Hallo zusammen,
gestern habe ich den eingefügten Link zu "alamy.de", den Hattori mit dem Foto der "Elephant" in Beitrag 13 eingefügt hat angeklickt.
Wie ich feststellen "durfte" haben die Leute von "alamy.de" wohl meine Scans die ich vor einiger Zeit in einem anderen Forum gezeigt habe kopiert, um nun damit Geld zu verdienen ...
Wer sich nun fragt, woran ich erkenne, dass es sich um meine Scans handelt, nun - man sieht bei den Fotos die "Foto-Ecken", mithilfe derer ich die originalen Fotos von Krauss-Maffai in meinem Ordner befestigt habe.
Da ich mit Schreiben vom 4. November 1986 die Rechte zur honorarfreien Veröffentlichung von Herrn Hufschläger, dem Archivar der Fa. Krauss-Maffai bekommen habe und diese nie weiter gegeben habe - hmmm ...
Nachdenkliche Grüße von der Mittelweser
Frank-Martin
Beiträge von Baumbauer F.-M.S.
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Hallo zusammen,
DANKE für die beiden Kommentare !
Momojens :
Könntest Du das bitte mit ein oder zwei Fotos zeigen, wie Du das mit weniger von den langen Fasern und den 2mm-Fasern meinst.
Mit den 0,5mm-Fasern habe ich mich vor einiger Zeit schon mal versucht, aber damit komme ich so rein garnicht klar ...
Viele Grüße von der Mittelweser
Frank-Martin -
Hallo zusammen,
heute bekommen die Fichten ihre hängenden Zweige aus 6mm-Fasern ...
Zuerst ein Bild, von den benötigten Fasern, dem Kleber und dem Elektrostat :
Die 6mm-Fasern in der Farbe kaffeebraun stammen von "Borchert & Moller". In der kleinen Filmdose ist der Vinylkleber "VP300", den ich mit dem kleinen Borstenpinsel auf die Unterseite der Hauptäste streiche und rechts liegt das "ERO Mini" von MAAG-Flock, auf das ich den 6cm-Applikator geschraubt habe.
Nachdem auf allen Hauptästen der kleinen Hochstamm-Fichte der Kleber aufgebracht ist, werden die Fasern von unten aufgeschossen. Da aber nicht alle Fasern in der Richtung "wachsen" wie ich das möchte, werden diese anschließend mit einem ausrangierten Haartrockner in die richtige "Wuchsrichtung" gepustet.
Nach der ersten "Lage" Fasern sieht die Hochstamm-Fichte nun so aus :
Da 6mm für die hängenden Zweige im unteren Bereich aber zu kurz ist, wird in diesem Bereich noch eine zweite "Lage" der 6mm-Fasern aufgesetzt und anschließend auch mit dem Haartrockner nach unten gepustet.
So sieht's dann aus, wenn die hängenden Zweige auf diese Art verlängert sind :
Hier seht Ihr einen Zweig mit der "Verlängerung" aus der Nähe :
Als letztes wird die Baumspitze in zwei Arbeitsgängen mit den 6mm-Fasern beschossen :

Nun müssen die Fasern an den Hauptästen noch in die richtige, geschwungene Form gestutz werden. Dafür habe ich mir vor ein paar Jahren zwei gute Scheren mit gebogener Schneide zugelegt. Die größere Schere stammt aus dem Chirurgenbedarf und sie hat schneiden aus Hartmetall, die kleinere Schere wird von "FISKARS" produziert.
Mit der kleinen Schere schneide ich die Fasern direkt oben auf den Hauptästen weg. Dabei liegt die Schneide auch direkt auf dem Draht auf.
Die große Schere verwende ich, um die Fasern in die geschwungene Form der hängenden Fichtenäste zu schneiden.
Hier ein Hauptast vor dem "in-Form-Schneiden" :
Und hier danach :
Selbstverständlich muss auch die Baumspitze ein Wenig in Form gestutzt werden :
So sieht die Hochstamm-Fichte aus, wenn mit den beiden Scheren alles in die richtige Form gebracht ist :
... demnächst geht es mit dem Begrünen der Modell-Fichten weiter.
Viele Grüße von der Mittelweser
Frank-Martin -
Hallo zusammen,
die Frage nach den verwendeten Materialien für die "rohen" Stämme war ja noch offen.
Für die Stamm-Seele verwende ich die einzelnen, abisolierten und massiven Kupferdrähte aus handelüblicher NYM-J - Leitung aus dem ortsansässigen Baumarkt. Den 0,5mm-Wickeldraht für die Hauptäste bekommt Ihr auch im Baumarkt, aber in der Garten-Abteilung.
Die auf dem Foto zu sehende 100g-Rolle habe ich letzte Woche bei OBI in Nienburg erworben, da heißt dieser Draht "Dekolackdraht silber". Selbstverständlich lässt sich auch jeder andere, lötfähige 0,5mm-Draht für die Hauptäste verarbeiten :
Viele Grüße von der Mittelweser
Frank-Martin -
Hallo zusammen,
heute geht es mit der Erstellung der "Rinde" der Fichtenstämme weiter ...
Zuerst wird der Stamm mit unverdünnter HEKI-Straßenfarbe Beton gestrichen, naja - eigentlich ist es mehr ein Tupfen :
Mit einem feinen Haarpinsel (Größe fünf oder sechs) wird die Farbe auf den gewickelten Windungen verteilt :
So sieht das dann in der Vergrößerung aus, die Beton-Farbe ist hier noch feucht. Da die Farbe beim Trocknen leicht schrumpft,
hält sie sehr gut auf dem Metall :
Nachdem die Beton-Farbe durchgetrocknet ist, kommt eine Schicht feiner Holz-Schleifstaub auf den Stamm und die Astansätze.
Dazu wird der Stamm mit leicht verdünntem Acryl-Binder eingepinselt und der Schleifstaub mit dem recht grobmaschigen Teesieb hinein gestreut :
Alle losen Bestandteile werden vorsichtig ausgeklopft und dann sieht der Stamm so aus :
... und einmal in der Vergrößerung :
Nachdem diese Schicht gut durchgetrocknet ist, wird im unteren, später sichtbaren Stammbereich, mittels dem verdünnten Acrylbinder eine Schicht Kaffeesatz aufgestreut. Auch hierfür verwende ich das grobmaschige Teesieb :
... nachdem ich auch hier die losen Teile ausgeklopft habe, habe ich zweifarbige Stämme :
Durch die Schicht mit dem Kaffeesatz bekommt die "Rinde" im sichtbaren Stammbereich mehr Struktur :
Nun wird der gesammte Stamm und die Äste mit handelsüblicher Abtönfarbe bemalt. Durch die Struktur des Schleifstaubes und des Kaffeesatzes muss die Farbe satt aufgebracht werden. Den (für mich) passenden Farbton habe ich mir aus braun, ocker und cappuchino in dem kleinen Glas gemischt :
Nachdem die "Grundfarbe" getrocknet ist, wird noch mit "silbergrau" graniert. Das "silbergrau" mische ich aus schwarz, weiß und ganz Wenig ocker direkt auf der Glasplatte. Vor dem Aufbringen der Farbe auf dem Stamm, wird der Pinsel auf einem Küchenkrepp sorgfältig ausgestrichen, bis er fast trocken ist. Beim "Granieren" sollen nur wenige Farbpigmente aufgebracht werden, um die Rindenstruktur zu betonen :
Nach dem "Granieren" habe ich die Hauptäste schon in die geschwungene, durchhängende Form gebogen :
... und auch hiervon eine Nahaufnahme :
Demnächst mache ich dann mit den hängenden Zweigen aus 6mm-Fasern weiter ...
Viele Grüße von der Mittelweser
Frank-Martin -
Hallo Matthias,
diese "Fichte" ist (wenn sie fertig ist) etwa 15cm hoch, dazu kommen für den dicken Draht der Stamm-Seele aber noch die 2,5cm, die ich zum "Pflanzen" in der Modell-Landschaft benötige.Der Kronen-Durchmesser im unteren Bereich ist hier etwa acht Zentimeter, wobei das durch das "in die geschwungene Form-Biegen" noch Weniger wird. Demnächst möchte ich mich auch mal an schlankeren Fichten versuchen, die im fertigen Zustand nur etwa fünf Zentimeter Durchmesser haben ...
Der Abstand der Äste in der Höhe ergibt sich aus der Dicke des Wickeldrahtes. Bei vier bis fünf Windungen sind das hier 2mm bis 2,5mm, manchmal mache ich aber auch sechs Windungen bevor ich die nächste Schlaufe für die Hauptäste ziehe ...
Zur Anzahl der Hauptäste pro Stufe : Bei mir sind es immer nur zwei Hauptäste, also eine Schlaufe im Wickeldraht. Beim Vorbild können es sechs oder mehr Hauptäste sein, das wird mir beim H0-Modell aber viel zu dicht.
Viele Grüße von der Mittelweser
Frank-Martin -
Hallo zusammen,
heute beginne ich den Bastelbericht über meine Modell-Fichten mit dem Erstellen der Stammrohlinge.
Zuerst ein Foto, mit den dafür benötigten Materialien :
Links liegen mehrere massive Kupfer-Drähte mit einem Querschnitt von 2,5mm², die ich als Stamm-Seele verwende.
Diese Kupfer-Drähte habe ich am oberen Ende am Schleifbock auf einer Länge von etwa vier bis fünf Zentimeter angespitzt,
damit der Stamm oben leicht konisch zuläuft.
Dazwischen liegt die Rolle mit versilbertem Wickeldraht mit einem Duchmesser von 0,5mm
und dann ist da noch die Rolle mit dem bleifreien Elektroniklot.
Nun fange ich an, die Stamm-Seele vom unteren Ende dicht mit dem Wickeldraht zu umwickeln.
Die kleine Spitzzange dient mir dazu, das letzte Stückchen vom Wickeldraht auch eng an die Stamm-Seele zu bekommen.
Die unteren 2,5cm werden nicht umwickelt und sorgen Später für einen sicheren Stand der Fichte in der Modell-Landschaft :
Wegen der besseren Handhabung beim weiteren Wickeln des Drahtes, verlöte ich den Draht mit der Stamm-Seele :
Nun kann ich anfangen, den Wickeldraht dicht um die Stamm-Seele zu wickeln, ohne dass die Stamm-Seele sich mitdreht.
Dabei ziehe ich in regelmäßigen Abständen Schlaufen aus dem Wickeldraht, die später die Hauptäste der Fichte bilden.
Hier sind die Schlaufen relativ kurz und unregelmäßig, da diese die Totäste bei einer Hochstamm-Fichte werden :
Die Schlaufen für die zu begrünenden Hauptäste werden etwa halb so lang ausgeführt, wie der spätere Baumdurchmesser sein soll :
Damit die Schlaufen beim weiteren Wickeln nicht stören, biege ich sie nach unten :
Zur Baumspitze hin, dürfen die Schlaufen kürzer werden, damit die konische Form der Baumkrone entsteht :
Wenn dann alle Schlaufen wieder waagerecht vom Stamm weg gebogen sind, wird der Stamm verlötet, um die nötige Festigkeit zu bekommen.
Zum Verlöten spanne ich den Fichtenstamm in einen kleinen Tisch-Schraubstock :
Nach dem Verlöten sieht der Stamm dann so aus :
Nun werden mit einem kleinen Seitenschneider die Schlaufen für die Hauptäste aufgeschnitten und gleich auf die passende Länge gekürzt :
Anschließend verteile ich die Drähte der Hauptäste einigermaßen gleichmäßig um den Stamm, damit die Baumkrone später relativ geschlossen daher kommt.
Mit der kleinen Spitzzange richte ich die Drähte gerade, dann ist später das "in Form biegen" für die durchhängenden Hauptäste einfacher zu bewerkstelligen :
So kann der Stamm, mit den "gleichmäßig" drumrum verteilten Hauptästen dann von oben aussehen :
Demnächst geht es dann mit der Erstellung der "Rinde" aus Fichten-Schleifstaub und Kaffee-Satz weiter ...
Viele Grüße von der Mittelweser
Frank-Martin -
Hallo zusammen,
danke für die "Blumen" !
Das ist alles kein Hexenwerk und wenn man die Vorgehensweise erstmal verstanden hat, geht das auch recht flott von der Hand.
Aber die eigentliche Idee, Fichten auf diese Art zu basteln, habe ich mir bei Jos Geurts im "Stummi-Forum" abgeschaut.
Wie schon weiter oben geschrieben, wird es ein paar Donnerstage dauern, bis ich die Zeit habe den Bastelbericht zu verfassen, da ich ja nun wieder recht unregelmäßige Dienstzeiten habe. Evtl. komme ich erst Ende Mai dazu, wenn ich ein paar Tage Urlaub habe. Es ist ja nicht nur die "Schreiberei", ich muss ja auch von jedem Arbeits-Schritt aussagekräftige Fotos erstellen, um meine Bastelei verständlich rüber zu bringen.
Viele Grüße von der Mittelweser
Frank-Martin -
Hallo zusammen,
vor ein paar Wochen habe ich angefangen vorhandene, ältere "Fichten-Stämme" in die richtige Form zu bringen, sie anschließend mit "Rinde" aus feinem Schleifstaub zu versehen und mit handelsüblichen Acryl-Abtönfarben zu colorieren.Für die hängenden Zweige habe ich mit meinem Elektrostat an die Unterseite der Haupt-Äste ein bis zweimal 6mm-Fasern aufgeschossen und diese danach mit einem ausgemusterten Haartrockner nach unten gepustet, damit die Zweige auch in der richtigen Richtung "wachsen".

Als Kleber für das "fine turf" habe ich einen matten Klarlack aus der Sprühdose verwendet und abschließend auch das "fine turf" damit fixiert.
Hier ein Foto von meine beiden ersten Versuchen, auf dies Art Modell-Fichten für den H0-Maßstab zu basteln. Ich denke sie sind garnicht so schlecht geworden, nur bei den Baum-Spitzen ist wohl noch Luft nach oben :

Wenn Interesse besteht, kann ich in einem separaten Beitrags-Faden meine Vorgehensweise detailliert beschreiben. Da ich ab heute wieder als Triebfahrzeugführer im Wechseldienst tätig bin, könnte das aber ein Wenig dauern ...
Viele Grüße von der Mittelweser
Frank-Martin