Beiträge von Dampfachim

    Hallo Armin.


    was Du meinst, sind die oben von mir beschriebenen Auszugsvorrichtungen, also die von Dir beschriebenen spitz zulaufenden Schienen, die an einer abgekanteten Schiene entlang laufen. Diese Einrichtung ist vor allem von Brücken bekannt. Die RüKB ließ sie auch einbauen. Soviel ich weiß, gibt es das beim Molli auch. Ob auf dem jetzt betroffenen Streckenabschnitt, weiß ich aber nicht.


    Viele Grüße


    Dampfachim

    Hallo zusammen,


    grundsätzlich ist das lückenlose Verschweißen der Schienen heute Stand der Technik. Da machen auch unsere Schmalspurbahnen keine Ausnahme. Im Gegensatz zur Regelspur ergeben sich hier natürlich Probleme durch die kürzeren und damit leichteren Schwellen, die im Schotterbett keinen so guten Halt finden. Denn den Spannungen im Gleis durch die Ausdehnung der Schienen müssen die Schwellen entgegenwirken.

    Zur Entschärfung der Situation wurden beim Rasenden Roland dafür vor allem in Gleisbögen besondere Wanderschutzbleche unter eine große Anzahl der Schwellen geschraubt, die einen zusätzlichen Halt im Schotterbett erzeugen. Außerdem gibt es in bestimmten Abständen Auszugsvorrichtungen, die eine Ausdehnung der Schiene um bis zu 8 cm aufnehmen können. In Steigungsbereichen werden die Schienen, die auf der Schwelle in den Unterlagsplatten auch längs wandern können, durch besondere Klammern am talwärtigen Rutschen gehindert. Damit wird verhindert, dass sich die "atmende" Schiene nicht stückweise immer weiter talwärts bewegt, dort am Ende Verwerfungen erzeugt und die Auszugsvorrichtung am Gipfel sozusagen ausgezogen und nicht zusammengeschoben ist. Aber auch uns ist das Problem der Wärmespannungen nicht unbekannt.

    Das Schneiden der Stöße ist eine Notmaßnahme, die jetzt einen Teil der Schienenlänge aufnehmen kann.

    Unser Gleisbauingenieur schlug immer die Hände über dem Kopf zusammen, wenn es um eine quasi Mischform aus verschweißtem und gelaschtem Gleis ging. Für ihn war es kein unüberwindbares Problem, die Verlegelänge der Schienen im geschraubten Gleis auszurechnen und auch nicht im lückenlosen Gleis. Die größten Probleme hatte aber damals schon die RüKB im Gleis zwischen Putbus und Binz, das verschweißte Längen von 80 bzw. 120 Metern hat und in diesen Abständen Laschen aufweist. Da haben wir Ende der 90er viel Lehrgeld gezahlt.

    Besser gelungen war von Anfang an das Gleis zwischen Binz und Göhren, das lückenlos verschweißt ist.


    Den Radreifen tun die Schienenstöße nichts. Aber Federung, Ausgleichhebel und deren Bolzen und Buchsen, die gesamte Abstützung der Fahrzeuge und auch die Lager werden natürlich durch jeden harten Stoß beeinträchtigt. Mit dem lückenlosen Verschweißen der Gleise ging der Verschleiß an diesen Teilen und damit der Instandhaltungsaufwand stark zurück.


    Der Herr mit der Warnweste des Molli ist übrigens der Geschäftsführer persönlich.


    Viele Grüße


    Dampfachim

    Hallo RK 3,


    da solltest Du Dich aber beeilen, denn sie sind ab Verlag beide ausverkauft. Ich weiß nicht, wie viele Exemplare im Buchhandel noch rumgeistern.


    Diese großfenstrigen Zweiachser waren Neuaufbauten auf altbrauchbaren Fahrgestellen von Abteilwagen. Die Jarmener Zentralwerkstatt fertigte sie 1925 für die Rü.K.B. Hier wurden sie unter den Nummern 47 (später 971-201) und 48 (später 971-206) in Dienst gestellt. Die Konstruktion der Plattformen ist abweichend zu den "normalen" Zweiachsern und man erkennt, dass die Rahmen vorgeschuht wurden.

    Der 971-201 überlebte als Wagenkasten bis 1996 in Gingst. Der 971-206 soll in Perleberg verblieben sein. Seinen genaues Verschrottungsdatum konnte anhand von Sichtungen nur auf ca. 2003 geschätzt werden.


    Die tiefergelegten Rahmen existieren bei uns im heutigen Zweiachserzug unter den Wagen 971-212 (ex Rü.K.B. 42) und 971-214 (ex Rü.K.B. 25) weiter und man kann sich von den Laufeigenschaften dieser Bauart im Rahmen von Sonderfahrten überzeugen.


    Viele Grüße


    Dampfachim

    Hallo RK 3,


    das stimmt so nicht. Es gab hier auf Rügen sogar zwei großfenstrige Zweiachser. Das waren die Wagen 971-201 und 971-206. Der 971-201 war nach der Aufnahme des Reiseverkehrs in Pasewalk Ost im Einsatz und kam dann nach der Stilllegung der KKP zurück auf die Insel. Allerdings ersetzte die DR seine Fenster durch kleinere Holzrahmenfenster. Der 971-206 blieb aber immer hier im Einsatz. Fotos und Daten kannst Du in unserem Buch finden.


    Der Gramzower Wagen sah dann doch etwas anders aus. Die Seitenwände hast Du gut hinbekommen. Die Dachform des Roco-Grundmodells stimmt aber gar nicht. Und für den tiefergelegten Rahmen musst Du dann sehr umfangreiche Änderungen vornehmen. Da empfehle ich Dir ausgiebige Vorbildstudien oder zumindest detaillierte Fotos.


    Viele Grüße


    Dampfachim

    Hallo Burghard,


    Deine Modelle sind ja eine echte Augenweide. Absolut Spitze! Stellst Du das Modul auch öffentlich aus?


    Die beiden auf dem letzten Bild gezeigten Planwagen passen nicht nur super in den Norden, sie sind für die Rü.K.B. absolut authentisch, natürlich nicht mit DR-Beschriftung. Die Rü.K.B. beschaffte für zweiachsige Ow mehrere solcher Zeltdacheinrichtungen und nutzte diese Wagen vor der Anschaffung der GCi-Wagen (Fakultativwagen) zur Verstärkung der Bäderzüge. Besonders beliebt kann diese Reisemöglichkeit aber nicht gewesen sein. Wer will sich schon auf einem hart gefederten Güterwagen den Wind um die Nase wehen lassen (Wind gibt es hier ja fast immer und den gibt es auch ordentlich). Mit den heutigen weich laufenden Aussichtswagen hat diese Reisemöglichkeit nichts zu tun. Auch war man damals nicht zum Spaß mit dem Zug unterwegs.

    Diese Zelteinrichtungen kamen nach der Indienststellung der GCi nicht mehr zum Einsatz. Auf dieser schon häufiger veröffentlichten Ansichtskarte aus der Zeit um 1900 kannst Du hinter der Lok einen Zeltdachwagen im Einsatz sehen.



    Die Mallet am Lokschuppen Altenkirchen mag für den Nordstreckenkenner befremdlich wirken. Aber auch das hat es gegeben. Nach ihrer Außerdienststellung stand 99 4525 dort abgestellt. Es gibt von ihr am Lokschuppen etliche Fotos aus dem September 1965.


    Aber ein kleines Detail muss ich bemängeln (Jammern auf höchstem Niveau :zwink:).

    Im Original hatten die Kollegen an der Bekohlung in Altenkirchen nie ein Förderband zur Verfügung. Das war alles Handarbeit mit Körben, die über eine Treppe auf Höhe der Kohlekästen getragen wurden.

    Der Triebwagen war zu Reichsbahnzeiten natürlich auch nicht mehr dort und sein Schuppen diente ab 1964 den Heeresfeldbahnlokomotiven als Nachtlager. In den kurzen Lokschuppen passten sie nicht hinein.


    Also nochmals vielen Dank für das Zeigen dieses hervorragenden Modells.


    Viele Grüße


    Dampfachim

    Zur Blumenwiese: Ich habe mir kürzlich eine App heruntergeladen, flora incognica. Die ist Klasse. Du fotografierst die Blume und die App zeigt dir den Namen, Verwendung usw. der gefundenen Pflanze. Macht mir zur Zeit mehr Spaß als Eisenbahndingserei... :ok:


    Hallo Carsten,


    zu den Blumen habe ich inzwischen schon eine Zuschrift bekommen und kann jetzt hier ganz großk… verkünden, dass die Blume Bienenweide heißt. https://de.wikipedia.org/wiki/Phacelia


    Das Kraut sieht man hier jetzt häufiger und es scheint ja eine gute und vor allem umweltverträgliche Methode zur Bodenverbesserung zu sein und außerdem unseren Bienen wertvolle Nahrung zu geben.


    Eine App für Blumen? Was es nicht alles gibt.


    Viele Grüße


    Dampfachim

    Hallo liebe Eisenbahnfreunde,


    bevor unser Bahnhofsfest nun wieder zu lange vorbei ist, möchte ich Euch auch noch einige meiner Fotos zeigen. Aus familiären Gründen konnte ich nur am Sonntag dabei sein, also die 01.5 und das Treiben am Samstag nicht fotografieren. Dafür wurde ich aber mit besserem Wetter entschädigt und es war ja auch trotzdem noch genug zu sehen.

    Mein Schwerpunkt lag nun wieder auf der Regelspur, aber ich habe die Schmalspur nicht vergessen.


    Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah. So dachte ich und begab mich hier in Bergen an die Strecke. Ob dieses Motiv wohl schon jemand ausprobiert hatte? Ich traf jedenfalls keinen Eisenbahnfreund dort. Es gehört nicht zu den Standardmotiven und findet sich in der Steigung zwischen Bahnhof Bergen und dem Bahnübergang an der B 196.


    Hinterhergeschaut...

    Beim Erzählen mit Freunden setzte sich 114 703-2 mit ihrem Zug in Richtung Bergen in Bewegung. Für die 86 hieß es jetzt Mittagspause. Es gab leckere Kohle und ein kühles Wasser.


    Da sich hier ja einige als V 100-Fans geoutet hatten, gleich noch ein Foto der Petroleum P 8.


    Das Ganze aus der Gegenrichtung gleich nochmal. Mit zwei Wagen und der Dampflok am Schluss war die 114 wahrlich nicht gefordert. Zu Reichsbahnzeiten hatte es die Baureihe 114 übrigens nie hierher verschlagen. Dies war eine Domäne der 110 und später der 112. Bekannte langjährige Planloks waren 110 129 und später 112 651.


    Diese Blumenwiese vor Bergen musste einfach verewigt werden. Wie heißen diese hübschen Pflanzen, die so oft auf Brachflächen wachsen? Ich meine natürlich nicht den Klatschmohn im Vordergrund.


    Zurück nach Putbus und zurück zur Dampflok. Natürlich waren unsere neuen Signale geradezu Pflicht an diesem Tag, wobei sich diese Ausfahrt der Schmalspurlok 99 4011-5 wohl so oder ähnlich nahezu täglich wiederholen ließe.


    Anders dagegen die Ausfahrt der 86 333 nach Lauterbach, die nicht ganz so häufig vorkommt. Aber keine Angst. Vom 11. - 14. Juli habt Ihr wieder Gelegenheit für solche Fotos. Dann heißt es im Rahmen der Messe Lebensart wieder historischer Nahverkehr auf Rügen. Und falls die Frage kommt, nein der Wasserkran gibt noch keinen Tropfen Wasser.


    Es ist nun schon Tradition. Beim Bahnhofsfest in Putbus versuchen wir auch immer den Bogen zur modernen Bahn zu schlagen und so präsentierten unsere Freunde der Firma Metrans Deutschland ihre Elektrolok 386 020-2. Nein, das ist keine Kleinlok, wie die Nummer vermuten lässt. Die Firma Metrans hat ihren Hauptsitz in Tschechien und im tschechischen Nummernsystem ist die BR 386 natürlich eine Ellok. In Deutschland würde sie in die BR 186 gehören, ist aber in Tschechien zugelassen.


    Wenn ich einmal groß bin...


    Eine echte kleine Dampflok steht auf einer kurzen Strecke bereit. Eine zweite Maschine soll auch dort gewesen sein. Ich habe sie aber nicht gesehen.


    Wie üblich pendelte der Traditionszug als Taktverdichtung im Zubringer zwischen Putbus und Binz. Im Stil des früheren 4. Zuges wurde damit in Binz ein direkter Anschluss an den Bäderpendel geschaffen.

    Am Samstag wurde übrigens sogar die gesamte Strecke vom Traditionszug und vom Bäderzug befahren.


    Bevor der Fotosonntag ausklingt, kommt uns vor Putbus der P 112 entgegen. 99 1782-4 strahlt mit der gerade wieder hervorgekommenen Sonne um die Wette.


    Das letzte Motiv des Tages war die Heeresfeldbahnlok 99 4652 des Fördervereins zur Erhaltung der Rügenschen Kleinbahnen e.V., die mit dem abendlichen Fotozug im Stil der Nordstrecke aus Seelvitz zurückkehrt. Im Zug eingereiht übrigens der Gw 97-42-22, der unmittelbar vor dem Fest frisch hauptuntersucht aus der RüBB-Werkstatt kam. Und keiner hat's gemerkt.


    Dies war der Abschluss des diesjährigen Festwochenendes zum Bahnhofsfest Putbus.

    In etwas kleinerer Form laden wir Euch zum 5. Oktober zum Bahnhofsfest Göhren ein und wenn Ihr schon da seid, könnt Ihr am 6. Oktober den RüBB-Fantag miterleben.


    Alle Fotos (16. Juni 2019): Achim Rickelt



    Viele Grüße


    Euer Dampfachim

    Hallo Peter, Hallo Rafael und alle anderen Leser,


    zunächst plant man nur bis Zingst, erst in einem späteren Schritt dann bis Prerow. In Zingst soll ein Kopfbahnhof mit zwei Stumpfgleisen entstehen, ähnlich Swinemünde. Die Lage des Bahnhofes ist nicht identisch mit dem historischen Bahnhof, sondern man will ihn möglichst nahe an die Seebrücke und damit an das touristische Zentrum des größten Badeorts auf der Halbinsel heranbringen. In einem späteren Schritt soll die Strecke nach Prerow dann in einem Bogen an den Kopfbahnhof herangeführt werden, so dass zukünftig in Zingst umgestiegen werden muss, oder wahrscheinlicher Kopf gemacht wird.

    Zunächst ist erst einmal zu sagen, dass nicht nur das noch bestehende Gleis bis Bresewitz gewidmete Eisenbahninfrastruktur ist, sondern nach meinen Informationen die gesamte Strecke bis Prerow nie entwidmet wurde. Damit wurden auch nie feste Bauten auf dem Streckenverlauf angelegt. Das vereinfacht natürlich auch den Prozess der Planung, der noch immer kompliziert genug ist. Man sieht es ja schon im Falle Pruchten, wo die Klage jetzt gescheitert ist. Das nun vorliegende und glücklicherweise auch rechtskräftige Urteil, wird seine positive Wirkung auf weitere potentielle Konflikte wohl auch entfalten.


    Größte Kunstbauten sind bekanntlich die Meiningenbrücke, gefolgt von der Kloerbrücke (im Schilfgürtel zwischen Pruchten und Bresewitz) und der kleinen Barthebrücke am Stadtrand von Barth, kurz vor dem Bahnhof Tannenheim.

    Natürlich wird dies auch der größte Kostenfaktor.

    Schon vor einigen Jahren war das Projekt Darßbahn faktisch gescheitert, weil die Baukosten für die Meiningenbrücke aus dem Ruder zu laufen drohten. Die UBB plante damals einen Brückenneubau, ähnlich der neuen Peenebrücke in Wolgast.

    Das war der öffentlichen Hand dann deutlich zu teuer und die UBB ließ die vorhandene Brücke begutachten und stellte zur Überraschung aller fest, dass die Meiningenbrücke (wie auch die anderen Brücken) durchaus sanierungsfähig ist. Damit verschwand die Idee der Darßbahn nicht in der Schublade und erhielt wieder neuen Schwung.

    Machen wir uns nichts vor. Der Bau der Darßbahn wird ein finanzielles Großprojekt, aber im Verbund mit einem nachhaltigen Verkehrskonzept für die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst ist sie in der Lage, einen Verkehrskollaps dort zu verhindern. Natürlich mit Schwerpunkt in der Sommersaison, aber der Ostseeurlaub, oder die Rehamaßnahme, beschert der Küste heute auch außerhalb der Saison zunehmend Gäste.

    Außerdem ist die Darßbahn die Bestandsgarantie für die Strecke Velgast - Barth, die gerade wieder einmal zur Disposition steht.


    Seien wir also optimistisch und hoffen, dass der Wiederaufbau bzw. die Sanierung der Strecke Barth - Zingst - (Prerow) einen zukunftsfähigen Verkehr in die Region tragen kann.


    Viele Grüße


    Dampfachim

    Hallo Holger,


    was habt Ihr nur immer gegen glänzenden Lack? Es gab auch zu DDR-Zeiten glänzende Fahrzeuge, nur nicht so lange. Die Farbe war nicht so haltbar und die scharfen Putzmittel setzten ihm zu.


    Natürlich ist das Foto gestern entstanden. Aber allein dieser Blick ließ mich an die Zeit vor etwas mehr als 50 Jahren denken.


    Viele Grüße


    Dampfachim

    Hallo Holger,


    was hältst Du eigentlich von diesem Nordstreckenfoto, das ich gestern bekam? :frech:



    @Marvin: Tolle Fotos, toller Bericht. Ich hab gestern etwas gehofft, Dich auch noch zu treffen.


    Viele Grüße


    Dampfachim