Beiträge von Zechenbahner

    Antwort zum letzten Beitrag; das Gleis oben rechts im Plan war ein Werkanschluss. Besuche mal die Seite http://www.landkartenarchiv.de , dort unter Messtischblätter suchen. Beucha / Brandis ist vertreten und lässt sich gut vergrößern. Allerdings sind für damals in Brandis zwar zwei Luftseilbahnen eingetragen aber nur eine Feldbahnstrecke.

    Frohe Ostern Euch allen, Zechenbahner (Michl).

    Hallo Florian, ich muss Schüppe66 Recht geben, fang erstmal klein an und und wachse dann mit Deinen Plänen. Wenn Du gleich in die Welt ´von Europas großen Strecken´ einsteigen willst, dann hast Du Dich sehr schnell verzettelt und die Freude geht in den Keller. Merke ich übrigens gerade bei mir selbst, hier steht eine N- Anlage mit der ich nicht weiterkomme. Werde ich wohl wieder abreißen... Möge Dir das erspart bleiben, viel Spaß mit unserem schönen Hobby.

    Grüße an Dich, Zechenbahner (Michael).

    Siegfried, ist zwar nur meine rein persönliche Meinung; Du musst Dich aber definitiv nicht für die ´schlechten´ Fotos entschuldigen. Vor der Wende war ich dort , leider sind meine Fotos mit einer alten Festplatte ´abgeraucht´(Alle meine anderen Bilder übrigens auch, mein alter PC ist von mir gegangen. Die darin befindlichen Festplatten konnte ich aber retten, jetzt brauche ich nur einen Profi, der mir meinen alten PC wieder repariert. Das aber nur am Rande.).

    Es ist aber wirklich traurig, dass damals so viel stillgelegt und abgerissen wurde, dabei ist viel Unwiederbringliches verlorengegangen. Aber das ging ja schon nach ´45 los. Mein stiller Protest gegen diesen Zerstörungswahn; meine Frau und ich machen nur noch dort Urlaub wo es einen ´aktiven´ Bahnhof gibt.

    Danke Dir für Deine Bilder, Grüße aus Westfalen (geborener Sachse), Zechenbahner (Michael).

    Einfach mal so, ich hatte mir damals (über die Bucht) meine erste Digitalkamera angeschafft und wollte sie logischerweise auch ausprobieren. Das nötige Equipment (okay, Grundausstattung) auf dem PC war vorhanden, meine damalige Freundin wollte wissen was ich so treibe wenn ich unterwegs bin (Frauen können auch grundlos eifersüchtig sein, kennt sicher fast jeder von uns :) ), so habe ich sie einfach mitgenommen. Aus Datenschutzgründen findet Ihr sie hier aber nicht... Bin dann mal in Naundorf (b. Oschatz) auf das Dach der Wartehalle am Bahnhof geklettert (Fahrradständer können ungeahnte Dienste leisten) und den Zug von Oschatz nach (damals) Altmügeln aufzunehmen. Kein perfektes Bild, das war aber mein definitiv erstes Eisenbahnfoto mit digitaler Technik.

    Danke Dir für die Bilder, das weckt Erinnerungen in mir. Es war im Jahr 2000, da veranstaltete man ein verlängertes Wochenende im Harz. Mit ´Schlenkern´ zur MBB und zur "Wipperliese". Schwager und ich waren dabei - leider sind 90% der Fotos mit einer alten Festplatte ´abgeraucht´. Egal, die Erinnerungen bleiben, BRBler, Du hast sie gerade wieder "hochgespült".

    Anbei ein Bild von der Anreise damals, könnte unter dem Titel durchgehen : "Ein Zug für zwei Halunken". Wir waren wirklich nur zu zweit, der Rest reiste über Wernigerode an, wir über Nordhausen. Dieses Foto habe ich noch...

    Nun noch eine eine Antwort von mir zum Thema ´ausgefallene Kommunikationseinrichtungen´. Alles Wahrheit, selbst erlebt - auch wenn es wie Spinnerei daherkommt. Es war Anfang / Mitte der 90-er, wir hatten einige der alten Lokführer aus DR- Zeiten noch ´rübergerettet´. Unter anderen auch Herrn XXX (ich vermeide konsequent, Namen zu nennen, im Verlauf dieses Antwortberichts werden die Insider aber erkennen, wer gemeint ist). Egal, man kam jedenfalls von Kemmlitz zurück und irgendjemand musste ja die Schranke in der Bahnhofseinfahrt von Mügeln runterkurbeln. Diese Aufgabe hatte damals der Sohn des Lokführers XXX übernommen oder übertragen bekommen. Zu dieser Zeit war das Streckentelefon schon nicht mehr nutzbar und "Handys" waren noch teuer. Sohn fragte Vater : "Woher weiß ich denn wann ich die Schranke runtermachen muss ?" Vater : "Wenn wir am Einfahrsignal sind, dann pfeifen wir ein paar Mal, dann machst Du die Straße dicht." Hätte klappen können, wenn - ja wenn - an diesem Tag nicht etwas stärkerer Westwind (aus Richtung des Zuges) geherrscht hätte. XXX Junior war diensteifrig. Kein Vorwurf, passiert ist unter seiner Ägide nie etwas. Höchstens was zum Lachen... Jedenfalls hörte er einen Pfiff von der Lok und kurbelte die Schranke runter. Das Dumme dabei war nur, in diesem Moment befand sich der Zug noch in Nebitzschen. Aber die Schranke war zu, passieren konnte definitiv nichts. Noch mal aufmachen konnte er ja auch nicht, wegen fehlender Kommunikationsmittel (die Familie besaß damals - wie die meisten Familien - nur ein einziges Mobiltelefon). Hinterher hat er (also der Junior) mal erzählt, dass damals über 40 Autos vor dem BÜ gestanden haben. Heutzutage könnte das nicht mehr passieren, es gibt mittlerweile eine Ortsumfahrung in Mügeln.

    Zugegeben, ein richtiger Beitrag ist es wieder mal nicht, ich hoffe aber, die Bilder gefallen trotzdem ein wenig.

    Kurz vor der Privatisierung wurde der Rest des Mügelner Netzes regelrecht von Fotografen ´überrannt´. Erstens wusste damals ja niemand, wie lange die Bahn noch in Betrieb sein würde (zum Glück hat sich diese Frage ja geklärt) und wo sonst konnte man noch fahrplanmäßige Güterzüge ausschließlich mit ex. sä. IVK erleben. Auch wenn die zu befördernde Tonnage von Woche zu Woche weniger wurde, man fuhr zuverlässig. Selbst nach der Privatisierung blieb der Kaolinverkehr noch ein vorübergehendes ´Standbein´ der Bahn. Dieses Thema ist aber einem späteren Beitrag vorbehalten, dafür muss ich noch ein paar Fotos bearbeiten. Nun aber zu den Bildern :



    Es grüßt der Zechenbahner (Michael).