Beiträge von Nicki+Frank S

    Hallo Schmalspurfreunde,


    auch von mir einen herzlichen Dank für die ersten Aufnahmen der nun wieder quickfidelen 99 4652. Wünschen wir ihr nun viele betriebsfähige Jahre auf Schmalspurbahn der Insel und natürlich auch anderswo.


    Vielleicht wurde es an anderer Stelle schon beschrieben, aber mich würde mal Interessieren was alles an der Lok neu ist und wie viel der ehemaligen Putbuser Ausstellungslok noch in ihr steckt? Ich meine mal etwas von einem nötigen Neubau von Kessel und Rahmen gehört zu haben. Da der Knick im vorderen Bereich des Lokrahmes weg bzw. auf den Bildern nicht zu sehen ist, ist der Rahmen vermutlich ein Neubau. Oder war da eine Instandsetzung möglich?


    Die Druckluftbremse ist für den Einsatz auf der Bäderstrecke ein notwendiges muss. Die Luftpumpe auf der Lokführerseite ist da wohl der deutlichste Kompromiss. Aber Luftbehälter, Steuerventil und die dazugehörigen Luftleitungen scheinen gut versteckt zu sein. Stand da vielleicht die Nicki+Frank S als "Vorbild" zu Verfügung?


    Ansonsten stechen dem Laien die Sicherheitsventile und die kleine Dampfpfeife ins Auge, die auf der Ausstellunglok so auch nicht zu finden waren. Die Experten finden da bestimmt noch mehr. ;)


    Freuen wir uns auf die ersten öffentliche Einsätze der kleinen Lok. Zusammen mit 99 4633 und den passenden Zuggarnituren ergeben sich da Möglichkeiten, an die man vor ein paar Jahren nicht zu träumen wagte. Sicher wurden viel Mühe und Geld in das Fahrzeug gesteckt. Hoffen wir auf regelmäßige und authentische Einsätze der Lok.


    Einen schönen Sonntag
    Tobias

    Hallo Schmalspurfreunde,


    danke für Hinweise auf einige Fehler im Text. Ich habe ihn überarbeitet und hoffe die überarbeitete Version trübt die Lesefreude nicht mehr so sehr.


    Zitat


    Original von Dampfachim


    Hallo Tobias,


    es tut mir leid, aber einige Aussagen Deines Beitrags möchte ich nicht unkommentiert stehen lassen.
    Es mag Dein 2. Fanwochenende gewesen sein, aber in unserer Chronologie war es mindestens das 4. Fanwochenende, denn 2012 gab es gleich zwei Wochenenden für Fans. Einmal mit 2 x Mh und ein Wochenende später mit 2 x 99.48. Diese Veranstaltungen waren allerdings noch kostenfrei und nicht derartig logistisch ausgefeilt, wie 2013 und 2014


    An den beiden Wochenenden mit der jeweiligen Doppelbespannung eines Zuges mit 99 4801 und 99 4802 sowie 52Mh und 53Mh habe ich auch teilgenommen. Wurden die damals schon als Fanwochenende beworben? Ich kann mich nicht mehr daran erinnern. Sollte es so sein, ist es natürlich das 4. Fanwochenende. Auch herzlichen Dank für die anderen Hinweise. Warum aus Serams nun ein Ort wurde, den es vermutlich nicht gibt, kann ich mir auch nicht erklären. Wahrscheinlich haben die neuen Lampen auf dem Bahnsteig geblendet. :zwink:


    Mit freundlichen Grüßen
    Tobias

    Hallo Schmalspurfreunde,


    nun liegt es hinter uns, ein weiteres RüBB-Fanwochenende entlang der Schmalspurbahn Putbus - Göhren. Im vergangenen Jahr wurde mit 99 608 das 5. Jubiläum der RüBB gefeiert. In den vergangenen 3 Tagen hatte nun 99 4511 die Ehre, zahlreiche Fotofreunde entlang der schmalen Gleise von Putbus nach Göhren zu beglücken.


    Das Team der RüBB hat ein dreitägiges Fahrtenprogramm aufgestellt. Während an zwei Tagen je einmal zwischen Putbus und Garfitz sowie zwischen Putbus - Seelvitz gefahren wurde, ging es am Sonnabend über die Gesamtstrecke nach Göhren.


    Für Meppel dürfte es die erste Begegnung mit der Bäderstrecke des einstigen Schmalspurnetzes der Insel gewesen sein. Heimisch waren sowohl die alte als auch die neue 99 4511 auf der Halbinsel Wittow.


    Als weiterer Höhepunkt der Veranstaltung wurde einer der beiden Planzüge aus besonderen Fahrzeugen gebildet. Zum Einsatz kam die 99 4633, die seit 1992 nur als 53Mh in grün unterwegs war. Natürlich blieb es nicht nur bei der schwarzen Lok, es gab auch reichlich grüne Wagen dahinter. In Serams enstand mein erstes Bild des Wochenendes. Trotz der Errichtung des neuen Busbahnhofes bietet der Haltepunkt dennoch einige Fotostandpunkte. Die neue Bahnsteigbeleuchtung bringt nicht nur Erleuchtung in der dunklen Jahreszeit, sie ist auch optisch eine Wohltat! Die Sonne am frühen Vormittag lies auf besseres Wetter als im Vorjahr hoffen, was sich allerdings nicht bestätigte.


    Insgesamt kamen 5 Gastfahrzeuge am dreitägigen Fanwochenende zum Einsatz. Neben Meppel kamen aus Mesendorf und Jöstadt je 2 Personenwagen auf die Insel, die einstmals hier verkehrten.


    Vom Pollo wurde neben dem Rüganer 970-788, einer der Wismarer Sommerwagen, auch der Oberlichtwagen 970-855 II, der ebendso wie die beiden Jöstädter 970-751 und 970-214 im Putbuser Ferienlager überlebt haben und nun nach umfangreicher Aufarbeitung als betriebsfähige Museumswagen auf die einstige Heimatstrecke zurückkehrten. Vielleicht keine Zufällige Auswahl?


    Star der Veranstaltung war natürlich die 99 4511. Ihr oblag die Bespannung der Sonderzüge in unterschiedlichen Zusammenstellungen. Am ersten Veranstaltungstag bespannte sie zunächt ein Güterzugpaar Putbus - Seelvitz und zurück. Hier bereits auf der Rückfahrt nach Putbus wird sie gleich die "Birkenkurve" passieren. Da die rüganer Güterwagen allesamt Druckluftgebremst sind, wird mit Bremser auf dem Gw gefahren.


    Ebenfalls am Freitag, aber einige Stunden zuvor war die 99 4633 mit dem ersten Zug des Tages, dem P101, in der Granitz unterwegs. Im Gegensatz zur Aufnahme aus Serams herschte hier noch Dunst und Nebel. Hinter der Lok laufen die beiden Mesendorfer Wagen 970-788 und 970-855. Zusammen mit den Putbuser Wagen 970-151, 970-152, 970-771 und dem Packwagen 974-336 ergab der Zug eine herrliche Ganitur und erinnerte an den Bäderverkehr vor der Rekonstrukiton der meisten Personenwagen.


    Meppel an der ungefähr selben Stelle wie 99 4633 im vorigen Bild, allerdings in Fahrtrichtung Putbus. Die Aufnahme stammt vom zweiten Veranstaltungstag und ein Fotohalt ermöglichte dieses Motiv am Streckenkilometer 52,6 hinter dem Haltepunkt Sellin West. Im Gegensatz zum Vorjahr wurde auch auf der Göhren-Tour mit EDV-Schilder gefahren.


    Am Sonntag verkehrte neben Meppel und 99 4633 auch die dritte Dampflok im Bunde mit ihrer alten Nummer ohne EDV-Kontrollziffer. Nachdem Ende der 099-Nummern trugen die drei Neubauloks bei der RüKB diese Lokschilder. Bei Seelvitz hat 99 784 soebend die B196 gequert und strebt nun Putbus entgegen.


    Einer der Motivklassiker der Strecke Putbus - Göhren wurde am Fanwochenende auch mehrmals umgesetzt. Allerdings gelang auch wieder nur am ersten Veranstaltungstag eine Scheinausfahrt im Sonnenlicht. Meppel beschleunigt ihren GmP aus dem Haltepunkt heraus, um aber gleich wieder im Betriebsbahnhof Posewlad Kreuzung den nächsten Halt einzulegen. 99 1784 überholte mit ihrem Planzug hier den Sonderzug.


    Zum Abschluss möchte ich dieses Bild aus Seelvitz zeigen. 99 4511 hat wieder eine der unzähligen Scheinanfahrten durchgeführt und wartet nun in Seelvitz auf die Meute der Fotografen. Der Zugführer geht derweil zum Lokpersonal um weiteres zu besprechen.


    Das soll mein kleiner Rückblick auf diese sehr gelungene Veranstaltung der RüBB gewesen sein. Das gesamte Programm lies kaum Wünsche offen und auch für spontane Änderungen war stets ein offenes Ohr bei der Reiseleitung zu finden. Herzlichen Dank dafür!


    Und auch die 99 4511 hat besonders bei den Bergfahrten in der Granitz überzeugt. Anfängliche Skepsis, ob sie das schaffen würde, wurde schnell mit beeindruckenden Klängen aus dem Weg geräumt. Akustisch hätte man meinen können, es hing eine Lok am Zug, die schon groß ist. :zwink:


    Schöne Grüße
    Tobias

    Hallo Schmalspurfreunde,


    nachdem hier nun auch die ersten Bilder der LoRie-Veranstaltung aufgetaucht sind, möchte ich den wunderbaren Beitrag JJE noch ein wenig ergänzen.


    Besonders der Güterzug dürfte in der Form, wie er bei der Veranstaltung gefahren ist, für die vergangenen Jahre ein Höhepunkt darstellen. Neben den beiden "üblichen" und zugelassenen Wagen 98-01-56 und 98-03-02 (OOw mit Bremserhaus) kam seit vielen Jahren auch der "Cafe-Wagen" 98-02-55 wieder auf die Strecke. Er dient im Sommer als Terasse am Molli-Cafe in Kühlungsborn West und kann somit nur im Winter für derartige Veranstaltungen genutzt werden.


    Pünktlich zur Sonderfahrt wurde auch die optische Aufarbeitung des GGhw 98- 02-04 größtenteils Fertiggestellt. Mit entsprechender Sondergenehmigung konnte er den Güterzug als vierter Wagen ergänzen.



    Nach der Beschriftung des Wagens im Stil der DR in den 1980er Jahren stehen nun die vier historischen Molli-Güterwagen mit einem einheitlichen Aussehen für weitere Veranstaltungen dieser Art zu Verfügung. Und wenn die Planungen des VTM sich im Rahmen seiner Möglichkeiten umgesetzt lassen, kehrt dieser Wagen vielleicht noch in diesem Jahr in den Betriebsbestand des Molli zurück.



    Zum Abschluss noch zwei Fotos unter dem Motto "Zwei Schwestern im Güterzugdienst".


    Nicht nur 99 331 konnte man mit den oben genannten Güterwagen auf die Strecke erleben, auch die Schwesterlok 99 332 war schon in ähnlicher Mission im "Streckendienst". Geschleppt von einer Diesellok kam es bei einer Überführungsfahrt von Bad Doberan nach Kühlungsborn im Sommer 2011 zu ähnlichen Motiven wie jetzt aktuell mit 99 331. Im Bild ist auch noch der 98-02-04 im alten Zustand zu erkennen. 98-02-55 fehlt da er in Kühlungsborn dem Molli-Cafe diente.


    Zum Vergleich eine aktuelle Aufnahme an fast der selben Stelle mit 99 331, die sich natürlich deutlich Aktiver vor dem Güterzug zeigte. Welche Lok das bessere Bild abgibt überlasse ich Euch. Für einen kompletten Güterzug im Stil der 1960er Jahre fehlt nur noch der passende Gepäckwagen, man arbeitet aber daran... :zwink:


    Auch wenn sich das Umfeld der Bahn in der letzten Zeit doch erheblich geändert hat und sich auch noch ändern wird, so denke ich doch, mit diesen beiden Fotosonderfahrten wurde eindrucksvoll gezeigt was doch noch möglich ist. Zugleich war dies der erste Einsatz der vier historischen Molli-Güterwagen mit einheitlicher Beschriftung. Die Zeit der Wagen im nicht korrektem Zustand als Fahrzeuge der DRG oder der Mecklenburgische Friedrich-Franz-Eisenbahn ist damit beendet.



    Zitat

    Netz-Kater
    Kann man mehr über den Rahmen der Veranstaltung efahren?


    Der Veranstaltung ging über zwei Tage und wurde vom LoRi Plandamf-Team und der MBB organisiert. Mit etwa 20 Teilnehmer ging es am ersten Tag, dem Freitag, in einem Zug aus Rekowagen über die Gesamtstrecke bis nach Bad Doberan natürlich unterbrochen durch eine vielzahl von Fotohalten. So dauerte die Fahrt von Kühlungsborn West nach Bad Doberan auch etwa 6 Stunden in ungeheizten Wagen bei Temperaturen unter -10°C. Am Sonnabend wurde mit dem Güterzug ein ähnlichen Programm durchgeführt. Allerdings wurde nur bis an den Ortseingang von Bad Doberan gefahren. Auf die Ortsdurchfahrt verzichtete man. Hier konzentrierte man sich auf die Streckenstücke um die Rennbahn und Heiligendamm. Wiederholung nicht ausgeschlossen.




    Schöne Grüße
    Tobias

    Hallo Schmalspurfreunde,


    am gestrigen Tag traf nun auch das neuste Buch aus dem EK-Verlag bei mir ein.


    Brückentag und trübes Novemberwetter boten sich förmlich für Lesestunden vor dem warmen Ofen an.


    Bei ersten Betrachten des Buches war die Freude groß. Das warten schien sich wirklich gelohnt zu haben. Viele Aufnahmen verdeutlichen auch für mich, der das Raw nicht "Live" erlebt hat, wie es damals dort zugegangen sein muss. Allerdings gibt es auch einige Wermutstropfen.


    So kommt schon beim Lesen der ersten Bildunterschriften die eine oder andere Unstimmigkeit zum Vorschein. So werden 99 4801 und 99 4802 (z.B Seite 39, Bild 70; Seite 41, Bild 75) mehrmals verwechselt. Auch das hinter den Putbuser Maschinen als Herkunftsangabe oft RüKB steht, ist in Anbetracht des Aufnahmezeitpunktes der Bilder vielleicht etwas unglücklich gewählt ist bzw. in Bezug auf die beiden 99 480 nicht richtig. An anderen Stellen ist hingegen wieder von der „Rügener“ oder „Putbuser“ Lok die Rede.


    Auch andere Beispiele für solche Fehler lassen sich finden. So wird ebenfalls auf Seite 41 im Bild 74 aus der 99 331 eine „Einheitslok 99 32“ gemacht. Mitunter fallen auch solche Bezeichnungen wie „Molli-Bahn“ oder einer „leicht demolierten 99 2322“ etwas unschön ist Gewicht.


    Ein drittes Beispiel für diese Ungereimtheiten sein nochmal mit der 99 5904 angeführt. Auf Seite 45 hat der Autor ein Bild der Lok 23.02.1989 Veröffentlicht, auf dem die Lok schon sichtlich unvollständig ist und fragt in dem zum Bild gehörigen Text nach der letzten Aufarbeitung „oder schon der Beginn der Verschrottung“. Einige Seiten weiter wird in einer tabellarischen Übersicht über die durchs Raw verschrotten Loks der 08.11.1988 als Datum der Ausmusterung genannt. So dürfte die Lok wohl im Februar des Vorjahres keine Aufarbeitung oder Reparatur erfahren haben. Auf Seite 79 ist mit dem Bild 149 vielleicht die letzte Aufnahme der Lok vom März 1990 zu finden.


    Mit solchen und ähnlichen einmaligen und unwiederbringliche Bilddokumente, teilweise in Farbe, kann das Buch brillieren. Solche Bilder wie der unmodernisierten 99 4645 (S.32, Bild 56), 99 433 die eine Harzer Neubaulok rangiert (S.73, Bild 139) oder der frisch für den Rügen-Einsatz umgebauten 99 1782 vom Mai 1984 (S.28, Bild 134) dürften den Schmalspurfreund erfreuen.


    Neben einer umfangreichen Beschreibung der „normalen“ Instandsetzungen und Bauartänderungen handelt ein Kapitel auch von den Generalreparaturen und Großteilerneuerungen an den schmalspurigen Dampfloks. Leider lässt der Autor hier die neue 99 4511 und die Umstände außer Acht, nur die alte 99 4511 findet in der Übersicht der 1950 zu betreuenden 750mm-Loks Erwähnung.


    Auch wenn sich solche Fehler an mehren Stellen als die oben genannten finden lassen, ist das Buch sicher eine Bereicherung im „schmalspurigen“ Bücherregal. Auch die Aufarbeitung von Dampfspeicherloks und Güterwagen sowie die Fertigung von Gleisbremsen finden Erwähnung und beleuchten somit auch diese Aufgaben des 1998 geschlossenen Werkes.


    Auch wenn ich das Buch noch nicht ganz gelesen habe, sei mir dieser erste Eindruck hier gestattet. Wer über die Fehler hinwegsehen kann, sollte sich das Buch zulegen.


    Schöne Grüße
    Tobias

    Hallo Schmalspurfreunde,


    nun liegt es bereits wieder hinter uns, das Fanwochenende mit 99 1608 beim Rasenden Roland.


    Das Team der RüBB hat ein äußerst umfangreiches Fahrtenprogramm erabeitet, bei dem wohl kaum Wünsche offen blieben.


    So kam 99 1608 am Freitag und Sonntag jeweils zweimal auf die Strecke. Als GmP unter anderen mit den drei HAWA-Wagen 970-771, 907-151 und als nötiger Verstärkerwagen dem "Reko-Wagen" 970-752 auf die Strecke. Bei den Fahrten als GmP ging es bis Garftitz und als Sperrfahrt noch ein Stück weiter bis in Wittboe. Diese Züge luden zu Mitfahrt ein.


    Ein zweites mal kam sie dann mit einem kleinem Güterzug, in dem auch der 971-210 und der Hilfsgerätewagen, eingestellt waren bis Binz LB. Hier konnte man mit dem Auto nebenher fahren.


    Am Sonntag wurde dann als Höhepunkt die gesamte Strecke bis Göhren befahren. Hier kamen nur Altbaufahrzeuge zum Einsatz.

    Leider spielte das Wetter nur am Freitag mit. Der starke Wind pustete zumindest zeitweise den Hochnebel weg und so kam in den NAchmittagsstunden bei der Güterzugfahrt nach Binz die Sonne zwischen Posewald und Seelvitz im richtigen Moment raus. 99 1608 passiert mit dem kleinen Zug, die für diesen Streckenabschnitt so typischen Wiesen und Felder.



    Am Sonnabend fand die Fahrt als GmP am Nachmittag statt. Durch eine kurzfristige Verlegung des Fotohaltes in Birkenkurve konnten die Fahrtteilnehmer vor Serams den Zug bei einem der unzähligen Fotohalte ablichten.



    Auch am Morgen des 12.10. waren Hochnebel und Wolken vorherschend. So musste 99 1608 mit ihrem Güterzug, der die gleiche Zusammenstellung wie am Vortag hatte, bei der morgentlichen Fahrt nach Binz LB ohne Sonne auskommen. Hinter Putbus ergibt sich dieser Blick auf ein freies Stück Strecke.



    99 1549 erlebte einen kurzen Frühling, bis sie wohl wieder auf dem Ausziehgleis ihren Platz neben der 99 783 einnehmen "darf". In den Tagen vor dem Fest wurde sie optisch auf Hochglanz gebracht und diente für eine Treffen mit der 99 1608. Am Sonnabend zeigte sich kurz verhaltenes Sonnenlicht und lies Dampfdom und Schornstein der IVK ein wenig in der Morgensonne glänzen. Etwas abseits stand sie auf dem Verbindungsgleis nach Lauterbach Mole.



    Am Sonntag ging es dann bis Göhren. Nun als 99 608 beschildert, zog die Lok wieder einen GmP, der durch einen den vierachsigen OO und dem Speisewagen 970-152 verstärkt wurde. Breits auf der Rückfahrt wurden auch einige Fotohalte in der Granitz eingelegt. Hinter Sellin West fand am Streckenkilometer 50,7 ein solcher statt (oberes Bild). Auf dem Weg nach Göhren diente der Feldweg mit seinen markanten Bäumen neben dem Streckengleis bei Seelvitz als dankbares Motiv, auch wenn die Bäume etwas in Deckung gehen.



    Zum Abschluss das typische Motiv aus Posewald. 99 1608 hat den Haltepunkt verlassen und strebt nun dem Kreuzungsbahnhof entgegen, indem eine Überholung mit der 99 4801 sattfand. Sie vertrat extra am Sonntag den Panzer.


    Mit diesen Bildern möchte ich einen kleinen Einblick auf die Veranstaltung geben. Das Team der RüBB und der SDG waren mit Herzblut dabei und haben das Beste gegeben. Eine Veranstaltung auf hohem Niveau. Auch für kurzfristige Wünsche war stets ein offenes Ohr seitens des Reiseleiters da. So sein an dieser Stelle nochmals mein herzlicher Dank an alle Beteiligten ausgesprochen. Eine würdige Feier für das 5jährige Jubiläum.


    Weitere Bilder sind natürlich gern gesehen!


    Mit den Wunsch auf Wiederholung und schöne Grüße
    Tobias

    Hallo Schmalspurbahnfreunde,


    am vergangenen Samstag lud die Mecklenburgische Bäderbahn Molli zum Bahnhofsfest "Schall und Rauch" in Kühlungsborn West. Gleichzeitig feierte man den 80. "Geburtstag" der drei Molli-Loks 99 2321 bis 99 2323. Allerdings lieferte Orenstein & Koppel schon zum Jahresende 1932 die Maschinen, die seit der Sommersaison 1933 die Hauptlast des Verkehrs auf der Strecke Bad Doberan - Kühlungsborn West tragen, bis 1938 zogen sie ihre Züge allerdings noch nach Brunshaupten und Arendsee.


    Mit Ausnahme von 99 2321, die 1950 und 1951 an die Wismut verliehen war, waren die drei Maschinen nur auf ihrer Heimatstecke unterwegs und sind es immer noch. Mit ihrer für eine Schmalspurlok imposanten Erscheinung haben sie das Bild der Bäderbahn bis in die heutige Zeit geprägt, wie kein anderes Fahrzeug der Schmalspurstrecke.


    Der Festtag wurde mit einer morgendlichen Lokparade in Kühlungsborn West begonnen. Leider schien auch dieses mal keine Sonne und das über mehrere Tage anhaltende goldene Herbstwetter wich Hochnebel und Nieselregen. Nachdem die 99 2321 am Jubiläumstag mit dem ersten Zug nach Bad Doberan aufgebrochen war, bleiben nur noch die beiden kleinen Loks, die dritte Jubilarin 99 2323 und die deutlich jüngere 99 2324 übrig. Letztere teilte sich zusammen mit der 99 2321 am Festtag die Bespannung der planmäßigen Züge.



    Die 99 332 hatte ihren Stammplatz am Molli-Museum verlassen und wurde mit unterschiedlichen Zugzusammenstellungen auf Gleis 2 präsentiert. Hinter der seit 1996 abgestellten Maschine sind neben dem Postwagen 82, den beiden betriebsfähigen Güterwagen 98-03-02 und 98-01-56 auch der zur Zeit in Aufarbeitung befindliche Wismarer GGw 98-02-04 zu sehen.



    Als besonderer Höhepunkt war um 12.00 Uhr ein Treffen aller vier Maschinen der BR 99.32 in Heiligendamm geplant. So wurden 3 Züge mit jeweils zwei Lokomotiven, nach Nummern sortiert, bespannt


    So setzten sich um 11.35 Uhr die 99 2323 als Zuglok und 99 2324 als Vorspann in Richtung Heiligendamm in Bewegung. Aus Bad Doberan kam dann die 99 2321 mit der kalten 99 2322.



    Nach erfolgter Kreuzung in Heiligendamm kam dann 99 2321 mit der kalten 99 2322 aus Bad Dobran in Kühlungsborn West an. Leider konnte die 99 2322 nur kalt am Fest teilnehmen. Ein größer Schaden verhinderte eine "aktive" Beteiligung. 99 2322 war in Bad Doberan abgestellt und fehlte so noch bei der morgentlichen Lokparde.



    Im Rahmen von anfallenden Rangierarbeiten wurde auch eine Ausfahrt mit 99 331 und 99 332 dargestellt. So kam die 99 331 erstmals seit vielen Jahre die Aufgabe hinzu, vor ihrer Schwester als "Vorspann" zu dienen. Die beiden 1951 gebauten Maschinen sind nun schon seit 54 Jahren beim Molli und damit deutlich länger im Bäderverkehr im Einsatz als in ihremursprünglichen Einsatzbereich als Werkbahnloks der Wismut.


    99 331 kam an diesem Tag übrigens noch als Vertretung für die 99 2321 mit einem 13 Wagen-Zug auf die Strecke.


    Nachdem am Abend wieder alle Maschinen in Kühlungsborn West waren, gab es nochmal eine Lokparade.


    In der nächtlichen Variante der Lokparade waren die drei Jubilare vereint. Nach Loknummern sortiert, stehen 99 2321, 99 2322 und 99 2323 vor dem Lokschuppen. Leider wirkt der blaue "Aushilfswasserturm" etwas störend. 99 2322 wurde mittels Taschenlampen beleuchtet. Fürs Spitzenlicht fand sich allerdings nur eine LED-Lampe, die etwas kühles Licht verstrahlt.


    Das war mein kleiner Rückblick auf das Bahnhofsfest in Kühlungsborn. Wünschen wir den vier Maschinen noch viel Jahre freie Fahrt auf ihrer Heimatstrecke.


    Schöne Grüße
    Tobias

    Hallo Schmalspurfreunde,


    wie andere Schmalspurstrecken hat auch die Strecke Putbus - Göhren einen Zug aus historischen Wagenmaterial zu bieten. Diese "Altbauwagen" dienen nicht mehr dem regulären Verkehr und kommen meist nur für Sonderzüge zum Einsatz. Und wie Euch ja sicher nicht entgangen ist, hat sich die Zahl der betriebsfähigen RüBB-Traditionswagen in den vergangenen Jahren um zwei Exemplare erhöht. Die seit langen abgestellten Wagen 970-771 und 970-151 sind in den Bestand der betriebsfähigen Wagen zurückgekehrt.


    Im folgenden möchte ich die vierachsigen Wagen kurz vorstellen und einige passenden Bilder zeigen.


    Im Jahr 1911 hat die damalige Rü.K.B. die ersten vierachsigen Personenwagen für den Dienst auf der Bäderbahn bei der Hannoverschen Waggonfabrik AG (HAWA) bestellt. Im Jahr 1915 folgte eine zweite Serie, ebenfalls von HAWA. Die 10 insgesamt gelieferten Wagen bekamen die Nummern Rü.K.B. 29 bis Rü.K.B. 38.


    Zu den 1911 gelieferten Fahrzeugen gehören die Wagen die Wagen 29 bis 33. Sie wurden als Wagen mit einer zweiten und dritten Klasse geliefert. Äußerlich sind sie an dem außer mittigen Toilettenfenster zu erkennen.


    Die zweite Serie von 1915 umfasste ebenfalls 5 Wagen mit den Nummern Rü.K.B. 34 bis 38. Hier wurden nur die Wagen 34 und 35 mit einer zweiten Klasse ausgestattet. Die restlichen 3 Wagen besaßen nur die dritte Klasse.


    Die bei der Rü.K.B. als Wagen der Gattung BC4 geführten 7 Wagen wurden bei der DR zu KAB4. Die drei Wagen der dritten Klasse liefen bei der DR als KB4.


    Ebenfalls 1911 bestellte die Kleinbahn bei Beuchelt zwei vierachsige Post-/Gepäckwagen mit den Nummer Rü.K.B. 27 und Rü.K.B. 28. Der Wagen 27 wurde als 974-481 Anfang der 1980er in der WA Perleberg modernisiert und ist heute noch in den Planzügen der RüBB regelmäßig anzutreffen. Dem Wagen 28 blieb dies erspart und dient heute als Gepäckwagen für den Traditionszug. Beide waren die ersten vierachsigen Wagen der Kleinbahn.


    Im Jahr 1927 gab es dann noch eine letzte Wagenbeschaffung der Rü.K.B. Es wurden bei der Waggonfabrik Wismar 6 vierachsige Wagen dritter Klasse beschafft. Die 6 Wagen hatten keine Heizung, sollten sie nur dem Mehrbedarf in den Sommermonaten dienen. So bekamen sie den Namen „Sommerwagen“.


    Aus diesen Fahrzeugen dieser Lieferungen setzt sich heute der Traditionszug der RüBB. Für diesen einmaligen Zug wurde schon Mitte der achtziger Jahre der Grundstein gelegt. Einige Fahrzeuge stellte man unter Denkmalschutz. Dazu zählten die Wagen 28 (Gepäckwagen), 29 (Speisewagen), 33, 34 und 37. Von den Sommerwagen konnte der letztgebaute Wagen 53 für diesen Zweck erhalten werden.


    Diese 6 Fahrzeuge erhielten die ursprünglich braune Farbgebung und die alte Rü.K.B.-Nummer zurück. An den Rahmen blieb bis heute die DR-Nummer angeschrieben. Im laufe der Jahre haben die Wagen etliche Umbauten und Modernisierungen über sich ergehen lassen müssen. Dazu zählen unter anderen der Einbau von Öfen und den Umbau auf Druckluftbremse und Rollenlager. Jüngst erhielten die Wagen, außer Rü.K.B. 53, eine Durchgangsleitung für die Dampfheizung.



    Um die Traditionsfahrzeuge näher vorzustellen, beginnen wir mit den braunen Wagen:


    Beginnen wir die kurze bildliche Vorstellung der Wagen mit dem Gepäckwagen Rü.K.B. 28. Dieser 1911 gebaute Wagen dient dem Traditionszug als Gepäckwagen. Im Jahr 2008 zeigte es sich etwas schon etwas im verblichenen Lack. Auf dem Dach ist neben der Rolle für die ursprüngliche Görlitzer Gewichtsbremse auch die „Haube“ zu erkennen, durch die das Seil zur Bremswinde im Packwagen geführt wurde. Im Gegensatz zur Heberleinbremse wurde der Zug aus dem Packwagen gebremst. Hinter den Flügeltüren befand sich einst das Postabteil. Zusammen mit dem Wagen 27 zählt er zu den ersten beschafften vierachsigen Wagen der Rü.K.B.



    Als Vertreter der 1911 gebauten HAWA-Wagen sei mal der Wagen Rü.K.B. 33 gezeigt. Wie alle Wagen mit Baujahr 1911 besitzt er ein Abteil zweiter und ein Abteil dritter Klasse. Das kleine außer mittige Fenster verbirgt das WC. Die Wagen der Bauserie 1911 überragten das Lichtraumprofil der Rü.K.B. um einige Zentimeter. Bei der Bauserie 1915 wurden die Wagenkästen dann etwas „tiefergelegt“.


    Auf die Höhe der Wagen deutet bei einigen der 1911 gebauten Fahrzeuge noch dieses Schild am Rahmen hin:



    Der Wagen 37 ist ein Vertreter der zweiten, im Jahr 1915 gelieferten, Serie. Die Wagenkästen liegen etwas tiefer auf den Rahmen, was im Zugverband gut zu erkennen ist. Die drei Wagen, die nur zwei dritte Klasse Abteile haben, haben ein mittiges kleines Toilettenfenster. Hier wird der Wagen 37 von 99 4801 ins Putbuser Bw rangiert. Links ist der Gepäckwagen 974-481 von 1911 mit seinem 1982 gebauten „Reko“-Wagenkasten.



    Mitte der 1920er lies die Rü.K.B. 4 HAWA-Wagen zu Speisewagen umbauen und bildete damit zwei feste Einheiten. Die Einheiten bestanden aus den 1911 gebauten Wagen 29 (970-761) und 32 (970-152) sowie aus den 1915 gelieferten Wagen 35 (970-155) und 38 (970-763). Die Wagen waren jeweils fest miteinander gekuppelt und hatten an den fest gekuppelten Enden geschlossene Bühnen. Der Speisewagenbetrieb dauerte von 1925 bis 1939 an. Danach fanden die Wagen wieder als normale Personenwagen Verwendung.


    Während die beiden Wagen der zweiten Einheit aus Rü.K.B. 25 und Rü.K.B. 38 in den 1970er Jahren abgestellt und als einzige HAWA verschrottet wurden, sind die Wagen des ersten Pärchens noch vorhanden.



    Der Wagen 970-761 präsentiert sich heute wieder in einem Aussehen, das an das ehemalige Speisewagenpärchen erinnert. Gut zu erkennen ist die geschlossene Bühne. Obwohl 1911 gebaut liegt der Wagenkasten wie bei einem 1915 gebauten Wagen tiefer auf den Rahmen. Laut Angabe in der Wagenliste auf der Homepage der RüBB handelt es sich um den ehemaligen Wagen 34. Der heutige Wagen 34 ist dort als ex. 29 angegeben. Haben beide mal die Wagenkästen oder Rahmen getauscht? Die Wagenexperten können sicher helfen.



    Als Vergleich mal der Wagen 34, der 1915 als einer beiden BC-Wagen gebaut wurde. Er ist heute als Wagen mit zwei Abteilen der dritten Klasse beschriftet. Im Vergleich zu den anderen Wagen erinnert die Inneneinrichtung eher an die 1950er Jahre.


    Die beiden heutigen Speisewagen laufen in den Sommermonaten in den beiden Zügen mit, die zwischen Putbus und Göhren pendeln.


    Ergänzt wird der „braune Tradizug“ noch durch den Wismarer Sommerwagen Rü.K.B. 53 (970-791).


    Von den einstmals 6 Sommerwagen sind nur zwei erhalten geblieben. Auf der Insel Rügen ist einzig der Rü.K.B. 53 noch vorhanden. Ein zweiter ist beim Pollo betriebsfähig. Dort befindet sich der ehemalige Rü.K.B. 50. Er verkehrt dort im Aussehen der 1950er Jahre als 970-788. Typisch für diese Wagen sind die eckigen Fenster, das silberne Stahldach und der „Laufsteg“ auf dem Dach. Dieser sollte das Verlegenen des Seiles für die Gewichtsbremse auf dem glatten Stahldach erleichtern. Im Bild wird der erst kurz zuvor von der HU im Jahr 2011 zurückgekehrte Wagen noch ohne Beschriftung von der 53Mh mit dem 970-151 rangiert.



    Der heutige Wagen 970-752 (Rü.K.B. 36) gelangte im Zusammenhang mit dem Einsatz des T1 auf der Nordstrecke als Beiwagen für den Triebwagen zum Einsatz. Dazu erhielt er schon damals eine Druckluftbremse und ein zum Triebwagen passenden Anstrich. Zusammen mit dem Zweiachser Rü.K.B. 3 bildete er den passenden Zug zum Triebwagen. Der Einsatz endete mit Abgabe des T1 1943.



    Der ehemalige Rü.K.B. 36 erhielt als einziger HAWA-Wagen in der WA Perleberg 1978 eine Modernisierung. Dabei erhielt er einen neuen Wagenkasten und die für die „Rekowagen“ typischen Fenster. Im inneren fanden auch die aus den vielen anderen Rekowagen bekannten Kunstledersitze Anwendung. Allerdings kann er seine Herkunft nicht verbergen. Neben der der „tiefergelegten“ Bauform sind auch die typischen Drehgestelle und Bühnentüren erhalten geblieben. Dieser Wagen trägt heute seine DR-Beschriftung und wurde nicht den anderen RüBB-Rekowagen mit der grün-beigen Farbgebung angeglichen. Zum Einsatz kommt er noch gelegentlich in Planzügen, kann in der Zwischenzeit aber auch schon als Traditionswagen angesehen werden. Wird auch er mit einem [T] in der Wagenliste der RüBB geführt.



    Im Jahr 2002 wurde dann auch der zweite Wagen der Speisewageneinheit Rü.K.B 29 + Rü.K.B. 32 wieder in Betrieb genommen. Dieser Wagen stand seit Ende der 1980er Jahren in Putbus abgestellt.



    Im Gegensatz zum ehemaligen „Partner“ Rü.K.B. 29 präsentiert sich der Wagen im Aussehen der DR. In grün und als 970-152 beschriftet, dient er in den Sommermonaten als zweiter Speisewagen für die regulären Züge der RüBB. Dafür erhielt eine Inneneinrichtung mit Verkaufstresen und Tischen. Eine Toilette fehlt ihm.



    Die letzten „Neuzugänge“ zum Traditionszug waren die beiden 1911 gebauten Rü.K.B. 30 und Rü.K.B. 31, beide heute als 970-151 und 970-771 beschriftet. Beide waren viele Jahre abgestellt und erfuhren nach der Übernahme durch die RüBB erst in den Jahren 2010 und 2011 eine Aufarbeitung. Bis in die 1970er Jahre standen sie noch auf der Bäderbahn im Einsatz. Seit Anfang 1980 dienten sie u.a. dem DMV beim Aufbau des späteren Pommerschen Kleinbahnmuseum als Aufenthalts- und Lagerraum.


    Der Wagen 970-151 gehörte mit dem 970-771 viele Jahre zum Bestand des Kleinbahnmuseums in Putbus. Der Wagen ging später in das Eigentum des Landkreises über und wurde FöV anvertraut. Eine Aufarbeitung scheiterte zunächst noch. Der Wagen diente weiterhin, teilweise ohne Inneneinrichtung, als Ausstellungsraum und beherbergte Informationstafeln zur Kleinbahngeschichte. Am Rahmen erkennt man noch das oben zu sehende rote Schild mit den Hinweis auf die Fahrzeughöhe.


    Um den 970-151 ging es hier schon einmal: Link



    Ein ähnliches Schicksal erfuhr der 970-771.


    Nach den letzten Einsätzen in den 1970er-Jahren wurde er abgestellt und diente später im Putbuser Museumsbereich als Ausstellungsstück. Erst mit der Übernahme durch die RüBB gelangte er nach einer Aufarbeitung im 2011 wieder zurück in den Bestand der betriebsfähigen Wagen der RüBB.


    Der 970-771 gehört der Serie 1911 an und wurde in den 1950er Jahren umgebaut. Vermutlich um Ersatzteile für die anderen HAWA-Wagen zu gewinnen, wurden beim 970-771 die üblichen Messingrahmenfenster durch Holzrahmenfester ersetzt. Diese erinnern sehr an jene der sächsischen Traglastenwagen. Ursprünglich wurde angenommen, der Wagen sei eine Sonderausführung mit abweichenden Fenstern. So stand der Wagen bis ca. 1995 als Rü.K.B. 31 beschriftet und in braun in Putbuser Museumsbereich abgestellt. Diesen Zustand hat es so früher nicht gegeben.


    Wie beide Wagen viele Jahre im Putbuser Museum auf bessere Zeiten warteten, soll folgendes Bild zeigen:
    970-771 und 970-151 standen viele Jahre an der inzwischen abgerissenen Überladerampe in Putbus abgestellt. Ihr äußerer Zustand verschlechterte sich zusehend. Beide Wagen waren zu großen Teilen ohne Inneneinrichtung. Mit erheblichen Aufwand lies die RüBB beide Wagen wieder instandsetzten und so präsentieren sie sich nun in einem hervorragenden Zustand.



    Genug der Standbilder der Wagen. Natürlich sind die Fahrzeuge auch immer wieder auf der Strecke anzutreffen. Im folgenden nun ein paar Aufnahmen von Einsätzen der letzten Jahre.


    Im Jahr 2010 viel das erste Putbuser Bahnhofsfest leider völlig ins Wasser. Die 52Mh hatte am 15. und 16. Mai zusammen mit der damals frisch aufgearbeiteten 251 901 Dienst mit dem Traditionszug. Damals waren nur die drei Wagen Rü.K.B. 33, 37 und 34 unterwegs. Die Wagen 33 und 34 gehören zu den 1911 gelieferten Fahrzeuge. Der Rü.K.B. 37 stammt aus der Lieferserie 1915. Zusammen mit der 1914 gelieferten 52Mh passierte am 15.05.2010 das typische Gespann hinter Beuchow den bekannten Fotostandpunkt. Lokomotiven und Wagen dieser Bauarten waren auch auf anderen Schmalspurbahnen der Region zu finden, z.B. den Demminer Kleinbahnen.



    Im Jahr 2012 waren die Traditionswagen wieder etwas stärker vertreten als zwei Jahre zuvor zum Putbuser Bahnhofsfest.
    Neben der 52Mh und dem Gepäckwagen Rü.K.B. 28 bestand der Zug aus den grünen Wagen 970-752 (Rü.K.B. 36, HAWA 1915, "Rekowagen"), 970-771 (HAWA 1911) und 970-151 (HAWA 1911). Von den braunen Wagen waren die Wagen Rü.K.B. 53, 34 und 33 im Zug eingestellt. Der Wagen Rü.K.B. 53 wurde 1927 von der Wagonfabrik Wismar geliefert und gehört zu den sechs oft als "Sommerwagen" bezeichneten Wagen der Rü.K.B. Im Bild passiert der Zug ein Rapsfeld unmittelbar vor Putbus, das im Vergleich zu diesem Jahr schon deutlich mehr gelb aufzuweisen hatte. Im Zug sind fast ausschließlich HAWA-Wagen mit Baujahr 1911 zu finden. Nur der am Zugschluss laufende „Rekowagen“ entstammt der zweiten Serie aus dem Jahr 1915. Deutlich ist die geringere Höhe im Vergleich zum davor eingestellten 970-151 zu erkennen. 19.05.2012



    Nun noch ein Bild vom vergangenen Bahnhofsfest in Putbus 2013. In den Nachmittagsstunden gab es immer wider heftige Schauer aus den grauen Wolken. Als die 52Mh mit dem Traditionszug in Posewald eingefahren ist, war dies nicht anders. Dennoch zeigen sich die Kirschbäume in der unmittelbar am Haltepunkt gelegenen Streuobstwiese im voller Blüte. Der Zug bestand in diesem Jahr aus den braunen Wagen Rü.K.B. 28, 37, 33, 34 und 53. Am Zugschluss lief noch der 970-151. Ohne den grünen 970-151 ist die Illusion doch fast perfekt.



    Am 09.10.2011 fand in Binz ein Bahnhofsfest statt. Aus diesen Anlass verkehrte die Traditionsfahrzeuge der RüBB zwischen Binz und Göhren. Hier fand die 1925 gebaute 53Mh als Zuglok Verwendung. Mit den Steigungen der Granitz scheint die Loks keinerlei Probleme zu haben, obwohl auch hier neben dem Gepäckwagen 5 HAWA-Wagen und der Wismarer Sommerwagen eingestellt war.


    Beide noch in Betrieb befindlichen ehemaligen Rü.K.B. Vulcan-Loks vor einem Zug anzutreffen ist doch nicht alle Tage möglich. Nachdem die 53Mh im Januar 2011 zusammen mit der 52Mh ihre Probefahrt nach erfolgter HU absolviert hat, kamen sie im Oktober 2012 abermals gemeinsam zum Einsatz. Die RüBB veranstaltete „Fanwochenenden“ und bespannte einige planmäßige Züge mit den Lok 99 4801 und 99 4802 sowie den beiden Mh-Maschinen. So kamen beide Mh unter anderen am 06.10.2012 mit den Traditionswagen zum Einsatz. Im letzten Sonnenlicht passieren sie im Betriebsbahnhof Posewald die restaurierte Fernsprechbude.



    Nocheinmal eine Aufnahme vom 09.10.2011. Die 53 Mh mit dem Traditionszug auf den Weg zum Bahnhofsfest in Binz. Hinter Beuchow passiert die Lok mit den Zug dabei eine fotogene Kurve.



    Am 14.10.2012 kam die 99 4802 mit einem Foto-GmP auf die Strecke. Neben den beiden Güterwagen kamen hier 970-771, 970-151 und der 970-752 zum Einsatz. Eine der beiden Henschellokomotiven vor dem „grünen Teil“ des Traditionszuges gibt auch ein sehr schönes Bild ab. In der herbstlichen Garnitz passiert der kurze Zug das markante „Denkmal“ zwischen Sellin West und Garftitz.



    Sicherlich ist diese Zugganitur nicht von allzu großer Authentizität geprägt, aber immerhin selten. Ein Einsatz der 251 901 außerhalb ihrer Lauterbach-Fahrten sind recht selten und dazu auch noch mit den Traditionswagen noch seltener. Am 09.05.2012 verkehrte aus Anlass einer Abendveranstaltung zum Bahnhofsfest in Putbus dieser Sonderzug von Binz nach Putbus, hier kurz vor Serams.


    Mit diesem Bild möchte ich den Beitrag schließen.


    Mit Sicherheit lässt sich noch viel über die einzelnen Wagen sagen und schreiben. Aber das soll hier nicht von mir geschehen. Ich wollte nur mal einen kleinen Überblick über die Fahrzeuge und deren Einsätze in den letzten Jahren geben.


    Erstaunlich ist, das von den einstmals 10 HAWA-Wagen noch 8 vorhanden und betriebsbereit sind. Auch die beiden 1911 gebauten Gepäckwagen sind noch auf der Insel im betriebsfähigen Zustand vorhanden. Vielleicht auch Zeichen für die Qualität der Fahrzeuge. Auch wenn sie in vielen Details nicht mehr dem original entsprechen, sind sie die letzten Vertreter einer bei den pommerschen Schmalspurbahnen weit verbreiteten Bauart. Mit dem beiden dazu passenden Lokomotiven 52Mh uns 53Mh erinnern sie so an das einst umfangreiche Netz mit solchen Fahrzeugen von 750mm Schmalspurbahnen in Pommern.


    Von den 6 „Sommerwagen“ sind leider nur zwei erhalten geblieben. Laut dem „Großen Buch der Rügenschen Kleinbahn“ aus dem Hause Paskarb wurden die Wagen 970-786 und 970-787 1966 abgestellt. Der 970-788 gelangte über den Denkmalzug vom Bw Neustrelitz zum Pollo, wo er im Einsatz ist. Der 970-791 ist auf Rügen als Rü.K.B. 53 im Dienst. Nur für den Wagen 970-790 finden sich im Buch keine Angaben über den Verbleib. Was ist mit ihm passiert? Wie lange war er noch im Einsatz?


    Eine recht umfangreiche Übersicht über die Fahrzeuge findet sich hier: RüKB - Vorbil und 0e


    Einige historische Aufnahmen einiger HAWA-Wagen finden sich hier: KLICK Es ist unter anderen der 970-752 vor seiner Reko zu sehen.


    Wünschen wir den Wagen der ehemaligen Rü.K.B. noch viele Jahre beim Rasenden Roland. Ein Teil sind nun schon über 100 Jahre alt und erfreuen sich besten Zustands. Im Sommer sind immer mal wieder einzelne Wagen in den regulären Zügen anzutreffen und die bei einem Dreizugbetrieb knappe Zahl der Rekowagen zu ergänzen. Und mit der Wiederinbetriebnahme von 970-151 und 970-771 kann man vielleicht schon von einem braunen und einem grünen Traditionszug reden.


    Schöne Grüße
    Tobias

    Hallo Schmalspurfreunde,


    herzlichen Dank an Achim für diesen ersten Einblick auf das vergangene Bahnhofsfest in Putbus.


    Im folgenden möchte ich auch noch einige Fotos zeigen, die nicht in Putbus entstanden sind.


    Wie Achim bereits schrieb, waren 118 770 und 112 565 mit Bghw-Wagen auf der Normalspurstrecke unterwegs. Auch das Bahnhofsgebäude des ehemaligen Bahnhofs Lauterbach (Rügen) wird zur Zeit saniert und erstrahlt teilweise schon wieder im neuen Glanz. Als "Urlaubsbahnhof" können hier zukünftige Urlauber eine Bleibe finden. Auch am Sonntag für 118 770 in Richtung Lauterbach Mole.



    Die beiden Ferkel passieren kurz vor Putbus eins der vielen Rapsfelder auf der Insel. Punktlich zum Festwochenende hat die Ölpflanze angefangen zu blühen.



    Zum Ende noch zwei Aufnahmen der Schmalspurbahn. Zur meiner persönlichen Freunde waren die beiden Vulcan-Loks 52Mh und 53Mh auf der Strecke unterwegs. Während die 52Mh mit den braunen Traditionswagen, verstärkt durch 970-151, unterwegs war, tat die 53Mh mit den Planzügen Dienst. So kam es in Posewald zur Kreuzung der beiden Maschinen mit ihren Zügen. Leider nahmen die Wolken in den Nachmittagsstunden immer mehr zu. Fotografenglück die Autoleere Straße



    Nochmal die 53Mh mit dem Zug 104 an bekannter Stelle in Posewald. Scheinbar mühelos zieht die 88jährige Lok ihre acht Wagen die Steigung hinauf.



    Alle Bilder sind am Sonntag entstanden.



    Schöne Grüße
    Tobias

    Hallo Schmalspurfreunde,


    herzlichen Dank für die Einblicke in den derzeitigen Betriebsablauf der Strecke Neustrelitz - Mirow. Sei dem letzten Fahrplanwechsel zwar nicht mehr in der alten Häufigkeit bedient, aber dem Bedarf gerecht werdend. So verkehren nur noch vier Zugpaare, die entsprechend der Wochentage zu unterschiedlichen Zeiten die Residenzstadt Neustrelitz verlassen. Der Fahrpreis leigt sogar unter dem letzten Fahrhpreis der ODEG-Züge.


    Wie Falk schon beschreib, kommt zur Zeit der 172 001 der Hafenbahn Neustrelitz zum Einsatz. Nach der Betriebsaufnahme absolvierte er zunächst alleine den Verkehr. Nach einiger Zeit kam dann 172 171 aus Sachsen und löste ihn ab. Seit einigen Tagen fährt der Neustrelitzer VT wieder.


    Ich möchte den Beitrag noch um einige Bilder aus den letzten Tagen ergänzen.


    Am vergangenen Sonntag kam der 172 001 wieder einmal aus Mirow und wird seine schon einige Kilometer vor dem eigentlichen Hbf beenden und nach einem Fahrtrichtungswechsel seine Fahrgäste wieder über die Hafenbahn ins Neustrelitzer Stadtzentrum bringen. Der Prellbock gehört bereits zur Hafenbahn und bildet einen Gleisabschluss an der Ladestelle Bürgersee, die noch genutzt wird. Rechts das Einfahrsignal des Neustrelitzer Hauptbahnhofs.



    In der Vorweihnachtszeit diente die Hafenbahn schon einmal als "Umleiterstrecke" für die Züge aus Mirow. Am 23.12.2012 ist der Solo-VT 172 001 auf der Fahrt vom Schlossgarten zum Abzw. Bürgersee. Unmittelbar nach der Fahrt als "Straßenbahn" durchfahren die Züge eine Schrebergartenkolonie, die vom Gleis in teilweise recht engen Gleisbögen erschlossen wird und selbst den LVT ein quitschen Abverlangt. Die Fahrten zur Weihnachtszeit waren die ersten regulären Personenzüge der Hafenbahn seit bestehen der Strecke.



    Als Beweis für den Einsatz des 172 171 hier ein Bild vom 03.03.2013, als der Triebwagen den ehemaligen Bahnhof Mirow verlassen hat. Rechts von ihm befindet sich ein Gebäude, das sehr an einen Lokschuppen erinnert, allerdings ist mir ein solcher in Mirow nicht bekannt. Im Gegensatz zum 172 001 ist der 172 171 ein komplett moderniesierter Triebwagen. So besitzt er einen MAN-Motor und ein Strömungsgetriebe während sein unwesentlich älterer Bruder noch mit dem alten Elektroschaltgetriebe aber mit neuer Motorisierung unterwegs ist. Bei ihm ist somit noch die "Stricknadelsteuerung" zu erleben. Der ebenfalls bei der Hafenbahn vorhandene VS172 001 kann somit nur mit den 172 001 zu Einsatz gelangen. Alle zeigen sich aber im inneren aber im Desing der 1990er Jahre und lassen die typischen roten Kunstlederbänke vermissen.


    Ist der 172 001 mit dieser Kombination eigentlich ein Einzelgänger oder gab/gibt es mehrere LVT mit MAN-Motor und E-Schaltgetriebe? Der 172 001 abslovierte seine letzten Einsätze unter der DB auch beim damaligen Bh Neustrelitz und wurde etwa Zeitgleich mit der Privatisierung des Werkes zum Museumsfahrzeug, während ein Großteil der anderen Neustrelitzer LVT nach Kuba gingen.



    Die Mirower Strecke ist trotz des dünnen Zugangebotes einen Besuch wert. Neben den derzeitigen Fahrten auf der Hafenbahn durchqueren die Blutblasen die schöne Landschaft der mecklenburgischen Seeplatte. Jeden sei so einen Besuch und eine Mitfahrt empfolen.



    Schöne Grüße
    Tobias