Beiträge von Dampfachim

    Hallo Oliver,


    das ist ein weites Feld. Insgesamt und auf die Zeit gesehen, hat sich in Bezug auf den Rasenden Roland alles zum viel Besseren gewandelt. Aber das wird eine viel zu lange Geschichte. Ungefähr als das Bild 1975 entstand, fiel ja gerade die Entscheidung zum Erhalt der Strecke Putbus - Göhren. Seitdem gab es bekanntlich etliche Höhen und Tiefen. Heute steht der Roland deutlich agiler und gefestigter da, als 1975. Die Zugfrequenz ist insgesamt deutlich höher und der Fahrzeugpark ist seit 1975 auch wieder deutlich gewachsen. Nach den Stilllegungen der anderen Strecken und Ausmusterungen gab es 1975 5 Dampfloks im Betriebspark und 2 Rangierloks wurden kurz danach als Gerät für den Gleisbau reaktiviert.

    Heute haben wir 9 Dampfloks im Betriebspark der RüBB, dazu noch eine Vereinslok und je eine Rangier- und Streckendiesellok.

    Auch der Reisezugwagenpark wurde wieder deutlich erweitert.

    Der Gleiszustand ist mit damals gar nicht mehr vergleichbar.

    Mit dem anstehenden Bau des Lokschuppens mit Werkstatt und der Fahrzeughalle wird ein weiterer Schritt in Richtung Zukunftssicherung des Rasenden Roland gegangen.

    Man kann die Zeitumstände 1975 und 2021 kaum miteinander vergleichen. Das ist natürlich nicht an der Bahn vorüber gegangen.


    Wenn ich mir dieses Bild ansehe und auch viele andere Fotos aus alten Zeiten (auch eigene Fotos aus den 80ern), so muss ich immer zwischen meiner Betrachtung als Eisenbahner und als Eisenbahnfreund unterscheiden.

    Als Eisenbahner begrüße ich alle Neuerungen ausdrücklich und kann es gar nicht erwarten, in der neuen Lokhalle usw. zu arbeiten. Als Eisenbahner genieße ich das Fahren auf guter Gleislage, wenn man nicht ständig Angst vor dem nächsten Federbruch oder der nächsten Entgleisung wegen Oberbaumängeln haben muss. Das war ja bis zur Sanierung der Gleise mein Eisenbahneralltag. Ich freue mich über in den letzten Jahren gründlich und umfassend aufgearbeitete Fahrzeuge, an denen inzwischen viele Groß- und Kleinteile schon erneuert wurden, so dass die Zuverlässigkeit deutlich höher ist und die Störanfälligkeit erfreulich gering.


    Als Eisenbahnfreund bin ich beim Anblick dieser alten Fotos verzückt. Auch aus eigenem Erleben kenne ich eine viel gemütlichere Eisenbahn zwischen Putbus und Göhren. Allerdings geht mein Träumen, meine Sehnsucht noch weiter, wenn ich Fotos der stillgelegten Strecken betrachte. Egal ob es die RüKB-Nord- oder Südstrecke, oder die Strecken der FKB, MPSB, KKP usw. sind.

    Die Bäderstecke Putbus - Göhren war ja schon immer einen Schritt voraus und auch immer etwas weniger "kleinbahnig".


    Da wir hier in einem Forum für Eisenbahnfreunde sind, freuen wir uns also am Charme, der von diesen alten Fotos und auch von eigenen Erlebnissen aus damaliger Zeit ausgeht, als scheinbar alles viel ruhiger war und jedes Foto eine gewisse Romantik zu versprühen scheint.

    Aber bitte vergesst nicht, dass die Kollegen damals auch viele Sorgen hatten. War es der technische Zustand ihrer Loks, sie waren oft total abgewirtschaftet, war es die schlechte Kohle mit wenig Heizwert, dafür aber viel mehr Schlacke auf dem Rost. Mit der hatten die Heizer ihre schwerste körperliche Arbeit, um mit dem schwächelnden Dampfdruck überhaupt über die Runden zu kommen und den Rost nach der Fahrt wieder von diesem Schlackepanzer zu befreien.

    War es die viel steilere Hirarchie auf den Führerständen, die heutige Lokpersonale nicht mehr kennen.

    Es scheint alles so schön gewesen zu sein, aber bei aller Nostalgie und Verklärtheit. Der damalige Alltag war mühsam.


    Erfreuen wir uns also auch immer an den Möglichkeiten der Gegenwart, auch wenn das angesichts der derzeitigen Krisensituation nicht so einfach ist.

    Es hat alles seine guten und schlechten Seiten und ich mag das Hier und Heute.


    In diesem Sinne wünsche ich uns eine interessante Diskussion über das obige Foto und die Umstände.


    Viele Grüße


    Euer Dampfachim

    Hallo Andreas,


    prima Erinnerung an damals. So ein wenig kann man es auch heute noch nachempfinden, wenn auch mit anderen Loks. Aber bei genauerer Betrachtung fällt schon auf, dass sich doch sehr viel in diesen bald 50 Jahren verändert hat und in den nächsten Jahren noch weiter verändern wird.


    Vieles auf diesem Bild gibt es nicht mehr, anderes in stark veränderter Form und doch rangieren an dieser Stelle täglich Dampflokomotiven, sogar bauartgleiche, wie z.B. heute die 53 Mh (99 4633) neben der 99 4802.

    Das ist doch schon ein riesiger Unterschied zu den meisten damals von Eisenbahnfreunden aufgenommenen Motiven.


    Viele Grüße


    Dampfachim

    Moin von Mir. Mal eine Anfrage, was ist mit der Webcam in Binz geht schon seit langen nicht mehr Danke für Antwort

    Hallo,


    die Binzer Webcam gehört der Kurverwaltung des Ostseebades und ist auf der RüBB-Homepage nur verlinkt.

    Daher kann ich Dir den genauen Hintergrund der Abschaltung dieser Kamera auch nur anhand von Beobachtungen, nicht aber auf Grund von Wissen sagen.


    Die Kurverwaltung betreibt am Bf. Binz LB bekanntlich eine Touristik-Information, eine Bibliothek und ein kleines Museum zur Geschichte des Ortes.

    Seit Monaten ist der Bereich der Touristik-Info nun Baustelle und man werkelt dort noch immer herum. Zunächst wurde der Bereich der RüBB-Fahrkartenausgabe durch eine zusätzliche Wand räumlich abgetrennt, weil der Fahrkartenverkauf auf die Arbeit der Touristik-Info offensichtlich störend wirkte. Es war durch den Kundenstrom am Fahrkartenschalter auch tatsächlich eine ständige Unruhe dort.

    Außerdem wurde die Bibliothek wieder vom Infotresen abgetrennt, sicher auch, um Störungen der dort Lesenden durch den Betrieb zu minimieren.

    Die Bauarbeiten sind noch immer nicht abgeschlossen und so vermute ich, dass die Verkabelung der Kamera noch nicht wieder installiert wurde. Ob sie dauerhaft offline bleibt, kannst Du allerdings tatsächlich nur in der Kurverwaltung erfahren. Darauf hat die RüBB gar keinen Einfluss.


    Viele Grüße


    Dampfachim

    Hallo,


    wenn die Diskussion eine Spur zu den Lokomotiven aufdecken könnte, wäre sie ja sicher hilfreich. Ansonsten bringt das nichts. Von dem großen Rätsel um diese Loks weiß ich, kann aber nichts weiter dazu beitragen.


    Viele Grüße


    Dampfachim

    Oh Danke für den Hinweis! Ein Fauxpas meinerseits...

    Das ist wohl in der ganzen Diskussion ein wenig untergegangen. Aber so ist immerhin die Vorraussetzung für eine zukünftige Kesseluntersuchung mit anschließender Fahrtüchtigkeit gegeben.


    Viele Grüße,

    Richard

    Hallo Richard,


    natürlich bietet die Reparatur die Voraussetzung, dass 91 134 dann auch irgendwann mal wieder fahren kann. Einfach eine Kesseluntersuchung wird bald nicht mehr ausreichen, denn die HU datiert vom 21.12.2015 und somit laufen die 6 Jahre Fahrwerksfrist auch in einigen Monaten ab. Sicher könnte man noch Verlängerungen anstreben. Aber ich glaube nicht daran, dass wir das so bald erleben werden.


    Viele Grüße


    Dampfachim

    Hallo Richard,


    da musst Du mal weiter oben lesen. Von betriebsfähiger Aufarbeitung war nie die Rede. Die Kesselfrist der Lok ist abgelaufen. Repariert werden lediglich die bestehenden Schäden am Triebwerk der Lok.

    Verschaffe Dir weiter oben bitte noch einmal einen Überblick.


    Viele Grüße


    Dampfachim

    Auf den Raw-frischen Panzer bin ich gespannt 8)

    Hallo Alex,


    auf die 99 4011 sind wir auch gespannt, zumal wir uns von dieser Untersuchung eine weitere Verbesserung des Massenausgleichs erhoffen. Die Lok krankt ja an den aus Ersparnisgründen bei dieser Werklok aus einem identischen Rohling gefertigten Radsterne aller gekuppelten Achsen. Die notwendigen größeren Gegengewichte des Treibradsatzes mögen im Werkbahnbetrieb nicht gestört haben. Im Dauerbetrieb mit 30 km/h beim Rasenden Roland erzeugen sie aber eine erhebliche Unwucht. Jetzt sollen die Gegengewichte gebohrt und die Massen durch Auffüllen mit Blei besser ausgeglichen werden. Ein Prinzip, das schon die alten Preußen kannten. Ich hoffe, dass das ewige Aufschwingen der Lok dadurch gemildert werden kann.


    Über Meinigen brauchst Du mir nichts sagen. Wir haben seit Jahren unsere Erfahrungen mit diesem Werk gemacht. Gäbe es gleich leistungsfähige Alternativen, könnten die Thüringer wohl mit dieser grottigen Qualität kaum noch Aufträge generieren.

    Aber alle relevanten Alternativanbieter sind klein und so bleibt noch immer genug Arbeit für die Thüringer und es fehlt wohl der Anreiz für eine nachhaltige Verbesserung der dortigen Arbeit.


    Viele Grüße


    Dampfachim