Beiträge von flatho

    Hallo Toralf750


    ich teile Deine Trauer! Was mich aber fast noch trauriger macht, sind die vielen "Betriebsruinen" an den alten Strecken. Gerade auch angesichts des Betriebs auf der Autobahn mache ich mir schon Gedanken, wie sinnvoll der Gütertransport auf der Straße ist und was alles in die Luft geblasen wird, damit wir alle zu unserer Arbeitsstelle kommen können.


    Gerade im Moment bin ich mir nicht so ganz sicher, ob nicht die vielgepriesene Individualmobilität vor allem dem Virus nutzt. Aber das ist dann schon wieder ein anderes Thema ....

    Gräfenwarth Richtung Schleiz, Teil II:


    Nur kurz führt die Strecke Richtung Schleiz noch durch den Wald, ehe sie sich durch Maisfelder weiter der Wisenta entgegen absenkt. Noch ist die EK mit der Straße zu erkennen:



    Wenig später sind wir dann tatsächlich aus dem Wald heraus:



    Durch die Felder geht es dann ein Stück schnurgerade über ein Gefälle, das aber durch ein waagrechtes Bettungsteil unterbrochen wird:



    Neben dem Rastplatz lassen sich Betonreste (einer ehemaligen Rampe/Prellbock? ehemalige Betriebsstelle? Burgk?) erkennen:



    Dann geht es wieder in/durch ein Waldstück und auf einem kurzen, aber hohen Damm wird ein tiefer Einschnitt überquert:



    Hier ist der Blick rückwärts Richtung Saalburg gewandt. In Richtung Schleiz gibt es bis zur Autobahn nur noch wenige freie Stellen. Es wechseln Links- und Rechtsbögen sowie Steigungen und Gefälle. Die Bahn wurde wohl ziemlich sparsam gebaut, kam aber trotzdem nicht ohne Aufschüttungen und Einschnitte aus. Ein weiterer Kulminationspunkt liegt ebenfalls mitten im Wald:



    Kurz bevor der Radweg dann die A9 quert, tritt er dann doch aus dem Wald. Ein kurzes Stück der ehemaligen Trasse musste dabei wohl einem Straßenausbau weichen. Auf der anderen Seite dieser Straße senkt sich der Radweg dann Richtung Talgrund und verlässt die ehemalige Bahntrasse. Der Bahndamm endet kurz vor der A9. Die Autobahn wurde sechsspurig ausgebaut und aus dem Talgrund angehoben, so dass die Trasse an dieser Stelle für alle Zeiten unterbrochen sein dürfte. Rechts ist noch der ehemalige Bahndamm erkennbar, Auf der A9 findet derweil eines der "beliebten" Elefantenrennen statt ...



    Die Stecke hätte durch ihre Linienführung von der A9 bis Saalburg wirklich konkurrenzloses touristisches Potenzial gehabt. Allerdings hätte man dann mit einem Inselbetrieb ohne Anschluss ans restliche Schienennetz leben müssen (wie bei der Rodachtalbahn). Auch ist fraglich, ob ein Verbleib der Strecke bei Renovierung der Wetterabrücke finanzierbar gewesen wäre (oder nicht der politische Wille für den Radweg da war). Und als letztes könnte ich mir gut vorstellen, dass die Nutzer des Campingplatzes am Bleilochsee bei Saalburg den neuen Fuß- und Radweg nicht doch auch zu schätzen wissen.


    ... meint durchaus selbstkritisch (weil fast ausschließlich auf Gummirädern unterwegs)

    Euer Thomas

    Von Gräfenwarth Richtungs Schleiz, Teil I:


    Ab Gräfenwarth windet sich die Strecke/der Radweg abseits der Bundesstraße 282 durch den Wald. Offenkundig befinden wir uns hier im Tal der Drachen (;))


    Etwas weiter oberhalb bei einem Sportplatz habe ich noch einmal angehalten und zurückgeschaut:



    Die Steigung ist durchaus beachtlich, die Landschaft noch dazu bei diesem Wetter herrlich:



    Auf dem Weg von Gräfenwarth kommt man noch an alten Brückenfundamenten vorbei:



    Die Straßenbrücke der B282 ist so eingewachsen, dass man als Autofahrer ohne Ortskenntnis nicht mitbekommt, dass man gerade über eine ehemalige Bahnlinie gefahren ist:



    Was im Hochsommer vor allem für Radler von Vorteil sein mag ist der schattenspendende Bewuchs seitlich der Trasse. Belaubt aber hindert er die Aussicht ins schöne Thüringer Schiefergebirge, auch am Kulminationspunkt zwischen Gräfenwarth und Burgk:



    Jenseits senkt sich der Radweg auf der ehemaligen Bahntrasse dann an den Burgker Hartsteinwerken vorbei ins Wisentatal:



    Auf dem Weg liegt tatsächlich Staub und die Nadeln der Bäume sind tatsächlich so grau. Auch die Luft kratzt in dem Bereich beim Atmen spürbar in den Bronchien. Am Ende des Bogens aus dem oberen Bild folgt ein fast schon romantischer Felseinschnitt:



    Und nur einen Bogen weiter ist auch schon die EK mit der Burgker Chaussee erreicht, neben der ein gut frequentierter Einstieg in den Radweg mit Park- und Rastplatz geboten wird:

    Servus miteinander,


    ich war in den vergangenen Wochen immer wieder einmal auf der Trasse der Kleinbahn Schleiz-Saalburg unterwegs. Leider gibt es sie nicht mehr, der Radweg ist aber zum Glück noch nicht zu überlaufen - wenngleich es auch hier die selbsternannten Ordnungsamtsmitarbeiter im Radrenndress gibt, die genau wissen, welche Pflichten die Fußgänger auf einem kombinierten Fuß- und Radweg haben. Zu Beginn einmal eine zwischen Gräfenwarth und Burgk abfotografierte Infotafel:






    Dann versuche ich einfach einmal, die Bilder vom Bahnhof Saalburg ausgehend zu ordnen. Gelaufen bin ich die Strecke in mehreren Etappen: EK Burgker Chaussee - A9, EK Burgker Chaussee - Gräfenwarth und Saalburg - kurz vor Wetterabrücke. Im Bahnhof kann man nun eine Ferienwohnung mieten, links ist sogar noch ein Prellbock (rechts neben dem FeWo-Schild) zu erkennen:



    Das Bild habe ich vom Auto aus gemacht, als ich von der Zufahrtsstraße zum Anleger in Saalburg Richtung Wetterabrücke unterwegs war. Von besagter Straße aus führt der Radweg auf der alten Bahntrasse entlang des Stausees:



    Jenseits der Zufahrtsstraße wird das Schotterbett als Feldweg genutzt:



    Allerdings war an dieser Stelle der Weg auch schon wegen des Übergangs in Privatgrund zu Ende. In Blickrichtung Bahnhof Saalburg bot sich mir ein "sche...u...ßlicher" Anblick:


    Servus miteinander,


    die Bilder heute sind keine eigentliche Reportage, sondern nur ein Mitnahmeeffekt. Ich hatte vor, am 14. Oktober von Stainz ins Weinviertel urlaubstechnisch zu übersiedeln und bin nicht die Autobahn, sondern über Bruck a. d. Mur, Mariazell und Krems ins Weinviertel gefahren. In Mariazell stand gerade ein Stadler-Triebwagen abfahrbereit (von manchen fast verächtlich "Goldene Straßenbahn" genannt):



    Auf der Strecke bis Annaberg ließ ich mir die Begleitung des Triebwagens natürlich gerne gefallen. Hier bei Wienerbruck:



    "Spannend" auch hier wie im Pinzgau ist die doch recht beachtliche Geschwindigkeit. Wenn es darum geht, von A nach B zu kommen, hat das Auto keinen zeitlichen Vorteil mehr! In Annaberg reichte die Zeit kaum, um bis zum Auftauchen der Garnitur einen Fotostandpunkt zu suchen. Sofort nach meiner Ankunft kletterte der Triebwagen bereits die Rampe zum Bahnhof herauf:



    ... und fuhr durch, weil niemand ein- oder aussteigen wollte:



    Mir blieb zum Abschied nur ein wehmütiger "Nachschuss" und nasse Füße trotz der kurzen Zeit außerhalb des Autos.



    Aber wenn schon das Wetter keinen goldenen Oktober zuließ, wenigstens das Laub einiger Bäume hatte selbst bei dem tristen Wetter einen Hauch "Gold" parat. Wie eingangs geschrieben, eigentlich keine Reportage. Falls die Bilder nicht hierhin passen, einfach dorthin verschieben, wo sie sich dann hingehören, liebe Administration!

    Servus Dirk,


    was in der Remise stand, konnte ich leider nicht erkennen. Ich hatte mich nicht in der Betriebsleitung als Besucher gemeldet und von daher das Betriebsgelände kaum/nicht betreten. Und dass die E4 dann in der Remise verschwand, bekam ich auch nur zufällig mit. Sie war schlicht weg, etwas quietschte metallisch und ich sah von unterhalb, wie sich die Tore schlossen.


    Noch nicht ganz 'raus ist, ob ich mich morgen oder übermorgen mit einem Bekannten treffe. Da werde ich dann einfach einmal nachfragen. Freut mich, dass der Bericht gefallen hat!

    Hallo Thomas, Dank für den schönen Bericht. Re. Bautzen: Ich nehme an, zwei der drei waren im Zugverband zu entdecken und der Dritte mit einem Mast beladen. Sehe ich die Nummer mit OO 555 richtig?

    Hallo Rainer,


    zweimal "ja": die Nummer ist mit OO 555 richtig gelesen. Die beiden anderen fanden sich wie von Dir vermutet im Zugverband und tragen die Nummern OO 554 und OO 556. Und bitte gerne, freut mich, wenn das Lesen und Schauen Spaß gemacht hat!

    Breitenauerbahn Teil II


    Mittlerweile ist die Garnitur dabei, den im letzten Bild des vorigen Beitrags gezeigten BÜ/EK zu überqueren:



    Die Strecke folgt nun noch bis hinter der Ausweiche Schafferwerke der Straße und überquert dann auf der unter Bäumen/Büschen verborgenen Brücke den Breitenauerbach. An einer Stelle habe ich - wieder mit gleichem Standort, aber unterschiedlichen Brennweiten - den Zug am gegenüberliegenden Ufer aufnehmen können:




    Einige Bögen weiter talwärts kehrt der Zug dann über die wie neu aussehende Brücke wieder ans rechte Bachufer zurück:



    Und am Ende blieb die Brücke vom Eingangsfoto nicht leer, sonder konnte mit einem Zug belebt aufgenommen werden:



    Nur wenig unterhalb dieser Stelle quert die Strecke dann die Straße zum Bahnhof Mixnitz:



    Im Bahnhof ruht die E2 nach getaner Verschubarbeit. Rechts ist der UK4 zu sehen, ein Lkw-Kran auf einem dreiachsigen Fahrgestell mit Speichenrädern. Erfindungsreichtum und Flexibilität waren schon immer die Stärke von Privatbahnen:



    Ob die hier zu sehenden Wagen für den Transport von offenem Magnesit noch genutzt werden, kann ich nicht sagen - auch nicht, ob die (zumindest früher) vorhandenen Regelspur-Verschubloks noch da und in Benutzung sind:



    Und zum Schluss noch ein Bild auf die Remise und Werkstätte der Breitenauerbahn. Hinter dem linken Tor ist vor wenigen Augenblicken die E4 nach getaner Arbeit "verschwunden":



    So, und ich verschwinde jetzt auch wieder in der Hoffnung, dass Euch das Lesen und Bildergucken Spaß gemacht hat!

    Servus miteinander,


    nachdem das schlechte Wetter heute eine Verschnaufpause einlegte, nutzte ich den Tag für einen Besuch an der Breitenauerbahn. Mit richtigem Namen heißt sie ja "Lokalbahn Mixnitz - St. Erhard". Der Ausgangspunkt Mixnitz liegt an der Südbahn zwischen Bruck an der Mur und Graz. Betrieben wird sie von der Steiermarkbahn/StLB und ist mittlerweile eine reine Anschlussbahn des Magnesitwerks in der Breitenau. Der Personenverkehr wurde schon frühzeitig eingestellt, Ausflugsfahrten bieten außerhalb von Corona-Zeiten die Freunde der Breitenauerbahn (http://www.breitenauerbahn.at) an.


    Entsprechend unsicher ist es auch, ob überhaupt an einem Tag Betrieb herrscht. Als ich Richtung Bahnhof fuhr, bemerkte ich eine Swietelsky-Stopfmaschine und rechnete von daher gar nicht damit, heute überhaupt einen Zug zu Gesicht zu bekommen. Im Verladebahnhof wurde ich bereits eines Besseren belehrt. Die kleine zweiachsige E2 schob einem Gabelstapler die Wagen parat, damit dieser mit wenig Aufwand die Paletten mit Magnesit von der Schmalspur in Normalspur-Haubendachwagen umladen konnte:



    Die Normalspur-Garnitur war relativ rasch gefüllt und zur gleichen Zeit war eine Normalspur-2068 der ÖBB dabei, die beladenen Wagen abzuziehen und neue bereit zu stellen:



    Um wenigstens nicht ganz umsonst angereist zu sein, wollte ich die eindrucksvollen Verlade- und Siloanlagen der Lokalbahn fotografieren. Links steht die zweiachsige E1 vor der Garnitur der Freunde der Breitenauerbahn, offenkundig in Überarbeitung/zur Überarbeitung vorgesehen:




    Im Vorfeld des Bahnhofs Richtung Norden ist noch ein beidseitig angebundenes Abstellgleis vorhanden:



    Einer der Wagen interessierte mich besonders, ein Bautzner:



    Vor einigen Jahren hatte die ÖBB aus Rungenwagen auf Bautzner Fahrgestell zwei Schienentransportzüge bauen lassen. Die kürzere Variante mit drei Wagen landete vor einigen Jahren vor der Umladehalle der Mixnitzer Lokalbahn, und so war ich gespannt, wo die anderen beiden Bautzner wohl sein würden. Dass ich den beiden im Einsatz begegnen würde, ahnte ich da noch nicht. Wohl aber keimte Hoffnung auf, als plötzlich die Stopfmaschine auftauchte und im Ausweichgleis hinterstellt wurde:



    Den Bahnhof hatte ich ja schon "inspiziert" und weil ich schon einmal da war, wollte ich wenigstens ein paar Streckenbilder machen. Am Ortseingang von Mixnitz findet sich diese Brücke:



    Weiter oben im Tal wartete die nächste Überraschung: eine blitzblank und niegelnagelneu renovierte Brücke. Es scheint also zum Glück niemand daran zu denken, die Strecke einfach einzustellen:



    Das Gegenstück findet sich ein paar Kilometer taleinwärts, diesmal aber versteckt unter Bäumen und Büschen und noch auf Renovierung "wartend":



    In der Ausweiche Schafferwerke hatte Swietelsky anscheinend die Bauleitung installiert. Im Ausweichgleis stand ein StLB-Schotterwagen. Allerdings war die frühere Trafostation verschwunden und einer nüchteren Containerlösung gewichen:



    Die nächste (sehr angenehme) Überraschung fand sich in der Endhaltestelle. Ich bin noch ein paar hundert Meter weiter gefahren und habe das Tal von oben fotografiert. Früher fand sich auf diesem Gelände der ursprüngliche Endbahnhof St. Erhard. Er musste den Erweiterungsplänen des Magnesitwerks weichen:



    Ursprünglich führte das Streckengleis auf den letzten Metern zwischen Magnesitwerk und Bach hindurch und ist heute natürlich längst verschwunden:



    Der Endpunkt der Strecke liegt mittlerweile direkt im Werk vor dem Magnesitofen. Dort wartete die bereits erwähnte angenehme Überraschung in Form eines bereits fast fertig beladenen Güterzuges, dem die E4 vorgespannt war:



    Das ist wahres (Fotografen-) Glück. Etwas unterhalb des Ortsteiles St. Jakob habe ich den Zug wenig später aufgenommen. Beide Fotos stammen vom selben Standpunkt, aber halt mit unterschiedlichen Brennweiten und Blickrichtungen:




    Die Strecke schlängelt sich dann meist entlang der Straße (bis auf das Teilstück zwischen den beiden gezeigten Brücken, wo die Straße auf der rechten Seite des Breitenauerbaches bleibt, die Strecke aber aufs linksseitige Ufer wechselt):