Moinsen,
cargonaut - also warum hat die Press da Schuld, die haben einfach nur Geld locker gemacht und gekauft. Ist wie wenn ich in den Laden gehe und mir was kaufe. Es sollte eher die Politik vom DB Museum hinterfragt werden.
Der Saarsachse
Lieber Saarsachse,
da muss ich Dir als jemand der schon seit ein paar Jahrzehnten Geschäftsbeziehungen mit der öffentlichen Hand lebt widersprechen.
Der Handel in diesem Umfeld ist stark reglementiert.
Für ein unethisches / unwirtschaftliches Geschäft bedarf es immer zwei Parteien: die, die das unmoralische Angebot macht und die Partei, die es annimmt. Beide tragen juristisch für ihr Handeln die Verantwortung.
Man sollte vielleicht auch nicht unter dem Tisch fallen lassen, dass es um ein Wirtschaftsgut gibt.
Wenn der Staat so etwas veräußert, muss er prüfen welchen Wert sich damit erzielen lässt.
Das geht aber nur wenn solche Angebote an den Markt bringt und veröffentlicht. Das ist hier offensichtlicht nicht passiert.
Nach dieser Methode wird zum Beispiel jedes runtergeranzte Auto oder LKW der Polizeien oder der Bundeswehr veräußert.
Das ist hier offensichtlich nicht geschehen.
Weiterhin geht es hier auch um private Gegenstände aus einem Haushalt, sondern um Exponate die erst einmal der Allgemeinheit gehören (alos auch Dir und mir).
Ich denke es habe fast alle Eisenbahnfreunde aus Ostdeutschland identifizieren das Thema Deutsche Reichsbahn und deren kulturelles Erbe mit diesen Lokomotiven.
Als Bürger wünsche ich mir beim Umgang mit solchen Werte Transparenz und eine öffentliche Diskussion, wie man in bestimmten Situationen damit umgeht.
Auch dies ist hier nicht geschehen, sondern es erinnert eher an den Ausverkauf wie der Fußball gerade es unter Infantino erlebt.
Schließlich geht auch um den moralisch / sozialen Aspekt.
Wenn ich als jemand, der schon den Hof voller edler Rösser voll hat, jemanden durch eine Nacht- und Nebelaktion um seine einzigen zwei Pferde bringe, dann ist es schlechtweg assozial. Ich denke darüber braucht man nicht diskutieren.
Egal wer jetzt der Käufer ist (es muss ja nicht die Press sein) kann sich in dieser Situation nicht den Unwissenden spielen oder gar ein auf Opfer machen.
Ich persönlich würde das Pflege des kulturellen Erbes auf vielen Schultern der Gesellschaft verteilt sehen als in der Hand einiger wenigen.
Zusammengefasst kann man sagen, dass hier einige Dinge die im Umfeld mit Handelstransaktionen von Organisationen mit Staatsbeteiligung zu beachten sind, nicht berücksichtigt worden sind.
Und da hilft leider nur eins: Transparenz!
Mal davon abgesehen, wärst Du sicherlich auch nicht amüsiert, wenn man Dir Dein mit Herzblut gepflegtes Objekt einfach wegnimmt.
Viele Gürße
Kalle




























































