Beiträge von merane

    Lenni,


    kann Deine Argumente natürlich auch nachvollziehen. Aber, mir geht es um die ganz groben, vermeidbaren Fehler.


    In der Längsachse schief gebaute Loks.

    Das ist auch schon für 200 Euro ein absolutes No-Go.


    Knirschende Motoren und Getriebe. Welche beim ersten (!) Meter Probelauf im Modellbahngeschäft einem die Plomben aus den Zähnen fallen lassen.

    Bei mehreren Bemo-Loks. Absolut unmöglich. Da sind die Mini-Standards einer (überhaupt) Qualitätskontrolle nicht erfüllt worden.


    Schiefe, gerissene oder/und gebogene Bühnen und Dächer.

    Das kann man sogar für 25 Euro besser machen.

    Und für fast sieben rote Scheine eine Beleidigung.


    Und wenn es dann mehrfach und systematisch auftritt.

    Über Jahre hinweg. Für mich ist das nicht akzeptabel.

    Da fällt es schwer, Entschuldigungen für den Hersteller zu finden.

    Aber wie gesagt: Wenn die Mehrheit sich damit "zufrieden" gibt.


    Klar, dann bleibt mir nur: Nicht kaufen. Oder zurückgeben.

    Aber das ist dann keine Lösung. Sondern eine Kapitulation.

    Wir können das geöffnete Fass auch wieder zumachen ;)


    Wenn sich viele Modellbahner mit den Gegebenheiten arrangiert und darauf eingestellt haben.

    Und der Grossteil damit leben kann.

    Dann ist's so. Und ich schliesse meinen Frieden mit der anderen Mehrheitsmeinung.

    Aber damit hätten wir dann auch die wahre Erklärung. Und es wird sich weiterhin nichts ändern.

    Die entsprechenden Hersteller können ihr "Ding" dann einfach weiter durchziehen.


    Im Elektronik-Bereich und auch vielen anderen Branchen bürgt "Made in China" (Lenovo etc.) mittlerweile für hohe Qualität.

    Nicht umsonst hat West- und Mitteleuropa grosse wirtschaftliche Ehrfurcht vor dem asiatischen Riesen.

    Und die westliche Arroganz weicht mittlerweile der Einsicht, dass China uns in vielen (ökonomischen) Aspekten überholt hat.


    Bei einem Punkt bleibe ich:

    Europäische Anbieter, welche in Fernost produzieren lassen.

    Und dann kommt immer noch Murcks raus:

    Da macht das europäische Unternehmen zweimal einen Fehler.

    Und ist ganz bestimmt nicht dem sehr, sehr veralteten Billig-China-Bild in die Schuhe zu schieben.

    Ich denke, dass für sehr viele Modellbahner eine Lok mit Preisniveau von 700 bis 800 Euro sehr elitär ist.

    Und daher normale Erwartungen an die Qualität nicht überzogen sind.

    Sondern realistisch und erwartbar.

    Wer sonst im Bereich 200 Euro kauft (und das dürfte die grosse Mehrheit sein) - wird dann geschockt sein.

    Da empfinde ich den Ansatz mit "mindestens 1700 Euro für perfekte Qualität" etwas schwierig.

    Und, Lenni sei nicht sehr sauer, etwas abgehoben.


    Und Getriebe-/Motordefekte würde ich nicht wirklich als perfektionistischen Anspruch kategorisieren.

    Das sollte zur Basis-Erfüllung gehören.

    Auch verbogene Bühnen und gerissene Dächer empfinde ich nicht als "naja, halt nicht ganz perfekt".

    Es geht ja nicht ums Jammern von fehlenden korrekten Beschriftungen oder perfekten Detaillierungen...


    Und zu China:

    Es gibt sehr, sehr viele Unternehmen, welche in China hergestellte Produkte verkaufen.

    Und die qualitativ absolut einwandfrei sind.

    Das ist eine sehr alte Erklärung und falsche Entschuldigung, dass in China billig und damit per se schlechter produziert wird.

    Das war vielleicht in den 1980er oder 1990er Jahren noch so.

    Aber nicht mehr heute.

    Diese beauftragenden Unternehmen machen es dann einfach schlecht. Haben die Qualitätskontrolle nicht im Griff.

    Bei der Wahl des chinesischen Produzenten einen Fehler gemacht.

    Und sind zu faul/unfähig, diesen zu wechseln und Konsequenzen zu ziehen.


    AUCH MIT PRODUKTION IN CHINA GEHT ES BESSER!

    Liebe Forumsmitglieder,


    ich würde hier gerne Eure Erfahrungen im Sinne einer "Selbsthilfegruppe" erfragen.

    Mittlerweile bin ich unheimlich genervt: Von wiederholten Qualitätsproblemen bei H0e-Neuware von Bemo.


    Meine ersten auffälligen "Beobachtungen" damit hatte ich beim Erwerb der Zittauer Hofdame.

    Insgesamt 4 (!) von 5 neuen Bemo-Fertigmodellen der 99 4532-0 hatten Defekte:

    • Entweder waren es laut knirschende Motorprobleme.
    • Oder ein Anbauteil fehlte bzw. war lose.
    • Am Schlimmsten war, dass 3 Hofdamen in der Längsachse schief zusammengebaut waren und optisch deutlich sichtbar Schlagseite hatten.
    • Auch gab es sogar Kombinationen aus den oben beschriebenen "Problemchen".

    Weiter geht es mit Getriebe-/Motorschwierigkeiten bei der HF 130c...

    Auch kenne ich Berichte von ungenauen Bemo-Lackierungen bei der Metal Collection.


    Und als Krönung nerven die Bemo-Rekowaggons, bei denen das Dach und die Bühnen bei sehr vielen Neuauslieferungen unter Spannung stehen.

    (Ungenauer Kunststoffguss, oder?) Das habe ich nun mehrmals erlebt!


    Die absolute Frechheit ist das hier. Als i-Pünktchen kommt dazu, dass ich den ausliefernden Modellbahnshop zuvor (!) gebeten hatte,

    den Wagen vor dem Versand zu kontrollieren. Und genau auf diese Qualitätsprobleme hinwies. Ein netter Versuch, dies auf DHL zu schieben, obwohl Paket und Schachtel unversehrt waren:



    Mensch, riesengrosse Klasse, Lenni !

    Meinen aller grössten Respekt - insbesondere da ich mich vor'm Löten und Lackieren wirklich grusel.

    Ganz herrlich auch Deine Schreibe bei den Bauberichten, wirklich super unterhaltsam zum Lesen.

    (Übrigens: Im Hintergrund des ersten Videos sieht man das Getränk, mit welchem Du Dich 24 Stunden über Wasser gehalten hast;-))


    Eine Enttäuschung aber bleibt:

    Warum fehlt bei Deiner Sächsinnen-Parade die schönste Braut?!

    Das kann nur ein Lapsus sein, das Du meine geliebte VIIK verschmähst!

    Jupp, den hat es bereits vor längerer Zeit gegeben. Sollte der nicht auch Einmalserie sein?


    Michael


    Micha, bist Dir sicher?


    Als Einmalserie erschien der Prignitzer Blech-Altbau mit 7 Holzfenstern (5-2503).

    Könnte mir vorstellen, dass Du eher den 5-2503er meinst....