Beiträge von BRBler

    @Hartmut "Dampfeinerlei"... Du sagst es richtig, das war Normal, Immer da, Gehörte zum Alltag.... das kennen wir glaub ich alle. Heute ärgere ich mich, dass vieles der vergänglichen DDR Kultur/Zeit nicht im Bild festgehalten habe. Manche Alltagssituation haben zum Glück aber Freunde aus den alten Bundesländern festgehalten, weil es denen fremd oder neu war.


    Carsten ...na eines haben aber beide Strecken gemeinsam, Preußen baute die Bahn vor allem wegen der militärischen Interessen aus, da sind sich beide Strecken ähnlich.


    Ich habe mich schon gewundert wie Stahlwerk und Hafen ihre Güterwagen bekommen. das da schon eine ganze Weile über Rathenow Premnitz gefahren wird ist an mir vorbei gegangen. Aber ich wohne ja "Upper Eastsite - in der Neustadt":-) Interessant war der Einsatz von 221 135.

    Hallo Dieselkutscher , im HiFo gibt's einen großen Artikel zur Städtebahn, ist schon ein paar Jahre alt. Habe ich mit Freunden geschrieben.

    Hier soll es ja nur Kompakt als Nebenbahnportrait angeboten werden.

    Danke für die Super Aufnahmen. Wie schnell ist alles vergänglich.

    Aber vielleicht bringst Du jetzt einige nicht eingeweihte mit Beelitz-Treuenbrietzen-Jüterbog durcheinander.

    Daher will ich hier noch ein wenig zur Städtebahn schreiben.

    Die Brandenburger Städtebahn besteht aus den Linienabschnitten: Treuenbrietzen–Belzig/ Belzig-Brandenburg/Brandenburg-Rathenow/Rathenow-Neustadt Dosse Die eingleisige Nebenbahn hat eine Gesamtlänge von 125,6 Kilometern und verband die vier Hauptstrecken miteinander, die von Berlin in Richtung Hamburg, Stendal, Magdeburg und Dessau ausgehen. Sie wurde bereits im 19. Jahrhundert als Teil eines unter anderem aus militärstrategischen Gründen Berlin großräumig umrundenden Eisenbahnringes konzipiert und zählte bald zu den bedeutendsten deutschen Privatbahnen. Gegründet wurde die Brbg. Städtebahn um 1901 und die letzte Eröffnung erfolgte am 25.3.1904.



    Gleise liegen heute noch auf dem Abschnitt Belzig-Niemegk und Brandenburg-Rathenow Nord. Das die Gleise so schnell verschwunden waren, hat zum Teil mit illegalen Rückbauten zu tun, windigen Geschäftsleuten etc.

    Zu DR Zeiten war diese Verbindung auch eine wichtige Umleiterstrecke und man konnte über Neustadt Dosse hinaus weiter nach Pritzwalk - Meyenburg - Güstrow bis an die Küste fahren. derartige Langläufer gab es.

    Der Personenverkehr wurde am 1. Oktober 1962 auf dem Streckenabschnitt zwischen Treuenbrietzen und Belzig eingestellt. Am 30. November 2003 wurde der Abschnitt zwischen Rathenow Nord und Neustadt (Dosse) und am 13. Dezember 2003 der Abschnitt zwischen Belzig und Brandenburg außer Betrieb gesetzt. Der schlechte Zustand an vielen Stellen des Abschnitts Brandenburg–Belzig verlängerte die Fahrzeiten der Personenzüge. Parallel eingesetzte Regionalbusse der Linie 570 sorgten für weiteren Fahrgastschwund.

    Auch der Güterverkehr ist nach und nach aufgegeben worden, zwischen Belzig und Niemegk am 31. Dezember 1998 und zwischen Rathenow und Neustadt (Dosse) am 31. Dezember 2001.

    Leider gelang es nicht, auf dem südlichen Abschnitt zwischen Belzig und Niemegk einen regelmäßigen Draisinen und Ausflugsverkehr zu etablieren. Auch die einst sehr erfolgreichen Belziger eisenbahnfreunde sind zu einem ruhigen verein geworden. das Thema Öffentlichkeitsarbeit scheint hier nicht mehr im Vordergrund zu stehen.

    In den letzten Jahren lief nicht mal 10 Jahre nach der Abbestellung das Entwidmungsverfahren auf der strecke Golzow - Belzig. Der Infrastrukturbetreiber kam sehr günstig an diese Strecke und verscherbelt alles, was irgendwie geht.

    Nicht anders ist es bei Rathenow-Neustadt D. - wo ohne Rücksicht Strecke abbestellt und Rückgebaut wurde.

    Gerade, weil es einst eine sehr erfolgreiche Bahngesellschaft war und diese nur in ihrer Gesamtheit funktionierte, waren die Auswirkungen von Abschnittsweisen Abbestellungen nachvollziehbar.


    --> Hier noch ein Tipp: Wer aktuell hier Güterverkehr erleben möchte sollte sich beeilen. Noch den ganzen August ist Umleiterverkehr über Rathenow nach BRB Altstadt. Es rollen 232, 233, 221, 298 und bedienen Stahlwerk, Hafen und Anschlussbetreiber in BRB. Das war mit gestern durch Zufall bekannt geworden, da zw. BRB Hbf. und Altstadt gebaut wird.


    Der Bahnhof Brandenburg Hbf vor dem großen Umbau


    52 8156 rückt ins Bw ein. Die 8135 ist eine alte Brandenburgerin. Die Bestände waren in den 80ern recht beständig und mit gut 25 Loks auch sehr umfänglich.


    Der Zug nach Belzig steht am alten Städtebahnhof im BRB Hbf. Das ehm. Empfangsgebäude wurde bei den zweiten großen Bahnhofsumbau um 2014 abgerissen.


    Sehr umfangreich sind die Anlagen in BRB Altstadt, vor allem Hafen und Stahlwerk sind hier Hauptkunden, aber auch die Fahrzeugwerke, wo Güterwagen instandgehalten werden.


    Das ehm. EG der Städtebahn in Altstadt befindet sich Zusehens in einem schlechteren zustand. Zwischenzeitlich wurden neue Betonbahnsteige errichtet


    Eine MRB Regionalbahn überquert die Silokanalbrücke Diese Brücke wurde 1945 gesprengt, geborgen wiederaufgebaut und um 2000 durch diesen Bogenneubau ersetzt. Von BRB Altstadt zweigt noch die ehm. Strecke Brandenburg-Röthehof ab, welche gleismäßig noch bis Brielow liegt und zahlreiche Anschließer versorgt.


    Einfahrt in den Kreuzungsbahnhof Pritzerbe. Hier gibt es den Pritzerber See, das Havelknie und mehrere Campingplätze. Die Bahnstrecke Brandenburg - Rathenow kommt durchschnittlich auf 900 Fahrgästen am Tag und sind noch genügend Reserven mobilisierbar. Ab 2022 wird die ODEG hier LINT 54 einsetzen.


    Das war der Städtebahnhof in Rathenow mit entsprechenden EG am Bahnsteigkopf. Auch hier wurden die Modernisierungsmaßnahmen umgesetzt.


    Hier noch einmal einen Blick auf die Kreuzung Bahn/Tram in Brandenburg Görden.

    Die "Tratra Hängebauchschweine" werden voraussichtlich noch 5 Jahre rollen, bis Skoda Trams sie ersetzen werden.




    Super, ich kann für meine Wahlheimat nur werben, auch wenn unsere einzige verbliebene Nebenbahn sehr modern ausgebaut wurden und mancher Haltepunkt etwas lieblos wirkt. Das viele Wasser ringsherum ist schon ein Traum. Güterverkehr ab Premnitz läuft nur sporadisch.

    Heute habe ich ein Streckenportrait, wo ich selbst leider keinen Dampfverkehr mehr erlebt habe. Aber ich war Nutzer der Flämingbahn, einem Teil der bekannten Brandenburgischen Städtebahn. Wollte ich nach Leipzig in die Heimat, musste ich nicht erst über Magdeburg oder Berlin reisen, ab Richtung Belzig und von dort über Dessau - Bitterfeld mit dem RE. 2003 war aber damit Schluss, dass Land Brandenburg wird mit dem Landkreis Potsdam-Mittelmark aneinandergeraten und empfahl, den parallelen Busverkehr einzustellen bzw. mit dem Bahnangebot abzustimmen.


    Allerdings war die Bahnstrecke nur drei Jahre zuvor schon einmal mehrere Monate ohne verkehr. Die DB stellte den Betrieb wegen verschiedenster Oberbaumängel ein, dass Land reagierte prompt und verlangte eine Instandsetzung, der der Bahnverkehr nicht abbestellt wurde.

    Es wurde wirklich nur geflickt, denn das Land sah davon ab, eine längere Bestellgarantie abzugeben und letztlich kam es - 2003 wurde der Gesamtverkehr eingestellt.


    Die Städtebahn hatte im Zielnetz 2000 ganz klare Zukunftsaussichten, die hier vorgesehene RB 502 von Jüterbog über Belzig-Brandenburg, wäre eine interessante Peripherie Verbindung geworden. Zwischen Brandenburg und Rathenow war sogar ein RE Angebot vorgesehen und ab Rathenow sollte wiederum ein durchgehender RB Linienbetrieb bis Löwenberg führen. Idee solcher komplexen langen Linien hätte die Attraktivität sicherlich erhöht, aber wurde so etwas wirklich gebrauch und ist ein derartiger Linienstrang nicht auch störanfällig?

    Die Städtebahn hat nun somit von ihren 4 Abschnitten 3 verloren. Neben den schon 1962 eingestellten Abschnitt Treuenbrietzen-Belzig, werden nun Belzig-Brandenburg und Rathenow-Neustadt/ D eingestellt und relativ schnalle abgebaut. Zur BUGA 2015 wäre hier ein Verkehrsbedarf dagewesen.


    Einzig der Verbleibende Abschnitt Brandenburg-Rathenow bleibt erhalten und wurde für sogar für 30 Mio. EUR saniert. Allerdings fragt man sich da schon – ob sich diese Investition überhaupt lohnt, fehlen doch nun die alten klassischen Verbindungen nach Norden und nach Süden. Desweiteren hätte man die Sanierung und die Kostenrechnung für die gesamte Städtebahn angestellt, wäre das Kosten/ Nutzenverhätnis besser geworden. Außerdem wurde viel Altmaterial verbaut, ob man dabei auf 30 Mio Euro kommt, erscheint mir schleierhaft.


    Unsere vorliegende Strecke Brandenburg-Belzig hätte 2004 ihren 100 Geburtstag feiern können. Sie ist ein Teil der Brandenburgischen Städtebahn, einer sehr erfolgreichen und großen Privatbahngesellschaft vor dem Krieg. Die Hoffnungen in diese Bahnverbindung von Treuenbrietzen bis nach Neustadt/ Dosse, die durch das kärgliche Land Brandenburg führt, waren sehr hoch. denn sie sollte die wirtschaftliche Struktur verbessern, die Anliegerlandkreise beschlossen sogar Mittel für eine Subvention der Bahnangebote. Und schließlich entwickelte sich die Städtebahn auch sehr gut. 10 Jahre nach der Eröffnung hatten sich die Fahrgastzahlen sogar verdoppelt und der Güterverkehr war auch sehr umfangreich, sogar Durchgangsgüterzüge der KPEV führten hier entlang. Durch die strategische Bedeutung im ersten Weltkrieg, nahm der Verkehr weiter zu.

    Die Weltwirtschaftskrise der 20er Jahre brachten enorme Einbrüche im Reise und Güterverkehr, gut die Hälfte der Transporte brachen weg.

    Doch die 30er Jahre brachten wieder Geld in die Kassen. Vor allem Die Rüstungsindustrie in Brandenburg und Premnitz sorgte für großes Aufkommen. Der Reiseverkehr hatte nur in den Abschnitten Belzig-Brandenburg-Rathenow Pendlercharakter. Auf den restlichen Strecken waren die Reiseverkehrsschwerpunkte von je her – die Verbindung der Anfangs und Zielbahnhöfe. Im Güterverkehr kam es zu umfangreichen Leistungen, die leider alle unter dem Zeichen des 2. Weltkrieges standen. Im Frühjahr 1945 wurden mehrere Brücken zwischen Brandenburg und Belzig gesprengt, im April dann auch zwischen Brandenburg und Rathenow.


    In den 50er Jahren sollte die Städtebahn weiter ausgebaut werden. Sie sollte vor allem Durchgangsverkehr und Umleiterverkehr aufnehmen und in eine Hauptbahn ähnliche Nebenbahn ausgebaut werden. Es entstanden in dieser Zeit auch die Verbindungskurven in Belzig, Brandenburg und Neustadt/ D. zur Umfahrung der jeweiligen Bahnhöfe. Weiterhin wurden größere Kreuzungsbahnhöfe angelegt.

    Doch durch dem Bau des Berliner Außenrings, war die Notwendigkeit nicht mehr gegeben. So verblieben die umfangreichsten Leistungen auf den Abschnitten Brandenburg-Belzig und Brandenburg-Rathenow. Stark zurückgegangen war der Reiseverkehr zwischen Belzig und Treuenbrietzen, weshalb hier am 1. Oktober 1962 schon der Reiseverkehr eingestellt wurde. Es verblieb ein bescheidener Güterverkehr zw. Belzig und Niemegk.


    Bis in die 90er war der Verkehr zwischen Belzig - Brandenburg über Premmnitz in Richtung Rathenow sehr umfangreich. Das sollte sich aber mit der wirtschaftlichen Veränderungen wandeln. Im Premnitz zerfiel das riesige Chemiefaserwerk in verschiedene Nachnutzungsunternehmen und der Rest wurde abgerissen. die vielen Militäranschlüsse wurden nicht mehr gebraucht. Statt lokbespannter Züge reichten nun Triebwagen aus, neben 628 kamen vor allem LVT hier zum Einsatz.


    Doch es kam alles anders. Es gab zwar Pläne und Projekte (s.o.) die nie so umgesetzt wurden. Mit dem ENDE der Deutschen Reichsbahn unterblieben auch die einfachsten notwendigen Erhaltungsmaßnahmen am Oberbau. Und schließlich kam es zu ungünstiger Anschlussgestaltung und damit weiter fehlendes Fahrgastpotential. Das der Betrieb der Nebenbahnen nicht mehr so sicher war, dass sieht man auch am Zustand der Bahnsteige in Brandenburg und Belzig. Hier wurde nichts investiert. Sehr lange und umständliche Wege führen vom Hauptbahnsteig zum Städtebahnsteig. Das schlimmste die hohe Brücke in Belzig.

    Der Oberbau und der Zustand der Brücken brachte schließlich im Herbst 2000 eine erste Sperrung der Bahnstrecke mit sich. Allerdings wollte das Land zu jener Zeit auf die Bahnleistungen bestehen, die sie ja auch bezahlt und so wurde DB Netz gezwungen wieder einen fahrbaren Zustand herzustellen. Dabei wäre die DB froh gewesen, diese Strecke los zu sein.

    Heute kann man sagen, dass die schlechte Situation der Strecke Belzig-Brandenburg hausgemacht ist. Da hat man nun zwar endlich moderne Triebwagen hier eingesetzt, doch schleichen diese meist mit 30 km/h durch die Flämingwälder. Ungünstig ist heutzutage auch die schlechte Lage der Zugangsstellen. Viel zu weit ab von den Ortskernen und eines der großen Probleme ist der Parallelverkehr der Busse. Diese verkehren zum Teil mit 5 Minuten Unterschied zur Bahn in der selben Stunde.

    Es gab zwar kurz vor dem Ende bzw. Auslauf des Vertrages umfangreiche Treffen mit allen Beteiligten von Politik, Wirtschaft und Verwaltung, doch sollte keine Einigung zustande kommen.

    Dabei ist eine Bahnverbindung zur Erschließung des Naturparkes von großem Nutzen. Die Entwicklung des Eventangebotes „Städtebahnsommer“ ist auch ein Beweis, dass die Bahn zur wirtschaftlichen-touristischen Erschließung beitragen kann. Auch die Verlegung und Neuanlage von Haltepunkten hätte vieles für ein Fahrgastplus gesorgt. Und natürlich eine vernünftige Abstimmung mit dem Bus.


    Verkauft wurde die Infrastruktur im Jahr 2004 an ein Bahnbau bzw. Infrastrukturunternehmen.

    Es dauerte auch nicht lange und der Rückbau der Gleisanlagen begann, dabei wurde nur das abgebaut, was Geld brachte, die Schwellen bleiben liegen. das ganze war zwar genehmigungspflichtig beim Land, aber wem interessierte das schon. Der Pfarrer von Reckahn hatte dann doch mächtig für Aufsehen gesorgt, dass das Land den Rückbau letztlich genehmigte.

    Heute sind die Gleise zwischen Belzig und Reckahn verschwunden, von hier bis Brandenburg liegt zwar noch das Gleis, ist aber schon lange nicht mehr befahrbar.

    Es bleibt schleierhaft, dass Brandenburg keine Trassensicherungsverträge abgeschlossen hat und sich die Option für eine Reaktivierung in der Zukunft offen lies.

    Aber so ist der letzte Zug hier leider abgefahren.


    Geblieben ist der Verkehr zwischen Brandenburg und Rathenow, eigentlich sollte der Verkehr noch weitergehen nach Rathenow Nord, da man viel Geld für 3 große Brückenbauwerke ausgegeben hat. Aber das Thema ist vom Tisch. Hier verkehren GTW 2/6 der ODEG und die ODEG wird hier auch künftig fahren.

    Im Güterverkehr gibt's für das Stahlwerk in Brandenburg noch viel Futter und ab Premmnitz in Richtung Rathenow wird auch noch einiges an Gütern umgeschlagen.



    Blick ins Bw Brandenburg Hbf, hier waren zuletzt reine 52.8 Einsätze und bis 1986 sogar bis zu 6 Planloks. Im reise - und im Güterverkehr waren die Maschinen auch auf der Städtebahn im Einsatz.



    Blick zum Lokschuppen des Bw Hbf. Leider ist der Lokschuppen heute halb verfallen und es ist unklar, was daraus wird.


    Im Einsatz auf der Städtebahn waren Anfang der 90er Jahre noch 118er. Hier bei der Beförderung von Zügen mit Draht bei der Ausfahrt des Bhf. Brandenburg Altstadt, rechts das ehm. Städtebahn BW.


    Zeitsprung - die ersten NE Bahn, welche hier zum Einsatz kam war die Veolia Tochter MRB. Der Fahrzeugeinsatz war allerdings recht bunt. neben Desiros, kamen LINT aus Schwerin zum Einsatz oder Ostseeland Talente und das im Havelland. der VT unterquert das Überschneidungsbauwerk der Städtebahn am Brandenburger Hbf.


    Vor der Märkischen Regiobahn war hier die DB mit GTW 2/6 im Einsatz, als Anschlusss trafen beide VT aufeinander und auch die Hauptstrecke bot zu diesem Zeitpunkt noch Umsteigebeziehungen. ICE halten in BRB aber schon lange keine mehr...

    Einst Hauptpunkt der Brandenburger Städtebahn, der Bahnhof Brandenburg Altstadt mit Verwaltung und Bahnbetriebswerk. Später zog die Verwaltung in die Nähe des Hauptbahnhofes in einem ansehnlichen Neubau.



    Beim sanieren der Strecke Brandenburg - Rathenow kamen V60 der PBSV zum Einsatz. Hier bei der Kreuzung der Brandenburger Straßenbahn am Hp. Görden.



    Zugkreuzung in Pritzerbe



    Der Städtebahnbahnsteig in BRB Hbf. Rechts der LVT nach Belzig, links der 628 nach Rathenow


    Typisch für die Städtebahn die standardisierten EG der Streckeneröffnung. Später wurden diese Buden durch richtige Bahnhofsgebäude ersetzt bzw. erweitert. Hier Haltepunkt Reckahn


    Ausfahrt ehm. Bf. Krahne - das Ausweichgleis wurde durch Ausbau von Schienenstücken unbrauchbar gemacht



    Betriebsmittelpunkt der Linie Brandenburg - Belzig ist der Ort Golzow (nicht mit dem Golzow im Oderbruch verwechseln). Hier gab es mehrere Anschlüsse, Kreuzungs und Abstellgleise und sogar ein teil war mit Lichtsignalen ausgestattet.


    Diese Aufnahme entstand kurz vor ende des Planeinsatzes in Golzow 2003


    Ausfahrt Lütte - der Ort wurde durch die ostdeutsche Band Keimzeit bekannt


    Völlig blöd gelegen ist der Haltepunkt Ragösen-Dippmansdorf. Die bahn führt zwar unmittelbar an beiden Dörfern vorbei, aber früher sparte man sich eine Station und die sollten sich die Orte teilen....


    Der LVT erreicht Schwanebeck, hier geht's ohne Halt durch. Der Ort lag aber direkt an der Bahn. Im Jahr 2008 wurde di Straße hier erneuert und verbreitert, dafür wurden Brücke und Bahndamm abgetragen, damit ist hier nichts mehr zu reaktivieren.


    Ankunft im eigenen Bahnhofsteil in Belzig. leider war die Verbindung zur Stadt bzw. Hauptgleis nur über eine hohe Fußgängerbrücke möglich und das ohne Fahrstuhl


    Fahrzeuge des Belziger Eisenbahnvereins - leider mussten diese zu einem Grundstück außerhalb des Bahnhofes ausweichen.


    Fotogüterzug in Niemegk, 1999


    Hallo Trebsener, genauso meine ich das. Alle Positionen müssen erst mal geprüft werden, um das Potential zu erhöhen. Letztlich wird sich zeigen, ob es einen Bedarf an Eisenbahnleistungen gibt oder nicht.

    Hallo Niels danke für den Einblick. Vmax und einen idealen Zugang für Reisende ist schon ein schwieriges Thema, im schlimmsten Fall wäre heute das EG nicht mehr da, weil das vielleicht Platz beansprucht - welcher für einen besseren Zugang im Nahverkehr notwendig gewesen wäre. Ich denke heute wird anders geplant. Über wurzen muss man auch nicht reden, da gingen bei den Planern die Pferde durch.... :-)

    Lieber Niels, ich gebe Dir recht - als Aufreger ist das wirklich kein Thema und wenn es dafür Vorbilder gibt warum nicht. Ich kann dann nur noch meinen Senf dazugeben, dass ich Namen weniger schön finde und Gardienen im LVT auch nicht, aber auch hier bin ich schlauer, da hatte jemand seine Plauener spitze schon zu Planzeiten eingebracht.. :-)

    Ende der 90er wurde das Überschneidungsbauwerk der Muldetalbehn in Großbothen über die Strecke Leipzig - Döbeln durch einen Neubau ersetzt. Hier wurde natürlich für einige Monate der Zugverkehr unterbrochen.

    Man hat hierfür nicht einfach einen SEV eingerichtet, nein es wurde die ehm. strategische Verbindungskurve der Muldetalbahn in Richtung Döbeln benutzt. Diese war zwar nicht mehr an die Döbelner Strecke angebunden, aber das brauchte es auch nicht. Am Ende des Bogens entstand euin oprovisosrische Umsteigepunkt mit Bahnsteig und dieser Haltepunkt bekam sogar einen eigenen Namen : Muldebrücke

    Man sieht, so unbedeutend muss die Muldetalbahn damals noch nicht gewesen sein, dass der aufwand so hoch war und das ein moderner Brückenneubau entstanden war.


    Haltepunkt Muldebrücke an der KBS 506 kurz hinter Großbothen


    Anschlusszug nach Döbeln, warum der osten noch Bm Abteilwagen der Bundesbahn bekam erschließt sich nicht unbedingt. Ich fand die nie besser als den klassischen Bghw, der ja oftmals doch noch die Bm überlebte

    Bei Tagesschau.de gibt's einen interessanten Beitrag, der hier zum Thema passt:

    Der letzte Bus nach Amerika: https://www.tagesschau.de/inland/mittendrin-penig-101.html

    Als die Muldetalbahn recht schnell wegen angeblich umfangreicher Hochwasserschäden 2002 abbestellt wurde, waren sich die Ortsvertreter und der Landkreis einig, der Bus kann das besser als die Bahn und man verschenkte die Chance einer Reaktivierung. Es kam dann sogar die BusBahn, eine Verarsche der Bevölkerung, in dem man einen Bus mit Triebwagenähnlichen Aufklebern versah. Warum machte man das wohl? Die Menschen hingen immer noch am Bahnanschluss, der in aller Regelmäßigkeit zuverlässig Anschluss nach Großbothen und Glauchau bot. Die durchgehenden Züge nach Leipzig wurden ja in den 90ern irgendwann Geschichte.


    Hier ist nun der Niedergang des Ortes Amerika ein gutes Beispiel - vor allem weil das Wortspiel so viel Laune macht.


    Aber eigentlich ist es eine sehr traurige Geschichte für diese reichhaltige Region, ich kann immer nur werben in das Tal der Burgen zu reisen, in das Tal der Mulden……

    ...fahrt nach Amerika!