Beiträge von Berninafan

    Ich verfolge die Diskussion auf DSO auch, aber je länger ich da mit lese, desto größer werden die Fragezeichen in meinem Kopf. Warum wird das Ende der Beteiligung des Freistaates denn mit dem Ende des Dampfbetriebs in Thüringen gleich gesetzt?

    Dann sind alle so am Mosern und Schimpfen, dass keiner mal sagen kann: Wow, wie geil war das, dass ein Nahverkehrsträger das 23 Jahre lang finanziert hat?!

    Worin bestand eigentlich der Beitrag der Nahverkehrsgesellschaft? ich lese, dass alle ehrenamtlich gearbeit haben. Ich weiß selbst, was ein Verein stemmen muss, wenn er von Mai bis Oktober jeden Sonntag Betrieb macht - aber es gibt ja einge Beispiele im Land, wo das auch ohne Beteiligung einer Nahverkehrsgesellschaft funktioniert. Dann wird der Beitrag des Landes auch begatellisiert nach dem Motto . Mit dem Geld kann man eh nichts anders Sinnvolles machen. So viel kann es dann ja gar nicht gewesen sein.

    Ich finde es tatsächlich auch bedauerlich, dass diese Form der Tourismusförderung eingestellt wird und ich finde sehr wohl, dass auch Bewältigung des Tourismusverkehrs sowie die Attraktivitätssteigerung der Öffis für touristische Verkehre zu den Aufgaben eines solchen Trägers gehören kann - aber ich verstehe nicht, warum Rodelblitz und Co nicht auch in Eigenverantwortung eines Vereines stattfinden können. Vielleicht kann ja jemand hier ein bisschen Licht in meine hohle Birne bringen.

    Weiter gehts.


    Umsetzen in Lichtenhain.


    Danach ging es dann nach Dippolsdiswalde.

    Das kommt der Zug - wir befuhren die Strecke aus der Mitte heraus.


    Ich dachte die ersten Tage nach der Fahrt, dass im oberen Teil eher Neubaustreckencharme vorherrscht, auch die Landschaft rechts und links der Gleise ist stellenweise ja recht "neu". Allerdings tut das der Bahn unrecht - schon allein der Viadukt entschädigt, und die Stationsanlagen sind einfach herrlich!


    Spätestens dann im unteren Teil war es auch um mich geschehen - einfach herrlich!

    Auf der Rückfahrt von Hainsberg nach Dipps wars dann ziemlich schattig, sodass ich euch die Bilder erspare.


    im Anschluss ging es durch einen herrlichen Spätsommerabend quer durchs Erzgebirge nach Bärenstein, wo die letzte Nacht vorgesehen war. Am nächsten Morgen ging es hoch nach Niederschlag, um den ersten Zug des Tages zu erleben. Vögelzwischtern, mählich zwischen den Bäumen durchbrechende Sonne, herrlich. Dann hörte man von Ferne den ersten Lokpfiff, und schließlich näherten sich von weitem die Auspuffschläge die Gegensteigung hoch bis zum Bahnhof. Die Kamera war an, ich wollte vor allem eine Tonaufnahme haben - die morgendliche Ruhe mitten im Wald war pefekt dafür. Der Zug kam näher, ein Hund fing im Tal an zu bellen und übertönte fast die Lok, was mich schon ein bisschen ärgerte. War aber egal, denn im nächsten Moment kamen 10 Mountainbiker angeradelt, die am Bahnübergang beschlossen, auch auf den Zug zu warten. Das wars mit der Tonaufnahme...

    Dann sollte es nach Jöhstadt, inzwischen war es Samstag, der 4.9.. Dummerweise führte eine kurze Unaufmerksamkeit zu einer zweistündigen Warterei auf den Abscheppdienst und einem Aufenthalt bei ATU Annaberg... so stiegen wir also erst um 13.25 Uhr in Schmalzgrube in den Zug hinter den IV k.

    99 1568 hatte Dienst. Auch hier. Das Ambiente ist einfach herrlich!


    Als wir uns der Trapeztafel in Jöhstadt näherten, wurde der Zug langsamer, von der Lok kam ein langer Pfiff. Vom Bahnhof her kam das bekannt lang-kurz-lang - ein zweiter Zug???

    Tatsächlich - auch 99 1594 war unter Dampf. Wie sich heraustelte, war ein Fotozug unterwegs. Was für eine Überraschung!


    Wir fuhren hinunter nach Steinbach, das obligatorische Bild am Wasserhaus lasse ich heute mal aus. Auf der Bergfahrt stoppte der Zug an der Trapeztafel vor Schmalzgrube, das Pfeifkonzert begann. Beim Aussteigen bot sich uns dann dieses Bild:

    Und plötzlich war die Reifenpanne vom Vormittag vergessen - ohne den Zwischenfall hätten wir dieses BIld nicht erleben dürfen.



    Dann gings nach Hause. Was für eine Tour!


    Am 2./3. 10 war dann SchmalspurExpo im Amstetten, natürlich nutzen wir das auch für eine Fahrt mit dem Albbähnle und der frisch hauptuntersuchten 99 7203.

    Am Endpunkt Oppingen wird vom alten Anhänger aus bekohlt - hach ja... :)


    Die Maschine beim Umsetzen. Der Bahnhof ist übrigens hervorragend restauriert mit kleiner Wirtschaft und Museum.


    Die Fahrt führt zwischen Feldern auf der Albhochfläche hindurch, bevor es dann durch den Wald wieder hinunter nach Amstetten geht.


    Und als bisherigeer Abschluss gabs dann letzten Sonntag noch eine Runde mit der Straßenbahn durch Stuttgart - hat auch gebimmelt!

    Wendeschleife an der Haltestelle Ruhbank, unterhalb des Fernsehturms.


    Das wars bis jetzt. Es war schön!

    Grüße,

    Andreas

    Hallo,

    ich möchte euch ein bisschen teilhaben lassen an meinem Bimmelbahnsommer. Dieses Jahr konnte ich erfreulicherweise einige Bahnen besuchen - sie sind nicht alle schmalspurig, aber Nebenbahnen sind es allesamt. Es sind alles Mitfahrerbilder - vielleicht machen sie Lust, es uns nachzutun :)

    Los ging es am 6. Juni auf der Lokalbahn Amstetten- Gerstetten - als erste Museumsbahn in Baden-Württemberg nahm sie wieder den Betrieb auf.


    Hier in Gerstetten, V.a. der Kuzr Packwagen hat es mir angetan.


    Zurück über die Albhochfläche - des Wetter tat ein übriges, der Zug war kaum besucht.


    Schöne Statiönle gibt es unterwegs...


    Eine Woche später gings dann auch bei uns los - ich bin der DBK und der Schwäbischen Waldbahn aktiv. Saisonstart war mit 23 058, die ordentlich Fotografen zog (siehe rechts). Hier am 13.6.21 auf dem Strümpfelbachviadukt beim Weiler Steinbach.


    Weitere zwei Wochen später stand der Schlemmer-Express an, eine Abendfahrt mit Menü und Theater im Zug.

    Der Halt zum 2. Gang auf dem Strümpfelbachvisadukt gibt auch den Zugbegleitern die Chance auf ein Bild :) (23.06.2021)


    Jetzt kommt ein kleines Abstecher ins Ausland, dafür wird es schmalspurig: Ein Frankreichurlaub bot die Chance, die Museumsbahn an der Baie de Somme zu besuchen. Die Museumsbahn dort führt im Sommer einen täglichen Betrieb auf den verbliebenen 2 Strecken von ehemals 5 Bahnen, die von Noyelles sur Mer ausgingen. Dabei pendeln die Züge von Le Crotoy nach St Valery sur Mer, wobei sie in Noyelles Kopf machen. Bei Zweizugbetrieb werden auch die Loks getauscht. Besonders ist, dass der Ast nach St. Valery als Vierschienengleis ausgebaut ist.


    Wie starten in St. Valery, übrigens ein wunscherschöner Ort.



    Der Zug hat Noyelles errreicht, der Gegenzug mit den ex-BOB-Wagen aus der Schweiz ist schon da.


    Und hier ist der Endpunkt Le Coroy erreicht.


    Am 15.08. wars dann wieder normalspurig, das Kuckucksbähnel wurder erkundet.

    Fotohalt auf halber Strecke, leider von de Schattenseite...


    Die Köf am Zugende schob nach, hier in Elmstein - ein bisschen Bundesbahn pur.


    Den Zug württembergischen und badischen Wagen möchte ich nicht vorenthalten.


    Richtig bimmelbahnig wurde es dann Anfang September: vier Tage Sachsen standen auf dem Programm. Nach einem Stopp auf der Hinfahrt in Neuenmarkt-Wirsberg gings zur Fichtelbergbahn.

    Die Mitfahrt im offenen Wagen war Pflicht, hier sind wir schon in Niederschlag bei der Kreuzung.


    Ausfahrt Niederschlag auf der Rückfahrt.

    Zwischen Neudorf und Unterneudorf.


    Übernachtet haben wir dann in Radebeul. Was am nächsten Morgen auf dem Programm stand, ist wohl nicht schwer zu erraten.

    Da erst der Zug um 10 Uhr die ganze Strecke befährt, ahben wir den morgendlichen Pendel nach Moritzburg mit dem Auto begleitet. Hier die Ausfahrt Lößnitzgrund.


    Angekommen in Moritzburg, das Umsetzen haben wir nicht abgewartet, sondern sind zurück nach Radebeul zur Mitfahrt.


    Der Zug war wegen Gruppenanmeldungen auf 10 Wagen verstärkt, bei der Abfahrt am HP Friedwald wollte es das Lokpersonal wissen. Die Auspuffschläge haben einem die Schnürsenkel geöffnet...


    Zurück in Radebeul setzten wir uns wieder ins Auto, ab nach Zittau.

    Wir fuhren hoch nach Oybin, zurück bis BErtsdorf und pendelten nach Jonsdorf. Stellvertretend ein Bild aus Bertsdorf- die Atmosphäre des Bahnhofs (eigentlich der ganzen Bahn) hat es mir schon sehr angetan.


    Während der Zug in Oybin regelrecht gestürmt wurde, was der letzte Zug des Tages von Jonsdorf bis Zittau dann nur im Aussichtswagen besetzt, der Rest des Zuges war leer. Bemerkenswert fand ich auch das ausgesprochen nette Zugpersonal - einen Dampflokführer, der absteigt, um Wandertipps zu geben, findet man auch nicht überall.

    Zurück in Zittau, die Lok setzt um, um den Zug ins Betreibsgelände zurückzudrücken.


    Nach einer Nacht in Zittau ging es über Tschechien nach Bad Schandau.

    Wir haben den Zug um 10 Uhr erwischt - der war relativ leer. Der Kurs um halb elf war knallvoll... Kreuzung am Betriebshof. Bis auf die Sitze haben die Wagen den alten Charme erhalten; vor allem das laute Brummen der Türen beim Öffnen und Schließen - das hatte ich noch von Gera aus den 1980er Jahren in Erinnerung - war ein Erlebnis.

    Hallo,

    Zittau und Weißeritztalbahn zu vergleichen finde ich ehrlich gesagt nicht ganz fair - schließlich ist die eine Strecke fast doppelt so lange wie die andere - den der gleichen km-Leistung fährst du in Zittau demnach doppelt so viele Züge. Natürlich geht das nicht so 1:1 auf, das ist mir auch klar, aber das ist schon ein Punkt, den man nicht vergessen sollte. Für eine nur mäßig eisenbahnaffine Familie sind die Fahrzeiten im Weißeritztalbahn und auch der Fahrpreis schon eine Hausnummer.

    Was ich bei der Weißeritztalbahn für die Vermarktung zusätzlich herausfordernd finde, ist der Neubaustreckencharme im oberen Abschnitt - natürlich ist es toll, dass die Bahn wieder auf ganzer Länge fährt, aber speziell der Abschnitt zwischen Dippoldiswalde und Schmiedeberg hat mit Bimmelbahnromantik nichts mehr zu tun. Und dann hat Oybin im Vergleich zu Kipsdorf auch für Familien mehr zu bieten. Ich war Ende August zugegebenermaßen schon vor allem wegen der Bahn dort, aber schon allein, wenn man sich ein bisschen ins Umfeld einliest, stechen einem rund um die Zittauer Bahnen einfach deutlich mehr Angebote auf als im Weißeritztal. Das ist zumindest meine Wahrnehmung.

    Gruß,

    Andreas

    Nachdem hier Bilder vom DS La Suisse bisher nur mit ziemlich Tele zu sehen sind, kann ich gerne welche vom 7. August 2017 nachlegen:


    Da kommt sie auf Montreux zu.

    Die Dampfmaschine. Echt irre, wenn die anläuft. Was mich unglaublich fasziniert hat,w ar die Ruhe, mit dem das Schiff läuft ohne das lästige Vibrieren des Dieselmotors. Man gleitet wirklich über den See.


    Der Steuerstand.


    Blick in den Achter-Salon auf dem Hauptdeck.


    Die Verhältnisse sind klar!


    7. August 2017 beim Ablegen in Vevey Marché.


    Mein Reiseziel waren eigentlich die Meterspurbahnen am See (Aigle, Bex und MOB), aber da ich mit den SwissTravelTicket unterwegs war und die Schiffslinien auf dem Genfer See inkludiert sind, konnte ich nicht widerstehen!


    Grüße,

    Andreas

    Hallo,

    vielen Dank für eure Rückmeldungen - mir war beim Schreiben gar nicht bewusst, dass ich so viele Fragen im Beitrag aufgeworfen habe. Ich freu mich jedenfalls wie Bolle auf den August und bin gespannt!

    Grüße,

    Andreas

    Hallo,

    durch den Lockdown kam ich die letzten Monate dazu meiune Dias zu scannen. Mit dabei waren auch Bilder von einem Abstecher von Freital nach Kipsdorf. Ich war mit einer Projektgruppe in Freiberg unterwegs und dachte: wenn du schon mal in der Gegend bist, hängste einfach noch einen Tag dran und besuchst die Weißeritztalbahn. Entstanden sind Mitfahrerbilder, oft aus dem Schatten, aber ich zeig einfach mal ein paar. Gefahren bin ich einmal hoch und runter, dann musste ich mich auf den Heimweg machen.

    Vorwegschicken muss ich noch, dass ich die Neunziger Jahre eisenbahnmäßig fast ausschließlich bei "meiner" Museumsbahn vor der Haustür verbracht habe, bei der ich zu jener Zeit im Kochertal ziemlich aktiv war; Zeit um andere Bahnen zu besuchen blieb da nicht (was im Nachhinein betrachtet aber mehr an der Damenwelt als an der tatsächlichen Zeit lag), sodass es nach diesem Besuch tatsächlich 23 Jahre gedauert hat, bis ich wieder bei einer sächsischen Schmalspurbahn war.


    Morgens in Hainsberg, der Zug wird bereitgestellt. Zuglok war die Altbaulok 99 747 - im Frühjahr '96 hingen aber die unsäglichen DB-Computernummern an den Loks.


    In Dippoldiswalde steht die Lok dann im Licht:


    Das Foto vom Gegenzug kann man eher vergessen, ich stelle es aber wegen der Bahnsteigüberdachung ein, die damals wohl gerade renoviert wurde.


    Ja, das Licht war abspruchsvoll im Winter im Tal....


    Angekommen, ab ans Wasser


    Die Bahnsteigsperren haben mich damals völlig vom Hockler gerissen, wahrscheinlich habe ich vor Aufregung gezittert und deshlab kein scharfes Bild zusammenbekommen :/ Stehen die Häuschen noch?


    Dann kam der nachfolgende Zug in Kipsdorf an, gezogen von 099 753 alias 99 789.


    Die Uhr hat mich auch total fasziniert!


    Zurück gings dann wieder mit der Altbaulok - ich stand auf der ersten Plattform direkt an der Rauchkammer. Hatte/hat die Lok eigentlich Trofimoff-Schieber? Ich erinnere mich noch an das Klacken nach Öffnen des Reglers bei den Abfahren, das würde ja darauf hindeuten.

    Die Signaltafeln haben mich auch sehr beeindruckend - für mich war die gesamte Bahn einfach ein sehr stimmiges Gesamtensemble. Wenn es mit der Seuche irgendwie zusammenpasst, ist für August ein neuerlicher Besuch dort geplant - ich befürchte aber, dass ich von dem Flair nicht mehr viel vorfinden werde (das erlebe ich ja auch bei meiner namensgebenden Bahn in der Schweiz auch bei jedem Besuch neu, das wieder ein Stückchen Flair weg ist - aber ich gebe zu, ich bin ein hoffnungsloser Nostalgiker...)


    Kreuzung in Seifersdorf; 99 771 wartete auf den Gegenzug (also uns).


    Irgendwo in der unteren Häflte der Strecke bin ich dann weiter nach hinten in den Zug (soundtechnisch hielt sich das Spektakel bei der Talfahrt ja in Grenzen), und ich konnte immerhin noch ein Bild mit der Lok in der Sonne machen.


    Das war mein bisher einziger Besuch im Weißeritztal - es war saukalt, aber wunderschön!


    Grüße,

    Andreas