Beiträge von Selketalbahn2303

    Meinungen und individuelle Einschätzungen kann ich nicht beweisen, auch nicht das Gegenteil.

    Mir geht es darum, wie Du formuliert hast - nämlich absolut, als ob man nicht auch anderer Meinung sein könnte.

    Mehr habe ich nicht ausdrücken wollen, verbunden mit der Bitte, ob Du diese Art unterlassen könntest.

    Meinungen und Einschätzungen sollte man mit Argumenten unterfüttern. Wenn man das nicht kann und dann die gegenteilige Meinung als Propaganda diffamiert, führt man nur sich selbst ad absurdum und zeigt viel über den eigenen Umgang mit anderen Ansichten.


    Wenn jemand anderer Meinung ist, bin ich bereit darüber anständig zu diskutieren und die Meinung anderer zu respektieren. Allerdings erwarte ich im Gegenzug, dass auch meine Meinung respektiert wird. Propaganda ist jedoch nicht bereit, andere Meinungen zuzulassen und verfolgt ein politisches Ziel, nämlich dem Gegner den argumentativen Boden wegzuziehen. Ich habe niemanden dazu gezwungen meine Meinung anzunehmen und werde das auch nicht tun, außerdem habe ich dabei keine politische Absichten.


    Wenn ich mich in Formulierung und Tonfall vergriffen haben sollte, bin ich bereit das einzugestehen und werde das fortan unterlassen. Den entsprechenden Satz habe ich entfernt, weil ich offen und ehrlich einsehe, dass man diesen falsch interpretieren kann.


    Ich bitte nur in Zukunft, wenn jemandem etwas nicht passt, eine weniger rigide und vor allem eine sachlichere Wortwahl zu verwenden.


    Das ist ausdrücklich meine Meinung

    Jan

    wäre es möglich, solche Substanzlosigkeiten oder aber Propagandasätze zu unterlassen?

    Hallo 217 055,

    Du kannst mir ja gerne das Gegenteil beweisen und vor allem irgendwie begründen.

    Das als "Propaganda und Substanzlosigkeit" zu bezeichnen, ist jedoch wie ich finde eine völlig überzogene Wortwahl und auf seine Art ist das noch viel substanzloser. Meine Meinung habe ich zumindest in den letzten Beiträgen begründet.


    Gruß

    Jan

    Hier noch eine kleine Auswahl von ein paar Links, wo die falsche EDV-Prüfnummer zu sehen ist:


    Ein einzelnes Farbfoto


    https://www.fotocommunity.de/p…-maschinensetzer/30357427


    Hier gibts eine aufwändige Bildersammlung mit interessanten Beiträgen auch zu anderen Bahnen und zur Öllokzeit bei den Neubauloks.


    https://bergwerksbahn.de/mansfeld/bild/2011/


    Hier gibts ein stimmiges Einzelbild und sogar noch ein paar Infos zur falschen Loknummer


    https://www.fotocommunity.de/p…-maschinensetzer/30489236


    Zum Schluss noch eine Ansichtskarte mit dem schön anzusehenden Hinterteil unserer Ballerina und vielen bemerkenswerten Details ;)


    https://www.akpool.de/ansichts…dampflok-tender-99-6001-2


    Beste Grüße an alle glühenden Fans dieser Lok,

    Jan

    Der "ex-Dresdner" Stefan wollte unbedingt ein Bild mit der falschen EDV-Loknummer sehen, ich konnte mich bisher nur erinnern, dass es da u.a. ein Farbbild aus einem "modelleisenbahner" gab, das ich eingescannt in meiner Sammlung mit eingeordnet habe.

    Hallo liebe "6001-Fancommunity" ;)


    Ich habe mal in den Tiefen meines fotographischen Gedächtnisses gekramt und mich erinnert, dass es auf einer Internetseite einen ganzen Satz schöner Farbfotos von der Ballerina in der Zeit mit der falschen Loknummer gegeben hat. Ich habe die Seite nach wenigen Sekunden wieder entdeckt. Die Bilder sind sogar datiert, auf den 9. Januar 1982.


    Hier der Link, viel Spaß damit!


    https://www.eisenbahnwelt.com/…0109/996001_19820109.html


    Gruß

    Ballerina-Fan

    Jan

    99 7247 im Jahr 2012 wieder in Betrieb gegangen sind. Wir sprechen hier also von "normalen" Rotationen.


    Dass die Lok gezielt in Gernrode für Planeinsätze stationiert war kann ich mich nicht erinnern.

    Ja, da stimme ich dir zu, allerdings waren von Wiederaufarbeitung der 99 7247 2012 bis zu Abstellung der 7238 beide betriebsfähig und da hatte man genug Loks, um den Fahrplan zu gewährleisten. Neben den 10 rekonstruierten hatte man noch zwei Loks Reserve mit altem Rahmen. Diese fehlen im Moment.


    Da hast du etwas falsch verstanden. ;)

    Der Satz bezog sich auf die 5906, die aus Gernrode abgezogen wurde, weil eben die Jung-Mallets und die 6101 nicht mehr für den Sonderzug- und Traditionsverkehr zur Verfügung stehen.


    Schubladendenken liegt mir fern, wenn meine Ansicht falsch sein sollte lasse ich mich gern eines besseren belehren. Da kann man selbst profitieren :)


    Gruß Jan

    Wer sollte Dir denn hier im Forum darauf eine Antwort geben können?

    Das sind doch Geschäftsbeziehungen zwischen Kunde und Auftragnehmer. Wer sollte die denn hier offen und allgemeingültig offenlegen?

    Da spielen doch ganz viele Dinge rein.

    Hätte ja sein können, dass jemand z.B mit seinem Verein oder was auch immer schonmal einen Transport bei der PRESS in Auftrag gegeben hat und Antworten auf eine gaaanz grobe Größenordnung und die einfließenden Parameter weiß.

    Genaue Zahlen oder sowas meine ich nicht. Nur eine grobe Einordnung.


    Gruß

    Jan

    Hallo zusammen,


    Wie werden denn die Transportpreise bei der PRESS für den Lkw berechnet?

    Geht das nach Dampflokgröße und -Gewicht oder nach Kilometern oder ganz anders?

    Und ist der Straßentransport oder der Schienentransport, auf Achse oder im Wagen, teurer?

    Was muss denn für so einen Transport pro Kilometer ungefähr beanschlagt werden?


    Fragt sich

    Jan

    Der Weg in die Krise war ein schleichender und dauerte mehrere Jahre, also wird der Weg hinaus steinig sein auch und seine Zeit brauchen. Erste Ansätze einer deutlichen Besserung sind seit einigen Wochen zweifellos erkennbar.


    Hoffentlich kehren auch die Fahrgäste irgendwann zurück, von Corona ganz losgelöst betrachtet wird auch das einiger Anstrengungen (= Werbung mit der wiedergewonnenen Attraktivität und Verlässlichkeit) bedürfen.

    Hallo Thomas,

    So ist es.


    Es war ein schleichender Abwärtsprozess, der etwas verdeckt ablief und ab 2018 auf einmal zutage getreten ist.

    Das Ganze fing mit Abstellung der 99 7242 2009 mehr oder weniger an. 99 7238 folgte 2013 und 99 6101 im Jahr 2015. Seit 2015 war der 012 auf seiner Dauer-HU in den Fahrzeugwerken Miraustraße. Seit 2017 gibt es den 2. Dampfumlauf im Selketal nicht mehr und seit Ende 2017/ Anfang 2018 sind die beiden Jung-Mallets abgestellt.


    Das verbunden mit einer immer schwierigeren Finanzierung und horrenden Preissteigerungen in Meiningen bei immer länger dauernden Untersuchungen, diese mit immer häufigeren Mängeln, führte dazu dass nicht genug Fahrzeuge vorhanden waren, um den Plan UND den Traditions-/Sonderbetrieb zu gewährleisten.

    Um die wichtigsten Züge mit den meisten Fahrgästen zu sichern (die Brockenzüge), wurde alles andere was eben nicht so besucherstark ist, gestrichen. Um den Brockenverkehr mit historischer Lok zu sichern und keine Neubaulok dafür entbehren zu müssen, wurde 99 5906, als Ersatz für die Jung-Mallets und die 6101, aus Gernrode abgezogen. Deshalb auch kein 2. Dampfzug mehr.


    Ihr seht: Alles hängt irgendwie mit allem zusammen.


    Das Ergebnis waren dann zahllose Ausfälle und auch eben auch die Abspeckung des Selketal-Dampflokeinsatzes. 2019 hat das den absoluten Tiefpunkt erreicht, Corona hat die generelle Situation weiter verschärft.


    Seit 2020 geht es nun wieder in kleinen Schritten bergauf, diese gehen in die richtige Richtung.

    Der Bau der neuen Dampflokwerkstatt ist fast abgeschlossen und mehrere Dampfloks und Triebfahrzeuge sind wieder betriebsfähig geworden.

    Die positiven Effekte von HUs vor Ort sind jetzt natürlich noch nicht genau absehbar, aber wenn die Rechnung aufgeht wird sich die Situation weiter deutlich verbessern und finanzieller Spielraum vorhanden sein, der jetzt absolut fehlt und die Wiederkehr der abgestellten Loks (und Triebwagen) ermöglichen kann.

    Die Anwerbung neuer Mitarbeiter scheint auch Fahrt aufzunehmen, jährlich kommen recht viele "Newcomer" dazu. Die personelle Zukunft wird damit gesichert.

    Und zum Schluss gibt es auch einen neuen Verkehrsvertrag, der das alte Finanzierungsproblem mit einem Vertrag aus der Nachwendezeit endlich behoben hat.


    Ein Aufwärtstrend braucht Jahre, um die ersehnten Früchte zu tragen. Die langsame Konsolidierung einer Situation ist die Grundvoraussetzung. Im Harz ist das jetzt eingetreten, auch wenn die derzeitigen Ausfälle daran zweifeln lassen.


    Von J.S Bach stammt eine berühmte Kantate mit dem Namen "Wir eilen mit schwachen, doch emsigen Schritten". Dies trifft auf die derzeitige Situation im Harz sehr gut zu.

    Oder in Eisenbahnersprache: Die Gleise sind in die richtige Richtung gestellt, aber der Zug muss erst noch eine schwierige Steigung überwinden...


    Fazit: Man darf nicht nur mit dem Zeigefinger auf die Krisen und Katastrophen zeigen, sondern muss auch die positiven kleinen Schritte sehen. Denn die müssen erst gegangen werden, bis große Schritte folgen können.


    Meint

    Jan

    (der seine Hand für die gebeutelte HSB ins Feuer legen würde)

    Und hier sehen wir schon das Lokschild-Kuriosum, an der Rauchkammertür das neue EDV-Lokschild mit der Selbstkontrollziffer 4, an beiden Führerhausseitenwänden das "alte" Schild mit den eckigen Ziffern und die 4 einfach nur daneben gepinselt. Hier haben wir auch noch die alte Wasserkastenform mit dem ovalen Ausschnitt und das relativ dicke gebogene Rohr in den linken Wasserkasten gehört vermutlich zu einer Injektoranlage. Kann das jemand bestätigen?


    In erster Linie waren die Wasserkästen verändert, vmtl. wurden die neu angefertigt. Auch das Rohr der Injektoranlage gab es nicht mehr. Zu dem Zeitpunkt hatte mein Modell schon die ovalen Aussschnitte im Wasserkasten und die Trittstufen in der anderen Reihenfolge. Also entschied ich mich im Zustand Siebziger Jahre weiter zu bauen und gut war's! Der Nummernschild-Irrtum war auch bereinigt, die Lok zeigte sich hier im September 1982 nun mit der richtigen EDV-Nummer 99 6001-4 und typenreinen Lokschildern mit "runden" Ziffern.


    So war eben unsere gute Ballerina immer wieder für eine Überraschung gut....

    Hallo Micha,

    Danke für diesen anregenden Text und die detaillierten Aufnahmen!

    Die Spitzzifferschilder mit daneben angemalter EDV-Prüfziffer war auch auf den Bildern von 1968 bereits zu sehen.

    Scheint einige Jahre so geblieben zu sein. Auf dem ersten Bild trägt die Lok auch schon die flache Rauchkammertür ohne Zentralverschluss. Die Wasserkästen mit Trittstufen zum Führerhaus hin, mit ovalem Ausschnitt, der auch noch eine wulstartige Umrandung aufwies, waren aber bereits nicht mehr die originalen, die waren genietet.

    Der Tender muss etwa Mitte der 60er Jahre neuentstanden sein, denn er ist geschweißt, weist den trichterförmigen Aufsatz bereits auf und hat an der Seite nur eine kleine Trittstufe. Der originale Kohlenkasten hatte noch zwei große Trittstufen zum Führerhaus hin, sodass das letzlich genau symmetrisch angeordnet war.

    Das Rohr gehörte vermutlich zu einer Injektoranlage, bestätigen kann ich das aber nicht.


    Die neuen Wasserkästen waren natürlich geschweißt, die Trittstufen eckiger und schmaler, vom Führerhaus weg ausgerichtet und der eckige Ausschnitt hatte keine Wulst mehr. Wie mir scheint, waren die neuen Wasserkästen auch etwas breiter als die originalen um das Volumen zu erhöhen. Der große Aufsatz auf dem Führerhausdach verschwand später auch noch.


    Die bei der großen HU mit Kesselneubau 2013 neu entstandenen Wasserkästen sind übrigens eine bunte Mischung aller Vorgänger:

    Sie sind geschweißt, weisen einen leicht ovalen Ausschnitt auf (ohne Wulst) und besitzen wieder große rundliche Trittstufen zum Führerhaus hin ausgerichtet. Wie die bis 2012 verbauten sind die Wasserkästen jedoch etwas breiter als die Führerhausbreite.

    Der neue Kohlenkasten weist noch den breiten flachen Trichter (dieser ab ca. 1985) auf, ist geschweißt und hat zwei runde Trittstufen, die zum Führerhaus hin zeigen. Diese Symmetrie war zuvor nur bei den originalen, genieteten Wasser- und Kohlekästen von 1939 der Fall.

    Eine bunte Mischung verschiedener Epochen also!


    Der neue Kessel unterscheidet sich übrigens in Details optisch signifikant vom Original:

    Am Stehkessel sind natürlich keine Nieten mehr erkennbar, an der Rauchkammer auch nicht. Die Kesselauswaschluken sind heute wesentlich kleiner. Die Lage der Rohrverbindungen wurde auch leicht verändert, ist heute etwas geordneter. Unterhalb des Speisedoms waren beim Originalkessel zwei aufgeschraubte Flansche erkennbar. An dieser Stelle saßen in der Anfangszeit die Speiseventile (die wie ich vermute später auf die andere Kesselseite verlegt wurden und deren kleines Handrad heute aus Messing ist). Heute ist an der Stelle der Flansche eine weitere Kesselwaschluke installiert.


    So ist es. Die Ballerina hat so viele Veränderungen wie kaum eine andere Lok auf Harzer Gleisen erfahren. Das wird nur von den Jung-Mallets getoppt, bei denen die Kessellage verändert und noch zahlreiche weitere tiefgreifende Umbauten vorgenommen wurden.


    So, genug Klugscheißerei für heute! ;)


    Beste Grüße

    Jan