Beiträge von Stefan_

    Wobei mich der vergleichsweise kleine Kohlevorrat auch stutzig macht

    Aber vielleicht steckt da ja schon ein Hybrid-Antrieb dahinter und man nutzt den

    Dampfantrieb nur an Streckenstellen mit Fotografen:) :weg:

    Vielleicht ist der Tender ja auch nur für die Lagerung der Uran-Brennstäbe gedacht. ;)^^

    Die Bohlen können die kurze Strecke vom jetzigen Standort bis zur Selketalbahn gut mit dem Radlader gefahren werden, da ist nicht extra ein LKW für die wenigen hundert Meter notwendig. Genauso dann in Stiege, wo die Kirche auf dem Gelände neben dem Bahnhof wieder aufgebaut werden soll.


    Von der Möglichkeit, die Kirche mit der HSB abtransportieren zu lassen, wird ja schon seit Beginn des Projekts geredet. Abet vermutlich klappt das auch nur, weil im Moment kein Planverkehr auf der Strecke stattfindet. Sonst käme man sich sicher schnell ins Gehege. Das Ladegleis zum ehemaligen Heizhaus Albrechtshaus ist ja schon irgendwann in den 50ern/60ern abgebaut worden, soweit ich mich richtig erinnere.

    Richtig, gerade an Gebäudeecken werden Fachwerkonstruktionen eigentlich mit schrägen Streben, Schwertung genannt, versteift. Warum das hier unterblieb, ist rätselhaft. (Auch Gebäudeteil A hat ja im Obergeschoss an beiden Seiten ein sogenanntes Fußband zur Aussteifung erhalten.)

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    Das Gebäude Teil A kann meiner Meinung nach durchaus aus dem frühen 20. Jahrhundert oder der Zwischenkriegszeit stammen. Ein ordentliches Fundament scheint es nicht erhalten zu haben, denn auf dem ersten Bild sieht man, dass sich die linke Hausecke im Lauf der Zeit etwas abgesenkt hat. Womöglich wurde das Haus im oder kurz nach dem ersten Weltkrieg gebaut, in einer Mangelzeit, als kein Material oder keine Arbeitskraft für die Baustelle vorhanden war. Außerdem scheinen mir die Fensterflügel möglicherweise aus Gusseisen zu bestehen, das kenne ich von diversen ländlichen Stall- und Wirtschaftsbauten dieser Zeit.

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    Akten zur Baugeschichte mit Zeichnungen und Schriftverkehr gibt es sicher im Grundbuchamt Wernigerode. Ich weiß allerdings nicht, ob "Hinz und Kurbjuweit" ( ;) ) Einsicht in die Akten fremder Gebäude gewährt wird. Oder ob ein plausibler Grund dafür vorliegen muss. Du könntest ja dort anrufen und dich beraten lassen: 039435310.

    Genau das ist auch meine Vermutung. Möglicherweise bestand Teil B ursprünglich komplett aus Fachwerk, aber aus Mangel an Baustoffen musste wohl das genommen werden, was die örtliche BHG gerade vorrätig hatte. (Nach dem rechten Fenster beginnt meiner Meinung nach auch wieder B1)


    Interessant ist die auf dem zweiten Bild im Startbeitrag zu sehende Dachabsenkung über dem Betonstein-Bereich. Vermutlich ist das auf nicht ausreichende Abstützung während der Umbauarbeiten zurückzuführen oder aber es ist der Grund der Umbauarbeiten, weil ja vielleicht auch die Originalwand eingefallen sein könnte, das Dach nachgab und dadurch die Wand zur Stabilisierung neu in "Beton-Chick" hochgezogen wurde.


    In Foto 1 fällt auch die merkwürdig "verbastelte" Traufkante an der in Blickrichtung vorderen Gebäudeecke auf. Ich vermute, das hängt mit der Einführung des Rollwagenverkehrs zusammen. Da das Anschlussgleis offenbar einen Bogen besaß, näherte es sich in dem Bereich möglicherweise dem Haus und das größere Lichtraumprofil der aufgerollten Normalspurwagen forderte sein Opfer, so dass man die Dachkante mehr schlecht als recht zurückbaute.