Beiträge von Harznullemmer

    Die windschiefe Fahrleitung ist schon beim Vorbild nicht ohne, und dass sie bei der Berninabahn nach und nach ersetzt worden ist, ist einerseits sehr schade, anderserseits aber sehr verständlich.

    Und sie im Modell nachzustellen ist nahe an der Unmöglichkeit, weil der Fahrdraht keine Masse hat. Aber du wagst dich tapfer dran und das finde ich gut.

    Außerdem ist das Val Pila Viadukt wirklich ganz hervorragend. Da brauchst du ortsfeste Soundbausteine für das gewaltige Spurkranzkonzert, das man dort immer hört (am lautesten bei den zweiachsige Cabrio-Wagen).


    Gruß


    Otto

    Hallo Andreas,

    wenn du die Berninabahn zur Zeit der Holzmasten darstellen willst, was ich sehr schön finde, dann verspanntst du die Fahrleiting vermutlich auch windschief. Auf dem Foto von der Montebello-Kurve ist das glaube ich, ein bisschen zu erkennen. Hast du vielleicht ein Bild, wo man das deutlicher sieht?


    Gruß


    Otto

    Jetzt wollte ich es aber genau wissen und habe OpenTopoMaps bemüht:



    Da meine ich, eine kleinen feinen Unterschied zu sehen:



    Die ursprüngliche (oder ursprünglich vorgesehene) Gleisachse des Anschlussgleises lag im Winkel 1:7 zum Hauptgleis, also dem der Weichen zu den Nebengleisen, dann könnte das Gleis so verlaufen sein, wie ich es hier eingezeichnet habe. Und vielleicht sogar mit einem Bogen durchgebunden zum Gleis 3.

    Wirklich schade, dass es keinen Gleisplan von 1910 oder so gibt. So bleibt es halt doch Spekulatius.


    Gruß


    Otto

    war das Haus vielleicht vor dem Anschluss oder sogar vor der Bahn da?

    Das halte ich nicht für sehr wahrscheinlich. Diese Kohlenhändler kamen ja überall erst mit dem Bahnbau auf. Und die Konzeption dieses Gebäudes mit den Durchladeluken ist ganz offensichtlich auf die Belieferung mit der Bahn ausgerichtet.


    Aber um deine Frage nicht völlig abzuweisen, werfe ich mal diese Theorie ins Spiel: Als der Bau der Harzquerbahn sich Benneckenstein näherte, beantragte Marcus bei der NWE schon vorausschauend einen Anschluss. Die NWE wiligte ein und wies einen Platz zu und - jetzt kommts - legte einen Plan für den Bahnhof vor, in dem die Gleisachse so verlief wie später das Ladegleis. Und noch während des Bahnbaus wurde die Planung geändert - und plötzlich stand Marcus' Gebäude quer in der Landschaft. Klingt eher an den Haaren herbeigezogen, aber irgendeinen völlig ungewöhnlichen Grund muss das doch haben. Wer bietet mehr?


    Gruß


    Otto

    Das könnte das Schlusswort gewesen sein

    Könnte. Aber war es nicht. Ich habe noch was (raus-)gefunden


    Die unendliche Geschichte

    Beim Durchfilzen meiner Dateiwuste fand ich dieses Bild, das Jürgen Steimecke 2006 bei einer Sonderfahrt geschossen hat:


    bek-2006fiffi-steimorj11.jpg


    Da ist die Kohlenhandlung im Hintergrund zu sehen, klein zwar, aber man sieht etwas, was wir bisher noch nicht gesehen haben: es steht nicht parallel zur Gleisachse des Bahnhofes, sondern in einem Winkel dazu, oder sagen wir ruhig: schräg. Das müsste im Gleisplan dann etwa so aussehen:


    gpl-benneckenstein-kovhk46.jpg


    Dann darf man wohl davon ausgehen, dass der Schlenker im Gleis von Anfang an da war, oder? Da drängt sich doch die Frage auf, warum man das Gebäude nicht ordentlich parallel zum Hauptgleis gebaut hat, wie sich das gehört.


    Gruß


    Otto

    Viel Spass beim Nachbau.

    Das könnte das Schlusswort gewesen sein zu diesem Strang, der viel spannender und interessanter geworden ist, als ich es mir hätte träumen lassen. Ob ich das Gebäude mal baue, weiß ich nicht, ich habe ja schon "meine" Kohlenhandlung auf der Anlage. Auf jeden Fall werde ich eine Maßzeichnung anfertigen und die auch publizieren. Wenn es soweit ist, werdet ihr es erfahren.

    Gruß


    Otto

    Hallo Otto, aufgrund dieses perspektivisch verzerrten Plans ist es schwer, Schlussfolgerungen zu treffen.

    Na gut, diese Gleispläne sind in der Regel um 50% in der Länge gestaucht. Das habe ich mal entsprechend entzerrt, sieht dann so aus:



    Holzkohle "importieren" sicher nicht, aber heranschaffen aus dem großen weiten Harzer Meterspurnetz, notfalls auch mit Umladung, warum nicht?

    Baustoff- und Kohlenhandel waren in der Tat häufig vereint, aber welcher Baustoff sollte durch die Gaube geladen werden?


    Gruß


    Otto