Beiträge von 86_018

    Hallo Bimmelbahner,


    über das Ende der 58 1800 haben wir ausreichend berichtet. Leider hat sich auch das Eisenbahnerleben von Jürgen Bartsch im März diesen Jahres vollendet. Er wurde nicht nur durch seine Tätigkeit als Heizer auf der 58 1800 anläßlich des Streckenjubiläums Chemnitz- Aue Adorf 1975 bekannt.

    Zusammen mit Günter Meyer stand er bei dieser Verwaltungssonderfahrt auf der Maschine. Im Herbst 2019 habe ich ihn beim Thementag Eisenbahn zum Stadtfest in Thum getroffen und mit ihm über "alte Zeiten" zu plaudern.


    MfG

    Helmut

    Hallo Helmut,


    achja, interessant. Spart man sich damit die Schmiererei? Wie schnell nutzt sich das Miramid ab?

    Hallo Rafael,


    ich habe heute noch mal alte Fachliteratur zu Rate gezogen. " Miramid H ist ein verschleißfester Polyamid Werkstoff ähnlich dem Dederon. Bolzen sind aus C 45 Stahl anzufertigen und flammenzuhärten." Dieses Zitat stammt aus dem Buch "Technologie der Ausbesserung von Dampflokomotiven"

    aus dem Transpress-Verlag von 1962. Wir haben uns damals auch gewundert warum bei einem scheinbar relativ weichen Lagermaterial die Bolzen gehärtet sein müssen. Aber wie Achim schon schrieb, das hat gut funktioniert.


    MfG

    Helmut

    Hallo Rafael,


    die von Dir bezeichneten "Hülsen" sind die Buchsen. Gab es auch schon vor Jahrzehnten. Zu meiner Zeit nannte sich das Material "Miramid". Es waren Teile aus Plaste. Die wurden vermutlich in allen Normalspurmaschinen verwendet. In einem Aufnahmeprotokoll aus dem Raw in Zwickau

    wurde darauf hingewiesen. Hier der Link zum Altpapier aus dem Raw


    MfG

    Helmut

    Hallo Achim,


    der Beitrag aus eurer Werkstatt ist als gelungen zu bezeichnen. Vor 50 Jahren war das nicht viel anders. Außer vielleicht es gab noch keine Hochdruckpumpen. Da war mehr die mechanische Beseitigung des Kesselsteins z.B beim Winkelrost abklopfen üblich. Eine schöne Erinnerung an die Zeit vor über 50 Jahren im Bw Aue. Gibt es denn heute noch Kupfer-Asbest-Dichtringe für die Wachluken ? Die wurden damals auch im Erzgebirge hergestellt. Der VEB Kupferringdichtungswerk Annaberg lieferte ein großes Sortiment der benötigten Dichtungen für die Dampfloks.


    MfG

    Helmut

    Hallo,


    ein nicht nur für Eisenbahnfreunde sondern auch für die Modellfraktion interessante Geschichte. Obwohl in allen Zeiten nicht nur gelobte Sache.

    Leider habe ich keine Fotos der "Unkrautbekämpfer" im Einsatz. Aber eines der sächsischen Sonderfahrzeuge ist ja heute in Rittersgrün noch zu sehen. Aber auch auf Anschlussgleisen war die Unkrautbekämpfung erforderlich.



    Der 97-09-74 wurde nach1975 von Oschatz nach Wolkenstein umgesetzt. Die bisherige Anschrift Oschatz wurde mit Wolkenstein übermalt.



    1978 kam er für einen kurzen Einsatz nach Schönfeld- Wiesa




    Für die Anschlussbahn von DKK Niederschmiedeberg hatte man ein eigenes Fahrzeug hergerichtet. Der ehemalige Werkswagen Nr. 13 wurde dazu umgebaut.


    MfG

    Helmut

    Hallo an alle die es interessiert,


    um der Diskussion mal eine Richtung zu geben, Das verwendete Material der Schwellen nennt sich Remulat 2000. Im Netz zu finden. Die Radeburger Strecke betreffend noch ein Link zu einem Beitrag im Sachsenspiegel Schwellenmaterial

    Ich denke damit können viele Fragen beantwortet werden.


    MfG

    Helmut

    Hallo Andreas,


    auf dem Foto mit der 99 1779-0 in Schönfeld- Wiesa hast Du auch noch ein schönes Relikt des dortigen Dampflokeinsatzes mit erwischt. Vor der Lok steht die Heizölumfüllpumpe. Dieser Umschlag fand deshalb dort statt, weil man mit der Dampflok das schwere Heizöl aufwärmen musste um es zu den Endverbrauchern zu bringen. Mit den Schmalspurloks konnte man zwischen den Übergabefahrten zur Papierfabrik diese Aufgabe erfüllen.

    Ich hoffe Du hast mehr solche Raritäten im Diakasten.


    MfG

    Helmut

    Hallo,


    Holger bat mich die nachfolgenden Informationen von Ulli Schmidt ins Forum zu stellen.


    58 1800 war tatsächlich einige Monate in Glauchau abgestellt. Ich habe sie am 13.12.1981 im Abstellbereich an der Strecke i.R. St. Egidien erstmals fotografiert (war ein Tip von Steffen W.!). Sie trug am Kessel ein Schild "Überführung von RAW Mei nach Dresden-Alt". Ob das den Tatsachen entsprach oder dieses Schild nur eine "Zweitverwendung" fand, ist mir nicht bekannt. Möglicherweise war auch tatsächlich eine Überführung nach Dresden-Alt vorgesehen, die aus technischen Gründen in Glauchau endete? Immerhin war man Ende 1981/Anfang 1982 gerade dabei, mit 50.35 wieder verstärkt Zugleistungen zwecks Dieseleinsparung zu erbringen und damit mußten in Dresden-Altstadt vorhandene 50.35 (u.a. 50 3516, 50 3616), die als Heizloks eingesetzt waren, durch andere Dampflokomotiven / -spender ersetzt werden.


    Am 24.04.1982 habe ich sie nochmals am gleichen Ort in Glauchau fotografiert, da war ihr Zustand schon schlechter. Mein nächstes Foto entstand dann am 23.08.1982 im Bw Zwickau, da war ihr Tender bereits gegen den von 58 1244-1 ausgetauscht worden. Beide waren für die im Schuppen Zwickau vorhandenen Dsp im Einsatz, wobei - wie richtig berichtet wurde - der Tender von 58 1800 als Ersatz für den deutlich schlechteren mit der Nummer 58 1244-1 diente. 58 1800 stand dann, 1983 nochmals gedreht und zeitweise gemeinsam mit 58 261, bis in das Frühjahr 1985 im Bw Zwickau und wurde dort zerlegt. Letztendlich fehlten nur wenige Jahre und sie wäre der einer der Starexponate im Eisenbahnmuseum Schwarzenberg geworden, so aber teilt sie ihr Schicksal mit 99 581


      




    Zustand am 13. 12. 1981




    24.04. 1982



    23.08. 1982


    Ich hoffe es gefällt.


    i.A. Helmut