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Beiträge von Mark Borutta

  • Aktuelles aus dem RSE Museum Asbach (Westerwald)

    • Mark Borutta
    • 2. Oktober 2026 um 21:22

    Neues aus dem Museumsbahnhof Asbach – Saisonabschluß 2026

    So schnell kann es gehen – und wieder ist eine Saison kurz vor dem Abschluß. Nach dem Jubiläumsjahr ging es scheinbar dieses Jahr etwas ruhiger zu im Museumsbahnhof Asbach. Nach dem Stress vom Vorjahr haben wir natürlich alle erst mal ein wenig durchgeatmet. Trotzdem war wieder einiges los bei uns.

    Traurige Jubiläen galt es zu begehen – vor 75 Jahren wurde die erste Teilstrecke des 87,3 km langen Streckennetzes stillgelegt und vor 70 Jahren endete dann der reguläre Personenverkehr.

    Unsere Art, mit solchen Jahrestagen umzugehen, ist allerdings etwas besonders. In diesem Jahr wurde der Grundstein für eine erhebliche Erweiterung des Museumsbahnhofs gelegt. Mit der Beseitigung der Abraumhalden begannen im Sommer die Arbeiten an unseren beiden neben den Aufarbeitungen von Fahrzeugen wichtigsten Projekte.

    Der Wiederaufbau unserer Gartenbahn, eingebettet in einen Basaltpark, nahm im Laufe der letzten Monate Form an. Erste Landschaftselemente und der Unterbau für die Gartenbahn (wir werden sowohl 5“ als auch 7 ¼“ Gleise verlegen) entstehen zur Zeit. Unser Ziel ist es, dass bis zum Saisonbeginn 2027 diese Attraktion für kleine und große Kinder zur Verfügung steht und der Museumsbahnhof so auch für Familien attraktiver wird.

    (Die Stützmauer und das Planum für den Bahnhof der Gartenbahn nehmen Gestalt an. Vor einem halben Jahr waren hier noch Abraum- und Schutthalden.)

    (Hier entsteht der Unterbau für die Gartenbahnstrecke)

    Auf Bauabschnitt 2 wurden als Vorbereitung für den Wiederaufbaus von Gleis 4 (Güterschuppen-Gleis) die Schwellen sortiert, eingekürzt und alle nicht mehr brauchbaren Schwellen ordnungsgemäß entsorgt. Dieses Gleis 4 wird als einziges auf gebrauchten Holzschwellen verlegt, da hier dauerhaft Fahrzeuge gezeigt, aber nicht regelmäßig bewegt werden. Wir planen, dann 2027 auf Bauabschnitt 2 mit den Bauarbeiten zu beginnen.

    (Die nicht mehr verwendbaren Schwellen, die vom Abbau unserer alten Gleisanlage, sowie sogar noch von der RSE stammen, werden entsorgt)

    (Die nicht mehr verwendbaren Schwellen werden entsorgt)

    (Währenddessen bekommt der erst im letzten Herbst wieder eingebaute originale Fensterrahmen wieder Scheiben.)

    Nun stehen sie also kurz bevor – die Öffnungstage am 10.+11.10.2026, an denen unsere Gäste wie gewohnt von 11 bis 17 Uhr unser Museum besichtigen und die Baufortschritte mit eigenen Augen sehen können.

    Und – noch ein Geheimtipp – am ersten Adventswochenende (05.+06.12.2026) ist unser Museum anlässlich des Asbacher Weihnachtsmarktes schon fast traditionell geöffnet.

  • Aktuelles aus dem RSE Museum Asbach (Westerwald)

    • Mark Borutta
    • 2. September 2026 um 20:57

    Museumsbahnhof Asbach – Öffnungswochenende „Tag des offenen Denkmals®“ am 12.+13.09.2026

    Der „Tag des offenen Denkmals®“ steht 2026 unter dem Motto „Netzwerke: Denkmale & Infrastruktur“.

    Bei diesem für uns so gut passenden Motto ist es klar, dass wir auch dieses Jahr an unserem Öffnungswochenende an dieser überregionalen Veranstaltungsreihe teilnehmen. War doch die Brölthaler Eisenbahn AG (ab 1921 Rhein-Sieg Eisenbahn AG) ja bekanntlich als erste öffentlich betriebene Schmalspurbahn Deutschlands Vorreiter bei der Erschließung des ländlichen Raums.

    Als - 30 Jahre nach Betriebsaufnahme - im Sommer 1892 in Preußen das Kleinbahngesetz in Kraft trat, liefen zwischen Bennau und Asbach die letzten Vorbereitungen für die Streckeneröffnung 3 Wochen später und das Streckennetz betrug damit dann schon 69,5 km. Und als die vielen Kleinbahnen, die jetzt auf 125 Jahre zurückblicken, eröffnet wurden, war die RSE schon 40 Jahre unterwegs und erreichte mit 87,3 km ihr maximales Streckennetz (mit Anschlußbahnen rund 100 km!).

    An diesem Öffnungswochenende steht traditionell auch unsere Werkstatt mit den 3 darin befindlichen Fahrzeugen offen. Somit sind alle 5 (der insgesamt 9) erhaltenen Originalfahrzeuge der RSE zu sehen, die bereits in unserer Obhut sind, dazu beide Dampfloks der Basalt AG Linz!

    Außerdem zeigen wir erstmalig den neuen kleinen Ausstellungsbereich im Güterschuppen, wo die erhaltenen Originalteile der Innenausstattung zum ersten Mal zusammen erlebt werden können.

    Wie üblich bieten wir unsere kostenlosen Führungen über das Gelände, in den Lokschuppen und in die Werkstatt an. Da die Asbacher Tafel am 12.09.2026 auch ein Fest hat, zieht unser Catering-Team wie letztes Jahr beim Jubiläumsfest in den Güterschuppen um und am Samstag sorgen wir gemeinsam für das leibliche Wohl – am Sonntag bleibt unser Catering dann natürlich auch im Güterschuppen. Sitzgelegenheiten werden sich dann auf einem Teil des Parkplatzes befinden.

    Der Eintritt ist wie immer FREI, aber da wir uns zu einem großen Teil über Spenden finanzieren, sind diese gern gesehen!


    (Triebwagen T2 hat seit 2021 ein "Dach über dem Kopf" in unserer Werkstatt. Die Jahre vorher seit 1988 haben sichtbare Spuren hinterlassen. Seine Aufarbeitung wird nach dem Anhänger TA4 beginnen. Am Öffnungswochenende ist ein Blick auf dieses Fahrzeug mit bewegter Geschichte in der Werkstatt möglich.)


    (Auch die Jung 8301 mit ihrem Luttermöller-Achsantrieb wird zu sehen sein, allerdings nicht draußen sondern drinnen in der Werkstatt)


    (Unsere V13, seit April auch mit Fenstern und weiteren fertig gestellten Details sieht ihrer Umspurung entgegen. Die letzten Vorarbeiten für diesen letzten Meilenstein bei der Wieder-Inbetriebnahme der Lok laufen derzeit. Sie wird in der Werkstatt zu sehen sein.)


    (so leer ist der Güterschuppen nicht mehr - er beheimatet neben unserem Lager am Öffnungstag unser Catering und einige erhaltene originale (!!!) Einrichtungsgegenstände, die nun erstmalig zusammen gezeigt werden)

    Anfahrt mit dem Auto:

    Bahnhofstraße 23, 53567 Asbach - RSE-Museum oder Museumsbahnhof Asbach eingeben! Bitte aus Richtung A3 nicht in die Honnefer Straße einbiegen (einige Navis schlagen das vor), der „Linzer Weg“ ist kein Zugang zu unserem Gelände und es gibt da keine Parkmöglichkeit! Parkplätze sind bei uns vorhanden, aber bitte wenn Sie aus Richtung A3/Buchholz/Oberpleis kommen, direkt hinter dem Kreisverkehr links den Parkplatz am „Strandbad“ nutzen und von da durch die Talstraße und dann Bahnhofstraße in 200 m zu uns gehen.

    Anfahrt mit Bahn und Bus:

    SAMSTAG - S12, S19, RE9 von Köln oder Siegen bis Hennef, dann mit SB52 (Stundentakt!) nach Asbach, Haltestelle Honnefer Straße, von da ca. 200 m Fußweg um unser Gelände herum (das große Tor ist kein Zugang!)

    SONNTAG – S12, S19, RE9 von Köln oder Siegen bis Eitorf, dann mit 564 (alle 2 Stunden!) nach Asbach, Haltestelle Asbach Markt, von da durch die Bitzenstraße und die Bahnhofstraße ca. 400 m zu uns.

    Die Verbindung über Bad Honnef (rechte Rheinstrecke) ist wegen Streckensperrung und SEV momentan nicht zu empfehlen.

  • Stadler präsentiert weltweit ersten Wasserstoffzug für Schmalspurstrecken

    • Mark Borutta
    • 27. August 2026 um 21:01

    Also ich wundere mich doch ein wenig über so manche Beiträge hier.

    Klar ist Wasserstoff nicht mehr "Bimmelbahn" aber für Strecken, die bis heute überlebt haben, und eine Perspektive haben, im normalen Verkehr weiter bedient (und damit gesichert!) zu werden, eine Technik, die man ruhig mal testen sollte (und nicht nach dem ersten Fehlversuch direkt einmotten).

    Viele unserer Bahnen, die wir heute versuchen, museal zu erhalten ob in Form von Museen oder Museumsbahnen waren in der Zeit ihrer Betriebsexistenz durchaus modern. Es wurde Neues probiert und das half oft Bahnstrecken, zu überleben.

    Die verschiedenen Schienenbusse (mit Bauteilen aus dem Straßenfahrzeugbau) zum Beispiel. Der legendäre SchieStraBus. Dampftriebwagen. Akku-Loks (hatte ein Anschließer unserer Bahn bereits 1906 als Rangierlok - eine Fensterfront und Reste der Ladestation existieren noch!). Rollböcke und Rollwagen.

    Es wurde viel probiert, um kostengünstig fahren zu können. Vieles waren Sackgassen, anderes wie Akku-Fahrzeuge erlebt gerade wieder eine Renaissance.

    Die Bahngeschichte geht weiter. Und so sehr ich mich persönlich für eine alte Bahn mit alter Technik begeistere, finde ich die aktuellen Entwicklungen auch spannend. Und wenn irgendwann einmal auf einer von ehrenamtlichen "Verrückten" wieder aufgebauten Bahnstrecke ein Wasserstoff-Triebwagen im regulären ÖPNV fährt, wurde noch viel mehr erreicht. Es gibt bei der einen oder anderen Museumsbahnstrecke diese Diskussionen über Regelverkehr.

    Wir sollten gegenüber Neuem so offen werden wie die, die "unsere Bahnen" früher betrieben haben, es oft auch waren. Nicht allem mit übergroßem Mißtrauen gegenüber stehen.

    Mark

  • Aktuelles aus dem RSE Museum Asbach (Westerwald)

    • Mark Borutta
    • 23. August 2026 um 21:05

    Hallo Michael,
    Du erinnerst Dich sicher an den Gleisplan, der lange Zeit auf unserer Homepage abgebildet war, wo die Gleisanlage in einer engen Kurve genau über dieses Gelände ging. Die Werkstatt-Zufahrt und auch die damals angedachte Gleisanlage lässt sich so nicht realisieren und die Gleisanlage wird anders - näher am historischen Vorbild - weiter konzipiert. Wir werden uns zu gegebener Zeit dazu noch äußern, bitten da aber noch um etwas Geduld.

    Viele Grüße
    Mark

  • Aktuelles aus dem RSE Museum Asbach (Westerwald)

    • Mark Borutta
    • 23. August 2026 um 20:30

    Neues aus dem Museumsbahnhof Asbach – Vom Schandfleck zur neuen Attraktion

    Wer unseren Museumsbahnhof besucht hat, kennt den Kontrast. Wenn man vom Parkplatz kommt, sieht das Gelände linker Hand wieder wie ein Bahnhof aus. Dagegen bot der Blick nach rechts bis vor kurzer Zeit einen traurigen Anblick. Schutthalden und der Abraum vom Gleisbau sahen halt nicht gerade einladend aus.

    Seit Juni ist – endlich – hier Bewegung gekommen. Wo Bauschutt und Abraum die Gäste „begrüßten“, ist nun eine große planierte Fläche. Während das Gelände vor dem Güterschuppen ab 2027 den Bauabschnitt 2 unserer Gleisanlage bilden wird, entsteht auf der nun planierten Fläche im hinteren Teil eine Attraktion wieder, die unserem Museum seit 2022 fehlt – die Gartenbahn.


    (auf dieser aktuellen Luftaufnahme sind die beiden "Baustellen" der kommenden Jahre markiert - blau der Bereich von Gartenbahn und Basaltpark, gelb der Bauabschnitt 2 unserer 785 mm Gleisanlage)

    Ab sofort getrennt von unserer Gleisanlage wird eine kombinierte 7 ¼“ / 5“ Gartenbahnanlage entstehen. Diese wird zum Saisonbeginn im April 2027 den großen und kleinen Kindern wieder eine Mitfahrt sogar mit echten Dampflokomotiven bieten. Und statt um den Lokschuppen oder das Bahnhofsgebäude herum geht es dann durch eine Basaltlandschaft, denn um die Gartenbahn entsteht – im fachlichen Austausch mit der Basalt AG Linz – ein Basaltpark. So erinnern wir daran, dass die Bahn und der Basaltabbau im Asbacher Land bescheidenen Wohlstand für die Bevölkerung brachte.


    ("Schweres Gerät" im Einsatz - das Gelände für die Gartenbahn wird planiert)

    (unser Bagger - als Spende zweier Vereinsmitglieder zu uns gekommen und im ersten Halbjahr 2026 technisch generalüberholt, im Einsatz)

    (der von einem Gönner dem Verein dauerhaft zur Verfügung gestellte Bulldozer im Einsatz)


    (mit dem auf dem Gelände reichlich vorgefundenen Basalt entsteht ein erster Eindruck der zukünftigen Landschaft des Basaltparks)


    (zum Vergleich - so sah das Gelände noch im Frühjahr 2026 aus)


    (So wird das Gelände in naher Zukunft aussehen - danke an unser Mitglied U.Hohn für die Grafik)

    Wir erfüllen damit auch einen Wunsch unserer Heimatgemeinde Asbach und erwarten uns davon, dass die Attraktivität unseres Museums gerade für Familien wächst. Genau darum ist dieses das wichtigste Projekt auf unserem Gelände für 2026 – in 2027 ist dann geplant, dass dann der Gleisbau in 785 mm wieder weitergeht.

  • Abriss Wohnblock Jöhstadt

    • Mark Borutta
    • 7. August 2026 um 21:00

    Hallo zusammen,

    zur Diskussion, warum ein Wohnblock ausgerechnet auf die Bahnfläche gebaut wurde, möchte ich nur mal anmerken, dass das auch im Westen der Republik gar nicht so selten war.

    Die Reaktivierung der "oberen Ahrtalbahn" Ahrbrück-Adenau, die nach der Ahrkatastrophe zumindest mit Trassierungsvarianten untersucht wurde, scheiterte daran, dass auf dem Bahnhofsgelände des ehemaligen Abzweigebahnhofs Dümpelfeld mindestens 4 Wohnhäuser abgerissen werden müssten oder eine Umfahrung einen Tunnel erfordern würde, was das Projekt zum scheitern brachte.

    Und wie oft wurden Supermärkte auf die Bahnhofsgelände gebaut? Die Bahn hatte lange keinen Stellenwert, kostete nur Geld das man lieber in den Straßenbau steckte. Und das langsame Umdenken rennt gegen die hohen Kosten an, die bei Trassensicherungen nicht nötig gewesen wären. Allerdings hatte auch in den Zeiten niemand an einen Wiederaufbau geglaubt. Und woanders will man sogar noch gewidmete Strecken um quasi jeden Preis loswerden und wird sich vielleicht in 10-20 Jahren in den Allerwertesten beißen deswegen.

    Ich feiere das wie im Pressnitztal die Bahn zurückkehrt! Weiter so!

    Viele Grüße

    Mark

  • Aktuelles aus dem RSE Museum Asbach (Westerwald)

    • Mark Borutta
    • 5. August 2026 um 21:48

    Unsere Wismarer Triebwagen; Baureihe „Rhein-Sieg“

    Am Freitag, 31.07.2026 haben wir in einer kleinen privaten Runde der Einstellung des regulären Personenverkehrs der RSE vor auf den Tag genau 70 Jahren gedacht. Eine Ära, die mehr als 85 Jahre angedauert hatte, ging damals zu Ende. Aus diesem Anlaß hatten wir am 01.+02.08.2026 auch erstmals ein zusätzliches Öffnungswochenende und deswegen widmen wir uns heute einigen erhaltenen Fahrzeugen des Personenverkehrs der RSE.

    Hier aber zunächst nur wenige Fakten zum Personenverkehr dieser Bahn:

    • Etwa 1870 begann die Beförderung von Personen in einem an die Güterzüge angehangenen Wagen – und das bis 1872 kostenlos (deswegen sind auch das genaue Datum des Beginns als auch die Beförderungsleistungen nicht überliefert). Was in Bonn wegen der Sperrung der Nordbrücke diesen Juni und in Luxemburg bereits landesweit praktiziert wird, gab es schon in den 1870ern im Bröltal – kostenlosen ÖPNV!
    • Mit Ausnahme der Kriegszeiten und der Krisen in der ersten Hälfte der 1920er Jahre beförderte die Bahn jährlich ab etwa 1907 eine halbe Million Fahrgäste, bis ab etwa 1930 bis Kriegsbeginn der Busverkehr mehr und mehr Fahrgäste abzog!
    • 1946 und 1947 wurden 2 bzw. mehr als 2,5 Millionen Fahrgäste pro Jahr befördert! Ein wesentlicher Grund waren die „Hamsterfahrten“ – Menschen, die aus dem zerstörten Köln/Bonner Raum aufs Land fuhren, um die letzten Habseligkeiten gegen Steckrüben oder einige Kartoffeln einzutauschen.

    Waren es seit der Jahrhundertwende Dampfzüge mit den vielerorts bekannten 4-achsigen Weyer-Wagen, so prägten ab den 1930er Jahren Triebwagen der Waggonfabrik Wismar den Personenverkehr. 3 Fahrzeuge bildeten zusammen mit einem weiteren Schwesterfahrzeug, das an die Kleinbahn Steinhelle-Medebach ging, sogar eine eigene Baureihe „Rhein-Sieg“.


    (Alle 4 erhaltenen Fahrzeuge um 2003 in Bieringen (Jagst) - von vorn nach hinten: T5, TA5, TA4, T2 - die hintere Hälfte des Zuges ist zwischenzeitlich in die "alte Heimat" zurückgekehrt. Foto M.Borutta/Slg. Museum Asbach)

    2 von diesen Fahrzeugen, bei denen - etwas untypisch für den Hersteller – die Motoren mittig unter dem Wagenkasten waren, sind bis heute erhalten geblieben, aber beide normalerweise der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Unser T2 genießt seit 2021 ein Dach über sich in unserer Werkstatt, nachdem er zuvor seit 1988 draußen stand und entsprechend gelitten hat. Der ebenfalls erhaltene T5 steht in Bieringen/Jagst zum Glück geschützt im Lokschuppen.


    (Triebwagen T2 kehrte 2016 heim - seit 2021 hat er ein Dach über seinem Dach in unserer Werkstatt. Foto: Slg. Museum Asbach)

    Zusammen mit den beiden Triebwagenanhängern TA4 und TA5, die in der Werkstatt der RSE in Hennef 1942 bzw. 1943 aus Weyer-Wagen umgebaut wurden, sind somit 70 Jahre nach Einstellung des regulären Personenverkehrs der RSE noch 4 Fahrzeuge erhalten geblieben. TA5 befindet sich aktuell in Jagsthausen, der TA4 wartet auf eine Kur in unserer Werkstatt, da er nach der V13 als nächstes Fahrzeug zur Aufarbeitung ansteht. Mit ihm soll in wenigen Jahren die neue alte RSE die Personenbeförderung auf unserem Bahnhof wieder aufnehmen.

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    (Der Triebwagenanhänger TA4 bei seiner Heimkehr nach Asbach - Foto: Slg. Museum Asbach - und im Nachkriegszustand um 1950 - Slg. Lorscheid/Museum-Asbach)

    Den TA4 können Sie, wenn auch unter einer schützenden Plane, an unserem August-Öffnungswochenende (08.+09.08.2026 wie gewohnt jeweils 11 bis 17 Uhr) am Bahnsteig anschauen. Und schon einmal ein heißer Tip – Am 2. Septemberwochenende ist wieder anläßlich des „Tages des offenen Denkmals“ auch die Werkstatt zugänglich und damit ist auch ein näherer Blick auf den T2 möglich, dessen Aufarbeitung nach dem Anhänger TA4 geplant ist.

  • Aktuelles aus dem RSE Museum Asbach (Westerwald)

    • Mark Borutta
    • 27. Juli 2026 um 19:47

    Sonderöffnungstage aus traurigem Anlaß


    (Anblicke wie dieses Bild - Hans-.Jürgen Sievers, 1953, Slg. Detlev Luckmann - waren ab dem 01.08.1956 nicht mehr möglich. Triebwagenzug aus Hennef, hier T5 in Asbach auf Gleis 2. Erst seit 2024 ist unser Bahnhof in diesem Bereich wieder zweigleisig und ein baugleicher Triebwagen - T2 - wartet noch auf die Aufarbeitung)

    In wenigen Tagen ist es genau 70 Jahre her, dass der letzte reguläre Personenzug der Rhein-Sieg Eisenbahn AG fuhr. Nachdem schon mehr als 2 Jahre die Hanftalbahn die letzte Strecke mit Personenverkehr war, endete am 31.07.1956 nach 86 Jahren wahrscheinlich mit der Fahrt um 18:45 ab Hennef, Ankunft um 19:45 in Asbach der reguläre Personenverkehr der Rhein-Sieg Eisenbahn AG. Es blieben noch einige wenige Sonderverkehre im Pleistal und zur Großkirmes Pützchens Markt.

    Wir haben uns deswegen entschlossen, diesen Jahrestag mit Sonderöffnungstagen am 01.08.2026 und 02.08.2026, zusätzlich zu unseren regulären Öffnungstagen am 2. August-Wochenende zu begehen. Sie erwarten unsere bewährten Führungen, Kaffee, Kuchen, Grillwürstchen und Kaltgetränke zu fairen Preisen.

    Zu sehen sind alle Fahrzeuge auf der Gleisanlage, hierbei wird aber sicher der Triebwagenanhänger TA4 trotz schützender Plane der heimliche Star sein, da er als erstes der Fahrzeuge für den Personenverkehr ab dem kommenden Winter in die Befundung und Aufarbeitung gehen wird. Er soll in wenigen Jahren dazu genutzt werden, dass Sie auf unserem Bahnhofsgelände in einem originalen Fahrzeug mitfahren können!

    (noch einige Jahre zu früh und unser TA4 braucht erst einmal eine Kur in der Werkstatt, aber so könnte es - mit der V13 anstelle der V6 - in einigen Jahren im Bahnhof Asbach aussehen - Bild: Museum der RSE Asbach, 2025)

    Insider wissen, dass an dem Wochenende auch die Asbacher Kirmes ist – also warum nicht den Besuch im Museum damit verbinden? Wir freuen uns auf unsere Gäste und wollen zeigen, dass die alte RSE zumindest in Asbach immer mehr zum Leben erwacht.

  • Aktuelles aus dem RSE Museum Asbach (Westerwald)

    • Mark Borutta
    • 1. Juli 2026 um 20:38

    Neue Horizonte

    Lange markierten sie die Grenze für unser Museum – die beiden Halden im Bereich vor dem Güterschuppen auf der ehemaligen Gleisseite mit dem Aushub von unserer Gleisanlage (intern „Mount Asbach 1“ genannt - im hinteren Teil des Grundstücks im Bereich der bisherigen Bauhof-Schüttplätze seit 2023) und dem Geländeaushub neben dem Lokschuppen, wo nun wieder das Bekohlungsgleis liegt („Mount Asbach 2“ am Güterschuppen seit 2025).

    (Blick vom Gelände, wo Basaltpark und Gartenbahn entstehen sollten, auf das Museumsgelände Anfang Juni 2026 -- Museum Asbach)

    Am Abend des 16.06.2026 war es endlich soweit – die beiden Halden sind verschwunden.

    („Mount Asbach 2“ ist schon bis auf einen kleinen Rest Geschichte - Baggerarbeiten in Asbach am Mittag des 15.06.2026 – Museum Asbach)

    (Mount Asbach 2 vor dem Güterschuppen ist verschwunden, im Vordergrund die Teile der Wellblechhalle, die anstelle des Kohlenschuppens aufgebaut werden soll – Museum Asbach)

    Wo "Mount Asbach 2" war entsteht denächst der Bauabschnitt 2 unserer Gleisanlage. Neben der Verlängerung der beiden Gleise 1 und 2 wird hier mit Gleis 4 am Güterschuppen ein weiteres Gleis entstehen (vorläufig ohne Verbindung zu den übrigen Gleisen - die erfolgt erst mit dem dann nächsten Bauabschnitt 3). Hier wird dann auch der letztes Jahr bereits für uns nach Originalvorbild angefertigte Prellbock eingebaut, wodurch sich das Aussehen des Bahnhofs wieder ein Stück dem historischen Aussehen annähert.

    Im gleichen Zuge wurde „Mount Asbach 1“ planiert und bildet nun den ersten Teil des Unterbaus für die zukünftige Gartenbahn. Hierbei verschwand auch der bisherige Zaun zum Nachbargrundstück (Bauhof Verbandsgemeinde), dessen hinterer Teil uns nun für die Gartenbahn und den darin dann integrierten Basaltpark zur Verfügung steht.

    (Wo vor wenigen Tagen noch Mount Asbach 1 war, ist nun das Gelände für den Bau der Gartenbahn planiert und wird nun bis an die Bäume im Hintergrund reichen. Der Abraum im Vordergrund wird noch zeitnah beseitigt – Museum Asbach)

    Nun stehen die Pfosten des Tores, die unser Grundstück bislang begrenzten, einsam mitten in der Baustelle. Der Zaun ist links davon den Bauarbeiten gewichen. Zumindest in Blickrichtung links vom Fahrweg können wir nun unsere Gartenbahn und den Basaltpark in Angriff nehmen. Diese Baustelle sieht unspektakulär aus, aber diese „Grenzüberschreitung“ ist ein Meilenstein für uns!

    (Und hier der Vergleich zum Bild am Anfang - Blick auf das Bahnhofsgebäude vom planierten Teil des Geländes für Basaltpark und Gartenbahn - hinter dem Fotostandort geht es noch einige Meter weiter - Museum Asbach, 16.06.2026)

    Für mehr Infos bitte gern auf unserer Homepage Tims Monatsbericht anschauen: https://museum-asbach.de/juni-2026/ - es gab noch mehr zu berichten.

  • Brohltalbahn 2026

    • Mark Borutta
    • 9. Juni 2026 um 20:05


    Hallo liebe Brohltalbahner!

    Fotos sind ja wirklich viele tolle hier gepostet worden, da können meine Handybilder nicht mithalten. Aber herzlichen Glückwunsch zu der tollen Veranstaltung! Es wurde wirklich alles aufgeboten - Die 11sm, D4, D5, eine der O&K Dieselloks, die Gastlok Rur, die wohl ihren Härtetest auf der doch auch schon steigungsreichen Talstrecke und der Hafenbahn absolvieren durfte. Eine tolle Führung durch die Werkstatt rundete das Ganze ab.

    Eine Schmalspurbahn im Westen, die sogar noch planmäßigen Güterverkehr zu bieten hat! Und das alles dank der Beharrlichkeit von "Verrückten" (ja ich habe gehört,, dass man Euch auch so bezeichnet hat).

    Hier gleich noch ein paar persönliche Highlights

    :


    Alles Gute für die kommenden Jahre - mit Volldampf in die Zukunft!

    Mark

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