Beiträge von kling44

    Hallo Modellbahnfreunde,

    durch eine intensive Beschäftigung mit einer weiteren Brücke bin leider nicht dazu gekommen, die Frage nach der Machart der Nieten zu beantworten. Aber jetzt: Die Nietbänder oder Knotenbleche werden mit der Rastergravur, indem die Bereiche der Nietköpfe unbearbeitet bleiben, gelasert.

    Das nachfolgende Bild ist ein Beispiel für die Nieten. Links Nieten hauptsächlich für Blechträger und rechte Knotenbleche für Fachwerkkonstruktionen

    bimmelbahn-forum.de/index.php?attachment/17311/


    Vielleicht noch ein Bemerkungen zur Bauweise des Wohnhauses:

    Der Grundkörper besteht aus gelaserten 3 mm dicken MDF-Platten, die an den Querstößen und Ecken gezapft werden. Die Fensteröffnungen bilden die innere Leibung und sind beidseitig ungefähr einen Millimeter breiter als die äußere Fensteröffnung; oben und unten ähnlich. Die macht auch das Einsetzen der Fenster sehr leicht.



    Auf diesen Grundkörper wird eine 1 mm dicke MDF-Platte aufgeklebt und Je nach der Fassade mit in 3-D-Druck hergestellten Fassadenelementen ergänzt. Möglich sind z.B. Gewände, Gesimse, Treppen und Fassadenplatten.

    Grundsätzlich hat jedes Gebäude ein sogenannten "Fuß", der in das Gelände eingelassen wird und Garant für einen sicheren Übergang von Gelände und Gebäude ist.


    Das Dach wurde mit gelaserten Schieferplatten aus Scherenschnittpapier gedeckt.

    Auf dem Bild ist auch der "Fuß", der dem Geländeverlauf entspricht, gut zu sehen.

    Für Heute mache ich Schluss!

    Ich wünsche allen, dass Ihr von Corona verschont bleibt.


    Gruß!

    Jochen Klinger

    Hallo Modellbahnfreunde,

    wie versprochen weitere Informationen zur unserem Modul Wilischtalviadukt“.


    Jedoch wünsche ich zuerst allen:

    „Alles Gute zum Neuen Jahr“.

    Das Viadukt besteht aus einem Bodenteil und zwei Kastenträgern. Die Kastenträger wurden mit Pendelstützen mittig unterstützt. Alle Teile sind wie zur damaligen Zeit üblich als genietete Konstruktion ausgeführt. Die Brücke musste höchstwahrscheinlich in späteren Jahren durch die Erhöhung der Zuglasten ertüchtigt werden. Die Bodenbrücke erhielt geschweißte Verstärkungen und die Kastenträger jeweils eine weitere Pendelstütze.

    Für den Modellbau waren Bilder vom Abriss sehr hilfreich; denn Zeichnungen standen nur bedingt zur Verfügung:




    Der Modellbau wurde aus 0,25 mm dickem Karton hergestellt. Die Teile sind durch eine Art Verzinkung miteinander verbunden. Im folgenden Bild möchte ich besonders auf die Nietung hinweisen.



    Ähnlich sind wir beim Bau der Kastenbrückenteilen und Pendelstützen verfahren.






    Zum Abschluss noch das gewünschte Schwarzweißfoto leider ohne Dampf.



    Es grüßt!


    Jochen Klinger


    Übrigens werden wir mit dem Bahnhof Ehrenfriedersdorf und dem neuen Modul Anfang Januar auf der Ausstellung in Thum vertreten sein.

    Siegfried Seidl aus Ehrenfriedersdorf und ich haben vor fünf Jahren den Bahnhof Ehrenfriedersdorf im Maßstab 1:87 nachgebaut. Zwei folgende Bilder zeigen das Modell. Hervorheben möchte ich dort ablaufende Splittverladung. Es werden Kippfahrzeuge im Untergrund beladen und der Splitt auf der Rampe in die Wagen ausgekippt. Der beladene Splittzug fährt in die untere Ebene und wird mittels eines Kreiselkippers entladen. Die Abläufe werden fast ausschließlich per Computer mit dem Programm "Traincontroller" gesteuert.

    Jetzt haben wir uns einen weiteren interessanten Streckenabschnitt Richtung Geyer vorgenommen. Am Stadtrand befand sich ein Viadukt über die Wilisch. Dieses ca. 100 m lange

    Bauwerk haben wir auf einem Modul mit dem Abmessungen 150 cm Länge und 50 cm Breite nachgebildet.

    Neben vielen Bildern, vor allem vom Abriss, standen uns auch einige Pläne zur Verfügung.

    Dieses Bild zeigt eine Zugüberquerung in Richtung Geyer.

    Dieser Plan half uns, Maße und Konstruktionsweise festzulegen.

    Die Topografie haben wir aus Höhenplänen vom "Sachsenportal" übernommen.

    Der Grundkörper wurde aus gelaserten, 6 mm dicken Sperrholzplatten gebildet. Die Oberkanten der Spanten wurden dem späteren Geländeverlauf angepasst. Dabei halfen uns die Höhenpläne.

    Nach dem Ausfüllen der Zwischenräume mit Polystyrol und Auflegen von Sperrholzplatten für die Straßen wurde das Gelände entsprechend modelliert.

    Die Geländeoberfläche wurde mit der Zellulosemasse "SCULPTAMOLD" gespachtelt.

    Grünflächen erhielten einen Spachtel aus einem erdfarbenen Gemisch von Holzschleifstaub und Leim.

    Straßen und Wege wurden aus einer asphaltähnlichen Masse mit Sandeinstreuung hergestellt.

    Die Begrasung erfolgte mit der elektrostatische Methode.

    Sträucher bestehen aus elektrostatisch belaubten Seeschaum.

    Bäume stellte der "Baummetz" zur Verfügung.

    Figuren und Fahrzeuge sind handelsübliche Produkte.




    Die zwei letzten Bilder zeigen den gegenwärtigen Stand.


    Natürlich werden wir das Modul mit dem vom Bahnhof Ehrenfriedersdorf verbinden.


    Über die Gebäude und das Viadukt berichte ich, wenn Nachfrage besteht.

    .

    In der Hoffnung auf Euer Interesse.

    Gleisbauhelfer Jochen Klinger


    Ich hatte vergessen zu erwähnen, dass die ersten zwei Fotos vom Fotografen Helge Scholz stammen. Entschuldigung!