Beiträge von Urbacher

    Hallo Forumsteilnehmer,


    gern möchte ich mich hier auch zu Wort melden. Zuerst einmal zum Thema Wasserstoff in der Dampflok. Meine Meinung ist, dass das funktionieren kann, man aber alles umkonstruieren muss. Wenn es also um ein Experiment mit einer alten, kalt gestellten Neubaulok geht, dann kommt da "nur" eine Art Demonstrator, aus dem man Wissen für eine "richtige" Lösung ableiten kann, in Frage. Aber das wäre ja vielleicht ein Anfang.


    Was die Combino Duo betrifft, kann ich näheres berichten, denn unsere Firma hat damals 1998 die Dieselantriebe entwickelt und wir warten die Antriebe noch heute, haben also viel Erfahrung sammeln können. Damals waren Lithium Ionen Speicher noch ferne Zukunft.

    Allerdings haben wir vergangenes Jahr in einem Duo einen solchen Speicher für Testzwecke eingebaut und das hat super funktioniert. Am Ende wird es aber nicht umgesetzt und das hat ganz einfache, nachvollziehbare Gründe.

    Erstens ist das Ganze viel zu teuer. Die Lebensdauer der Speicher und der Zellen ist ein Thema! 3 Jahre max und dann mus ein Neuer her. Zweitens wird der Speicher, will man ihn zuverlässig auslegen, für die Alu-Konstruktion in der Sänfte (dem Mittelteil) des Combino einfach zu schwer. Die Konstruktion trägt das einfach nicht. Wir haben dazu viele, viele Berechnungen umgesetzt, bis hin zur Ladung des Speichers in der Stadt. An jeder Haltestelle muss die Ladung unterbrochen werden, weil wir sonst die Pantographen am Fahrdraht fest schweissen, da viel Strom fliesst. Es müssen 2 Stadtrunden und Fahrdraht zurückgelegt werden, um dann 1mal nach Ilfeld und zurück zu fahren.


    Am Ende bleibt für Zweisystem- oder Hybridlösungen nur eine völlige Neukonstruktion, egal ob Wasserstoff, E-Speicher oder stärkere, saubere Dieselmotoren, die es natürlich gibt.

    Ganz so einfach ist also eine Lösung nicht zu haben und deswegen wird auch vorerst weiter mit Diesel in den Duos nach Ilfeld gefahren werden müssen.

    Parallel wird an neuen Lösungen gearbeitet.


    Viele Grüße, Volker

    Hallo Dietmar und Hallo in die Runde,


    einen 3D-Druck kannte ich auch nicht. Die Kalkkübel von den Tillig- oder Sachsenmodelle-Wagen in Spur H0 sind zu groß und wie meine Vorgänger schon beschrieben haben, gibt es diese Modelle auch in Spur TT. Aktuell stehen Sets in Ebay drin.

    Da muss man nur die Deckel entfernen. Natürlich sind die Wände der Kalkkübel sehr stark (zu stark). In den Kalkkübeln sind die Gewichte. Diese habe ich in meinen Modellen drin gelassen, denn sonst sind die Wagen einfach nur zu leicht. Aber deswegen muss ich dann auch immer mit befüllten Steinkübeln fahren. Aktuell experimentiere ich noch, wie ich das Gestein der Grauwacke besser nachbilden kann, fäbre derzeit Steinchen von Faller. Mal sehen, was da heraus kommt. Werde berichten!

    Viele Grüße und einen schönen Abend,

    Volker, der Urbacher

    Guten Morgen Lutz,


    beim Umbau hat mir Herr Groh von Tillig echt sehr geholfen, denn einen Teil des Materials konnte ich aus Modifikationen aus dem Tillig/Sachsenmodelle-Programm nutzen. Herr Groh habe ich die Umsetzung der Wagen auch schon vorgeschlagen, denn sie sind ja in Kennerkreisen doch recht beliebt. Wahrscheinlich liegt das auch daran, dass es kein Original mehr gibt, aber ich will hier nicht orakeln. Ich denke, dass hier ein Bedarf echt da ist und das wäre doch mal ein tolles Modell.

    Mal sehen, was im nächsten Tillig-Katalog zu finden ist.

    Auf die Mallets von Tillig bin ich auch schon gespannt. Hoffentlich haben die ordentlich viel Zugkraft!


    Beste Grüße und alles Gute, Volker

    Hallo Hans-G, Micheal sowie alle Forumteilnehmer,


    die Lösungen bei Buntbahn sind ja nicht Spur H0m, oder doch? Kenne mich da nicht aus. Bei Shapeways gibt es die 3D Drucke jedenfalls nicht in H0m. So musste ich mir halt meine eigene Lösung einfallen lassen. Bei Gelegenheit kann ich gern mal mehr von meiner Anlage zeigen. Auf den jetzigen Fotos ist nur der H0m Teil. Wenn ich durch die Wand fahre, gelange ich auf die H0-Anlage und über ein Dreischienengleis ist dann die Strassenbahn in der Stadt an die H0m-Strecke angeschlossen. Da fahren dann Combinos raus auf das nicht elektrifizierte Netz der Harzquerbahn, ähnlich wie in Nordhausen.

    Mein Problem ist nur, dass ich ständig am Umbauen bin und immer sind irgendwo Baustellen. Richtig "Fahren", das mache ich ganz selten. Jeder hat halt so seine Spinnerei und so muss es ja auch sein.

    Der H0m-Teil besteht im Wesentlichen aus den Bahnhof Eisfelder Talmühle. Das Bahnhofsgebäude ist natürlich ein anderes, aber der Gleisplan stimmt noch vor die Zeit des Umbaus zum Lückenschluss Strassberg-Stiege ein. Deswegen sieht man auch noch die Kreuzung und die beiden Gleise zur Verladerampe.

    Den Bausatz der Eisfelder Talmühle habe ich schon, hatte nur noch keine Zeit zum Bau. Dann kommt das jetzige Bahnhofsgebäude runter von der Anlage.


    Schönen Gruß in die Runde und einen schönen Abend,

    Volker

    Liebe Mitglieder und Interessierte,


    in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden in Westerntor aus alten Ow-Wagen 15 Steinkübelwagen vorrangig für den Transport auf der Harzquerbahn rund um den Südharz gebaut. Es gibt nur wenige Fotos vom Original. Die letzen Wagen wurden Ende der 60er Jahre verschrottet und kein Exemplar ist mehr erhalten.

    Mir waren diese Wagen schon lange aufgefallen und gern wollte ich diese als Modell.

    ArtundDetail, Herr Gruner scheint in München nicht mehr als Modellbauer tätig zu sein. So reifte in mir der Gedanke, dass ich selbst starte. Und so entstand aus einer Idee ein Plan für den Bau meiner ersten Modelle.

    Ich bin wie im Vorbild von alten Ow-Wagen ausgegangen und habe diese demontiert und umgebaut. Die Bühnen entstammen alten Kesselwagen von Sachsenmodelle und Tillig war so nett und hat mir diese verkauft. Die Kübel sind aus TT-Kalkkübelwagen. Die Klappen lassen sich gut entfernen. Griffe und Aufnahmehaken sind auf Kupferdraht geklebt und danach lackiert.

    Am Ende kam noch die Beschriftung an die Reihe und so sind 5 Steinkübelwagen wieder entstanden. Natürlich ist das ein totaler Kompromiss! Allein die Bretteranordnung ist falsch, die Durchbrüche zum Wagengestell, auf denen normal die Kübel stehen, fehlen. Und so gibt es noch mehr Unterschiede, auch im Unterbau.

    Was für mich zählt, ist der erste Eindruck und der Vergleich zum Vorbild. Für meine Ansprüche sind diese Kompromisse erträglich. Es ist mein erster Totalumbau.

    Gern will ich Euch mal Bilder senden und bin mal gespannt auf die Kritiken, die hoffentlich nicht ganz so streng ausfallen! Ein guter Fotograf bin ich halt auch nicht und der ET54 steht nur zum Test der Steigungen im Modellbahnhof Eisfelder Talmühle. Er hat die Steigung auf Nordhausen auch ohne Oberleitung geschafft. :)


    Beste Grüße aus der Goldenen Aue,


    Der Urbacher



    Hallo Lutz und alle Interessierten,


    ich bin nicht der beste Fotograph, denke aber, man kann das Nötige gut erkennen.



    Bild 1 zeigt die in Ineren des Führerhauses eingeklebten 3mm großen Bleikugeln. Hier bitte auf den Freiraum für den Kessel achten (unten sind keine Kugeln), denn sonst passt der Führerstand nicht auf die Lok.


     


    Bilder 2 und 3 zeigen die durchsichtige Abdeckung für Schwungmasse, Kardan und Schnecke zu Schutz gegen vagabundierende Bleikugeln




    Bild 4 zeigt die Rest der Pattex-Verpackung, aus der die Abdeckung für Bilder 2 und 3 heraus geschnitten wurde. Das geht ganz leicht und bedarf keiner großen Anpassungsarbeiten!



    Bild 5 zeigt dann schon den vollen Kessel, ca. 10mm habe ich Platz für die Platine und die Rauchkammertür gelassen.


    Im Bild 6 erkennt man nicht viel. Man kann unter der Abdeckung im Führerhaus die Kugeln nur erahnen. BItte auf die Isolierung der Platine achten! ICh habe die Kugeln doch nicht verklebt, weil mir zu riskant und nicht rückbaubar.


    Rückbaubar ist das Thema, denn die 2 über die Treibstangen angetriebenen Radsätze machen auch mir Sorgen. Ob diese die Belastungen aushalten, kann ich noch nicht sagen. Ich hoffe mal. Wenn nicht, kann ich genau deshalb alles schnell wieder rückgängig machen und den Kessel einfach wieder leeren.


    Ich hoffe, ich konnte alles verständlich rüber bringen! Ich denke für den Antrieb und die Belastung ist auch entscheidend, die Lok immer "richtig" herum zu fahren, d.h. mit Tender am Waggon. Das bringt Druck auf die 3 über das Getriebe angetriebenen Achsen und deswegen auch so viel Kugeln im Führerhaus. Auch wenn die Loks auf der HSB von Nordhausen meist mit Tender voran in den Harz fahren, ist das bei mir halt mal nicht so oder nur ganz selten.


    Der Antrieb von Tillig für die Neubaulok ist kritisch zu sehen, nicht nur was nur die 3 Treibradsätze betrifft, sondern auch die extrem filigranen Stromabnehmer, die sich bei der kleinsten Kleinigkeit verbiegen. Pfiffi und Fiffi sind da eine bessere Lösung und ich hoffe mal, dass die Mallets hier wieder mehr Metall anstelle Kunststoff besitzen. Aber alles ist nicht einfach, der Preis muss passen und der Druck ist groß. Schließlich wird man hier auf keinen anderen Antrieb zurückgreifen können und die Entwicklungskosten legen sich voll auf den Verkauf der Mallet-Varianten. Einfach ist das nicht und deswegen zolle ich Tillig gehörigen Respekt!


    Viele Grüße aus dem Südharz und allen einen schönen Abend,


    Volker, der Urbacher

    Guten Morgen liebes Forum,


    ich bedanke mich nochmals bei allen aktiven Helfern, die mir mit ihren Ratschlägen zur Erhöhung der Zugkraft der Tillig-Neubauloks sehr geholfen haben.

    Gestern habe ich dann mit meinem Vorhaben begonnen und wurde zuerst einmal überrascht. Das Auffüllen der Wasserkästen mit Bleikugeln ist so nicht möglich, denn quasi in den Wasserkästen hat Tillig bereits Metallstreben zur Stabilisierung und Gewichtserhöhung eingebaut. Damit fallen die Wasserkästen als Gewichtsunterbringung völlig aus. Aber dennoch habe ich Lösungen gefunden. Jedem, der das gleiche Problem wie ich hat, will ich gern meine Lösung kurz beschreiben, denn ich habe es geschafft, die Lok immerhin auf ein Gewicht von 280g zu bringen. Das reicht für 7 Wagen incl. Steigungen auf meiner Anlage aus! Wie habe ich das geschafft?


    1. Ich wollte eine Lösung, die wenig riskant für die Funktion der Lok ist und demzufolge möglichst schnell wieder veränderbar/ rückbaubar ist.

    Jeder von uns hat sicher Sekundenkleber. Pattex liefert 2 Tuben in so einer eingeschweissten Pappe, gibts in jedem Baumarkt. Die Form der

    Einschweissung ist durchsichtig und recht gut formstabil. Diese Einschweissung habe ich so zurecht geschnitten, dass sie über den Motor,

    Schwungmasse, Kardan und Schnecke passt und danach vorerst mit Klebestreifchen fixiert. Damit ist der gesamte Antrieb vor herumkullernden

    Bleikugeln geschützt.

    2. Danach habe ich Kessel und Führerhaus wieder montiert und durch die Kesselluke 3mm grosse Bleikugeln lose in den Kessel gefüllt und vorsichtig

    nachgestopft, bis der Kessel gut gefüllt war. Danach die Kesselluke aufgesteckt und der Kesselballast war quasi fertig.

    3. Den Tender der Lok habe ich mit Bleikugeln auch lose verfüllt und damit sie nicht ins Füherhaus kullern, habe ich das mit Klebestreifen abgetrennt.

    Funktioniert gut und man muss sich über die Klebkraft der kleinen Streifen nur wundern!

    4. Im Boden des Führerhauses ist auch noch Platz für Bleikugeln, aber zovor habe ich die Leiterplattenkontakte mit Klebestreifen isoliert.

    5. Beim Dach des Führerhauses bin ich auf Risiko gegangen. Ich habe Kunstharzkleber unter dem Dach verteilt und darin Bleikugeln verklebt. Als die erste

    Schicht trocken war, habe ich noch eine Zweite aufgetragen. Aufpassen muss man aber an der Stelle, wo der Kessel ins Führerhaus ragt! Hier muss man

    die Kugeln aussparen.


    Mit dieser "Hilfskonstruktion" habe ich gestern Abend erste Testfahrten auf meiner Anlage übernommen. Das Ergebnis war sehr gut! Wie gesagt, schafft die Lok 7 Vierachser wie im Vorbild ohne Probleme in normaler, langsamer Fahrt.


    Als ich dann meine zweite Lok mit den gleichen Ergebnissen vorliegen hatte, war mir klar, dass dieser Weg die Lösung zu sein scheint.

    Heute ersetze ich alle Klebestreifen durch Kleber, aber im Kessel reicht die "Schüttung der Bleikugeln" völlig aus und man kommt bei Wartungsarbeiten überall immer wieder gut ran.


    Wer genauere Informationen möchte als diesen Textbeschreibung, den erstelle ich gern auch noch Fotos. Bitte dann bei mir melden.

    Ich helfe euch gern!

    Viele Grüße vom Südharz, Volker

    Hallo Lutz,

    der H0m-Teil meiner Anlage bildet den Bahnhof Eisfelder Talmühle mit dem alten Gleisplan vor dem Neubau Strassberg/Stiege mit der Kreuzung und den Ladegleisen Richtung Nordhausen ab. Als Gleismaterial verwende ich Tillig Elite. Bei mir existiert auch der Lokschuppen noch, den man auf alten Postkarten noch sehen kann. Vom Fahrzeugeinsatz ist viel möglich, kürzere Züge oder Triebwagen/Fischstäbchen hoch nach Stiege/Hasselfelde oder ins Selketal und dann natürlich auf der NWE-Strecke Züge mit 6 oder 7 Wagen hinter einer Neubaulok. Das kann aber die Tillig-Neubaulok nicht leisten. Deine Anregung zum Tender ist okay, besser ist aber das Gewicht unmittelbar auf den 5 Treibachsen. Im ersten, experimentellen Schritt habe ich Nägel in den Kessel von vorn gesteckt. Das brachte Vebesserung, reicht aber auf keinen Fall, da die Nägel zu leicht sind und dann auch die Ecken nicht ausfüllen. Es gab an mich schon Hinweise und Tipps für die Wasserkästen und für den Kessel werde ich kleine Folientütchen mit Bleikugeln füllen und ganz vorsichtig im Kessel über dem Antrieb verstauen. Die Kardanachse schütze ich mit einem Formstück. Muss mal sehen, was das bringt.

    Auf jeden Fall werde ich im Forum mal berichten. Falls alles nichts hilft, müssen die NWE-6Wagen-Züge weiter von der Weinert-Neubaulok gezogen werden. Die packt das ohne Mühe dank des massiven Aufbaus.


    Ich bedanke mich bei Dir, lieber Lutz, sowie bei allen anderen, die mir auch direkt auf meiner Emailadresse geantwortet haben. Parallel dazu freue ich mich schon, wenn es auf der HSB demnächst wieder dampft. Schauen wir mal, dass die Thüringer bald wieder nach Sachsen Anhalt fahren dürfen.

    Ich wünsche allen Forumsteilnehmern einen schönen Sonntag!

    Gruß, Volker

    Liebe Forumsteilnehmer,

    ich verfolge dieses Forum schon recht lange und möchte jetzt auch gern mit aktiv werden.

    Prinzipiell finde ich das Harzprogramm von Tillig sehr gut und bin schon gespannt auf die nächsten Neuheiten. Als langjähriger Modellbahner einer H0/H0m-Anlage besitze ich aber auch Modelle von Kehi und Weinert und weiss viel über die Unterschiede in Preis, Qualität und Detailtreue sowie Zuverlässigkeit.

    Unschön bei Tillig ist die für meine Begriffe zu geringe Zugkraft der Neubauloks BR 99.72xx. Klar, viel ist dem Kunststoff geschuldet. Hat jemand aus dem Forum Erfahrungen bei der Gewichtserhöhung der Tillig-Neubauloks? Ich denke an Bleikugeln. Vergießt man diese? Auf was muss ich achten? Kennt sich jemand schon aus und ist diesen oder einen anderen Weg zur Erhöhung der Zugkraft schon gegangen?

    Bin mal gespannt auf die Antworten und bedanke mich schon jetzt ganz herzlich!

    Viele Grüße aus dem Südharz,

    Volker