Beiträge von Eanos

    Liebe Bimmelbahngemeinde,


    das mit dem geflügelten Rad begann bei mir schon im Alter von drei Jahren, weil die Spielwiese des Kindergartens direkt an eine mehrgleisige normalspurige Eisenbahnstrecke grenzte. Alle 10 Minuten ein S-Bahnzug in beide Richtungen, dazu Fernzüge, sogar internationale Verbindungen Richtung Skandinavien, Regionalzüge und Güterzüge.


    Bei jedem Besuch meiner Verwandten in Zittau und Leutersdorf in der schönen Oberlausitz gehörte eine Fahrt "uffs Gebirge" mit dem Zug von Zittau nach Oybin dazu.

    Von Anfang an war ich begeistert. Ich habe das Geschehen dieser Schmalspurbahn über Jahre verfolgt. Von der Anlieferung der ersten Modernisierungswagen über das Rangieren der aufgerollten Normalspurwagen in Olbersdorf, die Beinahe-Stillegung, das große Jubiläumsfest 1990, der Übergang von DR zu DB, dann die Gründung der SOEG und die Aktivitäten des Interessenverbandes der ZOJE, dem ich gerne beigetreten bin.


    Im Jahre 1991 habe ich mit dem "Tramper-Monatsticket" die anderen Schmalspurbahnen "erfahren": Molli. Rasender Roland, Fichtelberg-, Lößnitzgrund-, Weißeritztalbahn, damals alles zum DB/DR-Tarif und im Preis des Tramper-Monatstickets inbegriffen.


    Jedes Jahr, außer letztes und leider auch dieses, bereise ich im WInter alle sächsischen Schmalspurbahnen. Dazu fahre ich im Sommer zur Historik Mobil nach Zittau.


    Viele Grüße,


    Michael

    Liebe Bimmelbahngemeinde,


    mein Sammlungsschwerpunkt liegt auf Dingen der echten großen Eisenbahn. Ganze Fahrzeuge hole ich mir nicht nach Hause; dafür sind die Vereine zuständig, die ich gerne unterstütze.


    Ich interessiere mich für alles, was Fahrkarten betrifft. Fahrkartendruck, Fahrkartenverkauf, Fahrkartenkontrolle und die Abrechnung. In den letzten Jahren ist da schon so manches Geld in Lochzangen, Drucker, Stempel usw. gegangen. Sogar einen ganzen Fahrkartenautomaten habe ich bei einer günstigen Gelegenheit vor der Verschrottung bewahrt. Sammlerbörsen und Auktionen sind nicht mein Ziel. Ich versuche, meine Sammlerstücke durch Recherche und Verhandlung zu erwerben. Insofern überstiegen die Reisekosten oft den Kaufpreis.


    Am aufregendsten waren die „wilden“ 1990er Jahre, als DB und DR sich von vieler alter Technik trennten, die ich meist preisgünstig erwerben konnte. Die Herausforderung lag darin, zur richtigen Zeit zu erfahren, was wo abgängig war und wer dafür zuständig war.


    Erfolg und Enttäuschung lagen eng beieinander. „Heiße“ telefonische Tipps entpuppten sich als Flop oder jemand anderes war schneller. Oder die Übernahme scheiterte an Bürokratie und unklaren Kompetenzen, so dass nach Erhalt der Genehmigung zum Erwerb das historische Stück längst entsorgt war.


    Die schönsten Dinge sind die Zufallsfunde, mit denen ich nicht gerechnet hatte. Irgendwo irgendwie tauchte etwas Besonderes auf. Bei der Unterhaltung mit altgedienten Eisenbahnern und Eisenbahnerinnen heißt es plötzlich „Wir haben da noch etwas liegen. Das brauchen wir doch schon lange nicht mehr“


    In einem Bahnhof der Hessischen Landesbahn war dieser mobile Fahrkartendrucker des Herstellers AEG übrig:


          


    Baugleiche Geräte hatten die Schaffner der Frankfurt-Königsteiner Eisenbahn in den 1980er Jahren bei sich, um im Zug Fahrkarten zu verkaufen. Nachdem die Strecke in den Verkehrsverbund aufgenommen wurde und alle Stationen Fahrkartenautomaten erhalten haben, wurden die Drucker entsorgt.


    Nur dieser hat anscheinend nie benutzt überlebt. Vielleicht sollte er mal Ersatzteilspender werden, was zum Glück nicht passiert ist. Er stammt von der ehemaligen Gartetalbahn mit 750 mm Spurweite von Göttingen nach Duderstadt.


    Wurden mit diesem oder baugleichen Druckern Fahrkarten für die Züge der Gartetalbahn verkauft? Oder waren es Busfahrkarten für den Ersatzverkehr? Oder beides?


    Wer erinnert sich noch an die Papierschnipsel-Fahrkarten des VEB Kraftverkehr? Diese wurden landauf landab in der ehemaligen DDR in den Bussen verkauft. Erstaunlicherweise waren dazu Drucker des britischen Herstellers Setright in den Bussen installiert. Für die Beschaffung aus dem nichtsozialistischen Ausland musste das Außenhandelsbüro der DDR eine ganze Menge kostbarer Devisen aufgewendet haben…


    Auch die Deutsche Reichsbahn der DDR nutzte diese Fahrkartenverkaufstechnik. Anders als im Bus war der Drucker nicht fest im Fahrzeug installiert; stattdessen wurde das 2,5 kg schwere Gerät in einer Ledertasche aus DDR-Produktion vom Schaffner zu den Fahrgästen getragen. Sogar eine Geldbörse war am Riemen fest installiert. Die Alu-Münzen waren ja nicht so schwer.


    In einer feinmechanischen Werkstatt in der ehemaligen RBD Cottbus war dieses Exemplar übrig:


             


    Leider konnte mir niemand sagen, auf welchen Eisenbahnstrecken der DR diese Drucker im Einsatz waren. In Sachsen, wo ich während meiner Kindheit und Jugend mit der DR unterwegs war, habe ich keine mobilen Drucker bei der DR erlebt. Wenn ausnahmsweise im Zug Fahrkarten verkauft wurden, dann kam immer der klassische Blankofahrkarten-Durchschreibeblock und die persönliche Handschrift der jeweiligen Schaffner(innen) zum Einsatz.


    Kann sich jemand von Euch an den Einsatz von Setright-Fahrkartendruckern bei der DR erinnern?


    Auf welchen Strecken und in welchen Zügen wurden damit Fahrkarten verkauft?


    Viele Grüße,


    Michael

    Lieber René, liebe Bimmelbahngemeinde,


    vielen Dank für die spannenden Informationen über die DWE!


    Ich erinnere mich, dass es in Dessau mal einen Verein gab, der den in der Dessauer Waggonfabrik gebauten VT 01 der Regentalbahn
    restaurieren und auf der DWE einsetzen wollte. Der VT war schon von "Regental-weiß-blau" in "Reichsbahn-rot-creme" umlackiert
    worden. Außerdem waren zwei VB oder VS 147 in Arbeit.
    Weiß jemand, was aus dieser Idee geworden ist ?


    Viele Grüße,


    Michael

    Liebe Bimmelbahngemeinde,


    beim verspäteten Lesen des Dampfbahnmagazins 4/2017 fiel mir auf der letzten Seite eine gewerbliche Anzeige des BMS-Stahlbaus auf.
    Es werden zwei kleine Bilder eines restaurierten Sommerwages in gelber Lackierung der Berliner Parkeisenbahn gezeigt.


    Um welchen Wagen handelt es sich? Ich kenne bisher nur die vier offenen Sommerwagen ohne Dach und den ehemaligen Güterwagen der Kleinbahn Rathenow - Senzke - Nauen.


    Viele Grüße,


    Michael

    Liebe Bimmelbahngemeinde,


    beim Neuerwerb handelt es sich um eine Waggonbauart, die in mehreren Exemplaren an die meterspurige Vereinigte Bern-Worb-Bahnen in der Schweiz geliefert wurde.


    https://de.wikipedia.org/wiki/…_Bern%E2%80%93Worb-Bahnen


    Später wurden diese Waggons verkauft. Zwei Exemplare gelangten zum Öchsle, wurden auf 750 mm umgespurt und sind heute unter den Nr. 5012 und 5013 im Einsatz.


    Einige Exemplare kamen zu Stern und Hafferl nach Österreich auf die Traunseebahn.


    https://de.wikipedia.org/wiki/…erl_Verkehrsgesellschaft#


    Und nun hat einer davon den Weg nach Friedland gefunden...


    ... hat jemand eine Ahnung was mit dem Fahrzeug passieren soll? Einen Streckeneinsatz vor Ort ist nicht möglich und der dortige Lokschuppen war bei meinem letzten Besuch schon mit den Karrosserien des Ci 362 und des DFu 651 gefüllt.


    Viele Grüße,


    Michael

    Hallo Joachim,


    ich bin immer wieder von dieser frühen Tour begeistert. Auch wenn der Schlaf in der Nacht davor zu kurz kommt, ist die Morgenstimmung im Lößnitzgrund aus der Perspektive der letzten Plattform ein ganz besonderes Erlebnis. Selbst im Winter bei Eis und Schnee, wenn dieser morgens völlig unberührt über der Landschaft liegt und die umliegenden Orte noch schlafen.


    Von mir aus soll das kein Geheimtipp bleiben. Ich kann der gesamten Bimmelbahngemeinde dieses Fahrtenpaar wärmstens empfehlen!
    Trotz zahlreicher Schüler auf der Fahrt von Radeburg wäre immer noch genügend Platz im Zug für Eisenbahnfreunde.


    Eine richtige Nachtfahrt hat sonst keine der aktiven sächsischen Schmalspurbahnen planmäßig zu bieten, und das zu allen Jahreszeiten!


    Viele Grüße,


    Michael

    Liebe Wisentatalbahner,


    herzlichen Glückwunsch zum Erwerb des VT 3.07 aus Kaltenkirchen.
    Als ich ihn dort zuletzt bei der AKN gesehen habe, war er noch voller Messtechnik.


    Habt Ihr inzwischen schon ein paar passende Sitze und Fensterrahmen erwerben können ?


    Viele Grüße,


    Michael

    Cher amis des chemins de fer à voie étroite,


    der erste Link
    http://www.forum-train.fr/foru…79&hilit=mallet+allemagne
    verweist auf einen Aufruf, den der Verein Härtsfeld-Museumsbahn im französischen Forum-train veröffentlicht:


    Wer kennt diese Lok ?!?


    Guten Tag,
    eine Vereinigung aus meiner Umgebung (http://www.hmb-ev.de) hat mich um Hilfe gebeten, weil sie nach einer originalen Malletlok der Härtsfeldbahn suchen. Das ist ein kleiner Verein, der einen Teil der alten Linie (die Härtsfeldbahn) wieder aufgebaut hat und dazu alles noch vorhandene Originalmaterial zurück gekauft hat.


    Hier das Thema: Der HMB e.V. benötigt Eure Hilfe:
    Existiert diese Lok noch ?!?


    ZEICHNUNG


    Bis heute dachten wir, das alle Malletlokomotiven der Härtsfeldbahn verschrottet seien und nicht mehr existierten. Für die meisten der Lokomotiven ist die Ausmusterung dokumentiert. Aber die Malletlok Nr 3 betreffend, gibt es nicht einmal Informationen!
    Die Mallet ist im Ersten Weltkrieg an der Westfront gegen Frankreich eingesetzt worden, kam nicht zurück und ist seitdem verschwunden.


    In der letzten Zeit kamen Gerüchte auf, die Nr. 3 könnte eventuell noch existieren. Die Lok 3 ging 1918 in Verdun verloren; sie soll aber 1916 als HK 111 auf dem Netz Verdun - Montmédy gefahren sein.


    Eine andere Spur führt uns nach Äthiopien: Der letzte bekannte Eigentümer der Lok war die "Gesellschaft füe Eisenbahnen " Netz an der Meuse, 1922 als 4.584 eingenummert (inzischen belegt!) Sie fuhr mit zwei Schwestern (4.585 ex SHE Südharzeisenbahn 55(1) und 4.586) in den Gruben von Beauzèe (Netz ex Meuse zwischen 1920 und 1922). Danach verliert sich der Verbleib im Dunkel. Jedenfalls behaupte jemand fest, die Mallet No. 3 auf der Strecke Addis-Abeba - Djibouti 1946 gesehen zu haben. Demnach wäre es möglich, dass sie irgendwo in einer Gegend Äthiopiens existiert (wie so oft in diesem Land). Drei Malletlokomotiven 020-020T eines ähnlichen Typs sind nach Guinea verkauft worden, eine andere zu verfolgende Spur.


    Hersteller: Hohenzollern
    Baujahr: 1901 (?)
    Fabriknummer: 1473
    Spurweite: 1000mm
    Bauart: Dampflok Bauart Mallet 020 + 020T


    wir nehmen ALLE Informationen über deutsche Malletlokomotiven dieser Bauart, die nach dem Ersten Weltkrieg in Frankreich gesichtet wurden !!!


    die einzigen bekannten Fotos dieser Lok:


    FOTO
    FOTO
    FOTO


    VIELENDANK FÜR IHRE HILFE !!!!


    Mit freundlichen Grüßen , Jo


    Jetzt folgen Spekulationen und Vermutungen anderer Forummitglieder.
    Ich fasse mal die Beiträge zusammen.


    tyrphon behauptet, dass die Mallet 3 nicht zu den sieben ex GHE/NWE Mallets in Verdun gehört.


    malletslm weist auf diverse Literatur über die Harzer Mallets hin. Loks könnten auch auf das Netz Woevre gelangt sein und sollen sogar 1988 auf einem Militärgelände gesehen worden sein.


    Jo erweitert seinen Aufruf und bittet um alle Bilder zum Thema Lokomotiven der Heeresfeldbahn in Montmèdy, um alle Bilder von Malletlokomotiven in Äthiopien
    und Infos über die Herkunft der Lokomotiven 4.814 und 4.816


    Dann folgen Diskussionen über die Nummerierung und der Link auf die Seite:


    http://www.train-franco-ethiopien.com/


    wo nur die ehemalige 6.001 erwähnt wird, die aber demach nie in Äthiopien im Einsatz gewesen sein soll.


    http://www.passion-metrique.ne…19&hilit=montmedy#p285419


    verlinkt auf einen Thread, wo Forummitglied volka Bilder von deutschen Brigadelokomotiven bei Ebay gesehen hat und vermutet, das sie in Montmédy fotografiert wurden.


    Forianer malletslm bestätigt dies und zeigt weitere Bilder aus Montmédy aus einem Buch über diese Bahnstrecke


    volka meint, auf den Bildern handelt es sich um ex Harzer Lokomotiven. Außerdem erwähnt er, dass auch Malletlokomotiven der Ruhr-Lippe-Kleinbahnen nach Montmédy gelangt sein könnten.


    Auf weiteren Bildern werden die ehemaligen NWE Loks gekennzeichnet.


    Zum Schluss verfasst Jo den bereits oben bekannten Aufruf zur Suche der Mallet Nr. 3 der Härtsfeldbahn.


    Ich hoffe, diese kleine Übersetzung hat etwas geholfen.
    Wer also demnächst mal in Frankreich, Guinea oder Äthiopien auf etwas trifft, was in irgendeiner Form an eine Malletlok erinnert, möge dies bitte dokumentieren und den Verein Härtsfeldbahn e.V. darüber informieren.


    Diesen Text habe ich nur übersetzt und zusammengefasst und damit nicht meine Meinung und nicht mein persönliches Wissen zu diesem Thema geäußert.
    Bei der eventuell weiteren Diskussion kann ich Euch eventuell nicht helfen


    Trotzdem wünsche ich dem Verein Härtsfeldbahn e.V. viel Erfolg bei der Suche. Ich erinnere mich dabei spontan an Dampflokomotiven aus Vietman, die jetzt wieder hoch oben in den Schweizer Alpen unterwegs sind...


    Viele Grüße,


    Michael