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Beiträge von 12mm

  • BRAWA Harzkamel 199.8 "Analog Basic+" digitalisieren (Modell von 2025, 41272)

    • 12mm
    • 12. Mai 2026 um 22:40

    Hallo!

    Vor dem Einbau meiner Platine habe ich das Modell mit der BRAWA-Platine und einem ZIMO MS450-PLUX22-Decoder getestet. Ich bin ehrlich gesagt etwas irritiert. Die Elektronik die sich über dem Decoder befindet ist nicht, wie von mir fälschlich angenommen, eine Verstärkung für eine, dann doch nicht gekommene, Digitalkupplung, sondern eine Spannungsversorgung, die die LEDs mit 5V betreibt. Wenn ich den Decoder einstecke und das Licht einschalte, dann fängt es in dem Bereich der Elektronik an zu summen und der Schaltregler wird so heiß, dass man ihn mit dem Finger nicht anfassen mag. Das fand ich äußerst merkwürdig und habe dem BRAWA-Support geschrieben. Die meinten, dass der Schaltregler bis zu 70 Grad warm werden könne und das "Summen" käme von irgend etwas daneben. Das wäre alles normal und die Lok hätte keinen Fehler.
    Also ist es eine Lok mit serienmäßiger Zugheizung. Jetzt finde ich 70 Grad direkt unter einem Plastikgehäuse nicht so vertrauenserweckend und die nähere Betrachtung der Elektronik warf dann noch ein paar andere Fragen auf. Die LEDs sind alle mit je einem 100 Ohm-Vorwiderstand bestückt. Wenn aus dem Spannungsregler 5V kommen, dann ist mit 100 Ohm der Strom bei einer weißen LED etwa 14mA. Bei einer Standard-Rot-LED mit 1.7V Spannung komme ich auf 33mA. Ich weiß jetzt nicht, was BRAWA verbaut hat, aber eigentlich haben 0603-LEDs doch Standardmäßig einen I max von 20mA. Oder liege ich da falsch? Da die 5V aus dem Gleis erzeugt werden und nicht aus U+ und GND nach dem Gleichrichter des Decoders, ist das Licht auch nicht wirklich pufferbar.
    Daher stand der Entschluss fest, die Platine gegen meine Selbstbauplatine zu tauschen. Inzwischen sind die Kondensatoren lieferbar gewesen und die Platine war somit fertig zum Einbau. Die ist relativ unspektakulär. Die PLUX22-Schnittstelle ist ganz normal verbunden und für das Licht sind vier Funktionsausgänge, sowie ein Weiterer für die Führerstandsbeleuchtung vorgesehen. Der Motor wird entstört, alle Anschlüsse sind identisch zur BRAWA-Platine angelegt und die beiden Pufferkondensatoren sind direkt über die Schnittstelle angeschlossen. Der ZIMO MS450P22 hat eine komplette Ladeschaltung auf dem Decoder, so dass keine weitere Zusatzelektronik erforderlich ist. Sollte ein anderer Decoder benutzt werden, so gibt es einen Lötjumper, der geöffnet werden kann, damit die Kondensatoren nicht weiter stören.

    Die LEDs werden bei mir jetzt nicht mehr über die 5V angesteuert, sondern über die im Decoder gleichgerichtete Schienenspannung. Die 100 Ohm-Widerstände müssen jetzt allerdings getauscht werden, da diese für die höhere Spannung zu gering sind. Hier habe ich etwas experimentiert. Auf jeder Seite sind drei LEDs verbaut. Eine Rote, welche über einen Lichtleiter beide roten Lampen ausleuchtet. Dann gibt es noch zwei weiße LEDs. Eine leuchtet direkt hinter der oberen Spitzenbeleuchtung und eine Weitere ist für die unteren beiden weißen Lampen zuständig. Diese werden ebenfalls über einen Lichtleiter ausgeleuchtet. Jetzt ist es leider so, dass die LED für das obere Spitzenlicht deutlich heller als die beiden unteren LEDs ist, da der Lichtleiter fehlt. Deshalb habe ich etwas mit den Vorwiderständen experimentiert und bin zu folgenden Werten gekommen:

    50879730ek.jpg

    Die rote LED hat einen 4.7k Widerstand. Bei etwa 16V Schienenspannung macht dass dann ein Stromverbrauch von ca. 3mA. Das reicht bei aktuellen LEDs heutzutage vollkommen aus.

    Die obere weiße LED ist einzeln angesteuert und hat einen 10k-Vorwiderstand und es ergibt sich ein Stromverbrauch von etwa 1.25mA. Die einzelne LED hingegen, die für die unteren weißen Lampen zuständig ist, muß etwas heller sein. Diese habe ich mit einem 3.3k-Vorwiderstand bestückt und da ergibt sich dann ein Stromverbrauch von etwa 3,75mA.

    Wenn ich jetzt das Licht anschalte, dann leuchten alle drei Lichter gleichmäßig hell. Auch das Rot sieht gut aus.

    Die Innenbeleuchtung hat auch einen neuen Widerstand in Höhe von 5.6k bekommen. Das ist auf dem Flexband etwas schwierig, aber eigentlich ganz gut machbar.

    Jetzt ist meine Lok fertig und aus der analogen Version ist eine digitale Variante mit Sound und Pufferbaustein geworden. Alles perfekt und sauber aufgebaut. Ich mag so kleine Bastelprojekte und man lernt auch immer noch was dazu. Wie gesagt, es ist ein ZIMO MS450P22-Decoder mit dem Soundprojekt von Heinz Däppen in der Lok verbaut.

    Grüße
    Marco

  • Im Modellharz ist Vieles möglich

    • 12mm
    • 7. April 2026 um 20:47
    Zitat

    Dank ESU-Decodern ist es möglich, digitale Fahrzeuge auch weiter analog zu betreiben! Auch so eine Sache, denn ESU kann das. Andere Hersteller können das eben nicht!!!

    Hallo Volker,

    nun ja... also die mir bekannten Decoder von ESU, ZIMO, D&H, Uhlenbrock, Lenz, etc. können alle Analog betrieben werden. Das ist jetzt kein ungewöhnliches Feature, welches ein Alleinstellungsmerkmal von ESU ist.

    Hier sei gesagt, dass es mit dem Analogmodus auch Überraschungen geben kann. Es kommt vor, dass die Decoder das Digitalsignal nicht richtig erkennen und meinen, es wäre ein analoges Signal am Gleis anliegend. Wenn das aber fälschlicherweise doch ein Digitalsignal ist, dann wird das vom Decoder als "Vollpegel" erkannt und das heißt: "Vollgas". Dann hilft nur Notaus... Aus diesem Grunde schalte ich bei allen meinen Loks den Analogmodus aus. Ein weiteres Problem ist bei dieser Betriebsart, dass man den Trafo ganz schön aufdrehen muß, bis der Decoder überhaupt aufwacht. Der fährt ja nicht bei 1-2V los, sondern braucht 3.3V-5V, bis der Prozessor überhaupt arbeitet. Das regelt sich dann natürlich etwas anders, als man das von einer analogen Lok gewohnt ist.

    Grüße
    Marco

    P.S.: Das ein Glockenankermotor einen Decoder beschädigt höre ich zum ersten Mal!

  • Im Modellharz ist Vieles möglich

    • 12mm
    • 2. April 2026 um 13:58

    Hallo,

    wie sorgt ein anderer Motor für sauberere (oder weniger verschmutzte) Radreifen?

    Grüße
    Marco

  • Kleine Basteleien

    • 12mm
    • 28. März 2026 um 21:32

    Hallo Gornsdorf,

    mich würde interessieren, wie Du die Gesteinsstruktur in 3D modelliert hast. Kannst Du dazu etwas sagen?

    Viele Grüße
    12mm

  • Unterschiede zwischen den HSB-Triebwagen 187 011 und 187 013

    • 12mm
    • 28. März 2026 um 14:50

    Hallo Michael,

    das sind extra angefertigte Anreiber-Streifen. Die werden aufgelegt, ausgerichtet, mit Maskierband fixiert und wenn alles passt, dann aufgerubbelt/angerieben.

    Grüße
    Marco

  • Unterschiede zwischen den HSB-Triebwagen 187 011 und 187 013

    • 12mm
    • 27. März 2026 um 16:08

    Hallo!

    Die schwarzen Streifen sind kein Problem. Ich habe es in 0.2mm gemacht, würde es beim nächsten Mal aber in 0.3mm machen. Das ist vermutlich etwas zu dick, aber die 0.2mm starken Striche sieht man fast gar nicht.

    Grüße

    Marco

  • Unterschiede zwischen den HSB-Triebwagen 187 011 und 187 013

    • 12mm
    • 26. März 2026 um 18:56

    Hallo Michael,

    es kommt so ein wenig drauf an, welche Version Du darstellen möchtest. Bei der Version im aktueller Farbgebung wurden die Triebwagen komplett umgebaut und haben nur noch ein angetriebenes Drehgestell. Dabei wurde auch der gesamte Unterbau verändert.
    Meine Version findest Du hier…
    Zwischen dem 011 und 013 gibt es Unterschiede in der Mitte bei den Sitzen. Der 013 hat Sitze längs zum Fenster.

    Grüße
    Marco

  • Modellbahn-Neuheiten 2025

    • 12mm
    • 23. März 2026 um 20:49

    Am Wochenende bei der Ontrax:

  • BRAWA Harzkamel 199.8 "Analog Basic+" digitalisieren (Modell von 2025, 41272)

    • 12mm
    • 19. März 2026 um 22:54

    Hallo zusammen,

    auf der Webseite von BRAWA stand bis zur Veröffentlichung des Modells, dass es einen Pufferspeicher und eine digitale Kupplung haben wird. Beides ist nicht mehr in der Beschreibung und im ausgelieferten Modell zu finden. Die Kupplung könnte zumindest länger noch in der Überlegung gewesen sein. Die Platine mit der PLUX22-Schnittstelle sieht irgendwie so aus, als wären da ein etwas größerer Treiber für vermutlich elektrische Kupplungen vorhanden. Ich habe mir das noch nicht genau angeschaut, aber es ist zumindest meine Vermutung. Für die in der Anleitung beschriebenen Funktionen scheinen die Bauteile jedenfalls nicht zu sein. Interessant ist auch, dass die Platine alle SUSI-Pins auf Lötpads herausgeführt hat. Bei einem PLUX22 Sounddecoder braucht man das ja nun eigentlich nicht und für ein externes Soundmodul ist in der Lok dann eigentlich kein Platz.
    Wenn man sich die V100-Normalspur-Variante im Internet anschaut, befindet sich in dieser Lok eine andere Platine und die hat auch einen Pufferspeicher, sowie die elektrische Kupplungen. Weiter kann man das Beleuchtungsverhalten wohl in ein paar Varianten umschalten. Da muss es wohl verschiedene Varianten beim Vorbild geben. Das geschieht über eine CV im 980er-Bereich. Das ist eigentlich meist eine durchgereichte SUSI-CV, die auf einem SUSI-Modul befindet. Es scheint sich also auf der Hauptplatine eine Erweiterung zu befinden. Aber so ganz klar steht das natürlich nicht in der Anleitung. Daher ist es nur eine Vermutung meinerseits. Die 199.8 ist hier etwas einfacher aufgestellt, aber trotzdem mit all dem ausgestattet, was man so braucht.
    Weil ich es gerne mache, habe ich mal geschaut, ob man die Platine nicht etwas verändern kann. Eine elektrische Kupplung werde ich wohl nicht nachrüsten und daher habe ich eine Version entworfen, die zwei kleine Kondensatoren besitzt. Das ist nicht viel, aber bei einer Soundlok kann ein Kondensator nie schaden. Herausgekommen ist folgende Platine:

    Die Kondensatoren sind aktuell noch nicht geliefert. Wenn die da sind, wird die Platine komplett eingelötet. Ich hoffe, dass alles hineinpasst. Es ist zwar eine große Lok, aber der Platz ist dann doch nicht so üppig unter den Vorbauten. Etwas höhere Bauteile kann man nur in der Mitte der Platine unterbringen. PLUX22 hat ja direkte Anschlüsse für Kondensatoren und da die Lok einen ZIMO MS450P22-Decoder bekommen soll, gibt es einen kleinen Lötjumper, der einfach geschlossen wird, damit die Kondensatoren aktiv werden. Eine Ladeschaltung braucht es nicht. Die hat der Decoder netterweise schon auf seiner eigenen Platine.

    Grüße
    Marco

  • Kleines Stützengrüner Viadukt in H0e

    • 12mm
    • 13. Februar 2026 um 22:03

    Hallo Thomas,

    mega! Viel mehr muss ich nicht sagen!

    Grüße
    Marco

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