Beiträge von PKP-modelarz

    Hallo Kollegen,

    auf den mehrfach geäußerten Wunsch möchte ich nun doch einige meiner Modelle vorstellen.

    Über Freunde meines Großvaters bin ich zum Hobby "Eisen-" und "Modelleisenbahn" gekommen. Bei einem dieser Freunde habe ich immer im "Modelleisenbahner" stöbern können. Und war begeistert, was dort so an Modellen zu sehen war. Und so entstand der Wunsch- Modelle zu besitzen, die es nicht zu kaufen gab. Noch wärend meiner Schulzeit habe ich die 23.10 zu einer 23 (Altbau mit Wagnerblechen) umgebaut. Natürlich war es nur eine, dem Vorbild nachempfundene Lokomotive. Später habe ich die 81 von BTTB um eine Achse verkürzt und zur BR 80 verwandelt. Leider gibt es von diesen, wie auch von einigen anderen Modellen keine Bilder... was ich heute sehr bedauere.


    Mit Beginn meiner Lehrzeit, habe ich begonnen Fahrzeuge im Maßstab 1:87 zu sammeln... und später auch umzubauen.

    Die Meisten meiner Modelle waren auch nicht sehr "bimmelbahnig"- sondern richtige "Brocken" .


    Das erste Modell war eine Einheitslok der BR 01- gebaut aus den Teilen der 01.5 und 41. Schon bald genügte sie meinen Ansprüchen nicht mehr und wurde wieder zerlegt. Die 38 205 wurde nach einer Anleitung im "me" und mit Teilen einer DMV-AG erstellt. Diese fand später einen dankbaren Abnehmer...

    Zwischenzeitlich entstanden ein paar Wagen als "Güterwagen-Verschnitt", einer Umbauserie im, mittlerweile farbigen "me".

    Im Mai 1989 bekam ich eine eigene "Wohnung"- Baustelle trifft es eher. Da die Wohnungswirtschaft nicht in der Lage war- die Nachfrage an Wohnungen zu decken- wurden sogenannte "Um- und Ausbauwohnungen" zugeteilt. Der Betrieb, bei dem man angestellt war, oder die Wohnungsverwaltung verpflichteten sich, verschiedene Leistungen zur Verfügung zu stellen...

    Ich hatte das "große Los" gezogen, und bekam eine Wohnung im Zustand von 1945. Also Einfachverglasung und zusammmengestückelte Scheiben. Ein Wasserhahn, ein gußeisernes Waschbecken, Trockenklosett auf dem Treppenabsatz und natürlich feuchten Wänden mit verschimmelten Fachwerk. Immerhin gab es in jedem Zimmer eine Steckdose- die mit umsponnenen Kupferdrähten im Installationsrohr angeschlossen waren. Von den vier Öfen waren dreie gebrauchsunfähig.

    Eine der ersten Arbeiten war die Installation einer elektrischen Lampe in der Küche, denn hier befand sich noch eine Gaslampe... Bis Dezember 1991 habe ich die Wohnung saniert- so daß die Modelleisenbahn hintenangestellt werden mußte. Ab Juli 1990 wurde die Bauerei einfacher- da nun die Baumaterialien problemlos zu erwerben waren.

    Nach zwei Jahren Schufterei konnte die Wohnung bezogen werden- Drei Zimmer-nur für mich!

    In diese Zeit fallen dann auch die ersten Neuerwerbungen- verschiedene Bausätze aus dem Röwa-Fundus. Der "Eisenbahnkurier" wurde mit seiner "Ostausgabe" die präferierte Zeitschrift- nach fünfundzwanzig Jahren wurde das Abo des "me" gekündigt, da er mir inhaltlich zu einfältig wurde... Andere Zeitschriften wurden je nach Interesssenslage gekauft.


    Neben der großen Eisenbahn hatte ich nun wieder Zeit für die Modelleisenbahn- damals habe ich begonnen, eine Anlage (mit immerhin 6 Metern Länge) nach den Motiven des Bahnhofs "Wilkau--Hasslau" zu bauen. Leider mußte diese im Sommer 1999 abgebrochen werden. Auf einer Modellbahnausstellung fiel mir der GI-Bausatz der IVk und die Bauanleitung im "me" in die Hände. Leider sind die Bausätze nicht wirklich baubar...

    Das erste, ernstzunehmende, Modell war die 03 1010 nach einer Anleitung von AF- hier muß ich die Bilder nachreichen. Eine 62 von model loco folgte, die ich auch ganz ordentlich zu,m Laufen bekam. Mutig geworden, habe ich die 99 551 aus dem model loco-Bausatz und Bildern zusammengebaut. hier hat es mich viel Zeit gekostet- die beiten Triebwerke zum laufen zu bekommen. Eine G7 und eine T8 entstanden nach Bauanleitungen im "me" bzw nach eigener Konstruktion. Hier habe ich zum ersten Mal im größeren Stiel mit den Feingußteilen von Weinert gebaut. Diese Modelle sind aber alle ( bis auf die 03 1010) in der Bucht versenkt worden.


    Nun aber einige Bilder- die (zum Teil wieder Bilderlosen) Baubeschreibungen werden als Link verknüpft


    01 029






    Drehscheibe Online Foren :: 06 - Modellbahn-Forum :: Aus gegebenem Anlaß, Roco 01.0-2 Lastenausgleich mit Winkelstangen


    Gützold_Lok der BR 56









    Drehscheibe Online Foren :: 06 - Modellbahn-Forum :: Heizdampf hat es vorgemacht--noch eine BR 56.20-30



    43 007








    Drehscheibe Online Foren :: 06 - Modellbahn-Forum :: BR 43 007-Umbau aus roco-Lok - nur ein paar Bilder




    BR 44 der Deutschen Reichsbahn Epoche IV





    Drehscheibe Online Foren :: 06 - Modellbahn-Forum :: Kleine Verbesserungen an der Roco 44- oder der maximal-invasive Eingriff



    Ty43 92 der PKP




    Drehscheibe Online Foren :: 06 - Modellbahn-Forum :: PKP-Umbau- früher wars ´ne Liliput 42



    Ok22 31 der PKP




    Drehscheibe Online Foren :: 06 - Modellbahn-Forum :: Achtung Modellbau! Ok22 31, der lange Weg zum Handarbeitsmodell


    Ich hoffe, daß die Modelle gefallen.


    Viele Grüße

    Christian

    Hallo Leute-

    Sächsische Schmalspurbahnen sind mir bekannt- trotzdem nur Randthema... aber die Bezeichnungen für die Lokomotiven machen für mich bloß bis zur VIk Sinn.

    Alles andere war dann schon Reichsbahn...

    Aber wenn die Einheitslok schon als VIIk bezeichnet werden- warum dann die Neubaulok (die übrigens in den selben Werkstätten gebaut wurden) nicht als IIXk bezeichnen 😉


    Viele Grüße

    Christian


    muß mich erstmal durch den gesamten Faden durcharbeiten...

    Hallo Alex,

    Daß die Entwickler dieser Lok ganze Arbeit geleistet haben, möchte ich auch gar nicht in Abrede stellen. Auch will ich nicht sagen- daß der Kollege IVk etwa keine Ahnung habe...

    Allerdings war es mir auch nicht bekannt, daß eben jener Kollege "in der Szene" einer der Macher ist.

    Und wie geschrieben, finde ich die Lokomotive auch sehr gut.

    Ich habe mich lediglich an diesen

    Das kommt ein sehr schönes Modell auf die Gartenbahner zu, auch wenn einige Nörgler (die sich selber bisher in keinster Weise bei der Entwicklung von Modellen und Bausätzen eingebracht haben) gleich wieder über einen zu langen Kupplungshaken erregen, sich aber nicht daran stören dass die Traditionswagen einer bestimmten Firma alle völlig falsche Drehgestelle aufweisen. Irgendwie ist das Suchen von Härchen in der Suppe zum Volkssport geworden.

    Worten gestört. Und mit dem Hinweis auf eigene Arbeiten Kritik geübt.

    Die widerum wurden vom TO mit den Worten:

    Tut mir sehr leid, aber in "Parallelwelten" habe ich jetzt etwas zu Kartonmodellen gefunden.....und irgendwie nur was in kleinen Maßstäben.

    Ich denke damit hat sich für mich jegliche Diskussion hier erledigt,

    Insofern finde ich es wirklich "lustig" wenn sich HO-Leute darüber äußeren, aber bei Nachfragen von ihrer Arbeit nur auf Parallelwelten verweisen... ... Dinge, von denen die Schreiber solcher obigen Zitate soviel Ahnung haben wie die Kuh von der Botanik des Grases, welches sie gerade frißt (frei nach Einstein).

    abgefrühstückt...

    Ist man, weil man in kleineren Maßstäben arbeitet- ein schlechterer Entwickler?

    Und darf man deswegen keine Kritik üben?

    Wenn der TO überheblich meint, daß es deswegen keine Diskussionsgrundlage gibt- meinethalben. So habe ich mehr Zeit für meinen Garten und meine Lokomotiven.


    Nur eins möchte ich zu bedenken geben- es gibt schon seit etwa 50 Jahren Messingkleinserienmodelle mit gefederten Achsen, die durch Lastenausgleichhebel verbunden sind. Zudem (ist nur eine Randgruppe) mit vorbildlich breiten Radsätzen und niedrigen Spurkränzen...

    Vorbildlich breite Radsätze werden bei großen Baugrößen zum Problem- da die zu befahrenden Radien im Verhältnis immer kleiner werden...

    Gleichzeitig wird es aber immer einfacher- vorbildlich funktionierende Fahrwerke zu bauen. Und dann fahren die Fahrzeuge auch auf schlecht verlegten Gleisen. Beim Vorbild geht's ja auch...


    Da offensichtlich keine konstruktive Diskussion möglich ist- sehe ich mich auch nicht genötigt- meine Modelle hier öffentlich vorzustellen.


    Auf Wunsch werde ich die Links per PN übermitteln...



    Soweit meine Gedanken

    Christian

    Mahlzeit IVk,

    obwohl nicht meine Baugröße, bin ich doch von der Neubaulok (warum sagen/ schreiben alle immer Brockenlok?) recht angetan.

    Dennoch habe ich etwas zu meckern- und nein, es ist nicht der Kupplungshaken (auch wenn er bes....n aussieht). Nein es sind die offroadartigen Rahmenausschnitte über den Laufachsen- sie stören das kompakte Bild des Fahrwerks.

    Und um Deinen Einwurf (mit Suppe und Haar) zu entkräften: Mit steigendem Preis sinkt bei mir die Bereitschaft, ein mit offensichtlichen Fehlern behaftetes Modell zu erwerben. Dabei ist es mir allerdings relativ Banane, ob es Lackierfehler oder Konstruktions- oder Recherchefehler sind.


    Die "Radkästen" könnte man vermeiden, wenn feinere Spurkränze verwendet würden. Aber dazu muss das Fahrwerk komplett gefedert aufgebaut werden.


    Noch etwas- zu meiner Kompetenz, Kritik zu üben- auf meinem Rechner und Arbeitsplatz sind verschiedene Lokomotivmodelle entwickelt und gebaut worden. Einiges davon ist in den Parallelwelten vorgestellt worden...


    Viele Grüße

    Christian

    Hallo Lenni,

    nicht nur auf die Lokomotiven schauen 😉

    Auf dem Foto ist ein Industrie- Schornstein und Ziegeldächer von Gebäuden zu sehen...


    Ja, bei entsprechender Belichtung und Entwicklung wären auch die Schrauben im Schatten zu sehen...


    Viele Grüße

    Christian

    Britisch ist es nicht- die sehen noch ein wenig anders aus. In meiner Erinnerung sind die Farbscheiben auch eckig.

    Es ist schon- mindestens der Flügel- aus Benelux... Und warum sollte ein solches Signal nicht auch in Deutschland aufgestellt sein.? In Holland gibt es doch bei den Museumsbahnen auch deutsche Lokomotiven...


    Beim Standort würde ich jetzt an das Münsterland oder die Eifel (Vennbahn) denken.

    Hallo Lenni,

    mit dem Bild könntest Du recht haben. Wobei ich immer noch nicht davon überzeugt bin, daß es sich nicht um ein nachträglich koloriertes Bild handelt...

    Andererseits, ich habe mich über Albert Kahn belesen. So erklärte sich auch die Bleistiftaufschrift "Allemagne"- denn Kahn war Franzose.

    Er hat ja eine riesige Sammlung von Farbfotos hinterlassen. Dafür hat er das "Autochrome"- Verfahren angewendet... hierbei werden orangerote, grüne und violette Stärkekörnchen auf der Fotoplatte aufgebracht. Nach Aushärten dieser Schicht wird die Silberbromidschicht aufgegossen. Belichtet wird die Platte von der Glasseite. Also wird die Schwärzung der Silberbromidschicht entsprechend der Farbanteile hervorgerufen. Da die Gelatineschicht unter der Silberbromidschicht nicht ausgewaschen wird, entsteht ein Farbnegativ. Um nun ein positives Bild zu erzielen- muss es auf eine weitere Platte kopiert werden oder durch eine Umkehrentwicklung zum Dia entwickelt werden.

    Die Entwicklungszeit war aber 60 bis 80 mal länger als bei üblichen schwarz- weiß Platten, so daß nur stillstehende Motive aufgenommen werden konnten.

    Die Farbwiedergabe ist natürlich recht bescheiden.


    Erst ab 1932 gab es die noch heute üblichen Farbfilme- beginnend mit einer Empfindlichkeit von 20 ASA. Hier war eine wesentlich bessere Farbwiedergabe möglich.


    Es ist also durchaus möglich und wahrscheinlich- daß es sich hier um eine Autochrome - Kopie handelt. Aber sowohl Drucktechnik, als auch Papierbilder waren nicht in der Lage die Brillianz der Diaplatte wiederzugeben.


    Was MICH an einem Farbbild zweifeln läßt- lediglich Fahrwerk und Gasbehälter sind farbig- und korrekt in zwei Rottönen- abgebildet. Die Dächer und der Schornstein sind schwarz, m. M. n. müßten diese zu mindest in einem Braunton wiedergegeben werden.

    Weiterhin müßten Radreifen und Achsen blank abgebildet sein.

    Es wäre jetzt sehr interessant zu sehen, ob es noch andere Aufnahmen gibt, bei denen die Zylinder rot erscheinen. Besonders dieser Punkt bestätigt mich in der Annahme eines kolorierten Bildes.


    Aber, sei's drum- mit diesem Bild würde ich keine Aussage zur Farbgebung treffen wollen...


    Essen als Aufnahmeort würde eine Lieferung von Krupp erklären. Mir ist aber nicht klar- ob Krupp G8.2/ G8.3 geliefert hat. Mein Preußen- Lokarchiv wohnt noch in einer Bücherkiste.

    Die G8.3, also die Dreizylindervariante ist auch nicht auszuschließen, wobei die ersten drei Lok definitiv G8.2 sind...


    Über die Farbgebung der Radsätze haben wir in der Diskussion keine Klarheit schaffen können. Aber ich gehe mit Dir Konform- daß die Reifen der "700" und der "678" weiß sind. Das zeigen ja auch noch andere Bilder.

    Vielleicht hat das Weiß aber auch einen ganz anderen Grund... nämlich eine Werkstoffprüfung. Vielleicht auch auf Grund des Unfalls der "698" über den ich aber nichts weiß (wie gesagt Nebenthema).

    Zu dieser Zeit war die moderne Werkstoffprüfung mit Ultraschall maximal theoretisch bekannt...

    Praktisch waren aber Sichtprüfungen üblich. Aus diesem Grund waren Achswellen längs durchbohrt. In die Bohrung wurde eine Optik geschoben mit der die Achswelle dann auf Lunker und andere Schäden überprüft wurde. Zu mindest wurde dies bei den Einheitslok so gehandhabt. Mir sind aber auch Schadensbilder bekannt, bei denen keine Bohrungen zu finden waren (Achsschenkelbruch bei einer XXHV)

    Radreifen und Gestängeteile wurden mit der sogenannten "Rotweiß"- Prüfung auf Risse und Schäden überprüft.

    Dazu werden die Teile zunächst sorgfäktig gereinigt. Danach wird ein roter Farbstoff auf Ölbasis auf das zu prüfende Teil aufgebracht. Nach einiger Zeit wird der rote Farbstoff abgewischt. Damit die Risse sichtbar werden, wird das zu prüfende Teil mit einer weißen Kreidefarbe gestrichen. Nach dem Trocknen werden die Risse in der weißen Farbe durch ihren Kontrast sichtbar.


    Soweit meine Gedanken


    Viele Grüße

    Christian

    Hallo Lenny,

    gut, dann scheinen sich die Bilder von denen die ich meine, zu unterscheiden. Sie scheinen aber dennoch zu diesem Zeitraum gemacht worden sein... aber sei's drum.

    Aber ich glaube nicht- und da scheinen mich die, mir bekannten, Bilder zu bestätigen, daß die Lokomotiven mit weißen Radreifen herumgefahren sind.


    Der Verschleiß der Radreifen erfolgt als erstes, und im wesentlichen im Bereich des Laufkreisdurchmessers... auch hier muß ich etwas ausholen- ich hoffe, daß ich nicht langweile.


    Ein Radreifen- oder vielmehr die Lauffläche- ist keglig gedreht. Genauer es sind zwei Kegel mit unterschiedlichem Winkel. Mit diesen Winkeln wird die sogenannte Selbstspurung oder Sinuslauf erreicht. Das bedeutet das Fahrzeug wird in sanften Bögen dem Gleis folgen- die Fahrzeuglängsachse wird aber (vom Achsstand abhängig) ziemlich achsparallel zum Gleis sein...

    Dem hinteren, flacheren Kegel schließt sich der Spurkranz mit einer Rundung an.

    Diese Rundung ist für den Bogenlauf notwendig. Die führende Achse läuft mit dem äußeren Spurkranz, die folgende mit dem inneren und die letzte wieder mit dem äußeren am Gleis an. Dabei gleiten die Flächen, im Gegensatz zur Lauffläche (die auf dem Gleis rollt) aufeinander.

    Dadurch wird sie sich dort stärker abnutzen. Überschreitet diese Abnutzung ein bestimmtes Maß oder ist die Geometrie zu stark verändert, muß der Radsatz überdreht werden. Bei Lokomotiven mit Kuppelstangen muß dann die gesamte Radsatzgruppe überarbeitet werden- auch wenn ( und das ist die Regel) die Räder ungleichmäßig abgenutzt werden. Je nach Streckengeometrie kann auch nur eine Seite abgenutzt sein.

    Wichtig ist, daß alle Räder den gleichen Laufkreisdurchmesser aufweisen. Anderenfalls werden einige Räder schleifen, da sie über Lastausgleich und Federung aufs Gleis gedrückt werden.

    Das Kleinstmaß ist mit einer Rille auf der Außenseite der Radreifen markiert.


    Die G8.2 sind recht interessant. Es ist allerdings nicht erkennbar- ob die Lok an die Reichsbahn oder an die TCCD abgeliefert werden... auch auf das Datum würde ich mich jetzt nicht klammern.

    Aber diese Bilder sagen überhaupt nichts über die Farbgebung aus... es sind kolorierte Schwarzweißbilder. Eine damals durchaus übliche Vorgehensweise... die heute mehr Fragen aufwirft- als Klarheit schafft. Eine typische Diskussion ist die Farbgebung der ersten Einheitslok oder der sächsischen Lokomotiven.

    Auch die Interpretationen einiger Autoren ist mit Skepsis (ohne das weiter auszuführen- es gibt in den Foren genügend Diskussionsfäden) zu betrachten.

    Ganz wichtig- die Bilder sind koloriert. Aber auch die Originalbilder können nicht viel über die Farbe aussagen. Zum Einen gilt das oben zur Farbempfindlichkeit gesagte. Zum anderen ist das Bild recht körnig.

    Das Korn auf dem Bild kann durch die Entwicklung entstanden sein. Das ist recht ungewöhnlich- denn die Filme waren recht feinkörnig. Aber sie waren auch recht unempfindlich... und nun muß ich noch einmal ausholen:

    Das Silberbromid- Korn kennt nur zwei Zustände belichtet/entwickelt und damit sichtbar. Oder unbelichtet und ausgewaschen- und damit unsichtbar.

    Um nun eine Schwärzung zu erzielen, muß eine gewisse Lichtmenge auf die Emulsion fallen. Dadurch bilden sich die Kornkeime- das latente Bild. Durch die Entwicklung bildet sich das Korn- welches durch das Fixierbad lichtfest gemacht wird. Ist nun die Belichtung oder die Entwicklung zu lang wird das Korn wachsen. Dadurch verschwinden dann Konturen... (das man dies rückgängig machen kann, steht auf einem anderen Blatt und ist sehr aufwendig)

    Bei dem oben gezeigten Bild scheint dieser Fall eingetreten zu sein.

    Bis auf den Himmel ist das Bild recht dunkel- eine Belichtungsmessung wie wir sie heute kennen- gab es nicht. Und ist auch bei einem solchen Bild schwierig.

    Also gibt es hier zwei mögliche Szenarien:

    Erstens- das Bild wurde zu kurz belichtet.

    Es wurde üblicherweise bei rotem Licht in der Schale entwickelt. Mit sichtbar werden des Bildes wird die Entwicklung abgebrochen und das Bild fixiert. Bei dunkelroten Licht sieht man nicht allzuviel- schon gar nicht auf den Glasplatten- da sie zunächst schwarz erscheinen.

    Zweitens- das Bild wurde zu lange belichtet, der Himmel ist weiß überstrahlt. Die Konturen sichtbar- aber ein grobes Korn.


    Du fragst nach den Werkfotos...

    Ob jede Lok vor der Ablieferung fotografiert wurde- entzieht sich meiner Kenntnis. Ich denke aber schon- da mir von vielen Lokomotiven dies Bilder bekannt sind.

    Auf alle Fälle wurden neue Baureihen oder Lokomotiven mit Besonderheiten abgebildet. Und natürlich die Loks mit einer runden Fabriknummern...


    Soweit meine Gedanken

    Viele Grüße

    Christian