Beiträge von BRBler

    uijuijui, das Thema fesselt uns Männer ja mal wieder richtig.


    Ich bleib dabei, die DDR lebte das preußische richtig aus.

    Wären die Loks verschifft worden, gäbe es Frachtpapiere und Loks sind keine übliche Ladung, also würde sich das vor Ort schon rumgesprochen haben.


    Natürlich müssen die Maschinen nicht in Cottbus zerlegt worden sein. Die Verwendung als Heizloks und sei es nur der Kessel ist ja auch möglich. Auch hierzu gäbe es aber Papiere.


    Aber so richtig mystisch wird es, wenn ihr schreibt, dass bis heute Eisenbahner das Geheimnis in sich tragen. :-)

    bei einem Film wäre das der absolute Trash, warum sollten heute noch Mitarbeiter schweigen? oder ist das Kapitel derart düster.....


    Ich glaube, die Loks sind irgendwo den Weg alten Eisens gegangen und weil es so alltäglich war, hat es keiner mitbekommen. Bei meinen Recherchen fällt so etwas immer wieder auf.


    Das das ganze allerdings eine geheimnisvolle Aura erhält liegt einfach daran, dass es keine Papiere über den endgültigen verbleib gibt, da gebe ich euch recht und es ist auch gut so, wenn sich Mitstreiter zumindest darum kümmern, bis auch das Ende dieser interessanten Maschinen geklärt ist.

    Liebe Freunde,

    es ist echt ein interessantes Thema, dennoch glaube ich, dass wir hier eher mehr Wunschgedanken erleben dürfen.

    Warum soll es denn um ein paar kleine Schmalspurdampfloks so eine Geheimniskrämerei gegeben haben?

    Schließlich waren die Verkäufe von Dampfloks kein großes Geheimnis, selbst wenn es wie bei 01 2204 eine Traditionslok erwischt

    oder 18 314. Wenn wir am Bw Stammtisch saßen, bekamen wir Spunte immer große Ohren. Die tollsten Geschichten erreichten uns da.

    Sogar Bergwerke und Tunnel, wo Dampfloks für die Staatsreserve gestanden haben sollen...

    ...die alten Hasen liebten ihre Mythen und Legenden :-)

    Liebe Freunde,

    jetzt möchte doch noch ein paar Fotos von der Strecke beisteuern.

    Leider kenne ich die Dampfzeit hier nicht mehr, sondern nur den Sonderzugverkehr

    und dann die letzten Jahre mit LVT und V200.

    Noch in den 90ern rollten Kohlezüge im Stundentakt, alle mit zwei Maschinen bespannt.

    Der Berufsverkehr - einst mit teilw. 2 Dbv Einheiten (Doppelstockzüge) und 65, war schon länge nicht mehr so bedeutend.

    Zuletzt reichten Solo bzw, Zweiteiler an LVT.


    Die V60 passiert gerade das Personenzuggleis in Richtung Meuselwitz und rumpelt dabei am alten Lokschuppen der EST Zeitz vorbei.


    In der EST Zeitz gab es ein Kuriosum. Die Heizloks waren im Schuppen fest an die Heizeinrichtungen angeschlossen. Nur der Tender wurde verschoben und dieser war mit einem selbstgebastelten Aschkastenwägelchen gekuppelt. Auch die Rangierlok ist etwas besonderes. Es handelt sich um eine ehm. 102.0, welche zur Akkulok umgebaut wurde.


    In Zeit wartet der knuffige 772 148 auf seinen Einsatz


    Auf dem Elstertalviadukt rumpelt die Kohlefarbene 220 206 rüber, das Ernteteam (vormals Kollektiv der LPG) macht unterdessen Mittagspause.


    50 849 überquert das Elstertalviadukt, welches vom Güterbahnhof Zeitz nach Tröglitz führt. Zuletzt wurde die Elsterbrücke in Zeitz genutzt, welche vom Personenbahnhof nach Tröglitz führt. Diese wurde jedoch 2013 ein Hochwasseropfer und in diesem Jahr erst wieder hergestellt.


    Zugkreuzung in Tröglitz, 220 165 (Lpz Wahren) kommt mit einem Leerzug und 220 206 mit einem Kohlezug und 232 Schlusslok wartet auf Ausfahrt nach Meuselwitz.


    Ab dem Bahnhof Wuitz-Mumsdorf zogen sich Verlade und betriebsgleise der Kohlegruben bis beinahe in den Bf. Meuselwitz.

    772 148 ist kurz vor Meuselwitz und passiert das Stellwerk mit dem Abzweig zur Brifa Phoenix und dem Kraftwerk Mumsdorf.


    Abfahrbereit stehen zwei Leerwagenzüge nach Zeitz. Früher fuhren von hier die Kohlezüge ins Reichsbahnnetz, in den 90ern versorgte man das Kraftwerk Mumsdorf mit Kohle aus Profen.


    An fast gleicher Stelle traf ich diese Doppeleinheit an, welche nur an Schultagen verkehrte und ve4rstärkt wurde.


    Riesige Gleisanlagen, großer Bahnhof, aber kaum noch etwas los, dass war zuletzt das Bild von Meuselwitz


    Mit dem Ende der Regelspurstrecke kam aber etwas ganz neues. Die 900mm Museumskohlebahn aus Regis wurde bis nach Meuselwitz verlängert. Auch der Lokschuppen wurde saniert und Exponate hier hinterstellt.


    Die einstige Groitzscher Seite des Bahnhofes Meuselwitz wurde für die Kohlebahn umgebaut und 900 mm Gleise verlegt.


    Der etwas ramponierte 900mm B Kuppler gehört auch zur Kohlebahn, ich weiß allerdings nicht, ob etwas an dem Fahrzeug seitdem gemacht wurde.


    Bei meinen Streunerreien um Meuselwitz, fand ich auch einige Wagenkästen der GMWE. Ein solcher hat es scheinbar zur Kohlebahn geschafft. Wo ist dieser verblieben?


    Von Rositz zweigten Anschlussbahnen zum Teerwerk, zu Brikettfabriken ab. Eine der Brifas war die BriFa Zechau.

    Diese sollte als letzte komplett erhaltene BriFa der Nachwelt erhalten bleiben. Es wurden Millionen DM investiert, damit diese als Museum genutzt werden konnte. Eine Fahrzeugausstellung ergänzte das Museum, wie auch die größte deutsche Schmuckbrikettsammlung.

    Aber die LMBV änderte ihr Ansinnen und wegen fehlender langfristiger Träger und weiteren Konzepten, wurde das Museum regelrecht geschliffen. Ein paar Fahrzeuge wurden in der BriFa in Zeitz heimisch.


    Hier ein Teil der Fahrzeugsammlung


    Zwar nicht an der Altenburg-Zeitz Strecke gelegen, aber passt thematisch dazu. Lok 23 war viele Jahre in den Mitteldeutschen Kohlegruben im Einsatz. Zuletzt war sie im kleinen Museum in Deuben zuhause. Heute befindet sie sich im Zeitzer Museum der dortigen Museumsbrikettfabrik.


    Auch das EG von Rositz war kein bescheidener Bau. Im Hintergrund, hinter den Ausfahrsignalen waren die Anschlüsse zu den Kohlewerken und 900mm Grubenbahnen überquerten die Bahnstrecke.


    Gleich ist Altenburg erreicht, die Einheit passiert gerade das Bw Gelände im Hintergrund. Der LVT war scheinbar vorher woanders im Einsatz, denn es wird für die "Märkische Allgemeine" geworben.


    Wer kennt noch die Tradition, dass an Himmelfahrt die Fahrzeuge geschmückt wurden? Hier wurde 772 109 mit Flieder geputzt, auch seine originalen Zierleisten sind echt etwas besonderes. Einfahrt nach Altenburg-Rasephas, der Ortsteil heißt wirklich so :-)