Beiträge von Lindenauer

    Hallo in die Runde der Bimmelbahnfreunde,


    heute ist der 15. September 2021 - heute vor genau 30 Jahren wurde die Brockenbahn wieder eröffnet! Ein Blick 30 Jahre zurück, wer kann sich noch erinnern? Wir hatten alle noch kein Mobiltelefon, der Begriff Smartphone war ein absolutes Fremdwort. Und auch das Internet war gerade mal erfunden und fast keiner von uns hatte da schon mal praktisch damit zu tun. Die ersten Heimcomputer gab's zwar schon, aber die allgemeine Meinung war doch, so ein Ding werden wir wohl nie brauchen. Fotografiert wurde noch mit einem "richtigen" Fotoapparat und da war ein Film drin, auf den man bestenfalls 36 Bilder aufnehmen konnte. Und stellt Euch vor, wir waren nicht unglücklich, dass es so war! Immerhin war Deutschland wieder ein Ganzes und damit war auch die Voraussetzung geschaffen, den Brocken wieder für jedermann zugänglich zu machen. Einer Wiedereröffnung der Brockenstrecke wurde durchaus kritisch entgegen gesehen, vor allem natürlich aus Sicht des Naturschutzes der sensiblen Brockenregion, die man nicht von jetzt auf gleich mit Besuchern überschwemmen wollte. Aber es sprach auch dafür, die Leute besser mit dem Zug zu transportieren, als dass alle die Wege und Wälder zertrampelten, letztlich setzten sich die Befürworter einer Reaktivierung der Brockenstrecke durch. Zum Glück für uns Eisenbahnverrückte! Und so wird wohl allen, die dabei waren, der 15. September 1991 als einmaliges Eisenbahnerlebnis in Erinnerung bleiben. Ich war dabei und möchte Euch aus Anlass des Jubiläums ein paar Bildchen zeigen, wie das damals aussah. Früh beizeiten zu Hause aufgebrochen, nach Schierke gedüst (der Parkplatz am Ortsende war nicht der größte....) und dann den Weg über's Eckerloch nach oben gehastet. Letztlich hatte ich mich für einen Stelle am alten Postenweg durchs Brockenhochmoor entschieden, um hier den Eröffnungszug abzuwarten:



    Nach einem vorausfahrenden SKL zur Sicherheit (Bahngegner gab's weiterhin...) kam er dann, der erste Zug mit der Prominenz und geladenen Gästen an Bord. Gefördert von 99 5903 (NWE 13) und 99 6001 in ihrer grünen Schaffensphase als NWE 21. Dieser Moment hat alle Hast und Eile an diesem Tag vergessen lassen - ja, die Brockenbahn lebte wieder! Das Gleis war noch an dieser Stelle mit Betonelementen eingepflastert, fuhren doch ein reichliches Jahr zuvor dort noch NVA-Grenzer in ihren Trabbi-Kübelfahrzeugen auf Grenzstreife und auch der berühmt-berüchtigte Streckmetallzaun zeugte von dieser glücklicherweise vorübergegangenen Zeit.



    Und ein Nachschuß mit Brockengipfel, da oben wird diese triumphale Fahrt enden. In neuerlicher Hast dem Zug hinterher gelaufen, dann die Brockenstraße links rauf und auf dem Gipfelplateau den zweiten Zug erwarten....



    Na ja, kein glücklicher Standpunkt und der "Hutmann" mußte im letzten Moment auch noch ins Bild springen, aber zu diesem Moment war es im Brockenbahnhof schon rammelvoll!



    Daher auch hier ein Nachschuß, 99 5902 und 99 7244 waren hier die beiden Zugloks des zweiten Sonderzuges.



    Das nenne ich doch einen Andrang! An diesem Tag sollen über 60.000 Leute auf dem Brocken gewesen sein. Wer mit oben war, der wird's bestätigen - soviele waren's bestimmt.



    Aber auch das dickste Gedränge lichtet sich einmal und der Blick auf die Eisenbahnfahrzeuge wurde frei. Die Jungs da oben stehen im Übrigen nicht auf der Lok, sondern hatte sich ihren Fotostandort auf einem der Kesselwagen gesucht, die dort als Wasserwagen abgestellt waren.



    Die gleiche Situation nochmal von vorn, ein Bild mit "ohne Leute" war an diesem Tag nicht drin.



    Auch der schönste Eisenbahntag geht mal zu Ende und so fährt hier der Traditionszug aus dem Brockenbahnhof wieder aus, um die prominenten Fahrgäste wieder nach Wernigerode zu bringen. Ja, liebe Forumsmitleser, so war das aus meiner Sicht an diesem Tag auf dem "Blocksberg" - unvergeßlich! In der Hoffnung, Euch ein bißchen Brockenatmosphäre von diesem Ereignis vermittelt zu haben ...


    verbleibt mit besten Grüßen der Lindenauer


    Micha

    Hallo in die Runde,


    ich habe in meine Diakiste geguckt und mal geschaut, was ich zum Thema der beiden V10C beitragen kann. Auf die Schnelle habe ich 2 Bildchen gefunden und auf den Scanner gelegt, beide sind in Gernrode entstanden:



    Am 18. Mai 1985 habe ich im hinteren Bahnhofsareal die 199 006 aufgestöbert, heutzutage ärgere ich mich, dass die Nummer des Personenwagens nicht vollständig zu lesen ist und der Zweiachser-Gw nach der Lok wäre auch noch ein Bild wert gewesen.



    Reichlich 2 Jahre später zum 100jährigen Jubiläum der Selketalbahn im August 1987 habe ich an ziemlich gleicher Stelle dann 199 005 angetroffen. Beide Bilder sind ungefähr im gleichen Blickwinkel aufgenommen und waren immer meine "Unterscheidungsbilder", nach denen ich auf anderen Fotos 005 und 006 identifiziert habe.

    Ich habe noch eine Frage an den Gerd, der den Reigen hier eröffnet hat. Auf Deinem 2. Bild oben "199 005 abgestellt in Cottbus am 22.02.1983" sieht man auch die Rückseite einer (armee)grünen Ns3. Um welche Ns3 handelt es sich da? Hast Du da ggf. noch ein Bild im Angebot?


    ...fragt ganz interessiert der Lindenauer


    Micha

    Hallo in die 6001-er Runde,


    nochmal meinen Dank an alle, die hier immer wieder Neues beisteuern. Der "ex-Dresdner" Stefan wollte unbedingt ein Bild mit der falschen EDV-Loknummer sehen, ich konnte mich bisher nur erinnern, dass es da u.a. ein Farbbild aus einem "modelleisenbahner" gab, das ich eingescannt in meiner Sammlung mit eingeordnet habe. Ich habe gestöbert und festgestellt, das war das Titelbild vom Heft 01 aus 1983, na das ließ sich doch finden im allwissenden "Netz", bitte schön hier aus dem Internet-Archiv modelleisenbahner 01-1983 als pdf da kann man gleich das ganze Heft anschauen. Das Titelfoto ist von Werner Drescher aus Jena, kurioserweise fuhr zum Erscheinungsdatum der Zeitschrift die Lok bereits wieder mit der richtigen Nummer, vermutlich ist das damals nicht vielen Eisenbahnfreunden aufgefallen. Ich habe in meiner Sammlung auch noch ein Foto von einem Naumburger Eisenbahnfotografen vom 13.06.1980, da sind die "falschen" Schilder dran und das Datum ist belegt. Aber zeigen darf ich es eben leider nicht . Mit dem Stichwort PN...


    ...verabschiedet sich für heute der Lindenauer


    Micha

    Hallo wieder in die Runde der 6001-Fans und alle Mitleser,


    zunächst danke an Tobias für das hier beigesteuerte Bild. Ja, wenn man sich mit dem Thema wieder intensiver befasst, fällt einem manches ein aus der Zeit, als ich damals (Anfang der Achtziger...) das Modell gebaut habe. Da gab es auch eine Phase der unterschiedlichen Lokschilder an der Lok. Hier ist zunächst eines der Bilder, die mir damals beim Modellbau zur Verfügung standen. Ein guter Freund hat das in den Siebzigern im Harz gemacht und weil er genauso H0m-Modellbauer war wie ich, haben wir damals im Heim-Fotolabor mühsam den Hintergrund ausgeblendet, weil wir ja nur die Lokansicht als Arbeitsgrundlage haben wollten.



    Und hier sehen wir schon das Lokschild-Kuriosum, an der Rauchkammertür das neue EDV-Lokschild mit der Selbstkontrollziffer 4, an beiden Führerhausseitenwänden das "alte" Schild mit den eckigen Ziffern und die 4 einfach nur daneben gepinselt. Hier haben wir auch noch die alte Wasserkastenform mit dem ovalen Ausschnitt und das relativ dicke gebogene Rohr in den linken Wasserkasten gehört vermutlich zu einer Injektoranlage. Kann das jemand bestätigen? - Irgendwann hat das jemandem mit den unterschiedlichen Lokschildern nicht mehr gefallen und es wurden 4 neue Lokschilder angefertigt, leider mit der falschen Selbstkontrollziffer! Und so ist die Lok um 1980 als 99 6001-2 runde 2 Jahre unterwegs gewesen. Davon habe ich leider kein eigenes Foto und kann daher auch keins zeigen.

    Weil ich für den Bau des H0m-Modells weitere Detailansichten brauchte, habe ich den Urlaub 1982 in den Harz gelegt und habe soweit alles noch im Bild festgehalten, was mir wichtig erschien. Trotzdem war meine Überraschung groß, dass sich das Aussehen doch ein ganzes Stück geändert hatte, denn beim ersten Zusammentreffen in Alexisbad bot sich mir diese Ansicht:



    In erster Linie waren die Wasserkästen verändert, vmtl. wurden die neu angefertigt. Auch das Rohr der Injektoranlage gab es nicht mehr. Zu dem Zeitpunkt hatte mein Modell schon die ovalen Aussschnitte im Wasserkasten und die Trittstufen in der anderen Reihenfolge. Also entschied ich mich im Zustand Siebziger Jahre weiter zu bauen und gut war's! Der Nummernschild-Irrtum war auch bereinigt, die Lok zeigte sich hier im September 1982 nun mit der richtigen EDV-Nummer 99 6001-4 und typenreinen Lokschildern mit "runden" Ziffern. So war eben unsere gute Ballerina immer wieder für eine Überraschung gut....


    ...meint der Lindenauer


    Micha

    Hallo nochmal an dieser Stelle an alle 6001-Enthusiasten,


    das Titelthema habe ich inzwischen nach Jan's Vorschlag geändert und ich möchte Euch noch eine Geschichte erzählen, wie ich zur Thematik "99 6001" gekommen bin. Ich habe in einem Beitrag schon mal erwähnt, daß ich früher, d.h. in den Siebziger und Achtziger Jahren, ein ganz großer Verfechter der Nenngröße H0m war. Es gab eine "automatische" kleine Anlage in dieser Größe und darauf fuhren im Regelfall Eigen- bzw. Umbaufahrzeuge der Harzbahnen oder der GMWE. Und damals war 99 6001 eines meiner Projekte, die mußte in H0m entstehen und da mit zum Einsatz kommen. Ich habe sogar noch ein Originalbild aus dieser Zeit, das möchte ich Euch hier zeigen:



    Das Teil steht heute noch in meiner Vitrine im Flur, ich laufe täglich einige 10mal dran vorbei und freue mich immer noch dran. Ja, sie ist in den Proportionen doch ein Stück verunglückt, so dick ist in Wirklichkeit der Kessel nun wirklich nicht. An's Herz gewachsen ist sie mir trotzdem. Und damit habe ich gleich noch eine "Fachfrage" zum Kessel. Ich habe damals in irgendeinem Dampflokbuch gelesen, dass der Kessel der 6001 in seiner Konstruktion dem Kessel der Einheitslok der BR 80 entspricht. Kann das jemand bestätigen? Und daher resultiert der zu dicke Kessel im Modell. Ich habe eine PIKO-BR 80 genommen, den Kessel aus dem Gehäuse gesägt und quasi die 6001 drumrum gebaut. Das der Kessel des PIKO-Modells einfach zu dick war, auf die Idee bin ich damals nicht gekommen. Nun sei es so, ein Kind ihrer Zeit eben. Bei der Bestückung mit den diversen Kleinteilen habe ich damals schon gemerkt, dass an der 6001 recht oft Änderungen vorgenommen wurden. Ich hatte eine Reihe von Fotos als Vorlage und habe in den Achtzigern auch Bilder vom Original gemacht, da ergaben sich einige Unterschiede. Ich hatte mich dann für einen Zustand der Siebziger Jahre entschieden, im Bild sichtbar ist der ovale Ausschnitt im Wasserkasten, der wurde später rechteckig und so ist er auch heute noch. Die 2 Trittstufen im Wasserkasten waren damals zum Führerhaus ansteigend, später vom Führerhaus weg. Dazu die unterschiedlichen Rohrleitungen auf dem Kessel, vmtl. nach jedem RAW-Aufenthalt ein Stück anders. Mein Modell hat natürlich auch noch den Abdampftopf der Saugluftbremse, der war ja auch in den Achtzigern noch typisch, in meinem Fall ist das gleichzeitig auch die Schraube, die das Gehäuse hält. Seit dem Modellbau schlägt freilich mein Herz für die "Ballerina", es ist immer ein glücklicher Moment, wenn man die gute Dame in ihrem Einsatzgebiet unter Dampf erleben kann. Mit meiner Modellbauerei Euch nicht zuviel gelangweilt zu haben...


    ...hofft der Lindenauer


    Micha

    Hallo an alle Fans der 99 6001 mit all' ihren Bauzuständen und Farbgebungen durch die verschiedenen Epochen,


    Ich habe das hier natürlich alles mitgelesen und werde mir heute Abend einen einprägsamen neuen Titel für diesen Thread einfallen lassen und bekannt geben!


    Bis dahin beste Grüße vom Lindenauer


    Micha

    Hallo nochmal in die Runde,


    ich habe meine "aktuellen" Bilder bezüglich der spannenden Diskussion der 6001'er "Varianten" durchforstet und festgestellt, dass ich schon 5 Jahre an 6001-Entzug leide! =O Am 28. Mai 2016 ist sie mir das letzte Mal vor die Linse gefahren und da hatte sie noch folgendes Erscheinungsbild:



    Das war also noch mit dem "tiefergelegten" Mittelscheinwerfer, die Fabrikschilder sind an den Zylindern schon dran. Es wird aus meiner Sicht höchste Zeit wieder für einen Harzbesuch mit 6001-Kontakt...


    ...stellt fest der Lindenauer


    Micha