Beiträge von Selketalbahn2303

    Hallo zusammen,


    Wenn man diesen Abschnitt mit der Westernstadt verbinden will, sollte man die Umläufe nach Hasselfelde mit einem Shuttlebus anschließen, der direkt zur Westernstadt und dann über Rappbodetalsperre/ Hängebrücke wieder zurückfährt.

    Das ganze ordentlich bewerben (z.B mit einem Sonder-Ticket) und den bereits bestehenden "Western-Express-Sonderzug" häufiger fahren lassen. Diesen sowohl von Gernrode, NDH/ Südharz und Wernigerode.

    Eine Zusammenarbeit von den Harzer Verkehrsbetrieben, der HSB und der Westernstadt wäre für alle drei eine gute, machbare und finanzierbare Lösung.

    Jedenfalls lohnenswerter und sinnvoller als eine 15 Mio Euro Neubaustrecke mitten durchs Naturschutzgebiet. Mit der Selketal-Kleinbahnromantik wäre es auf jeden Fall vorbei. Sooo touristisch lohnenswert, dass da solche Unsummen bewegt werden, ist die Westernstadt auf jeden Fall nicht.


    Meint

    Jan

    Als Fazit kann man dann allerdings auch festhalten, dass der aktuell an der Lok dargestellte Zustand mit Spitzziffernschildern und ohne Zentralverschluss historisch, wenn überhaupt, nur sehr kurz bestand. Eigentlich wäre es ratsamer, sich für eines zu entscheiden: Entweder „richtig“ Epoche III mit Zentralverschluss oder eben doch besser EDV-Nummern, was am Ende auch zu den „Rekowagen“ im Plandienst auf der Selketalbahn besser passen würde.

    Für einen reinen Epoche III Zustand bräuchte man wieder ein Rauchkammerhandrad an der Front, Abbau des trichterförmigen Kohlenkastens und man müsste wie bei den Mallets die Luftpumpe im Wasserkasten verstecken.


    Für einen wirklichen Epoche IV Zustand wäre eine flache Rauchkammertür vonnöten, die Trittstufen an den Wasser- und Kohlekästen müssten aufwändig geändert werden, EDV-Beschilderung, Aufkleber an den Wasserkästen und Abbau der Fabrikschilder und Aufsatzbretter auf dem Kohlekasten. Auch müsste die Messingpfeife gegen eine aus Stahl getauscht werden.

    Grundsätzlich müssten für einen stilreinen Zustand auch wieder sehr große Kesselauswaschluken installiert werden.


    Für beides wäre also einiges an Umbauten und Veränderungen notwenig. Von daher ist es doch ganz praktisch, dass man diesen "Übergangszustand" zwischen beiden Epochen hat...


    Meint

    Ballerina-Fan Jan

    Die angedachte Variante wäre also am Ende auch betrieblich nicht ganz ohne

    ... und ein Geldgrab von Millionen Euro. Das Geld wäre in Gesundung des Fuhrparks, Wiederaufarbeitung abgestellter Dampfloks, Sanierung des bestehenden Netzes, Ausbildung neuer Mitarbeiter und in Verbesserung des Zugangebotes wesentlich besser aufgehoben.

    Ich kann mir auch keinen Touristen vorstellen, der erstmal zwei Stunden über die Selketalbahn oder Harzquerbahn gurkt, um sich die Westernstadt anzusehen.


    Meint Jan

    Hallo zusammen.

    Zehn Neubauloks haben ja von 2004-2012 neue Blechrahmen und Zylinder in Meiningen erhalten.

    Der Rahmen der zuerst rekonstruierten 99 7232 soll laut Meldung von 2004 zum musealen Erhalt nach Wernigerode gebracht worden sein.

    Wisst ihr, ob der tatsächlich noch vorhanden ist und was mit den anderen originalen Rahmen und Zylindern der Neubauloks gemacht wurde?

    Wurden die verschrottet oder hat die HSB die irgendwo verwahrt?


    Gruß

    Jan

    Jan, einen Pralltopf als Schalldämpfer hatte sie vorher gar nicht. Was du meist ist der Topf für den Abdampf der Saugluftbremse. Den hat sie mit dem Umbau auf Druckluft verloren.


    2002 kam dann der Schalldämpfer der erst hinter der Esse saß, sah schrecklich und komisch aus. Wurde aber schnell an dihe heutige Stelle gesetzt. Seitdem ist das typische "Peng Peng" der Luftpumpe weg. Aber sie klingt trotzdem unverwechselbar.


    Vor allem Das dumpfe Wummern unter Last ist speziell und Sound pur.

    Den meinte ich ^^ , hatte nicht mehr daran gedacht dass sie ja damals noch garnicht mit Druckluftbremse fuhr...


    Der Schalldämpfer mit dem "Peng Peng"-Geräusch ist bereits auf Filmaufnahmen von 1997 zu sehen und zu hören. Ein ganz markanter Ton. Der heutige Pralltopf klingt etwas anders.


    Das genieße ich auch immer wieder. :love:

    Hallo, kann man den Kesselschaden beschreiben und wie es dazu kam?

    Da weiß ich nur, dass das wohl auf der Fahrt aufgetreten ist. Was da genau passiert ist, kann ich nicht sagen.

    Jedenfalls kam die Lok dann nach Meiningen. Dort wurde festgestellt, dass der Kessel derart abgezehrt und verbraucht war, dass sich die Aufarbeitung nicht mehr lohnen würde. So hat sich die HSB zum Neubaukessel entschieden.

    Was mit dem historisch interessanten Originalkessel der Ballerina geschehen ist, ist nirgenwo zu erfahren. Ich habe mal beim RAW Meiningen angefragt, aber keine Antwort erhalten.

    die HSB soll nach Pullmann-City fahren!


    Scheinbar werden in der sommerlichen Saure-Gurken-Zeit selbst die urältesten Kamellen wieder ausgegraben und neu serviert:

    Wer kommt denn auf solche Ideen?

    Anstatt die Strecken noch weiter zu verlängern, sollte lieber der Betrieb auf den bestehenden Strecken verbessert und konsolidiert werden. Da sind ja die Ideen und Vorschläge, die hier gemacht wurden, z.B der NWE-Zug oder ähnliches geradezu machbar gegen. 8|

    Aber ich denke mal, diese Vorschläge kommen ja regelmäßig immer wieder hoch, die werden auch bald wieder in der verstaubten Schublade verschwinden.


    Meint Jan

    Nochmal ein Bild für Jan um weitere Details zu entdecken


    99 6001-4 als NWE 21 in Gernrode, Oktober 1992

    Vielen Dank an Netz-Kater für das schöne Seitenbild! :)


    Da gibt es wieder viel zu entdecken, wenn man genau hinsieht. ;)

    Interessant finde ich insbesondere die Zierringe an der Luftpumpe.

    Gut erkennbar sind auch die Unterschiede zwischen der damals vorhandenen Originalsubstanz und den glatter wirkenden, später angebauten Teilen. Original waren damals das Führerhaus, der Kessel, Rahmen, Achsen und Zylinder. Heute größtenteils immer noch, mit Ausnahme des Kessels.

    Der Schalldämpfer der Luftpumpe saß damals irgendwo am Schornstein, bemerkbar an einem knallenden Klang bei Betrieb der Luftpumpe. Ende der 90er wurde ein Pralltopf für die Luftpumpe zwischen den Domen auf der Kesselmitte installiert, der der Lok ihren typischen, unverwechselbaren Zischton und die auffällige Dampffahne über dem Kessel verleiht. So ein Pralltopf war in den 60ern schonmal vorhanden, aber später anscheinend wieder entfernt.

    Interessant auch im Vergleich zu heute die deutlich erkennbaren, dicken Nieten am Stehkessel und darüber die sehr großen Kesselwaschluken. Ich kenne keine Lok, bei der das vergleichbar deutlich erkennbar wäre. Beim Neubaukessel sind diese deutlich kleiner ausgefallen und liegen weiter auseinander.

    Auf dem Bild von 1992 hat jemand an der Stelle, wo heute der Luftpumpen-Pralltopf sitzt, den Sodakasten für das Speisewasser platziert.


    Die Wasserkästen und der Kohlentender waren in den 60er Jahren neu entstanden. Anders als bei den genieteten Originalteilen, waren die Trittstufen am Tender und Wasserkasten nicht symmetrisch angeordnet. Dies wurde bei der Neuanfertigung 2013/14 wieder rückgängig gemacht. Der eckig-kantige Ausschitt am Wasserkasten wurde 2013/14 wieder rundlicher ausgeführt. Der Kohlenkasten hatte erst keinen trichterförmigen Aufsatz, dann ab Ende de 70er/Anfang der 80er einen sehr steilen, schmalen Trichter und den hier zu sehenden Aufsatz seit etwa Mitte der 80er. Das ist auch heute noch so, allerdings wurden 2014 hölzerne Aufsatzbretter angefügt, die den Tender deutlich wuchtiger erscheinen lassen, aber wie ich finde gut zur Lok passen. Besonders 2018, als diese frisch erneuert und in dunkler Holzfarbe lackiert waren, ein schöner Anblick.


    Beste Grüße und danke für die schöne Aufnahme,

    Ballerina-Fan Jan

    Das stand zumindest mal auf der Seite des FKS Selketalbahn und ich meine diese Version auch bei Dirk Endisch gelesen zu haben. Wahrscheinlich trifft irgendwie beides zu: man wollte eine "historische" Lok haben und hat da eben Grün, weil Grün = historisch, verwendet. Bei dem Fotografieranstrich kann es passieren, dass dieser für Grün gehalten wird. Es ja auch Leute die immer noch felsenfest daran glauben, dass die NWE-Mallets früher grün waren.


    Das hatte ich auch irgendwie in den Fingerspitzen, habe aber bei Recherche keine Videoaufnahme und kein Bild gefunden wo das bereits 2012 zu sehen war. Die Messingpfeife hat sie 2014 bekommen. Die klingt auch etwas anders als die Vorgängerin...


    Wie ich bereits sagte, eine grüne Lackierung muss wieder extra gemischt werden und ist daher aufwändiger als die normale Schwarz-rote Version. Nachdem sich jahrelang Mengen an grünen Farbeimern aus Meiningen gestapelt haben, könnte (rein theoretisch) die Lust auf grüne Farbe vergangen sein..

    Diese Petroleum-Laternen mögen ja gut und schön sein, aber goldfarbene Reflektoren sind irgendwie unpassend für eine deutsche Schmalspurlok. Mit weißen Reflektoren (wie bis 2013) sieht die Welt schon anders aus.

    Die Pfeife ist von 1898, ja.


    Beste Grüße

    Jan

    Hallo Forengemeinde, bis wann hatte die 6001 einen Zentralrauchkammerverschluss?? Ich finde im Netz nur Fotos ohne ZRKV .

    Hallo Klaus,

    Ich habe mal ein Farbfoto von der Ballerina im Bw Wernigerode Westerntor gesehen, das war auf 1965 datiert. Es war zu verkaufen, aber ich habe es leider nicht mehr gekriegt. Über die Google-Suche lässt es sich leider nicht mehr finden, irgendwo hab ich die unscharfe Internet-Version noch gespeichert.

    Dort hatte die Lok noch die originale Rauchkammertür von 1939 und bemerkenswerterweise auch Fabrikschilder an den Zylindern, ich glaube aber auch bereits die geschweißten Kohle- und Wasserkästen mit den asymmetrischen Trittstufen (Diese bis zur HU 2013/14).

    Ca. 1972, eventuell auch etwas früher, wurde die gekümpelte Tür mit Handrad dann gegen die flache mit Vorreibern ersetzt, die sie bis 2011 hatte.

    Der heutige Zustand ist eine Mischung und ein guter Kompromiss aus beidem: die neue Rauchkammertür ist gekümpelt, aber ohne Handrad, dafür aber Spitzziffer- und Fabrikschilder. ;)


    Ich hoffe ich konnte die Frage klären,

    Gruß

    Ballerina-Fan Jan