Beiträge von Chemnitzer

    Hallo,


    danke für den Bildbericht! Gibt es möglicherweise auch Bilder vom Bahnübergang Pappelweg an der Altenburger Ausfahrt von Neukieritzsch? Dort unterquerte die Grubenbahn einen Bahnübergang der LH sowie die Anschlussbahn vom Braunkohlenwerk Deutzen.


    Als Neu-Neukieritzscher rückte dieses gigantische Gleisnetz auch in mein Interesse. Ehemals war Neukieritzsch tatsächlich wie eine Insel von Gleisen, seien es 1435 mm oder 900 mm, umgeben, was sich auch im Wappen mit dem Flügelrad widerspiegelt. Allerdings findet man heute auf den Kohlebahntrassen rund um Neukieritzsch fast keinen einzigen Schotterstein mehr. Größtes Überbleibsel ist wohl die Verladebrücke in Lippendorf für die Umladung von 900 mm auf 1435 mm.


    Über das 900mm-Netz gibt es auch eine sehr informative Internetseite mit einer in OpenStreetMap intergierten interaktiven Karte: http://www.schmalspurige-grubenbahn.de/

    Das ist eine wirklich prima Seite!


    Ich empfehle folgendes Buch:

    Leider ist dieses nicht mehr erhältlich, aber zum Glück hatte es die Stadtbibliothek Borna in ihren Bestand aufgenommen, sodass ich die zahlreichen Gleispläne darin schon begutachten konnte.


    Gern kann ich einige Vergleichsbilder der Trassen von heute zeigen.



    Grüße aus Neukieritzsch

    Hallo!


    Anfang Juni war ich wieder in Budapest. Und es gibt wieder etwas neues: Lichtsignale in Hárs-hegy. Diese sollen aber nicht die Formsignale ablösen, sondern dienen - soweit ich es verstanden habe - dem neuen Stellwerk in Hűvösvölgy als eine Art Überwachungssignal. Bedient werden sie vom Stellwerk Hárs-hegy aus. Es gibt zwei Stück, jeweils auf Höhe der Einfahrweichen; zum Zeitpunkt der Aufnahme waren sie noch ausgekreuzt.


    Anbei noch ein Bild, was mir recht gut gefällt: Mk45-2005 mit Sz 337 am Einfahrsignal von Széchenyi-hegy am 05.06.2019.




    Grüße

    Nachfolgend möchte ich noch ein paar ältere Aussagen ergänzen:


    Während meines Besuches bei der Kindereisenbahn im Juli 2015 sind wir am Nachmittag mit dem "Lumpensammler" zurück nach Hüvösvölgy gefahren. Von Station zu Station füllte sich der Wagen mit den Kindereisenbahnern. Und plötzlich war da eine Gitarre und dann wurde gesungen! Das Repartoire reichte vom ungarischen Volkslid über alte Partisanenlieder bis zu Klassikern der Rock- und Popgeschichte. Und da machten alle mit! Die 11-jährigen genauso wie die 15-jährigen! Und ich konnte nicht erkennen, daß da ein Betreuer mit im Wagen saß! Bei uns in Deutschland wäre es wohl im Wagen totenstill gewesen, weil jeder nu rmit seinem Handy beschäftigt wäre!

    Handys sind sicher wie bei den PE im Dienst verboten. Aber es ist auch so selbstverständlich, dass bei der ersten und letzten Zugfahrt gesungen wird. Dazu gibt es ein ganzes Liederheft, welches jedes Jahr von dem von Dávid Szente betriebenen Gyermekvasút-Blog SiHuHu herausgegeben wird. Dabei werden sowohl moderne Lieder als auch die guten alten Pionierlieder wie Ziki-zaka oder Csillebérc gesungen.


    Was mich dann aber doch etwas befremdet hat - der Tag wurde mit einem Fahnenapell vor dem Bahnhofsgebäude beendet (und vermutlich früh auch begonnen). Und die Fahne wurde mit der Nationalhymne eingeholt! In Sachen Nationalbewußtsein können wir als Deutsche von anderen Nationen wohl eine ganze Menge lernen!

    Natürlich, ohne Fahne läuft nichts. Sicher ist das auch nur in Deutschland so, wo die Fahne nur in „Ausnahmefällen“ gezeigt wird. Aber auch bei der Chemnitzer PE gibt es jeden Tag einen kleinen Fahnenappell, wenn auch nur mit zwei Eisenbahnern. Selbstverständlich hissen wir aber nicht die Deutschlandfahne, sondern unser Emblem, das Flügelrad im Ehrenkranz.
    Die Nationalhymne ist es aber nicht, die gesungen wird, sondern der Gyermekvasutas induló aus den 50er Jahren.


    Ist der Lokschuppen auf dem Bild das ganze Bw der Bahn? Die Bahn scheint ja richtig attraktiv zu sein. Hätte ich nicht erwartet.

    Das Bw (fűtőház) befindet sich, wie René schon schrieb, in Hűvösvölgy, wo auch die Abstellanlage (vontatási telep) ist. Im Bild ist der motorszín zu sehen, in welchem sich eine kleine Werkstatt befindet, der aber auch häufig zur Unterstellung von Wagen dient.


    Ich hab jetzt auch die Antwort aus Ungarn bekommen, wie die Kindereisenbahn organisiert wird. Die Kinder verrichten an zwei Tagen im Monat ihren Dienst bei der Eisenbahn. Hierfür werden Kinder aus dem ganzen Land genommen. Dafür werden die Kinder von der Schule freigestellt. Das von mir genannte Internat ist dann tatsächlich ein Ferienlager, denn in den Ferien werden die Kinder natürlich über einen längeren Zeitraum eingesetzt ... und sind dann im Ferienlager untergebracht. Außerdem findet sich dort vor Ort auch noch eine Jugendherberge. Das wusste ich so auch nicht, da ich bisher nur in den ungarischen Sommerferien vor Ort war, welche zweieinhalb Monate lang sind. Dafür haben die Kinder dort keine Winter- und Frühjahrs-/Pfingstferien. In den langen Sommerferien ist natürlich ein ganz anderer Einsatzzeitraum möglich.

    Genau, die Kinder sind außerhalb der Ferien alle 15 Tage im Dienst. Also wenn ich am Dienstag, dem 03.04., Dienst habe, habe ich das nächste Mal am Mittwoch, dem 18.04., Dienst. An diesen Tagen sind die Kinder dann von der Schule freigestellt, weshalb auch gute Noten für die Mitgliedschaft erforderlich sind. In den Ferien ist man dann zwei Wochen am Stück im Ferienlager in Hűvösvölgy, wo man immer einen Drei-Tage-Wechsel hat. Am ersten Tag macht man einen Ausflug mit seinem Brigadeleiter, zum Beispiel an den Balaton oder zur Gyermekvasút in Nagycenk, am zweiten Tag wird das Lager aufgeräumt und nachmittags Budapest und Umgebung erkundet und am dritten Tag ist dann Dienst. Anschließend geht es wieder von vorn los.
    Man muss dazu sagen, dass es 15 Gruppen, I bis XV, gibt, in die die Kinder (jeweils etwa 25-30) eingeteilt sind. Eine Gruppe hat dann eben immer Dienst. Gyermekvasutas kann man aber eben nur von 10 bis 14 Jahren sein und so am aktiven Dienst teilnehmen. Danach kann man ab 15 Brigadeleiter werden, was dann aber eben nur noch die Aufsicht über die einem unterstellten Kinder und die Taktvorgabe beim induló darstellt, sodass die meisten Kindereisenbahner nach den 4 Jahren wieder aufhören.


    Die meisten Kinder sind aber schon aus dem Großraum Budapest; es gibt zwar auch welche von weiter her, aber die haben dann eine ganz schöne Anfahrt, wenn der Dienst werktags 08:20 beginnt.


    Die 170 Kinder dürften eher lediglich die neuen sein. Derzeit sind es um die 400, 2014 waren es 500.
    Es gibt immer zwei Ausbildungsgruppen, einmal von Ende Oktober bis Ende Februar mit Prüfung Ende Februar, diese Kinder versehen dann ab März ihren Dienst. Und dann nochmal von vermutlich Anfang März bis Mitte Juni mit Prüfung und Amtseinführung Mitte Juni.


    Zeitgleich wird die Situation von der anderen Zugseite aufmerksam vom Hüvösvölgyer Bahnhofshund verfolgt.

    Ja, der begrüßte mich auch diesmal wieder lautstark. Damals war er der Grund, warum wir mitten in der Nacht lieber den Weg am Bahndamm und über die Drahtzüge zur Toilette auf uns nahmen, anstatt durch den Tunnel - an ihm vorbei - zu gehen.


    Was noch hier nicht erwähnt wurde: neben dem neuen Gleisbildstellwerk von Hűvösvölgy, welche auch Rangierfahrstrassen behandeln kann - und somit auch Rangier-Lichtsignale (samt Zwergsignale) auf der Bahn zu finden sind - wurde jener von Szépjuhászné mit einem elektronischen Stellpult ergänzt, so können es die jungen Fahrdienstleitern auch beim Tisch sitzend von Rechner bedienen.

    Genau, Szépjuhászné kann jetzt sowohl vom Rechner, wie im ESTW, bedient werden, als auch vom Stelltisch aus. Natürlich ist das wieder nur zu Übungszwecken gemacht worden, denn Szépjuhászné ist der einzige Bahnhof, den man nun „nahsteuern“ kann.
    In Ungarn soll es das häufiger geben, dass Streckenabschnitte ferngesteuert werden, die Bahnhöfe aber auch bei Bedarf noch herkömmlich vor Ort gesteuert werden können.
    Die Hebelbank aus dem Stellwerk Hűvösvölgy steht nun übrigens im dortigen Museum.
    Wer mehr über die Signale bei der Gyermekvasút erfahren möchte, der schaut am besten ins Signalbuch. Interessant ist auch das Handbuch für Kindereisenbahner; so etwas, in Verbindung mit dem Signalbuch, haben wir in Chemnitz auch.


    Alles in allem kann man sagen, dass man als ungarischer Gyermekvasutas sicher stolz sein kann. In Deutschland darf man ja spätestens ab der 6. Klasse keinem Mitschüler mehr was von dem Hobby sagen, um nicht ganz unten durch zu sein.
    In Ungarn ist es eine Ehre, dort überhaupt seinen Dienst versehen zu können. Die Kinder, egal wie alt und ob Junge oder Mädchen, sind voll bei der Sache, auch 17-jährige und älter.
    Zwar gibt es das bei uns auch, aber wie schon gesagt, mit diesem Hobby trifft man hierzulande selten bei gleichaltrigen auf Bewunderung.
    Dennoch klappt es bei uns in Chemnitz sehr gut mit dem Nachwuchs, besonders in den letzten beiden Jahren hatten wir fast zu viele; auch einige Mädchen sind dabei und auch von den Großen über 16 sind immer noch eine Menge im Dienst.



    Grüße

    Hallo,
    am Dienstagmorgen schaute ich mir mal den Fahnenappell an und fuhr mit dem ersten Zug in die Berge.
    08:20 Uhr ist werktags (außer sonnabends) Dienstbeginn:


    Allerdings klemmte die Schnur am Fahnenmast, sodass kurzerhand mit egy, egy, egy, kettő, egy zum nächsten Mast weitermarschiert wurde:


    Mit dem Gyermekvasutas induló auf den Lippen und zum Salut strammstehend stieg die Fahne in die Höhe:


    Hier noch einmal die aus 23 Kindern bestehende Schicht mit der Brigadeleiterin und einem weiteren ranghöheren Jugendlichen mit der Gitarre:


    Gerade als die Brigade in den Tunnel marschierte, stellte Mk45.2004 den S 147 bereit. Beinahe hätte ein Bild mit Salut vor dem Lr geklappt:


    Es war nur kurz Zeit, um die Fahrkarten zu kaufen und ein Bild anzufertigen:


    Dann ging es los, bei uns im Wagen steppte natürlich wieder der Bär, schließlich war es der erste Zug, der die Kinder auf ihre Dienstposten brachte. Besetzt waren an diesem Tag Hűvösvölgy, Szépjuhászné, János-hegy, Virágvölgy und Széchenyi-hegy. Die anderen Reisenden waren keineswegs Touristen, sondern Anwohner. Hier hat die Kindereisenbahn noch eine Beförderungsaufgabe. Die Rückleistung war dann gut mit Touristen ausgelastet.
    Hier ist der Zug am ehemaligen Haltepunkt Kis-Hárs-hegy am bekannten Ausblick auf Budapest bzw. auf den Erzsébet-kilátó unterwegs; trotz des blauen Himmels gab es wie so häufig ein wenig später wieder einige Wolken:


    Nach der Ankunft in Széchenyi-hegy setzt Mk45.2004 an das andere Zugende, der Wärter gibt mit seiner gelben Flagge die Zustimmung zur Rangierfahrt:


    Anschließend steckt der Zugschaffner noch die Zugschlussscheiben um, um dann 09:45 mit dem S 142 pünktlich abfahren zu können:


    Bis das Ausfahrsignal nach Abfahrt des Zuges wieder in die Haltstellung fiel, war dieser fast in Csillebérc.


    Ich fuhr anschließend mit der Fogaskerekű wieder ins Tal, um einen ehemaligen Gyermekvasutas zu treffen, den ich seit meiner Zeit, als ich vor einigen Jahren selbst im Rahmen eines Austauschprogrammes mit der Chemnitzer PE für einige Tage bei der Gyermekvasút Budapest meinen Dienst versah, nicht mehr gesehen hatte.



    Grüße

    Schade :nixw:
    Mein Stand war, dass die Verbote 2013 aufgehoben wurden.

    Bei Fahrzeuge, die sich sogar in Plandienst befinden, geht man noch weiter, und verwendet häufig Schilder, die die Staatswappen zwischen 1956 und 1990 beinhaltet... auch diese hatte ja ein Sternchen an der Spitze.

    Hier meint er wohl, dass die Schilder nicht mehr verwendet werden?
    Denn außer bei M61.001 fehlen bei allen anderen Loks im entsprechenden Farbschema die Sterne (z. B. M62.001, M62.194 oder V43.1001).



    Ich finde es schade, wenn die weiterhin weggelassen werden würden.