-6-2)T Tenderlok gebaut 1987 bei Hunslet Engine Company eigentlich für den Export nach Indien.




    Ebenso nicht betriebsbereit abgestellt stand die „OWL“ B´+B´ (0-4-0+0-4-0) TG Garrattlok.

    Gebaut 2000 von Avonside Engine Company/Heisler lokomotive.

    Sie kommt nur an den Wochenenden und zu Special Events zum Einsatz.





    Der kleine 2-Wagenzug stand am Bahnsteig bespannt mit der Diesellok „JAY“, eine B-dieselhydraulische Dorman Lok mit Ford 4D 4-Zylinder Dieselmotor, gebaut 1992.




    Inzwischen war die Lok „HAWK“ zum Wasserkran vorgerückt um die notwendigen Wasservorräte zu ergänzen.




    Die Lok „HAWK“, ebenfalls eine B´+B´ (0-4-0+0-4-0) T, aber eine Kitson Meyer Lok gebaut 1998 bei Andrew Barclay Sons & Co.




    Auf den Nebengleisen gab es äußerst einfache Weichenkonstruktionen, welche aber für die hier eingesetzten Fahrzeug vollkommen genügen.




    Die Lok hat es jedenfalls bis zur Kohlenrampe geschafft und die Beladung ist auch nicht so kraftanstrengend.




    Vor der Abfahrt des Zuges noch schnell eine Tasse Tee abfassen.




    Am anderen Ende der Strecke in Shelley Woodhouse befindet sich auch wieder eine Drehscheibe, welche händisch bedient wird.



    So dass die Rückfahrt auch wieder mit Esse voran angetreten werden kann.



    Maßvoll wird an den Wagenzug zum Kuppeln zurück gesetzt.




    Vor der Abfahrt ist noch etwas Zeit und die wenigen Fahrgäste an diesem Tag verlieren sich im Smalltalk.




    Zwischen der Endstation und Skelmanthorpe befindet sich der 511 Yards (467 m) lange Shelley Woodhouse Tunnel.

    Es ist der längste Tunnel von insgesamt 15 der 381mm Bahnstrecken in Britannien. Darauf sind sie ganz stolz.




    Vom Lichtraumprofil her ist es noch erkennbar, dass hier früher eine Normalspur verkehrte.




    Die Station Skelmanthorpe ist als Ausweichstelle für den 2-Zugbetrieb ausgebaut, wobei nur 1 Gleis mit Bahnsteig versehen ist.

    Über die Brücke führt eine Nebenstraße von Emley nach Skelmanthorpe.




    Da an diesem Tag jedoch nur ein Zug verkehrte, entfiel in diesem Falle auch die Signalbedienung für die Einfahrt in Clayton West.




    Damit endet unsere kleine Umwegsfahrt und wir begaben uns auf die Weiterfahrt zum Tagesziel nach York.

    Vielleicht eine kleine Anregung bei wieder normalen Verhältnissen und passender Gelegenheit dort mal hin zu schauen.


    MfG Rudi.

    Hallo RBBler,

    du siehst das etwas falsch mit der Handentladung der Kohlen durch die Russen. Nein - sie zählten sie dabei einfach auch nach. ;-))

    Habe hier als Kind oft genug am Bahndamm gesessen und mir das Treiben am Bahnhof angeschaut.

    MfG Opizug