Beiträge von T 20

    Hallo Freunde des gezackten Rades,


    endlich komme ich dazu, den versprochenen Bericht zu schreiben, als wir beim Jubiläum 2014 ( mit meinem Hobbyfreund Manfred,dem Erbauer der Lok

    Z 13 der Schafbergbahn), eingeladen war.Zu dieser Zeit war meine Anlage noch nicht ausgebaut, verlief also noch gerade steil bergauf, 12 Meter.

    Dazu informierte ich mich vorher mehrmals nach einer Aufstellmöglichkeit der Anlage, es mußte ja ein wetterfester Schutz für die Anlage her.

    Man versicherte, ich könne entlang der Fenster eines Nebengebäudes die Anlage platzmäßig problemlos aufbauen.

    Zwei Tage vor dem Fest waren wir dann angereist, unser Bus war völlig ausgelastet mit den Segmenten und dem Zubehör, auch ein Dachgepäckträger

    mit Kiste mußte herhalten, damit wir das Nötigste mitnehmen konnten.Wir kamen um 17 Uhr an, einige Staus hatten ein schnelleres Kommen verhindert.

    Als wir uns anmelden wollten, war außer Personal, niemand mehr erreichbar.Na ja, wir hatten ja noch den ganzen nächsten Tag um die Anlage aufzubauen,trösteten wir uns.Also tanzten wir 9 Uhr morgends wieder an, die Hotelübernachtung mittels der Bahn hatte schon mal gut geklappt.

    Doch außer der Sekretärin war zu unserer Verblüffung niemand erschienen, der Direktor war außer Haus und keiner konnte sagen, wann er heute kommen würde.Wie bummelten erstmal durch die Remise und die Werkstatt, was sehr interessant war, denn ich hatte die neue Remise noch nicht gekannt (die alte war ja ein paar Jahre vorher abgebrannt).Auch standen da zwei Wagen der Appenzeller Bahn, welche Werbung für die "moderne Achenseebahn" machen sollten.Gegen Mittag wurden wir aber allmählich etwas unruhiger, für den Aufbau brauchten wir, wenn wir Tempo machen würden, minimal 3 Stunden,

    da sollte es schon langsam losgehen.Schließlich kam die Sekretärin und sagte, der alte vorgesehene Platz sei nicht verfügbar, aber sie hätte schon was

    anderes für uns.Wir stiefelten in die Remise, Manfred und ich waren etwas verdutzt. Dann ging sie um die Loks herum und zeigte uns den "gefundenen " neuen Platz - direkt vor den Rauchkammertüren der Maschinen sollte wir uns hinstellen !! Manfred und ich holten tief Luft.

    Sie konnte unsere Einwände allerdings nicht nachvollziehen, irgendwann sagte ich dann : " Entschuldigung, da bauen wir die Anlage nicht auf,

    ich kann hier keine Zugeständnisse machen ".

    Dann zog die gute Frau etwas irritiert ab.Eine Stunde später meldete sich der Direktor, Herr F., ob alles klar sei.

    Nichts war klar, am Telephon schlug ich ein paar andere Aufstellmöglichkeiten vor, die er sämtlich ablehnte "Nein da kommt morgen der Bus hin"

    oder "da kommt die Hüpfburg hin" etc etc. Damit war für ihn die Sache klar, für uns überhaupt nicht .

    Schließlich war es 16 Uhr, wir mußten eine Entscheidung treffen, bevor es dunkel wird, mußte die Anlage stehen.

    Schließlich gingen wir in die historischeWerkstatt (auch da hatte der Herr F. untersagt, die Anlage aufzustellen) und nahmen das Metermaß

    : 7 Meter maximal. Wir hatten aber keinen Grund noch länger zu zögern und bauten die Anlage bis kurz vor der mittleren Ausweiche auf, das Beste, Brücke

    und Steilstrecke ,mußten wir weglassen.Wir schüttelten den Kopf- so etwas war uns noch nicht passiert.

    (Auf der Hüpfburg tollten die drei Tage sage und schreibe VIER Kinder - insgesamt ! Wir fingen darüber an zu lachen)

    Die drei Jubiläumstage waren aber trotzdem sehr schön, das Personal war ausgesprochen freundlich und hilfsbereit.

    Und wir hatten "Kaiserwetter ".Das Fest war auch wunderbar, Kurt Plesche (Lok führer) erzählte auf dem Podest zwei so unglaublich witzige

    Anekdoten zum Betrieb der Bahn, daß sich allein dafür schon gelohnt hatte, dabei zu sein)

    Ich erinnere mich daher sehr gerne an das Jubiläum und hoffe, die Achenseebahn wird gerettet...diese Perle Tirols










    Gezahnte Grüße

    Tobias

    Hallo,

    Danke für die positiven Reaktionen.

    Lenni, ich habe ja schon mal erwähnt, daß wir einen ziemlich ähnlichen Humor haben.Monty Python

    ist da richtungsweisend, immer um eine Ecke weiter gedacht ,als man selbst spinnen kann, daß macht sie so unterhaltsam.

    Auch wenn ihr Humor einigen eben gar nicht gefällt....da sind wir wieder bei den Geschmäckern.....

    Und nun zu etwas völlig anderem :

    Über die Ilm mußte eine Brücke gebaut werden, welche ich nach irgendeinem Vorbild im Netz dann nachgebaut habe




    Verkleidet wurde die Steinbrücke mit Dämmmaterial für Parkett (die hellgrünen Pättchen)

    dann wieder etwas Gips und Fließenkleber und ebenfalls die Anstreichmethode wie beim Felsen .



    Dann wurde der Flußgrund auch in verschiedenen Farben gestrichen



    Und dann mit Gießharz ausgegossen





    Die Forelle Friedolin wurde aus Knetmasse, selbststrocknend und Papier (Flossen) "gezüchtet"



    ...und vor dem nächsten Gießvorgang eingesetzt



    Nun konnte der erste Schritt zusammen mit Kater Karlo über das Bauwerk erfolgen



    Leider, leider gabs hier kein Happ End. Obwohl ich mich genau an die Anleitung zum Gießen gehalten hatte,

    fing ca nach einem halben Jahr das Harz an, Risse zu bilden, die immer größer wurden.

    Wenn ich mit der Anlage irgendwann durch bin, muß ich den ganzen Schei... noch mal abkratzen und neu gießen.

    Ihr seht, nicht immer klappt alles ,wie man es möchte, ich bilde da keine Ausnahme

    mit seufzenden Grüßen

    Tobias

    "Kann man an der Leninfigur noch etwas biegen? Der eine Arm muß doch noch die Wegrichtung weisen"

    Ja Hans Jürgen, Lenin wird gleich den Weg weisen,dazu liest er ja gerade in dem Buch, wohin sein Arm zeigen soll :S ...


    Momentan steht er provisorisch am Eckhaus, kommt aber später mal an das "Lenin Cafe" welches noch entsteht.


    Heute möchte ich mal kurz abschweifen von der Bahn und zeigen, wie ich Felsen und Büsche herstelle.

    Wie ich ja schon öfter erwähnte, ist Gewicht sparen oberstes Gebot , solange die Stabilität nicht leidet.


    Felsen stelle ich daher aus Styro her :


    Die Spalten decke ich mit Küchenkrepp ab

    Darüber kommt Fliegengitter um alles zusammenzuhalten, hier die Rückseite :


    Weiter kommen Gips und Fleißenkleber als Nächstes,

    Zuletzt kommt dickflüssig Holzlasur drauf :


    Und hier ist schon die erste Farbe aufgetragen. Ich achte darauf, daß sie nie gleichmäßig aufgetragen wird

    sondern, daß mal hellere, mal dunklere Streifen entstehen



    Als letzte Farbschicht kommt dann Grau in verschiedenen Abtönungen, zu allerletzt wird mit einem halbtrockenen Pinsel

    Weiß /hellgrau aufgetragen, aber nur an den Spitzen :



    Auch das Braun kommt noch gelegentlich durch :



    Die Büsche und Flechten sind aus Stahlwolle.

    Als ich dies vor 6 Jahren erstmals so machte, wurde mir von Experten abgeraten.

    "Die Stahlwolle zerfällt dir in kürzester Zeit "

    Ich war verdutzt, denn ich hatte ja die Wolle braun lackiert, mit z.b. Noch Blättern beflockt und dann noch einmal

    mit Sprühlack fixiert. Also beobachtete ich das erst einmal. Bis heute warte ich allerdings auf den Zerfall...

    Daher verwende ich diese Methode lustig weiter für Flechten Büsche und Bäume .






    Eine sehr preiswerte Methode ,um Gelände zu bepflanzen behaupte ich.

    Hier das Endergebniss, die Kiefern sind von Gatra Modellbäume



    Färt´sch !

    Beim nächsten Bericht erzähle ich von der Forelle Friedolin...

    geflosste Grüße

    Tobias


    Hallo Michael,


    da hast Du aber wohl falsch geschaut.Ich habe mich jetzt doch mal ein wenig eingearbeitet und in der Firmengeschichte wird der (vorher grüne) rote Frosch

    erstmals nach dem Wk I eingeführt. Der Schriftzug und die Gestaltung des Hüpfers wie bei Dietmar sind aus den 20/30er Jahren, wie ich schon vermutete.

    In den 50er Jahren wurde der Frosch erneut überarbeitet und letztmals wohl in den 70er Jahren.

    Daher kann Dietmar weiterhin jedes seiner Bilder ohne Kopfschmerzen hier zeigen.

    Auch wenn es nur ein Detail ist, würde ich ansonsten auch Dietmar geraten haben , es zu ändern, weil so etwas dann doch einfach auffällt.

    Doch Dietmar kann sich entspannt zurücklehnen meint

    Tobias

    Hallo

    ja, mit der Werbung ist das so ne Sache.Hätte Dietmar eine Sinalco Werbung aufgestellt, wäre ich auch stutzig geworden.

    Nun ist der Staat der DDR laut eines gewissen Textes "auferstanden aus Ruinen", dennoch hat etliches Bauwerk auch

    dort das "dutzendjährige Reich" unbeschadet oder nur teiweise beschädigt überstanden.

    Erdal machte flächendeckend in Deutschland Werbung.Zwar bin ich kein Erdal Historiker. Der Schriftzug und zudem die Gestaltung des Hüpfers lassen mich

    aber die Zeit um 1920/1930 vermuten als Entstehung.Ich kenne auch noch alte "Westwerbung" in der DDR, die einfach stehen blieb, habe nur leider

    kein Bild dazu.Also gönnen wir dem Frosch sein Biotob.. ;-)

    Deine Blumenwiese vor dem Lokschuppen ist sehr schön geworden, richtig "bimmelig " Dieter !

    blühende Grüße von

    Tobias

    ...der Trabant war bei Erscheinen ein zeitgemäßes , fortschrittliches Fahrzeug. In den 70er Jahren galt er schon als rückständig, in den

    80er Jahren war er mehr oder weniger eine Karikatur auf dem internationalen Markt.

    Der Trabant P 610 hätte 1971 eine sensiationelle Weiterentwicklung werden sollen, in vielem international zukunftsweisend.

    Hätte...

    Wie üblich, wurden Ingenieursschmalz und Fortschritt aus "Kostengründen" ad Akta gelegt, und nicht nur auf diesem Sektor.

    Die "Partei" war letzendlich doch nur noch mit sich selbst beschäftigt....

    Die federnde Fahrer Kabine, heute bei etlichen Lkw Usus, ist auch DDR Ingenieuren zu verdanken.


    Zurück zur Chiemseelok :

    wie klein das "Kastenlöckchen" ist,verblüfft mich doch , wenn, wie hier zu sehen, Du sie neben einer Neubaulok fotografierst.

    Ich wünsche Dir viel Freude am weiterbau und lese gespannt mit

    Grüße

    Tobias

    Hallo Robert

    Lenni und Ralf, Ihr Schmeichler....vielen Dank !

    Martin, Du hast natürlich Recht.Ich habe mich nur an die Kübel erinnert, aber dann einen Kübel aus dem imperialistischen Ausland

    nachgebaut, ohne zu kontrollieren. Nun habe ich die Kübel "erniedrigt" und ein kleiner Absatz kam darunter.

    (Bild leider nicht ganz scharf)



    Noch gibt es einiges zu tun, der Rasen muß bepflanzt werden, Büsche müssen ebenfalls noch kommen. Beschriftung.

    Doch vom Aufbau her wird es so bleiben.

    Bodenreformerische Grüße

    Tobias

    Dietmar,


    es ist eigentlich unglaublich, daß Du so viele attraktive Loks selbst gebaut hast.

    Eine tolle Stimmung gibt diese Sammlung

    meint

    Tobias

    Hallo Leute,


    heute gibts mal ein schwer verdauliches Thema,

    an dem ich momentan baue : Ein Lenin Denkmal.

    Um gleich mal vorzubeugen :

    Lenin war der Erfinder des Einparteienstaates,

    ein zutiefst undemokratisches , jeden Wettbewerb

    ablehnendes System, welches allein den Parteitreuen

    eine Chance gab. Es vergab vom Studienplatz

    über Beamtenstellen und Positionen in Regierung

    bis hin zur Industrie daher nur Positionen an die

    Treuesten, nicht an die Fleißigsten oder gar Fähigsten.

    Presse- oder gar Vesammlungsfreiheit waren für Lenin

    nichts als leeres Gerede, der Matrosenaufstand von

    Kronstadt zur Änderung dieser Punkte wurde daher brutal

    erstickt. Zudem war Lenins Erfindung die Blaupause

    für Stalin, Hitler , Franco und zahlreichen andern

    Mördern, um Ihre Macht aufzubauen und zu sichern.


    Dennoch war er meiner Meinung nach teilweise auch

    eine tragische Figur. Am Ende seines Lebens kamen ihm Zweifel

    ob dies der richtige Weg sei und er wollte Stalins Machtergereifung unbedingt verhindern.

    Sein letzter Wunsch

    daß er ohne Pomp im Familiengrab beigesetzt werden wollte

    wurde ignoriert .Er wurde wie eine Puppe ausgestopft und ausgestellt.


    Warum muß ich denn dann unbedingt so einen Diktator als

    Denkmal auf der Anlage aufstellen ?

    1. Weil es in vielen Ostblockstaaten Lenin Denkmäler gab

    und diese für mich charakteristisch sind.

    2. Weil so schon gleich, auch für Laien später in Ausstellungen

    erkennbar sein soll, welches Thema ich genommen habe.


    Ich hoffe mit meinen Erklärungen verständlich zu machen, daß

    er für mich kein Idol ist um hier eventuellen Diskussionen den Wind

    aus den Segeln nehmen zu können, jedenfalls wäre mein

    Wunsch , dies möglichst zu vermeiden.


    So, nun zum Bau. Ich schaue gern in der Reste Kiste nach

    verwertbarem für meine Bahn. So sind mir die alten Abdeck

    Kappen vom Auto für Schrauben in die Finger gefallen

    und gleich war der Gedanke geboren, daraus Blumenkästen zu machen.

    Ansonsten habe ich den Sockel des Denkmals wie

    üblich aus Holz gebastelt, es muß alles abnehmbahr

    sein aus Platzgründen.Der Lenin ist ein Aluguss, welcher

    in der Bucht gekauft wurde.

    Ich nehme zum "Endaltern" gerne Wachsmalkreide, denn wenn es mißlingen sollte, wird die

    einfach feucht abgewischt. Das Modul ist natürlich noch

    lange nicht durchgestaltet, heute war erste Stellprobe.

    Grüße

    Tobias