Beiträge von railfox

    Dampf schrieb:


    "
    Hallo
    Was in der Eisenbahnbibliothek für Sachsen noch fehlt ist ein Buch über das Bw Aue und Schwarzenberg.
    Es gibt zwar einige Puplikationen,aber leider kein Buch."



    Zunächst einmal werden "Puplikationen" vmtl. eher nach dem Genuß von Zwiebelkuchen und Federweißer oder dem Verzehr von Dörrobst produziert. :sing:


    Zweitens sprachen wir hier über DR-Schmalspurstrecken, da wirkt das Bw Aue thematisch etwas deplaziert. :sorry:


    Drittens sind nach der Wende (aber auch schon davor) diverseste Broschüren zu den angesprochenen Bw`s erschienen, sodaß sich ein Verleger genau überlegt, ob sich die Herausgabe dieses Themas im Jahre 2018 (!) überhaupt noch lohnt -erst recht nach dem Erscheinen im Bw-Sammelwerk. :gruebel:


    Viertens ist das Bw Aue Geschichte - es ist abgerissen. Eine längst abgerissene Schmalspurstrecke ist auch im Gedächtnis vieler nicht-eisebahnaffiner Einwohner (z.B. Mitfahrt in Kindertagen) hängengeblieben, für ein Bw intererssieren sich erfahrungsgemäß wesentlich weniger pot. Buchkäufer. Somit wird eine Bw-Chronik immer seltener auf den Markt kommen, nur Herr Endisch scheint dieses Thema noch intensiv zu bearbeiten. Sprich ihn doch einfach mal an, Kontakt gibt es u.a. über die Buchhandlung Stilletto in München oder das Eisenbahnmuseum in Wittenberge/Elbe. ;)


    Grüße


    -railfox-

    Nur zur Info:


    Die vermeintliche Kö dürfte mit Blick auf die Motorvorbau-Seitenbleche eher eine LKM-Industrietype vom Typ N3 oder N4 sein, aber keine Reichsbahnvergangenheit haben, auch wenn die Lackierung etwas suggeriert.


    Grüße


    -railfox-

    Hallo,


    Es war schon immer so, dass sich bestimmte Bevölkerungskreise hochwertige Literatur nicht leisten konnten und auch in Zukunft nicht leisten werden können. Ebenso war es zeitlebens mit anderen nicht-lebensnotwendigen Gütern, sei es Spielzeug, Unterhaltungselektronik, hochwertigen Einbauküchen, Maßanzüge, Motorträder oder auch PKW - Wer sich einen Mercedas nicht leisten kann, kauft einen VW, Opel.....


    Daher ist es völlig müßig, hier um Buchpreise zu jammern, seien sie gerechtfertigt oder nicht.


    Als ich 15 Jahre alt war (gelernter West-Deutscher) brachte der Franckh-Kosmos Verlag das Buch "Kleinbahnzeit in Farbe" von Rolf Löttgers auf den Markt. Es war das erste mir bekannte Buch, dass ausschließlich Privat- und Kleinbahnen behandelte und zudem 100% Farbfotos enthielt. Es stand für mich sofort fest, daß ich dieses Buch besitzen wollte. Daran konnte auch der damals unvorstellbar hohe , utopisch anmutende Preis von 78,00 DM nichts ändern. Bei einem wöchentlichen Taschengeeld von 5,- DM von meinem Vater war klar, dass Sparen angesagt war. Dank Geburtstagsgeld, Unkrautrupfen in einer benachbarten Gärtnerei und Sparen hatte ich nach 9 Monaten das Geld zusammen und konnte mir dann das sündhaftteure Buch leisten, wofür in meiner Familie niemand Verständnis aufbringen konnte. (Muß das teure Buch wirklich sein? - ja, es musste)


    Genauso ist es heute mit 60,- € Büchern. Schon in den 1980/1990er Jahren kosteten hochwertige EK-Baureihenbände 49,- DM, dann 59 ,- DM und schließlich 89,- DM. Heutie ist bereits die 50;- € Grenze überschritten, und niemand regt sich hier groß über den EK auf.


    Ich kann mir auch nicht mehrere 55;- € EK-Bücher pro Jahr leisten, daher kaufe ich EK-Literatur seit über 20 Jahren auf Messen als angebliches Mängelexemplar, wobei ich als Mangel nur einen Stempel "Mängelexemplar" sowie einen niedrigeren Preis erkennen kann.


    Das Geld investiere ich dann auch in Kleinbahnliteratur, die z.T. jenseits der 50;- € Grenze liegt. Viel Geld floss auch direkt oder indirekt nach Nordhorn, über 115 blaue und grüne Bücher sprechen für dortige Qualität.



    Es kann allerdings nicht Aufgabe und Sinn bzw. Zweck von Verlagen und Autoren sein, ausschließlich seichte und oberflächliche Literatur zu geringen Preisen für eine breite Bevölkerungsschicht auf den Markt zu werfen, sowie es z.B. bei den hier zurecht gescholtenen rot-blauen Kellerheften aus Sachsen der Fall ist. (Wobei ja schon festgestellt wurde, dass die rot-blauen Hefte in Summe alles andere als "günstig" sind und zudem aufgrund ihrer Verarbeitung alles andere als nützliche Nachschlagewerke sind).


    Eine Bemerkung zum Thema ALG II muss ich allerdings noch aus erster Hand loswerden:


    Seit 2009 bin ich ehrenamtlich in einem Arbeitslosenzentrum in meiner Stadt tätig: Die dortigen Ratsuchenden sind zu rund 85% ALG-II-Bezieher. Den Begriff "Hartz-IV"-Bezieher lehne ich als eine pers. Beleidung übrigens energisch ab, den Peter Hartz, der Erfinder dieses Sytems, ist mittlerweile ein rechtskrätig verurteilter Straftäter, und ich weigere mich daher, ALG-II Bezieher mit ihm gleichzusetzen.


    Eines stelle ich aber immer wieder fest: Viele Ratsuchende beklagen sich über eingeschränkte Mobilität, und dass Ihnen die 50 - 120 € für ein gutes gebrauchtes Fahrrad fehlen, um in der Stadt mobiler zu sein. Es sind aber diegleichen, die sich nach Verlassen unseres Arbeitslosenzentrums sofort eine Kippe anzünden. Aus eigener Erfahrung aus 9 Jahren Arbeit weis ich, dass rund 66% der ALG-II-Bezieher Raucher sind und rund 150€ und oftmals sogar mehr im Monat verquarzen. Sie sind auch nicht bereit, kostenlose Angebote der AOK anzunehmen und ihren Tabakkonsum einzuschränken oder ganz aufzugeben. Da fehlt mir dann auch zunehmend die Bereitschaft, diesen Leuten bei der Beschaffung von Geldmitteln für einen Fahrradkauf weiterzuhelfen. :nixw:



    Grüße


    -railfox-

    Wer ist denn der "Ludgar" mit seinen schönen Ansagen? :nixw:


    => Korrigiere doch bitte umgehend diesen Tipp-Fehler. Danke.


    PS: Liegt Oschatz jetzt an der sächsischen Saar, die bei Riesa in die Elbe mündet und füher Döllnitz hieß? :gruebel:

    .. aber ich glaube, ich habe es schon verstanden, nur hast du mich offenbar missverstanden.
    "Die vergriffene Selketalbahn" bezog sich auf die RioGrande-DVD.



    Als Buch hab ich die, auch von dir, empfohlene Transpress-Zusammenfassung (ISBN: 978-3613711037) erstanden.



    OK, nix für ungut, dann sind ja jetzt alle Klarheiten beseitigt. :zwink::ok::ok:


    -railfox-

    "Danke für den Tipp nach RioGrande zu suchen... ich konnte das
    Zieglgänsberger-Buch und zwei DVDs ("Harzquerbahn" und "Mit der
    Dampfkleinbahn durch den Harz") in einem Online-Gebrauchtmedien-Portal
    erstehen.
    Lediglich "Die Selketalbahn" war vergriffen... da muss ich mich wohl noch gedulden."




    Ich glaube, Du hast da etwas nicht verstanden:


    Vor der Wende , also zu DDR-Zeiten, gab der VEB transpress Verlag Bücher in der Reihe "Transpress Verkehrs-Geschichte" heraus, das waren tlw. mit festem Einband, aber überwiegend mit Softcover versehene Bücher mit einem schwarzen Einband und einer Farbaufnahme darauf - i.d.R. der einzigen in den Büchern.


    In dieser Reihe erschienen u.a.:


    1) Die Harzquer- und Brockenbahn nebst einem Anhang zur Südharzeisenbahn


    2) Die Selketalbahn


    Zumindest das Buch zur Harzquerbahn erschien auch vor der Wende als Lizenzausgabe beim damaligen westdeutschen alba-Verlag.



    Nach der Wende ging die "Freundschaft" zwischen transpress-Verlag und alba-Verlag recht schnell in die Brüche und der "gewendete" transpress-Verlag gab einige der Bücher der Reihe "Transpress Verkehrs-Geschichte" erneut heraus.


    Format und schlechte Bildqualität blieben gleich, lediglich die Papierqualität war besser geworden und der Einband erhielt orange Flächen als Erkennungsmerkmal.


    Auch hier erschienen erneut die beiden Bände


    1) Die Harzquer- und Brockenbahn nebst einem Anhang zur Südharzeisenbahn


    2) Die Selketalbahn



    Nach der Übernahme durch die Pietsch & Scholten Gruppe aus Stuttgart (u.a. Motorbuch-Verlag) begann zwar drucktechnisch gesehen ein Aufstieg, inhaltlich und thematisch ein Abstieg, vor allem nachdem viele profunde ostdeutsche Autoren weggingen.


    Der heutige Transpress-Verlag hat dann mal beide Bücher in einem Doppelband nachgedruckt, bei gleichem Inhalt der vorherigen Einzelbände.


    Und genau diesen Band möchte ich Dir zum Kauf empfehlen statt irgendwelcher Einzelbände, denn Harzquerbahn und Selketalbahn gehören für mich zusammen betrachtet und nicht isoliert gesehen.


    Grüße


    -railfox-

    Hallo Bernd,



    "Falls der erwähnte Einzelgleisanschluss noch existiert hat, ist er spätestens seit der Stilllegung der Strecke zwischen Liebschwitz und Gera-Süd 2016 "Makulatur", weil die ehemaligen Gleisverbindungen komplett gekappt wurden."


    Der Gleisanschluß hat definitiv 1992 noch existiert, ein Weimar-Bagger hat damals Schrott in Eaos-Wagen verladen, dem Verschub diente eine gelbe Köf-ähnliche Lok von LKM, Typ N4. Eine weitere grüne N4 stand als Ersatzteilspender auf einem Nebengleis. Rund um den Lokschuppen waren diverse Schrotthaufen. Hier sah ich auch einen LKW der russischen Streitkräfte, wo russ. Soldaten Schrott abluden.
    Nur noch ein Schuppenstand verfügte über ein Gleis, hier wurde die gelbe N4 nach Feierabend untergestellt.


    Grüße


    -railfox-

    Hallo Armin,


    ja, der HSW hat und hatte es nicht leicht. Als mir Ralf Sch. zum ersten Mal das "Open-Air-Bw" am Bf. Wesel zeigte, waren gewisse "Infrastrukturdefizite" nicht zu übersehen. Später kam dann Eure V 36, für die ein "Leichbaulokschuppen" errichtet wurde. Leider fand Euer Verein nicht die Möglichkeit, die HU an der Lok abzuschließen und die V 36 verschwand wieder aus Wesel.


    Durch persönliche Differenzen kam leider auch die Fusion mit den Bocholter Kollegen nicht zustande, wo man die Kräfte hätte sinnvoll bündeln können.


    Als der Ringlokschuppen des ehem. Bw Wesel von der Fa. Trapp als Bauhof aufgegeben wurde, waren Ralf und ich uns einig, dass dies ein optimaler Standort für den Hist. Schienenverkehr Wesel sein könnte- doch es kam bekanntlich anders.


    Als dann Euer Umzug an die alte Rheinbrücken-Rampe kam, wurde m.E. die nächste Chance vertan - die Übernahme des mittlerweile funktionslos gewordenen Lokschuppen der Hafenbahn Wesel. Wie ich 2017 nach langer Zeit sah, ist dieser nun auch nicht mehr per Schiene erreichbar- schade!


    Zum Schluß: Wie realistisch ist die Chance, Eure seit ca. 1990 in HU befindliche Dampflok noch einmal unter Dampf zu erleben?


    Grüße an den entfernten Niederrhein


    -railfox-

    Nach dem Eisenbahnverein ist vor dem Eisenbahnverein....


    Zunächst einmal macht es keinen Sinn, hier einen Artikel zu verlinken, der für die meisten wohl mit einer Bezahlschranke versehen ist. Aber es gibt eine einfache Lösung:


    1) Obigen Link anklicken
    2) Artikelüberschrift markieren und kopieren
    3) Google-Suchmaske öffnen und die Artikel-Überschrift dort einfügen
    4) Bei den Google-Suchergebnissen jenen obigen Artikel erneut anklicken
    5) Der Artikel kann nun komplett ohne lästige Bezahlschranke durchgelesen werden



    In dem Artikel steht auch, dass der Verein lediglich 3 Stände angemietet hat und Verhandlungen mit neuen Nutzern bereits laufen.


    Daher sehe ich auch gute Chancen, dass ein inzwischen offenbar überforderter Verein durch eine andere "Institution" abgelöst wird und für die Ost-Thüringer Eisenbahnfreunde ein attraktiver Standort erhalten bleibt.
    Begrüßenswert ist die Tatsache, dass die "Scheidung" ohne Schlammschlacht erfolgen soll- also genau das Gegenteil von dem, was man oftmals bei Vereinsstreitigkeiten erleben muss (Man denke nur an das öffentlich ausgetragene Zerwürfnis der Eisenbahnfreunde Betzdorf/Sieg, dass nicht nur den Auszug derer Museumsfahrzeuge aus dem Bw Siegen zur Folge hatte, sondern auch die Auflösung eben jenes Vereins).



    Etwas off-toppic:


    Nach der Wende war ich zweimal in Gera und habe dort 3 Bw mit Ringlokschuppen vorgefunden:


    1) Bw nördlich von Gera Hbf an der Robert-Fischer-Straße: Tlw. moderner Ringlokschuppen aus DDR-Zeit, war bei meinem 1. Besuch noch eine in Betrieb befindliche DR-Dienststelle mit sehr guter Kantine. Ist dies der Lokschuppen, wo der Verein bisher ansässig ist?


    2) Genau auf der anderen Gleisseite befand sich ein weiterer Ringlokschuppen, der aus der Kaiserzeit stammte und "nur noch" als Betriebsteil des unter 1) erwähnten Bw diente. Dort waren relativ viele abgestellte Dieselloks der BR 120 (Taiga-Trommel) abgestellt.
    Hier stand auch ein Bahnwasserturm (Bauart Intze mit typischer Kugel-Behälterform). Was ist hier heute?


    3) Im Süden von Gera, im Stadtteil Zwötzen, befand sich ein weiteres Bw, was in dem Zwickel zwischen den Streckengleisen nach Ronneburg bzw. Wünschendorf lag (müßte an der Straße der Völkerfreundschaft gelegen haben). Hier war ein ehemaliges Bw-Gelände mit Ringlokschuppen, was zu meinem Besuchstag allerdings schon länger der Metallaufbereitung Zwickau, BT Gera diente (also ein Schrottplatz). Das Gelände hatte noch einen Gleisanschluß zur DR und ein einziges Gleis führte in einen Lokschuppenstand, um die Köf-ähnliche Werklok abstellen zu können.
    Existiert dieser Lokschuppen noch und könnte den Eisenbahnfreunden als neues Domizil dienen?



    Grüße


    -railfox-

    Zitat Nuke:


    Wenn der Wohnblock weg ist dürfte da auch Platz für neue Parkplätze sein..



    Ja, aber hoffentlich nur vorübergehend. Langfristig wünsche ich mir aber dort wieder den Güterschuppen, der dem Plattenbau geopfert wurde- denn nur so wird das Ensemble eines sächs. Schmalspur-Endbf. wieder komplett und rund.