Beiträge von BRBler

    Nee Leute, ich habe Verständnis, dass man sich dankbar zeigen möchte bei den Unterstützern und das ist wohl auch wichtig. Aber da gibt es andere Möglichkeiten.

    Wenigstens die Lok sollte von Schildern oder Folien verschont bleiben. Da hinkt auch der vergleich mit Werbeloks. Man will ja weitgehend eine Maschine präsentieren, wie sie zu Planzeiten umhergefahren ist.

    Ich frage mich nur.... was kommt da noch.... :-)

    Eigentlich hätte man sich es in den Grenzen der alten Bundesrepublik gar nicht vorstellen können, dass dort Ende der 80er/ Anfang 90er Jahre noch betriebsfähige Dampflokomotiven fahrplanmäßig Güter- und Personenzüge ziehen und das vornehmlich auf schmaler Spur. Ich nenne es Glück, dass es so gekommen ist. auch wenn sich manches in relativ kurzer Zeit weiterentwickelt hat und nicht immer zum Guten.

    Aber auch die DR hätte nicht alles so belassen, wie es war - wir wissen im Harz sollten die Dieselloks Einzug halten und auch andernorts wäre die Zeit nicht stehen geblieben.



    Im Herbst 1989 war viel Bewegung im Land und die Ereignisse überschlugen sich. 99 1562 machte das was sie immer gut konnte, fuhr Züge von O nach K und war damit zufrieden. Vielleicht träumte sie auch von "Westkohle" da man ihr oft ein wenig angenehmes Gemisch an Kohle anbot.

    Hier ist sie an der Körnerstraße in Dampf gehüllt.


    Mit fetten Zahlen konnte man 99 1585 schon von weitem erkennen, aber Schilderdiebstahl nahm ab 1990 rasant zu und selbst gemalte Schilder waren nun begehrt. Für den Brennstoffhändler Lässig hat die "1585" was am Haken.


    99 1574 raucht gemächlich durchs Döllnitztal mit einer schönen Fuhre. Im Hintergrund ist noch der alte Gasthof von Kreischa zu sehen, wo eine sehr alte Dame noch den Wirtsbetrieb mit guter Küche aufrecht erhielt. Dieser ist längst verschwunden.


    Ab Naundorf hatten die IV K leichtes Spiel, statt des 4 Zylinderschnaufen gab es das bekannte klappern und scheppern und so war es auch hier in Schwedta.


    Vor Naundorf traf ich 99 1584 an, die sich die kleine Steigung hinaufmühte. Interessant war damals, dass oft die oberen Spitzenlichtlaternen einfache Funzeln waren.


    Mit einen recht langen Zug durchquert 99 1585 das Rosenthal bei Altoschatz und überquert eine der Döllnitzbrücken.

    Ich bin damals immer als Streckenwanderer unterwegs gewesen, über diese Brücken zu laufen war nicht so mein Ding, man sah durch die Brücken in den "Abgrund" und die Betonplatten waren null befestigt....:-) Ich weiß, macht man eigentlich auch nicht.


    In Mügeln ging es erst einmal zum Wasser fassen.... im Bw räuchert es schon


    99 1542 sonnt sich in der prallen Mittagssonne, hat zudem noch schöne Schilder am Führerhaus


    Hier steht die 99 1562 an dem herrlich alten Förderband und 99 1564 genießt die Pause


    Das Mügelner Schloss ist nicht gerade hübsch, aber der alte Bergfried ist ein beliebtes Fotomotiv. Hier rauscht 99 1586 mit einer enorm langen Leine durch Altmügeln.


    In Kemmlitz war in den 80ern noch viel zu tun, die verschiedenen Betriebsteile sorgten für gutes Güteraufkommen. 99 1564 rangiert im Bahnhof Kemmlitz


    Ein Rest in Richtung Kroptewitz war noch vorhanden, aber nur zur Anbindung eines Anschlussgleises


    Zurückdrücken in den Anschluss


    Rangierarbeiten im Anschlussbahnhof, die Zeit scheint stehengeblieben zu sein


    Die 99 1568 hat es geschafft und rollt ins BW


    Feierabend - die berühmte Doppelfuhre hat es ja fast geschafft und trifft noch einen alten Russen Traktor an bei Schwedta

    Die Farben waren echt gewöhnungsbedürftig, aber entsprachen den Farben des Deutschen Bahnkundenverband, wo sich der Förderverein angegliedert hatte.

    Es waren die ersten Schritte nach vorn und das ist auch die richtige Richtung gewesen.


    Heute gefallen mir Fahrzeugpark und Triebfahrzeuge weitaus besser.

    Wie ich schon beschrieben hatte, nannten wir Falkenberg nur "Eisenbahnerstadt" auch Güsten galt als "Eisenbahnerstadt" da auch dort mindestens aus jedem Haushalt eine Person bei der Bahn tätig war.

    Falkenberg sprengte aber in seinen Ausmaßen die von Güsten ohne weiteres.


    Ein echtes Schienenkreuz mit Verbindungsbahnen von oben nach unten und weiteren Verbindungsbögen, zwei Lokschuppen auf jeder Ebene, zwei große Rangierbahnhöfe und natürlich viel Zugbetrieb.

    in den 80ern roch man hier noch den Bahnbetrieb, auch wenn die Dampflok Ära zuende ging, es waren mindestens 4 Heizloks in Betrieb und 3 Planloks direkt in Falkenberg. Dampfenden Besuch gab es noch aus Cottbus, Wittenberg und Elsterwerda. Ab Sommerfahrplan 1987 ging es dann aber steil bergab und es dampfte sich langsam aus.


    Aber selbst bei der Elektrifizierung waren die Dampfloks noch unverzichtbar und schleppten die Betonmischzüge für die Fahrleitungsmasten.


    Interessante Einzelgänger wie 132 001 oder der Einsatz von 107 003, 005 und 013 im Rangierbetrieb in Eilenburg sorgte sogar in der modernen Traktion für Abwechslung.


    52 8044 kommt mit einem DG aus Jüderbog in Falkenberg angeraucht und dampft gleich hoch zum oberen Güterbahnhof. Im Hintergrund sieht man ein 110er Gespann - die sogenannten Ponys sollten die Dampfloks ersetzen. Leider war das kein großer Erfolg, vor allem im Nahgüterzugdienst ließ es sich nicht gut mit dem Doppelgespann arbeiten und auch die Leistungsreserven einer Dampflok war man nicht gewachsen.


    Hier schleppt 52 8098 nagelneue Jauchewagen für die Landwirtschaft in den oberen Bahnhof.

    Hinter dem Stellwerk B20 befand sich das untere BW, aber bis auf den Dampfspender war hier kaum eine Dampflok anzutreffen.


    Die Dampfloks waren im oberen Bw zuhause. Hier gab es auch noch die komplette Infrastruktur und allein an der Größe konnte man sich ausmalen, welche Bedeutung diese Dienststelle einst hatte.

    52 8044 kam frisch aus Jüterbog und ist gerade mit dem Wasser fertig, im Hintergrund rollt 52 8120 raus, die wieder einen Zug mit E Lok in Schlepp nimmt.


    Diesmal kam 52 8044 ohne Waggons aus Jüterbog in Falkenberg an. Der G Wagen war für das ZUB. Nach kurzen Aufenthalt geht es hoch.


    Besuch aus Wittenberg, zweimal am Tag kamen die Wittenberger nach Falkenberg und wendeten hier auch. Mit dem Ende der Dampftraktion in Lutherstadt Wittenberg Ende 1985, kamen 52 8034, 52 8120 und 52 8174 zum Bw Falkenberg. Engelsdorf erhielt 52 8060. Der Tender daneben gehört zur kalten 52 5660.


    Blick von 52 8174 in Herzberg West. Im Jahr 1987 war sie mit 52 8044 hier die letzte Planlok für das Bw Falkenberg. Ein nettes Personal bot mir an vom Dorfbahnhof Oehna mitzukommen, was ich absolut gerne angenommen habe...


    52 8039 fuhr noch einige Zeit für die EST Torgau und löste hier die langgediente 52 8105 ab. Besonderer Hingucker waren bei ihr die verchromten Waschluken, es sollen alte Radkappen gewesen sein.


    Fällt der Diesel aus, kommt auch mal ein Dampfzug. Hier auf der Strecke Torgau-Pretzsch bei Neiden.

    Der Zugverkehr war hier nicht mehr allzu wild und fand schon zu DR Zeiten von Mo-Fr statt, ein Zugpaar verkehrte als Gmp. 52 8120 war Zuglok.


    Mehr Glück als Verstand hatte ich, als ich auf meine Heimfahrt wartete und ganz unverhofft am oberen Bahnhof sich eine Rauchwolke näherte. Es war die letzte offizielle Runde der 52 5679. Zuletzt nur noch im Heizdienst, sollte die Maschine sich selber nach Leipzig West überführen. Hier sollte sie bis zum Fristablauf 1988 als Heizlok Verwendung finden. Mit handgemalten Schildern und traurigen Blick verabschiedete sich meine Lieblingslok von mir. Das sie dann sogar erhalten blieb, dass wagte ich zu diesem Zeitpunkt nicht zu träumen.


    Das Bild hatte sich hineingeschmuggelt und habe ich nicht unterschlagen. Es passte nur nicht ganz nach Falkenberg, denn das ist Eilenburg.52 8027 des Bw Engelsdorf war 4 Stunden später als üblich an der Mulde eingetroffen, da stand die Eilenburger 52 8092 schon mit ihrem Nachtnahgüterzug 66616 nach Falkenberg abfahrbereit. Üblicherweise verließ dieser gegen 22:00 Uhr Eilenburg.

    Hut ab vor solch einer Aufarbeitung, ich bin Jurist und würde schon beim Anblick der vielen Teile - die man auch wieder zusammenbringen muss - in Panik verfallen. Aber jeder ist in seinem Gebiet Spezialist. Eine PC bekommen ich auch blind auseinander und zusammen - aber handwerklich... naja ich kann andere Dinge :-()

    Bestünde nicht auch die Gefahr, wenn man sich für das System O Bus entscheidet, dass die Kirnitschtalbahn überflüssig werden könnte? Irgendwann kommen wieder Investitionen in den Oberbau und in den Fahrzeugpark und je nach finanzieller Situation könnte dann eine Grundsatzentscheidung anstehen.


    Bei uns in Brandenburg steht ja die Tram regelmäßig auf der Kippe und O Bus Ideen keimten auf, als Ergänzung des Netzes. Letztlich brachte die Studie als Ergebnis, das netz gänzlich auf O Bus umzustellen. Da aber die Fahrzeugbeschaffung nicht einfach und preiswert ist, kam es nicht dazu.


    Jetzt haben wir mit Frankfurt und Cottbus Skoda Bahnen bestellt, zumindest bimmelt es vorerst weiter....