Beiträge von Selketalbahn2303

    Ob die weiter andauernde Pechsträne jetzt selbst verschuldet ist oder nicht: der Attraktivität der Selketalbahn förderlich ist es jedenfalls nach wie vor nicht.


    Und wiederum zeigt sich, dass eine Schmalspurbahn gewisser Größe mit einem anspruchsvollen Fahrplan eines gewissen Umfangs auch eine dazu passende und ausreichende Betriebsmittelreserve braucht, die ebenfalls eine "gewisse Größe" hat - und über die verfügt man bei der HSB nunmal nicht, weil man ja sparen muss (= klassischer "Mehdorn-Effekt").

    Das stimmt zwar, allerdings darf man auch nicht vergessen dass ein großer Fuhrpark mit ausreichend Reserven auch nicht vom Himmel fällt, das dauert seine Zeit und die muss man einem Unternehmen, das auf einen größtenteils über 60 Jahre alten und im wesentlichen aus Damploks bestehenden Einsatzbestand angewiesen ist, auch lassen.


    Auf der Sichtungsseite des FKS stand zumindest, dass der in HBS zur HU gewesene Triebwagen auf die Abnahme wartet. Und der 012 ist ja auch überraschend wieder da, zudem läuft 99 222 wieder. Bei 99 7247 gibt es auch Hoffnung, dass sie bald wieder fährt.

    Der Dampfumlauf im Selketal läuft ja zumindest weiter.


    Es sieht also nicht ganz so schlecht aus wie letztes Jahr noch. Da wäre im Selketal möglicherweise auch kein Dampfzug mehr gefahren.



    Edit: auch der T1 rumpelt wieder über Harzer Gleise, das neue Schienencabrio ist im Einsatz und zahlreiche Personenwagen wurden restauriert.


    Meint

    Jan

    da es es um das Bw Oebisfelde und die Oebisfelder 50 3606 hauptsächlich geht, hier ein Bild der 50 3606 (Bw Oe) mit P (oder N) 9425 abfahrbereit in Oebisfelde am 12.05.1991. ;)

    Hallo Carsten,

    Besten Dank für die Fotographie von 50 3606!

    Es wäre allerdings auch schön, wenn auch ein paar Beiträge zu den anderen Maschinen oder von Strecken und dem Bw kommen... :D

    Hallo Achim,

    Da hatte ich mich ein bisschen ungenau ausgedrückt, der Dampfabschied mit 50 3559 war ja auch nur ein symbolischer Akt, das war sicherlich allen Verantwortlichen klar, dass der Dampfbetrieb nicht von heute auf morgen enden würde.

    Die Schmalspurstrecken waren ja sozusagen eine "eigene Abteilung", in der die Verhältnisse wieder anders als auf der Regelspur waren. Am Abend des 2. September war glaube ich die 99 7246 im Harz als letzte noch unterwegs, am ersten wiedervereinten Tag im Selketal fuhr 99 7240 geschmückt umher.


    Was den Dienst der Berliner 52er betrifft: die "Spreewaldgurke", bespannt eine Zeit lang mit 50 8117 (die heute auch in Falkenberg im Schuppen gut erhalten steht), ist mir auch gut bekannt. :)

    Davon gibt es auch noch zahlreiche Bilder. War nicht die später in Siegen und heute in Österreich aufbewahrte 52 8134 die letzte Plandampflok der DBAG?


    Die 50 3649 war, bevor sie ab April 1990 Heizlok als Ersatz für die kaputte 52 8132 diente, die letzte Oebisfelder Planlok, die bis 1987 noch Güterzüge (vermutlich u.a mit Schotter) nach Stendal bespannen durfte. 1988/89 war sie abgestellt und gammelte vor sich hin, bis sie dann in Meiningen nochmals aufgearbeitet wurde.

    Ein richtiges, auf ein genaues Datum bestimmbares Dampfende gab es eigentlich nicht, das war ein über Jahre dauernder Prozess. Plandampf bis 1987, Heizlok bis April 1991, betriebsfähig stationierte Dampflok als letzte Station dieser Entwicklung bis 1994.


    Die Zeit der 41er war lange vor dem Dampfende, der Höhepunkt dürfte so um 1980-82 gelegen haben. Die Stars damals waren 41 1074 (die eigentlich Traditionslok werden sollte) und 41 1137, die später als Heizlok in Magdeburg geknechtet wurde. Sie vergammelt heute zusammen mit der 3649 im Hermeskeiler Freigelände. Da ist es 50 3606 wesentlich besser ergangen...

    Aber auf Bilder von dieser 41er Renaissance bin ich auch mal gespannt.


    Beste Grüße

    Jan

    Dieses Buch ist das einzige, was bisher zum Bw Oebisfelde erschienen ist und daher mit einem gewissen Alleinstellungsmerkmal sicherlich die ergiebigste Informationsquelle zu dieser interessanten Dienststelle.

    Ich persönlich suche schon seit mehreren Jahren danach, es ist nur in einer begrenzten Auflage erschienen und nirgendwo zu bekommen. ;(

    zum Bw Oebisfelde kann ich leider nichts beitragen, da ich dort nie war. Aber eins von mehreren Dias der 50 3606 kann ich gerne zum Thema "spendieren":


    50 3606 mit einem Personenzug von Wittenberge nach Salzwedel an der Arendseer Windmühle am 08. April 1994.

    Hallo Toralf,

    Vielen Dank für die stimmige Aufnahme mit stilreinem DR-Zug und Bockwindmühle im Hintergrund! :)


    Gruß

    Jan

    Aber was meinst Du damit, dass die Dampflokzeit dort 1994 endete? Meinst Du Heizloks oder die damals für Sonderfahrten genutzte 50 3606? Der Plandienst in Oebisfelde war ja schon lange beendet.


    50 3606 dürfe dann die letzte Dampflok des Bw Oebisfelde gewesen sein. In Privateigentum befindlich, war aber noch die 52 8001 (ex Bw Angermünde) abgestellt.

    Lieber Achim,

    Erstmal besten Dank für die sehr schönen Bilder der 3606 im hohen Norden!

    Mit Ende der Dampflokzeit 1994 meine ich das Ende der Beheimatung einer betriebsfähigen Dampflok im Bw.

    Die letzte Plandampflok in der DDR war ja bekanntlich 50 3559 im Jahre 1988.

    Oebisfelde hatte aber noch bis 1990 die 52 8132, dann bis 1991 noch 50 3649 und noch bis 1992 offiziell 50 3606 beheimatet. Die letzte betriebsfähige Dampflok 50 3606 war auch gleichzeitig die letzt Lok, die in Oebisfelde beheimatet war, sie blieb bis zu ihrem Fristabauf 1994 im Einsatz und genau damit endet die kontinuierliche Linie des Dampflokeinsatzes dieser Dienststelle und diese Ära endgültig. Sozusagen wie die letzte Linie eines Stammbaumes.

    Nach 1994 kam keine Dampflok mehr stationierungsmäßig ins Bw, 1998 wurde die Dienststelle dann geschlossen.

    52 8001 war im da bereits ehemaligen Bw Oebisfelde abgestellt, dort aber nie offiziell beheimatet und auch nicht betriebsfähig.

    Sie ist übrigens ein gutes Beispiel dafür, dass eine ziemlich gammelige Lok noch in einen ansehnlichen Zustand versetzt werden kann...

    es steht mir fern, jemand zu kritisieren, vielmehr möchte ich von einer Empfindung von Freunden und bei mir selbst berichten: Es stört mich und einige Freunde, die mich auf das Forum hier ansprechen, wenn "Bahnbetriebswerk" hier im Forum häufig mit der falschen Schreibweise "BW" (zutreffend für Baden-Württemberg oder Bundeswehr) abgekürzt wird.


    Darum möcht ich dafür in aller Kameradschaftlichkeit werben, sich die Zeit zu nehmen, den Großschreibmodus nach dem Eingeben des großen B zu beenden, um mit einem kleinen w fortzusetzen. Das schreibt sich dann am Ende Bw - und es dauert weder länger noch tut es weh, Bahnbetriebswerk mit Bw anstatt mit "BW" abzukürzen.

    Hallo Andre,

    Entschuldigung meinerseits! :|

    Ich dachte immer, dass die Großschreibung die betrieblich korrekte Abkürzung für Bahnbetriebswerk sei, aber da habe ich mich wohl geirrt.

    In meinen Beiträgen habe ich diesen Fehler korrigiert und werde es zukünftig im Hinterkopf behalten. :)


    Gruß

    Jan

    Liebe Freunde der historischen Bahn,


    Im traditionsreichen Bahnbetriebswerk Oebisfelde endete im Jahre 1994, als eine der letzten Dienststellen in Deutschland überhaupt, die Dampflokzeit.

    Legendär waren die Einsätze der Reko 41 in den frühen 80er Jahren mit später so berühmt gewordenen Loks wie 41 1231 oder 41 1144 und noch 1990 kam mit 50 3606 noch einmal eine „Starlok“ ins Bw.

    Durch seine unmittelbare Grenzlage war das Bw Oebisfelde lange völlig unzugänglich, vielleicht gerade deshalb konnte sich dieses Dampflok-Kleinod so lange halten.


    Nach über 100 Jahren wurde das Bw Oebisfelde Ende der 90er Jahre endgültig geschlossen, im wiedervereinten Deutschland brauchte man diese traditionsreiche Dienststelle nicht mehr. Auch die landschaftlich sehr sehenswerten Strecken im Umland sind heute größtenteils Geschichte; wo einst die gemütliche Lehrter Bahn war, rauschen heute ICE-Züge durch die völlig veränderte Eisenbahnlandschaft.

    Nur die Strecke nach Magdeburg hat ihr altes Flair bis in die heutigen Tage retten können. Wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit, bis auch hier dieser Hauch von DDR und Reichsbahn endgültig und unwiederbringlich Vergangenheit sein wird...


    Glücklicherweise sind aber die beiden Rundschuppen und zahlreiche andere bauliche Anlagen nicht komplett verfallen oder abgerissen worden, wie das ebenso traditionsreiche Bw Halberstadt. Seit den letzten Jahren erfährt der große Schuppen wohl wieder eine Nutzung und 2019 hatte sogar eine betriebsfähige Reko-03 ein Gastspiel im Bw Oebisfelde. Für einen kurzen Moment waren die alten Zeiten, als das noch ein normaler Anblick war, wieder lebendig.


    Wenn ich das so schreibe, ich, der die Dampflokzeit selbst nicht mehr erleben durfte, so wird es wirklich sentimental, zumal das Bw Oebisfelde in meinem eigenen Leben eine große persönliche Rolle spielt...


    In diesem Beitragsbaum möchte ich gerne alles zusammentragen, was es zum Bw Oebisfelde gibt. Der Schwerpunkt soll hierbei auf Fotos und Berichte aus der DDR-Zeit und den Jahren nach der Wende (mit dem großen Plandampf 1991) bis zum endgültigen Dampfende 1994 liegen. Fotos und Berichte aus der Vorkriegszeit oder aus der jüngsten Vergangenheit sind ebenso willkommen wie alles, was mit den umliegenden Strecken beiderseits des Eisernen Vorhangs zu tun hat. Auch Fotos ehemaliger Oebisfelder Loks, die heutzutage noch existieren, wie zum Beispiel 50 3606, sollen hier Aufnahme finden.


    Ein besonderes Interesse habe ich persönlich auch an der letzten Oebisfelder Heizlok 50 3649-6. Vielleicht kann ja jemand zu dieser Lok etwas berichten oder auch Bilder zeigen...


    Ich hoffe, dass hier einiges zusammenkommt, ein interessantes „Kompendium“ entsteht und diesem traditionsreichen Bw der Deutschen Reichsbahn ein kleines Denkmal gesetzt werden kann.


    Lassen wir die Dampflokzeit in Oebisfelde wieder aufleben! :)



    Viel Spaß mit diesem Thema...

    …wünscht in Vorfreude auf interessante Beiträge


    Selketalbahn2303

    Hallo Jan,


    ich denke auch, dass es passend wäre, nicht für jede Farbgebung einer Lok ein neues Thema zu eröffnen. Deshalb habe ich dein Thema hier mit angehängt. Und ich würde es Lindenauer überlassen, den Namen des Themas entsprechend zu ändern.

    Hallo Eckhard,

    Na gut. Ich beuge mich der höheren Gewalt ^^

    Hallo an alle Fans der 99 6001 mit all' ihren Bauzuständen und Farbgebungen durch die verschiedenen Epochen,


    Ich habe das hier natürlich alles mitgelesen und werde mir heute Abend einen einprägsamen neuen Titel für diesen Thread einfallen lassen und bekannt geben!

    Vorschlag: Wie wäre denn mein Thread-Name "99 6001- Eine Prima-Ballerina im Wandel der Zeit" für dieses gemeinsame Thema zu der Lok? ;)

    wäre es nicht ratsamer, einfach den bisherigen Beitragsbaum umzubenennen als hier einen zweiten zu eröffnen?

    Hallo Stefan,

    Ehrlichgesagt halte ich es für besser, wenn es einen speziellen Beitragsbaum mit Schwerpunkt "grünem Zustand" und der Zeit danach gibt (da dies so eine Art Sonderphase war) und eben einen allgemeinen, der die Lok in allen Epochen, den Betrieb auf der Selketalbahn, die technischen Änderungen usw in einer umfassenden und breiten Weise nachzeichnet.

    Finde ich zumindest :rp:

    Na denn, die Ballerina 1984

    getänzelte Grüße ;)

    Tobias

    Vielen Dank für die schönen Bilder an Tobias!

    In dieser Version fuhr die Lok von ca. 1980 bis 1991 und dann nochmal von 1994-99 und von 2001-2012 durch die Lande.

    Den spitz zulaufenden Trichter auf dem Kohlekasten hatte sie bis ca. 1985.


    Ebenso getänzelte Grüße

    Ballerina-Fan Jan ;)

    Liebe Bimmelbahner,

    Nachdem bereits in den vergangenen Tagen so eifrig über die 99 6001 der HSB diskutiert und geschwärmt wurde (auch und insbesondere von mir), dachte ich, dass es ganz gut wäre, einen zweiten Beitragsbaum zu diesem Thema eröffnen.

    Dieser soll das Thema 99 6001 noch ein bisschen breiter und alllgemeiner abdecken.

    Hier sollen Bilder aus ihrem langen Lokleben zusammenkommen, am besten über alle Jahrzehnte von der Auslieferung als NWE 21 im Jahre 1939 bis heute, sodass am Ende ein Bilderbogen entsteht, der genauso bunt und facettenreich wie Aussehen und Geschichte dieser einzigartigen Lok wird!

    Ich hoffe auch auf anregende Technikdiskussionen und Klärung von Detailfragen zu dieser, wie ich finde, schönsten Dampflok auf Harzer Gleisen.


    Viel Spaß wünscht...

    Selketalbahn2303

    "Wenn ich mich richtig erinnere, wurden die ehemaligen NWE-Streckenloks gerne noch mit deren Nummern genannt, die Einheitslok von 1931 war die 22 und die Neubauloks wurden auch nur simpel zweistellig bezeichnet - zumal von den Eisenbahnern. Wer den unendlich langen Namen Ballerina unbedingt in die Fuzzywelt bringen wollte, weiß ich nicht. Ich habe Dirk Endisch im Verdacht."


    Guten Morgen Volker,

    Das habe ich sogar 2019 noch erlebt. Für die Personale ist die 6001 immernoch die "21", könnte mir vorstellen dass das bei der 5901 (NWE 11) auch so ist. Bei 5902 wird vermutlich eher mit 02 abgekürzt und bei den anderen Loks zweistellig. Die 6101 und 6102 werden vermutlich immer Pfiffi bzw Fiffi genannt...

    Den Namen Ballerina hat sie von ihrem tänzelnden, schwankenden Lauf, den dennoch guten Laufeigenschaften und der latenten Schleuderneigung. Denke, dass der Name wesentlich älter als Dirk Endisch ist. :/


    Gruß

    Jan


    Hallo,
    der alte Kessel der Krüppelkrupp befindet sich immer noch in DLW Meiningen und soll dort das in Bau befindliche Museum bereichern.

    Gruß NWE 32

    Hallo NWE 32,

    Besten, wirklich allerbesten Dank für diese Info!!!

    Da habe ich zwei Jahre lang nach gesucht. Weder der FKS Selketalbahn wusste etwas zum Verbleib des Kessels und von Meiningen habe ich keine Antwort erhalten.

    Wo hast Du die Info aufgetrieben?


    Gruß

    Jan

    Warum sollte man alles aufheben (auch bezogen auf den alten Kessel der 99 6001)?

    Dass nicht jeder Schrott aufgehoben werden sollte, ist mir schon klar.

    Aber wenigstens ein Neubaulok-Rahmen als Ausstellungsstück herrichten, halte ich für eine gute Ergänzung.


    Was die 99 6001 und ihren Originalkessel anbetrifft: Es wäre ein zum Himmel schreiender Frevel, ein so technikhistorisch wertvolles Stück wie den Kessel eines historischen Einzelstücks Baujahr 1939 einfach zu vernichten, das wie kaum ein anderes den technischen Stand dieser Zeit wiedergibt!


    Meint Jan

    (dem sich als angehenden Historiker allein bei dem Gedanken die Haare sträuben)