Beiträge von BRBler

    Na, mich war es verpatzt - ich wollte keinen Diesel vorm Dampfer:-) Natürlich hätte ich die Aufsicht in Seelingstädt fragen können.


    Ich glaube "Patzer" lässt sich als Thema schlecht definieren, denn wenn die Technik streikt, die Fotowolke einfach den himmel verdunkelt, das Wetter umschlägt und es schneid oder neblich ist, dann ist das Bild versaut oder verpatzt.

    Ich glaube beim Thema verpatztes Bild ist das etwas weitgestreuter, hier geht's um Bilder die eigentlich ein interessantes Motiv boten, aber die Umstände haben es nicht gelingen lassen - oder auf sächsisch - die Aufnahme ist verhunzt...

    Hier noch so ein Beispiel:

    Am 24. Januar 1990 kam 52 8186 vor Planzügen zw. Geithain und Leipzig zum Einsatz. Es war extrem kalt und zu allem Unglück zog dann auch noch eine Nebelwand hoch, dass man kaum etwas sehen konnte. Etwas mehr konnte ich mit der Bild Bearbeitung herausholen, leider wird das Bild dann rauschiger und sieht auch bescheiden aus.

    Ich glaube das ist ein Thema was alle Fotografen berührt. Ich gebe zu, der Mensch an der Kamera macht so genügend Fehler und ich gebe zu, nicht aus allen lernt man gleich. Was habe ich denn immer vergessen, die Verschlusszeit von der letzten Langzeit Belichtung wieder hochzuziehen, wenn es am nächsten tag voll weitergehen sollte. Sch...

    Aber zu Ost Zeiten hatte man auch mit filmen und Technik zu kämpfen. Ich hatte als erstes eine russische Spiegelreflexkamera. die machte an sich gute Bilder, aber irgendwann löste sich der Gehäuseverschluss, Fazit, ein Film wurde teilbelichtet, gerade nach einem Wochenende Staßfurt. leider passierte das trotz Reparatur noch einmal, auch blöd.


    und noch viel dussliger. es gab zuweilen nicht den SW Film NP20/22 bei uns zu kaufen. Dafür konnte man beim russischen Hochqualitätsprodukt Photo 65 zuschlagen. Wenn man Pech hatte und gerade beim Filmwechseln war, löste sich die Kappe der Filmpatrone und deine guten Fotoergebnisse wurden mit Streulicht versaut.


    Auch das ein Schicksal, was man nicht beeinflussen konnte.

    Hier nun eher ein unscheinbarer Patzer....


    Im Frühjahr 1987 liefen wir von Seelingstädt bei Trebsen die strecke etwas runter in Richtung Steinbrüche. Wir wollten den Nahgüterzug (Trebsen-Altenhain) des Bw Engelsdorfe auf der Rampe ablichten.

    dabei hatten wir uns einen tag herausgesucht, wo kein Hund vor die Türe geht.

    Schneeregen, nass, kalt, schlammiger Boden. Wir sahen echt bescheiden aus und froren.

    Dann hatte der Nahgüter auch noch Verspätung, aber wir sahen schon Rauchwolken aus Trebsen und da - ein Pfiff - es schien loszugehen.

    Aber was wir dann hörten, war keine 52, sondern es röhrte eine 132, die mächtig zu tun hatte. Oh je, unser Nahgüter hatte Vorspann bekommen, da 52 8186 defekt war.

    Eigentlich wollte ich schon gar kein Foto mehr machen, aber habe dann wenigstens einmal abgedrückt.


    Heute ist der Patzer auch ein Glücks Moment, denn auch solch eine Szene zeigt den Betrieb, wie er eben einmal war.

    Solche Feinheiten kenne ich auch von der Regelspur. Im Bw Engelsdorf liebte man die 52 8096 wegen ihrer Trofischieber,


    52 8098, 52 8119 und 52 8186 konnten gut Dampf kochen und waren die Lieblinge.


    Das Gegenteil bei 52 8028 die mochte keiner, schlechte Laufeigenschaften trotz dauernden herumbasteln am Vorläufer. Sie war dann gern und oft als Heizlok genutzt wurden.


    52 8027 war die Defekthexe und 52 8077 war wohl an allen Ecken irgendwie undicht.

    Und solange 52 8041 total verrußt und verkeimt war, da kochte sie auch gut, nach ihrem Raw Aufenthalt 1987 sah die zwar gut aus, aber schwächelte....nun zurück in den Harz!

    Als die Zittauer 1990 ihr Jubiläum feierten, bin ich über Nacht in Zittau geblieben und es war auch Nachts so interessant, dass wir keine Unterkunft benötigten. Wenn man dann einen vollen Lokschuppen mit betriebsfähigen Dampfern erlebt, hört und riecht, dann überkommt einem auch solch ein Moment der Ruhe.

    Es zischt mal, es tropft, es blubbert irgend ein Ventil.... wunderbar

    Ich hatte beim Thema Harz schon ein Bild eingebunden.

    Wenn Du Dich auf eine schöne Wintertour freust und alles scheint perfekt, dann kann ein Schneetreiben mit fetten Flocken absolut nerven und man kann die Fotos dann vergessen.

    Ich drückte dennoch ab und heute finde ich es sogar interessant. Bis vor drei Tagen wusste ich nicht mal, dass solch ein Foto existiert.


    Die qualmt die Zuglok den halben Harz zusammen und kämpf sich die Steigung herauf, aber der nasse Schnee machte echt das Licht aus....

    Kann man so eine Frage wirklich einfach beantworten? Ich kenne in Wr Personale die mögen eher die Außenseiter und manche machen nur ihren Job und sind lieber auf Diesel oder Neubaulok.

    Mir war aufgefallen, dass einheimische Personale nicht ganz so kritisch mit Mallet u.ä. umgehen, aber jüngeres Personal ist da etwas anderer Meinung. Ich glaube aber nicht, dass Maschinen grundsätzlich abgelehnt werden,

    Vielleicht auch eine Frage, wie gern man für das Unternehmen arbeitet.

    Ich sehe das auf Rügen, wo auch nicht jede Maschinen heiß und innig geliebt wird, aber man achtet alle Fahrzeuge im Fuhrpark und nutzte diese auch.

    Ich habe inzwischen weitergestöbert und fand sogar Winteraufnahmen, wobei ich absolut kein Winterkind bin und mir die warme sonnige Jahreszeit näher am Herzen liegt. Aber Ende der 80er war ich im Schnee gelandet und auch um Stiege hat sich der Aufenthalt wegen des Güterverkehres gelohnt. (letzteres aber im Sommer)


    Trist, grau und räudig sahen hier die Maschinen in der Einsatzstelle Wernigerode aus, der lokschuppen war nicht mehr vorhanden und die Maschinen sahen irgendwie aus wie Vagabunden.


    Hier nehme ich an, waren wir in Beneckenstein. Die 99 7246 brachte uns mit einem Reisezug dorthin, nebenan steht der Güterzug. Was man nicht ahnen konnte, dass unten in Wernigerode Schmuddelwetter herrscht und hier oben ist die Welt gezuckert und gepudert.


    Für Fotografen eine Katastrophe, Du wartest auf den geilen Güterzug und es schneit in dicken Flocken. Ausfahrt Benneckenstein mit 99 7235.


    Auch die 7246 zieht weiter durch den Harz.


    Einfahrt Eisfelder Talmühle, die Maschinen haben erst einmal eine Verschnaufpause verdient.


    99 7243 mit dem herrlichen Teilreko und am Zugschluss laufen ein Rollwagen und ein O Waggon mit. Die Aufnahme entstand kurz vor dem Ilfelder Viadukt.


    Kurz hinter Nordhausen traf ich auf 99 7232 mit einer kleinen Übergabe...


    Dabei passiert sie die interessanten Kalksteinbrüche...


    Kurz vor Stiege blühte die Wiese und ein Güterzug mit Betonrohre rollte hinein.

    Mit leeren Emil's kommt eine Neubaulok in den Bahnhof Stiege gerollt.



    Auch hier stand 99 7232 im Güterzugdienst.


    Was waren das für Zeiten, zwei Güterzüge kreuzen sich in Stiege. Ich find's traumhaft. Die Tender voranfahrende Maschine wird sich dann in Richtung Nordhausen in Bewegung setzen.