Beiträge von Albert-Bahn

    Hallo Daniel,


    na klar habe ich noch mehr davon!

    Ist zwar kein Freitaler Stadtgebiet aber auch nicht sooo weit weg.


    Das folgende Bild bekam ich in den 1990ern mal geschenkt.

    Ich habe lange gerätselt, wo es aufgenommen ist. Edle Krone hatte ich spontan auf dem Schirm aber schnell wieder verworfen. Naja, inzwischen bin ich mir sicher, dass es zwischen 1892 und 1897 in Edle Krone aufgenommen ist.

    Wen's interessiert, kann hier den Weg zu dieser Erkenntnis nachlesen: https://www.drehscheibe-online…d.php?017,6685490,6685490



    Dieses Bild soll 1902 aufgenommen sein.


    Das folgende Bild stammt von 2014.


    Das ehemalige Empfangsgebäude ist schon lange zum Wohnhaus umfunktioniert und hat an beiden Stirseiten je einen Anbau bekommen.

    Die Fenster in ersten Stock haben jetzt gerade Stürze. Ganz schwach erkennt man im Putz über dem rechten Fenster des "Stammhauses" einen Rundbogen.

    Die Tür am rechten Bildrand des 2. Bildes wurde zu einem Fenster umgebaut und darunter "fehlt" das Kellerfenster.

    Die Höhenmarke ist immer noch vorhanden und die senkrechte Leitung(?) neben dem linken Erdgeschoßfenster des "Stammhauses" ist offensichtlich noch nicht sooo lange verschwunden.


    Einen hab ich dann noch, dazu muss ich aber erst mal im Freitaler Stadtgebiet ein Foto machen.

    Inzwischen könnt ihr ja erst mal übernehmen. ;)


    Viele Grüße

    von der Albert-Bahn

    Hallo,


    Zeitreisen an Hand von Fotos finde ich immer spannend. Es gibt Orte, die haben sich in 100 Jahren kaum verändert, Andere erkennt man schon nach wenigen Jahren nicht wieder.


    Dank Lennis Beitrag über die Radsätze der VI K und den darin enthaltenen Link: https://upload.wikimedia.org/w…iedrichstadtGattungVV.jpg kann ich euch heute einen solchen Bildvergleich zeigen.


    Im April 2003, also ca. 100 Jahre nach dem verlinkten Bild, hatte ich dienstlich in Dresden-Friedrichstadt zu tun. Der Abriss der alten Waltherbrücke und deren Neubau standen unmittelbat bevor. Es war abzusehen, dass auch für den letzten Heizhausrest des alten Bw Dresden-Friedrichstadt die Tage gezählt sind.

    Ich versuchte also, möglichst den selben Standort wie der Fotograf vor ca. 100 Jahren einzunehmen, was nur fast gelang. Ich stand bereits -im wahrsten Sinne des Wortes- mit dem Rücken an der Wand.



    Hier noch 2 "Bonusbilder".


    Heute sieht es dort so aus: https://www.google.de/maps/@51…JktTnw!2e0!7i13312!8i6656


    Habt ihr auch solche Bildvergleiche?


    Viele Grüße

    von der Albert-Bahn

    Hallo,

    ... Es handelt sich um die Auslieferung von etlichen 56.20. Dort ist tatsächlich unterhalb des Umlaufs alles rot gestrichen inkl. der Zylinder-Rückwände. Lediglich schwarz ist die Zylinder-Verkleidung (weil sie nachträglich angebracht wir?). ...

    Das verlinkte Foto ist zweifellos bemerkenswert.


    Aber ... neu ausgelieferte Loks in matt mit deutlich heller abgesetzten Domen und Sandkästen? Die Führerhäuser sehen so aus, als ob die Kisten schon länger Wind und Wetter ausgesetzt waren. Es ist keinerlei Beschilderung zu erkennen.

    Auf den ersten Blick könnte man meinen, es handelt sich um eine Schrottfuhre. Die sauberen Triebwerke und der einheitliche Zustand der Loks sprechen jedoch dagegen.


    Für mich sieht es so aus, dass die Loks vom Hersteller zur Lackierung überführt werden.

    Gab es Hersteller, die die Endlackierung nicht selbst ausgeführt haben?


    Edit: Ich gehe davon aus, dass das Foto teilweise handcoloriert ist, was natürlich einige "künstlerische Freiheiten" nicht ausschließt.


    Viele Grüße

    von der Albert-Bahn

    Hallo Rudi,


    " ... Diese Aufnahme vom 6. Juni 1897 ... Auf der RRg-Linie stießen 1897 bei Cunnertswalde die III K Nr. 44 und die IV K Nr. 107 zusammen. ... "


    So steht es im Buch "Die Lokomotiven der sächsischen Schmalspurbahnen", Band 2 von SSB-Medien.


    Viele Grüße

    von der Albert-Bahn

    Hallo Holger,


    was die damaligen Pläne rund um 99 516 in Rothenkirchen angeht, habe ich etwas andere Erinnerungen.


    Die "516" war für mich als Jugendlicher schon jahrelang eine Art Mysterium. Es war die Älteste und sie soll rote Zylinder haben ... wurde erzählt. Über ihren Gesamtzustand hörte man auch nicht viel Gutes. Ich hätte sie damals trotzdem gern besucht, was aber von Dresden aus ohne eigenes KFZ eine halbe Weltreise war. Auch meine Eltern waren damals von einem Ausflug mit dem Trabi nach Rothenkirchen nicht zu überzeugen.

    Im Dezember 1987 lernte ich im Bahnhof Aue, dort, wo sich heute "blühende Landschaften" befinden, zufällig einen jungen Kerl kennen, der sich um die "516" gekümmert hat. Es war Sandro Höppner. Es begann ein reger Briefwechsel und ich konnte als Lehrling im Bw Dresden einige fehlende Teile wie z.B. den Reglerhebel nachbauen. Andere Teile wie diverse Handräder und eine Führerhauslampe durfte ich von einem zur Verschrottung stehenden G12-Dampfspender abbauen.

    Im April 1988 war ich erstmals in Rothenkirchen und konnte das Objekt meiner Begierde selbst in Augenschein nehmen. Sandro und die anderen Mitstreiter hatten bereits gute Arbeit geleistet und die Lok sah schon mal recht gut aus. 3 Zylinder waren auch schon wieder schwarz. Trotzdem war bei etwas genauerer Betrachtung der fortschreitende Verfall der Lok nicht zu übersehen. Die Kesselverkleidung hing hinter den Wasserkästen bereits herunter, der Tenderboden war durchgerostet und Teile des Rahmens sowie die Wasserkästen waren ebenfalls dabei, sich aufzulösen. Es war abzusehen, dass die Lok so unter freien Himmel nur noch begrenzt haltbar ist. 1988/89 reifte der Plan, die Lok teilweise zu demontieren und dem Rost auch in sonst unzugänglichen Bereichen zu Leibe zu rücken. Es war angedacht, für diese Arbeiten einen kleinen Schuppen an den Güterboden anzubauen.

    Weiterhin war geplant, das Denkmal zu einer kleinen Schauanlage mit einem kurzen Güterzug auszubauen. Das Gleis 3, auf dem die Lok seit 1976 stand, wurde 1989 verlängert und das Gleis 2 sollte teilweise wieder aufgebaut und an den noch vorhandenen BÜ angeschlossen werden. Auf der anderen Straßenseite befand sich noch das überdachte(!) Anschlußgleis der Fa. Flechsig, welches direkt (also ohne Weiche 2) an den BÜ angebunden werden sollte. Die Gleise 2 und 3 sollten durch die Weichen 4 und 5 verbunden werden.

    1990 wurden durch die Gemeinde Rothenkirchen bei der DR Kaufanträge für den Gepäckwagen 974-358 und einen GGw gestellt. Ein Rollfahrzeug konnte aus Oberrittersgrün übernommen werden und eine Weiche wurde aus Mügeln geholt.

    Wären die damaligen Pläne so umgesetz worden, hätte man einen Denkmalszug in wechselnder Zusammenstellung präsentieren können. Während der nassen Jahreszeit hätten alle Fahrzeuge unter einem Dach stehen können.

    Die Fahrzeuge sollten übrigens mit einem Traktor o.ä. bewegt werden ... oder vielleicht mit Druckluft im Kessel ...

    Naja, es kam bekanntlich anders. Die Straßenmeisterei war gar nicht begeistert, daß in Rothenkirchen wieder Schienenfahrzeuge die Straße kreuzen sollen und mit der "Wende" änderten sich auch die Interessen der Gemeinde Rothenkirchen. Nachdem das Bahnhofsgelände in eine große Baugrube verwandelt, Güterschuppen und Wasserhaus abgerisen wurden und das verlängerte Gleis 3 wieder gestutzt wurde, stand 99 516 ziemlich einsam da. Es dauerte noch einige Jahre, bis sie schließlich in Schönheide ein neues zu Hause bekam.

    Die Baugrube wurde später unverrichteter Dinge wieder verfüllt ... das ist aber eine andere Geschichte.


    So, und wie kriegen wir jetzt wieder die Kurve nach Mohorn? :gruebel:


    Viele Grüße

    von der Albert-Bahn