Beiträge von 99 4652

    Hallo HSB-Freunde,


    zur Ablenkung ein paar Sichtungsbilder (wirklich nur Schnappschüsse mit informativem Charakter, bitte um Nachsicht) vom heutigen Tage aus Wernigerode:


    Wie gestern schon hier angekündigt, stand heute die 99 7247 unter Dampf. Dennoch überraschte mich unser Zusammentreffen in Westerntor, daher nur dieser verwackelte Notschuss aus dem fahrenden Zug. Der Lack riecht fast noch, ein Untersuchungsdatum war noch nicht angeschrieben.


    Unmittelbar nach unserem Zug ging es für die frisch Heimgekehrte in die Lokeinsatzstelle. Nach dem Restaurieren befährt die Lok die Drehscheibe, um anschließend auf dem Stummel neben der Lokleitung abgestellt zu werden.


    Während der Brocken in dunklen Wolken verschwindet, rollt mit 99 7239 die nächste Neubaulok heran – noch kalt und deshalb von 199 872 geschoben. Eine skurrile Komposition, denn der für Zug 8905 bestimmte Triebwagen 187 016 hängt auch noch am Haken. In der Mitte wartet 99 7245 darauf, den Zug 8937 zum Brocken zu bespannen.


    Anderthalb Stunden darauf lief schon der Hilfsbläser, akustisch und auch optisch gut zu vernehmen. Ganz schön flott, fand ich als Laie – oder ist der dafür benötigte Kesseldruck so gering? Hinter der Lok köchelte 99 7232 vor sich hin.


    Im Plandienst waren heute: 99 234, 7237, 7241, 7243 (Ndh.), 7245, 199 861. Die Fahrt von Nordhausen nach Wernigerode war für mich eine Premiere, aber gewiss nicht das letzte Mal! Die Tour sei jedem nur wärmstens ans Herz gelegt.


    Beste Grüße

    Hendrik

    Moin Jan,

    Rollstuhlfahrer konnten nicht mit Bus u. Straßenbahn fahren. […]

    Irgendwie funktionierte das alles ohne Barrierefreiheit.

    naja, außer halt für die Rollstuhlfahrer. Die hatten eben Pech.


    Abgesehen davon: Natürlich ist es wünschenswert, wenn sich Fahrgäste gegenseitig helfen oder das Personal unter die Arme greift. Damit lassen sich viele physische Barrieren überwinden. „Ist doch alles halb so wild“, sagen wir, nachdem wir die alte Dame mit Rollator ausgeladen haben, und hüpfen später als letzter Fahrgast an der Endhaltestelle aus der Bahn. Aber stell Dir vor, Du bist mobilitätseingeschränkt und möchtest z.B. in den Tagesrandzeiten oder am Sonntag oder einfach nur bis zu dieser Endhaltestelle mit der Bahn fahren – und weißt genau, es kann gut sein, dass Du der einzige Fahrgast bist und womöglich ohne helfende Hand dastehst. Das würde man sich zu Recht gut überlegen.


    Barrierefreiheit heißt nicht nur, Stufen, Spalte und Engstellen physisch zu entfernen. Es geht ganz generell darum, potentiellen Fahrgästen die Hürden der ÖPNV-Nutzung zu nehmen. Und solch eine Hürde ist es eben auch, auf fremde Hilfe angewiesen zu sein, ohne zu wissen, ob man sie bekommt. Ein Verkehrsmittel ist ungleich attraktiver, wenn man sich um so etwas keine Gedanken machen muss.


    Beste Grüße

    Hendrik

    Hallo Achim,


    vielen Dank für diese sehr stimmungsvollen Eindrücke der Sonderfahrt! Mir war gar nicht bewusst, dass wir da mit dem ersten Rügenbesuch der 18 eine echte Premiere miterlebt haben. Offenbar ist Petrus dieser Umstand auch erst – man verzeihe das Wortspiel – gedämmert, als die Lok schon fast wieder „festen“ Boden unter den Rädern hatte; die letzten beiden Bilder sind mit diffusem Sonnenglanz daher ganz besonders schön geworden.


    An dieser Stelle sei neben allen weiteren Beteiligten dem Veranstalter SVC in Person von Andreas Knaak noch einmal herzlich gedankt. Ursprünglich war neben der Tour Kiel – Lübeck – Rügen eine Sonderfahrt Hamburg – Westerland (Sylt) am Himmelfahrtstag angesetzt, die jedoch erstaunlicherweise mangels Teilnehmern (Herr Knaak erzählte mir, es seien um die vierzig [!!] gewesen) abgesagt werden musste. Auch wenn es für die Rügen-Tour von vornherein besser aussah, musste sie nach Absage der Sylt-Fahrt die immensen Überführungskosten von/nach Norddeutschland ganz alleine wieder einspielen – Kommentar dazu: „Mein Risiko…“


    Bleibt also zu hoffen, dass sich das Unterfangen am Ende nicht als Verlustgeschäft herausgestellt hat und die 18 201 auch zukünftig noch die eine oder andere Woche Urlaub an der Küste macht. Die Fahrt selbst war ein erstklassiges Erlebnis (natürlich auch ohne Kamera, Achim… :hot: ), weshalb ich nur jeden ermutigen möchte, ein solches Angebot zu nutzen und mitzufahren. Schließlich wäre es doch schön, auch auf längere Sicht ein interessantes Angebot an Dampfzugfahrten zu verschiedenen lohnenden Zielen aufrecht erhalten zu können. Und was gibt es Herrlicheres, als sich – frisch im Speisewagen mittels Soljanka und Eibauer Schwarzbier gestärkt – bei 123 km/h am Fenster des ersten Wagens das blecherne Rauschen der wie ein Uhrwerk laufenden Achtzehn um die Ohren wehen zu lassen?



    Beste Grüße


    Hendrik

    Hallo Mario, hallo Schmalspurfreunde,


    vielen Dank für Nachricht und Bilder – ich bin restlos begeistert! :spos: Die Lok macht eine tolle Figur, besonders vor diesem Zug. Wenn auch das Personal zufrieden ist – was will man mehr?


    Ich wünsche der 99 4652 für ihr neues Leben alles Gute und natürlich die obligatorische Handbreit Wasser über der Feuerbüchse. Möge sie stets die Herzen der Fahrgäste und Personale erfreuen (möglicherweise kommt von Letzteren ja irgendwann mal jemand auf die Idee, die Zierstangen vorne abzubauen und dafür die Laternenhalterungen weiter nach außen zu versetzen – für das letzte Quäntchen Nordstreckenflair, außerdem könnte man sie dann besser von ihrer „falschen“ Schwester unterscheiden... :hot: )


    @Ronny: Sehr nettes Foto! Hast Du das gleich zum Anlass genommen, eine Luftpumpe anzubauen? Sieht ja doch gar nicht so schlimm aus, vielleich sollte ich meiner auch mal eine spendieren...


    Beste Grüße auf die Insel
    Hendrik

    Hallo Ludger,


    bei aller Liebe für Haarspaltereien, aber mit dieser Erkenntnis von Johannes ...

    Zitat

    Original von jay787
    [Im] Abkürzungsverzeichnis der Homepage des Freundeskreises Selketalbahn findet sich dazu, Zitat: "Die Großschreibung „RAW“ der Abkürzung wurde zum 15. April 1937 vom Reichsministerium eingeführt und zum 1. Juli 1951 von der Generaldirektion der Deutschen Reichsbahn wieder abgeschafft."(Quelle: http://www.selketalbahn.de/fks_idxy.htm?abkverz.htm)


    ... ist Deine ursprüngliche Aussage ...

    Zitat

    Original von Ludger K
    "RAW" kommt in der digitalen Fotografie vor, aber in der Eisenbahnersprache gibt es eine solche Schreibweise nicht.


    ... dennoch eindeutig widerlegt. Und das auf den ersten Blick naheliegende Gegenargument, „gibt“ beschriebe einen gegenwärtigen Zustand, ist leicht damit entkräftet, dass heutzutage auch die Bezeichnung „Raw“ von keinem Ausbesserungswerk mehr geführt wird. ;)


    Nichts für ungut und beste Grüße
    Hendrik

    Moin Sven,


    sieht klasse aus! Hut ab! Wo werden die Schilder nun gegossen, oder macht Ihr das selbst?


    Zitat

    Original von 99 3311 Fan
    jetzt fehlen nur noch die andern drei Schilder


    Mein Buch liegt leider in Holstein, aber wenn ich mich recht erinnere, war doch das Tenderschild ein ganz normales Spitzziffernschild, oder?


    Beste Inselgrüße
    Hendrik

    Moin Sven,

    Zitat

    Original von Maschinist
    Ich bin mal gespannt, wer von den hier anwesenden "Experten" noch etwas ganz wesentliches entdeckt...


    Da bin ich aber auch gespannt! Besonders ins Auge zu fallen scheint dieses Wesentliche allerdings nicht...


    Beste Inselgrüße
    Hendrik

    Moin,


    erstmal an alle ganz herzlichen Dank für diese tollen Bilder! Wie schön, dass die "12" mal wieder etwas Auslauf bekommt. Hätte ich das gewusst, wäre ich gern dabei gewesen...


    Zitat

    Original von Blix
    Was das Problem mit den Schildern angeht musst du bedenken das diese kurzfristig und extra für den Einsatz bei der WEM angefertigt wurden. In Mühlenstroth selber trägt die Lok ja garkeine Reichsbahnbeschilderung.


    Hi Blix, das stimmt so nicht ganz. Seit ihrer Wiederinbetriebnahme in Mühlenstroth trägt die 99 3462, wie auch die anderen Seidensticker-Loks, am Tender ein nachgefertigtes Schild, das ihre Reichsbahn-Identität verrät. Dabei hat man in Anlehnung an die "Selfmade"-Schilder, die die Lok früher trug, normale DIN-Ziffern verwendet, die 4 jedoch als Spitzziffer ausgeführt. Auch wenn ich persönlich das auch nicht sonderlich gelungen finde, war es doch die einfachste Methode, dem Original möglichst nahe zu kommen. Denn das sah letztendlich so ähnlich aus, nur eine Ecke kleiner (man sieht's ja auf dem Bild vom Maschinisten).


    Ich nehme an, dass damals gleich ein ganzer Satz Schilder angefertigt wurde. Man kann ja nie wissen... ;)



    Beste Inselgrüße und der "Mecklenburg" weiterhin allzeit gute Fahrt!


    Hendrik



    P.S.: Über das Rot unter der Rauchkammer sollte man noch mal eine Nacht schlafen... :hot:

    Hallo,


    das ist ja interessant, eine solche Möglichkeit war mir bisher unbekannt...


    Was mir bei Thomas' Bild aufgefallen ist: Wieso sind eigentlich die Neunen auf dem Lokschild so schief? :confused: Schaut ein bisschen seltsam aus. Ansonsten kann man die Verantwortlichen bei der Fichtelbergbahn allerdings nicht oft genug für die Beschilderung der Loks loben (Vor-EDV-Nummern, Spitzziffern...)! *duck*


    Beste Grüße
    Hendrik