Beiträge von Tobias

    Hallo zusammen,


    bei mir begann das im Gegensatz zu vielen anderen hier nicht mit einer DR-Schmalspurbahn, wohl aber mit einer Lok, die bei der DR zu den Traditionsloks gehörte, nämlich 94 1292. Bei den Steilstreckenfahrten der Lok im Schwarzwald (Sommer 1997), habe ich mir als Kind den "Virus Bahn eingefangen". Zu den Neben-, Privat-und Schmalspurbahnen bin ich dann im Laufe der Zeit erst später gekommen.


    Warum? Gute Frage. Irgendwie hat mich das persönlichere, familiärere und beschaulichere Umfeld bei diesen Betrieben irgendwann mehr beeindruckt als der Betrieb bei der großen DB (welcher mich zum Teil nur noch auf meinen Hausstrecken beschäftigt). Oft war/ist da eben auch der Betrieb spannender und abwechslungsreicher. Und da es in der Umgebung meines Wohnortes bzw. auch in unserem Bundesland (BW) mehrere Schmalspurbahnen gab, hat mich das Thema dann irgendwann vollends gepackt.


    Als Jugendlicher kommt man dann ja langsam in das Thema rein und verknüpft sich Stück für Stück die Informationen. Wenn man dann auch so langsam ins Internet reinkommt, ergibt sich das vollends. Dann kommen noch Bücher, Fotos und sonstige Unterlagen dazu und so geht es weiter. Und so hat sich das Interessensgebiet im Lauf der Zeit eben geformt.


    Manchmal schon ganz interessant, wie es sich das im Lauf der Zeit so ergibt


    Viele Grüße


    Tobias

    Hallo zusammen,


    im gleichen Thread auf DSO wurde der Vorgang mit nachweisbaren und belegbaren Daten hinterlegt: https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?017,9570438,9570438#msg-9570438


    Demnach dürfte anhand der dort genannten offiziellen Schriftstücke der RBD Erfurt geklärt sein, dass die Lok definitiv nicht, wie von H. Löhner behauptet, auf der HHE ab April 1944 im Einsatz war, sondern (wie es auch sonst in der Literatur verbreitet ist) nur auf dem "Gründerla" zum Einsatz kam.


    Auch dürfte (unabhängig von der Stationierung) nun definitiv geklärt sein, dass die Lok die Janney-Kupplung bessessen hat.


    Besten Dank an dieser Stelle an alle die sich (auch via PN) gemeldet haben und Hinweise/Infos/Meinungen gegeben haben. Schön, dass das "Rätsel" gelöst werden konnte!


    Zur Beantwortung bzw. Aufarbeitung der Frage von Julian nach der 99 194 bin ich leider noch nicht gekommen, der Weihnachtsurlaub ist rum und die Arbeit hat mich voll und ganz wieder. Aber meiner Erinnerung nach, geht auch hier die Literatur auseinander. Habe es aber noch auf dem Zettel :wink:


    Viele Grüße aus dem verschneiten Nordschwarzwald und ein schönes Wochendene!


    Tobias

    Hallo zusammen,


    wäre die 231 als Maschine, die lange Jahre in Eisfeld stationiert war, nicht eine passende Leihgabe für die IG Hirzbergbahn? Die Lok(s) haben bzw. hatten ja auch eine Thüringer Vorgeschichte und würden damit m.M.n. perfekt zum Gedanken der IG Hirzbergbahn passen. Zumal die 231 ja auch eine ehemalige Eisfelderin ist.


    Steinigt mich gerne für den Vorschlag, aber wie gesagt, der kam mir eben ganz spontan in den Sinn bzw. hatte ich glaube ich im Forum schonmal angesprochen.


    Zwar wurde die Lok in der Zeit seit der Stationierung in Eisfeld mehrfach umgebaut aber ob die Lok nun in Ilfeld im Schuppen steht oder bei der IG Hirzbergbahn kommt ja aufs gleiche heraus. Und wenn der technische Zustand ohnehin nicht (mehr) der beste ist, wäre eine Leihgabe als Standobjekt ja bestens geeignet.


    Die oben angesprochene Idee mit dem Museum könnte man dann immer noch mit der 233 verfolgen.


    So, jetzt war es aber genug Träumerei :weg:


    Liebe Grüße


    Tobias

    Hallo Martin (Erzgebirgsnebenbahner),


    danke für deine Ausführungen. Dass man auf die Daten der damaligen Zeit nicht allzuviel geben braucht ist wohl nachvollziehbar. Auch, dass Transport, Instandsetzung usw. einige Zeit in Anspruch nehmen ist logisch. Man muss ja stets bedenken, dass man sich 1944 mitten im Krieg befand.


    Da das oben als (4) zitierte Buch zur Baureihe 99.19 den Abtransport aus Altensteig für den 21.5.1944 datiert (Seite 172) und auch genaue Daten für den RAW Aufenthalt in Meiningen nennt (22.5. - 31.5.1944), gehe ich aber stark davon aus, dass die Daten eben doch protokolliert wurden und dementsprechend auch bekannt sind. Dass die Lok eben buchmäßig bis zum 31.5.1944 zum Bw Freudenstadt, Lokbahnhof Altensteig gehörte, dürfte keine Bedeutung gespielt haben. Aus anderen Nachforschungen zu Loks des Bw Freudenstadt sind mir die Daten eigentlich fast immer als exakt nachvollziehbar bekannt.


    Vielmehr würde das aber für mich heißen, dass wenn es gesicherte Belege gibt, dass die 99 191 erst am 21.5.1944 Altensteig verlassen hat, sie nicht schon, wie von Hans Löhner beschrieben ab 1.4.1944 auf der HHE im Einsatz gewesen sein kann. Ich gehe davon aus, dass es für das Datum des Abtransportes aus Altensteig einen Beleg gibt, denn sonst würde das Datum im o.g. Buch nicht auftauchen. Vielleicht liest ja hier einer der Autoren des Buches mit und kann weiterhelfen?


    Auf der anderen Seite muss man festhalten, dass laut Vorwort des Buches zur HHE (2) der Autor selbst Reichsbahner war und damit vielleicht die Infos vom Einsatz der 99 191 auf der HHE aus erster Hand oder selbst erlebt/gesehen hatte.


    Aus meiner Sicht erscheint es mir aber weiterhin fraglich, wann die 99 191 auf der HHE im Einsatz war bzw. ob überhaupt. Beweise in Form eines Fotos dürften aber vermutlich kaum existieren, da es sich, wenn überhaupt, lt. Löhner nur um einen Zeitraum von zwei Monaten handelte. Zudem dürfte man 1944 andere Sorgen gehabt haben, als ein Foto der Lok anzufertigen.


    Den gleichen Thread will ich auch noch im DSO-HiFo eröffen. Bitte versteht dies keinesfalls als "Geringschätzung" des Bimmelbahnforums aber ich sehe das Eröffnen des Threads in beiden Foren als beste Möglichkeit, möglichst viele Personen zu erreichen, die weiterhelfen könn(t)en. ;)


    Viele Grüße und einen schönen Sonntag!


    Tobias

    Hallo Erzgebirgsnebenbahner,

    hallo zusammen,


    danke für deine Ausführungen und Ergänzungen.

    Das macht in diese Richtung schon Sinn. Von den drei preußischen T40 welche die HHE ja von der Feldabahn bekommen hat, ging die 99 183 laut Hans Löhner 1944 zum Gründerla. Die anderen beiden (99 181 und 99 182) blieben bei der HHE bis die Strecke von der sowjetischen Besatzungsmacht abgebaut wurde und beide Loks mit dem übrigen Material in die Sowjetunion gingen. By the way wäre der Verbleib dieser Loks auch mal ganz interessant...


    Demnach wären 1944 ohne die Schwäbin 99 191 bei der HHE die 99 181 und die 99 182 sowie beim Gründerla 99 222 und 99 183 vorhanden gewesen.


    Möglich erscheint mir daher die Variante dass man 99 191 grundsätzlich für das Gründerla vorgesehen hatte, aufgrund des von Erzgebirgsnebenbahner beschriebenen, höheren Lokbedarfes von drei Maschinen. Als die Lok dann vorbereitet wurde (Umbau auf die Janney-Kupplung usw.) hat sich möglicherweise bei der HHE ein kurzfristiger Bedarf durch den Ausfall der 99 181 oder 99 182 ergeben. Da hat man dann kurzerhand die verfügbare Schwäbin genommen. Das wäre für mich ein erster Lösungsansatz. Was haltet ihr davon? Schön bzw. sinnvoll wäre es natürlich, wenn es hierzu Quellen oder Belege gäbe, denn sonst bringt die schlüssigste Vermutung nix.


    Zudem ist zu beachten, dass dann immer noch unterschiedliche Datumsangaben im Raum stehen. Laut Löhner kam die Lok ab 1.4.1944 zur HHE, nach den anderen Quellen überhaupt erst ab Juni 1944 in Thüringen zum Einsatz.



    Julian Zunächst mal vielen Dank für das Lob. Da ich im Berufsalltag auch öfters mal mit (juristischen) Quellen usw. arbeite, färbt das natürlich ab. Und so kann jeder ggf. ohne weiteres bei sich selbst im Bücherregal nachschlagen. Das "forschen" macht schon Spaß, da hast du Recht. Besonders wenn man Angaben, welche ggf. lange Zeit in der Literatur von einander abgeschrieben wurden nun richtiggestellt werden können.


    Zur 99 194 konnte ich bisher nichts bis nicht viel herausfinden. Ich empfehle dazu das oben zitierte Buch vom EK-Verlag, welches den Sachverhalt zur Lok meines Erachtens gut und schlüssig darstellt. Ich melde mich dazu aber nochmals.


    Viele Grüße aus dem Schwarzwald


    Tobias

    Hallo Thomas,

    Ich würde aber mal vermuten, das der verdächtig sehr kurze Aufenthalt im RAW Meiningen dem Kupplungsumbau auf Janney gedient haben könnte.

    Diese Vermutung habe ich auch. Anderr Anpassungen waren ja vermutlich nicht großartig nötig. Und da auf den beiden , in Frage kommenden, Strecken die Janney-Kupplung üblich war, dürfte man die 99 191 sicherlich damit ausgerüstet haben. Einen "Sonderling" mit abweichender Kupplung wird man kaum gewollt haben. Zumal ja auch das oben angesprochene Bild aus dem Buch über das Gründerla als Beweis auch die Janney-Kupplung an der 99 191 zeigt.


    Hallo rwer64579,

    Genau das ist ja auch die Quelle auf die sich Kurt Seidel beruft. Eben eine der drei (mir bekannten) Meinungen bzw. Literaturnachweise, dass die Lok nur auf dem Gründerla eingesetzt wurde. Die Daten zwischen 1.2.1947 und 9.7.1955 resultieren übrigens aus der Zuordnung des Lbf. Eisfeld zum Bw Probstzella vom 1.2.1947 bis zum 31.3.1953. Davor und danach war man dem Bw Meiningen zugeordnet.


    Viele Grüße


    Tobias

    Hallo zusammen,


    zunächst wünsche ich euch noch ein gutes neues Jahr!


    Während der Zeit zwischen den Jahren hat man ja immer etwas mehr Zeit. So habe ich einige meiner Bücher (teilweise nach langer Zeit) mal wieder durchgesehen. Und zusammen mit dem Thread über die VI K in Cottbus ist mir dann etwas (wieder) eingefallen, was ich schon länger mal im Forum ansprechen wollte.


    99 221 und 99 223 wurden ja 1944 von der Strecke Eisfeld - Schönbrunn (damals noch Unterneubrunn) nach Norwegen abgezogen. Als Ersatz dafür kamen ja 99 183 und 99 191. Mein bisheriger Stand zu 99 191 war, dass diese 1944 vom Bw Freudenstadt, Lokbahnhof Altensteig, abgezogen und dann dem Bw Meiningen, Lokbahnhof Eisfeld für den Betrieb auf der Strecke nach Unterneubrunn zugeteilt wurde. Die Schmalspurbahn Nagold - Altensteig liegt bzw. eher lag unmittelbar in meiner Nähe und deswegen befasse ich mich schon länger mit deren Geschichte, welche meines Erachtens noch ein paar weiße Flecken hat. So auch im Folgenden.


    Nun hatte ich, wie gesagt, "zwischen den Jahren" mal wieder das Buch zur Strecke Eisfeld - Schönbrunn1 und das Buch zur Strecke Hildburghausen - Lindenau-Friedrichshall2 in den Fingern. Verwundert hat mich, dass Hans Löhner als Autor beider Bücher schreibt, dass 99 191 ab 1.4.1944 von Altensteig zur Strecke Hildburghausen - Lindenau-Friedrichshall kam und dann am 1.6.1944 nach Eisfeld. Zugegeben ist mir das beim früheren Lesen der Bücher noch nie aufgefallen.


    Da mich das doch stutzig gemacht hat, habe ich dann mal noch etwas weiter recherchiert. Im Buch zur Schmalspurbahn Nagold - Altensteig3 steht im Text auf Seite 75 der direkte Übergang zur Strecke Eisfeld - Unterneubrunn während in einer Tabelle mit Fahrzeugübersicht auf Seite 107 die Strecke Hildburghausen - Lindenau-Friedrichshall als HHE erwähnt wird. Das Buch widerspricht sich also selbst...


    Nächste Möglichkeit: Das Buch zur Baureihe 99.19 vom EK-Verlag4. Dort wird ausgeführt, dass die 99 191 zum 31.5.1944 vom Bw Freudenstadt, Lokbahnhof Altensteig, abgezogen und zum 1.6.1944 dem Bw Meiningen, Lokbahnhof Eisfeld zugeteilt wird. Zuvor sei die Lok vom 22.5.1944 bis zum 31.5.1944 im RAW Meiningen gewesen. Das Standardwerk zur Baureihe, welches bekanntlich sehr gut recherchiert ist, weist keinen Einsatz auf Hildburghausen - Lindenau-Friedrichshall aus.


    Die gleiche Aussage, nämlich, dass es von Altensteig direkt nach Eisfeld ging, vertritt auch Kurt Seidel in seinem Buch zu den staatlichen Schmalspurbahnen in Baden-Württemberg5. Auch er schreibt von einer Abgabe an die Strecke Eisfeld - Unterneubrunn (Seite 147) und bezieht sich dabei auf das Buch "Dampflokomotiven. Zahnrad, Lokalbahn, Schmalspur" von Klaus-Detlev Holzborn und Klaus Kieper. Das besitze ich aber nicht.


    Aufgrund der auseinandergehenden Darstellung in der Literatur könnte ich mich zum Beispiel vorstellen, dass ein Einsatz ab Eisfeld geplant war, es dann aber in Hildburghausen zu einem (kurzfristigen) Bedarf kam und man die Lok daher spontan dort einsetzte.


    Hat hier vielleicht jemand noch Ideen oder Hinweise wie es tatsächlich mit der 99 191 im Frühsommer 1944 ablief? Über Hinweise/Ideen/Anregungen und dergleichen wäre ich äußerst dankbar. Ebenso über mögliche Korrekturen (gerne auch in Zukunft, wenn der Thread schon nicht mehr aktuell ist).


    Die Recherche bisher hat meines Erachtens noch etwas aufgeklärt. Im Baureihenbuch zur 99.194 wird auf Seite 168 geschrieben, dass nicht geklärt werden konnte, ob die 99 191 jemals die Janney-Kuzpplung besessen hat. Im Buch zur Strecke Eisfeld - Schönbrunn1 ist auf Seite 41 ein Bild vom Autor Hans Löhner abgedruckt, welches ihn mit seiner Tochter auf dem Arm, am Tag des Eisenbahners, vor der geschmückten 99 191 zeigt. Die Lok ist zwar nicht ganz auf dem Bild drauf, jedoch ist am linken Bildrand meiner Meinung nach die Janney-Kupplung zu erkennen. Ist im Übrigen auch das einzige Bild was ich von der 99 191 aus dem südlichen Thüringen kenne.


    Ich möchte mich schon mal recht herzlich für eure Mithilfe bedanken!


    Liebe Grüße aus dem Schwarzwald!


    Tobias


    Quellen:

    1 Löhner, Hans: Das Gründerla von Eisfeld nach Schönbrunn: Geschichte einer Schmalspurbahn im Thüringer Wald, 3. unveränderte Auflage 1998, Eisenbahn-Fachbuch-Verlag, Coburg

    2 Löhner, Hans: Das Bimmelbähnle von Hildburghausen nach Lindenau-Friedrichshall: Die Geschichte einer Thüringer Schmalspurbahn ins Heldburger Land, 2. Auflage 2000, Verlag Michael Resch, Neustadt/Cbg.

    3 Schwarz, Reinhard / Reule, Gerhard: Das Altensteigerle, 6. Auflage 2006, Sparkasse Pforzheim-Calw

    4 Lenhard / Rost / Schlegel: Die Baureihen 9967-71 und 9919 Sachsens Schmalspurbulle und seine Verwandten, 1. Auflage 2012, EK-Verlag Freiburg

    5 Seidel, Kurt: Schmalspur in Baden-Württemberg, 1. Auflage 1977, Einhorn-Verlag, Schwäbisch Gmünd

    P.S.: ob wohl Lok 12 einmal in nördlichere Gefilde kommen wird??

    Hallo Lenni,


    vielleicht ja auch anders herum. Die sich, bei Kleinbaan in Aufarbeitung befindliche, E.K.B. 14g ist ja eine baugleiche Schwesterlok zur einst auf dem Härtsfeld eingesetzten WN5. Wenn man jetzt ins träumen kommen dürfte...


    Spaß bei Seite. Was auf dem Härtsfeld quasi aus dem Null heraus entstanden ist, verdient echt Respekt.


    Viele Grüße


    Tobias